Spielerisch über Biografie sprechen
Shownotes
In dieser Folge von Netzwerk Pflegefamilien – der Podcast geht es um die Frage, wie Pflegekinder ihre Geschichte besser verstehen, einordnen und annehmen können.
Dazu spreche ich mit meiner Kollegin Sonja Briggl, die eine Ausbildung in systemischer Biografiearbeit gemacht hat. Sie begleitet Pflegefamilien darin, mit Kindern über ihre Herkunft, ihre bisherigen Erfahrungen und ihre neue Lebensrealität zu sprechen – auf kreative, alltagsnahe und spielerische Weise.
Wir reden darüber, 🔸 warum Biografiearbeit gerade bei Pflegekindern so wichtig ist, 🔸 wie man erste Gespräche gut begleiten kann 🔸 und welche Methoden Kinder dabei unterstützen, ihre Geschichte besser zu verstehen – z. B. mit Landkarten, Zeitlinien, Perlenketten oder Aufstellungsfiguren.
Ein Gespräch über Neugier, Feinfühligkeit – und über die Kraft, die in kindlichen Erinnerungen stecken kann.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Viele unserer Pflegekinder haben ja schon, bis sie bei uns ankommen, viele Orte gehabt, wo sie schon in ihrem Leben waren.
00:00:09: Dann nehme ich eine Landkarte und dann nehmen wir erstmal so schöne bunte Pizza mit Fehnchen dran und dann gucken wir erstmal sozusagen die Biografie ihrer bisherigen Orte und dann dürfen die Kinder sozusagen auf dieser Landkarte erstmal ihre Orte, wo sie bisher schon überall gelebt haben und dann kann man die Orte da alle schon mal hinmachen, da kann man auch gut ins Gespräch kommen, weil die Kinder wissen ja manchmal auch gar nicht, wo sie überall waren.
00:00:34: Da kann man sagen, hier leben deine leiblichen Eltern, dann warst du hier erstmal bei dann warst du im Bereitschaftspflege, dann warst du dazwischen aber noch mal in der Einrichtung und dann warst du da und schon hat man den Raum geöffnet, um einfach in Biografiarbeit einzusteigen, indem man den Kindern sozusagen den Weg öffnet und dann die Geschichten dazu erzählen kann, die man vorher zum Beispiel gut recherchiert hat.
00:01:05: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Netzwerkpflegefamilien der Podcast.
00:01:09: In dieser Folge spreche ich mit meiner Kollegin Sonja Brickel.
00:01:13: Sie hat sich intensiv mit dem Thema Biografiarbeit beschäftigt und bringt dabei einen besonderen Blick mit, den der systemischen Biografiarbeit.
00:01:21: Gemeinsam sprechen wir darüber, warum es so wichtig ist, dass Pflegekinder ihre eigene Geschichte kennen und wie man als Pflegeeltern oder als Fachkraft dabei unterstützen kann.
00:01:31: Vor allem aber geht es um kreative und praktische Methoden.
00:01:34: Wie kann man Kindern spielerisch helfen, ihre Geschichte zu erzählen, zu verstehen und vielleicht sogar neu zu sortieren?
00:01:42: Von Schatzkisten über Matroschgas bis hin zur Perlenkette.
00:01:46: Diese Folge steckt voller Ideen, wie Biografiearbeit leicht und lebendig gelingen kann.
00:01:51: Ich wünsche euch viel Spaß beim Zuhören.
00:01:54: Hallo Sonja, schön, dass du heute bei mir bist und in unserem Podcast.
00:01:58: Und wir heute über Biografiearbeit sprechen.
00:02:02: Aber vorweg magst du erst einmal ein paar Worte dir selber sagen.
00:02:05: Ja, erstmal herzlichen Dank für die Einladung.
00:02:09: Ja, gerne.
00:02:10: Ja, mein Name ist Sonja Brickel.
00:02:12: Ich bin Familienberaterin an unserem Standort in Warburg und das Ganze ist seit vierenhalb Jahren.
00:02:19: Und bin selber Pflegemutter und das Thema Biografiearbeit ist ein großes Herzensthema von mir.
00:02:28: Was bedeutet das denn persönlich für dich, die Biografiearbeit?
00:02:30: Warum ist das so ein Herzensthema?
00:02:34: Warum das so ein Herzensthema ist?
00:02:36: Weil ich glaube, dass das Wissen um die eigene Geschichte, um die eigene Herkunft, um den roten Faden, vielleicht mag ich es so nennen, im eigenen Leben für eine Orientierung sorgen kann, die einem helfen kann, auch im Vorausschauenden, in dem was passieren wird und was passieren kann, in dem ich immer sozusagen das eine mit dem anderen auch verbinden kann, wenn ich es weiß.
00:03:03: Damit kann ich auf jeden Fall was anfangen.
00:03:05: Also, dass man diese biografischen Situation und dieses Erleben für sich selber, für die Gegend hat, aber auch für die Zukunft nutzen kann.
00:03:15: Ja, und vielleicht auch nochmal dieses selber zu verstehen, warum man so geworden ist.
00:03:22: Also, welche Dinge eingebregt haben, welche Glaubenssätze man gelernt hat, welche Normen, welche Werte ein mitgegeben worden.
00:03:30: Das gehört ja alles zu meinem... so sein, wie ich bin.
00:03:33: Und deswegen ist das so wichtig, einen Blick dafür zu bekommen.
00:03:38: Und vielleicht auch für viele Dinge, wir sagen es immer so schön, den guten Grund zu finden, warum ich Dinge duhe, warum ich so denke, warum ich Dinge so auch im Alltag ganz einfach lebe.
00:03:51: Und wahrscheinlich ist es für Pflegekinder insbesondere wichtig, ein Wissen über die Biografie zu haben.
00:03:59: Aber magst du es vielleicht nochmal selber sagen, warum?
00:04:02: dass genau für Pflegekinder so wichtig ist.
00:04:04: Also unsere Pflegekinder erleben ja schon in sehr frühen Momenten viele Beziehungsabbrüche.
00:04:11: Allein schon die Herausnahme aus der Herkunftsfamilie ist ja ein Abbruch in ihrer Biografie.
00:04:17: Und dann haben sehr viele Stationen, sage ich jetzt mal, bis sie bei uns dann in der Dauerpflege auch angekommen sind.
00:04:23: Und es gibt ja auch viele Dinge, die passieren.
00:04:27: bevor wir eine Sprache für Dinge haben, also die mich sozial emotional beeinflusst haben, wo ich ... die nicht mit Sprache gefüllt sind.
00:04:38: Und wenn ich weiß, was passiert ist.
00:04:40: Und wenn ich weiß, wenn ich es einordnen kann.
00:04:42: Und wenn ich meinen roten Faden, sage ich immer, finde.
00:04:46: Und in unserem Lebensbuch ist der auch immer so schön auf der vorderen Seite so angemalte rote Faden.
00:04:52: Also zu wissen, wo ist mein roter Faden?
00:04:54: Was gehört zu mir?
00:04:56: Was macht mich aus?
00:04:57: Was ist meine Geschichte?
00:04:59: Und auch dieses Verstehen bei anderen.
00:05:01: Also zum Beispiel auch bei den... bei den Pflegeeltern herzustellen.
00:05:06: Das erleichtert ganz viel im Leben unserer Pflegekinder.
00:05:09: Ja, das Lebensbuch hast du gerade schon angesprochen.
00:05:12: Da haben wir vor ein paar Monaten auch schon eine spezielle Folge drüber gemacht.
00:05:16: Das haben wir neu überarbeitet.
00:05:18: Und für die, die jetzt zuhören und das Lebensbuch bekommen, unsere Pflegeeltern so ausgedruckt.
00:05:27: Aber wir haben das für alle offen als PDF online gestellt, damit es jeder einfach nutzen kann, selber ausdrucken kann, sich den Ordner dazu basteln kann.
00:05:37: Genau, den Hinweis zu und den Link pack ich dann nochmal in die Show Notes.
00:05:42: Jetzt ganz allgemein, bevor wir dann auf die ganz konkrete Umsetzung kommen, wie unterstütztem Biografiarbeit genau dieses ja so geworden sein, das anzunehmen.
00:05:55: Wenn ich weiß, Ich bring mal ein kleines Beispiel.
00:05:58: Ich habe ein kleines Mädchen, dem war es so wichtig zu wissen, woher habe ich meine Hände?
00:06:03: Manchmal sind es nicht diese großen Dinge, sondern manchmal sind es ganz kleine Dinge, die so wichtig sind für Kinder und die Bedeutung haben.
00:06:11: Und wenn ich mir die Frage beantwortet bekomme, wenn ich die Frage für mich als Pflegekind beantwortet komme, ah, ich sehe aus wie, oder ich ... Ich spreche wie oder.
00:06:24: ich habe noch ein Geschwisterkind, das zum Beispiel auch so gut singen kann, wie ich.
00:06:29: Also für mich so, das ist wie wenn man ein Puzzle, also wie wenn man seine Puzzleteile, die man im Leben so hat, zusammenfügen kann, um dann das ganze Bild auch sehen zu können und nicht nur die einzelnen Teile.
00:06:40: Und das wäre vielleicht so ein Symbolbild dafür, das zusammenzukriegen.
00:06:46: Ja, das finde ich gut, diese Puzzleteile und die verbinden zu können.
00:06:48: Auf Puzzle gehen wir, glaube ich, später nochmal ein bei den konkreten Methoden.
00:06:52: Aber wir sind ja noch quasi am Beginn und zwar genau auch dem Beginn von Biografiearbeit.
00:07:01: Was ist denn überhaupt so ein guter Zeitpunkt?
00:07:03: Kann man das überhaupt benennen, um mit Biografiearbeit zu beginnen?
00:07:07: Wann wäre der?
00:07:08: Das ist wahrscheinlich sehr individuell, aber so aus deiner Erfahrung, was sind so gute Punkte, wo man denkt, jetzt könnte es sein.
00:07:15: Also ich glaube, dass es erstmal wichtig ist und das ist auch die Arbeit, die ich den Beratern, also uns als Familienberatern auch zuschreibe, die Dinge zu sammeln.
00:07:25: Das heißt also, dass ich mir Informationen überall einhole, dass ich mir... von Menschen, die noch da sind, Kinderbilder, Babybilder, Organisiere von dem Kind, für das ich zuständig bin, dass ich Leute interviewe, die mit dem Kind zusammen waren, dass ich das vielleicht auch aufzeichne, damit ich die Stimme von Menschen noch mal habe, die dazugehören, oder dass ich mir von Eltern zum Beispiel Bilder und ein Brief schreiben lassen, wenn ich merke, die gehen aus der Beziehung, damit ich sie noch mal einfangen und was für das Kind habe.
00:07:53: Und ich glaube... Ich glaube, dass die Signale vom Kind kommen müssen.
00:07:58: Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass nicht wir denken, Biografiearbeit wäre jetzt dran, sondern dass das Kind uns Fragen stellt und wir diese Fragen beantworten.
00:08:07: Und dann kann es sein, dass es mich jetzt eine Frage stellt und ich ihm die Frage beantworten kann, weil ich gut vorgearbeitet habe.
00:08:15: Und dass es dann gut ist für das Kind.
00:08:17: Es kann auch sein, dass Kinder gerne in der Gruppe arbeiten, zum Beispiel.
00:08:21: Es erklären wir später nochmal mit so kleinen Tefeltchen, wo man Fragen aufschreiben kann, wo die Kinder sich gegenseitig Fragen stellen.
00:08:28: Vielleicht ist das manchmal auch leichter, wenn das nicht Erwachsene tun, sondern wenn das auch Menschen in meinem Alter tun, die vielleicht die gleichen Fragen haben, weil sie das selbe Thema auch haben, weil sie auch Pflegekinder sind.
00:08:39: Also es gibt ganz unterschiedlich.
00:08:41: Und ich glaube, wichtig ist einfach, ein Gespür dafür zu entwickeln.
00:08:45: wenn es beim Kind dran ist, weil es sagt ja auch schon, es heißt Biografie Arbeit.
00:08:49: Also und das ist wirklich das Macht was mit den Kindern, das ist auch anstrengend.
00:08:55: muss man sich auch Dinge an oder gucken sich die Kinder dann auch Dinge an die wehtun.
00:09:00: Aber auch dieses wehtun ist manchmal gut, um einfach heil werden zu können, um da eine positive Veränderung für die Kinder auch herbeifühlen zu können, indem sie eben Dinge für sich einsortieren können.
00:09:12: Und manchmal ist Trauer da auch ein wichtiger Prozess, den dann die Pflegeeltern auch gut begleiten dürfen.
00:09:19: Das ist auch ein ganz wichtiger Aspekt.
00:09:23: Jetzt hast du mehrere Punkte, als ich gesagt habe, jetzt docke ich da an, docke ich da an.
00:09:29: Punkt Biografie Arbeit, dieser Begriff, das habe ich mit dem im Interview vor, ich glaube vor einem Jahr ungefähr mit Birgit Latscher, als er es auch gesagt, das ist Biografie Arbeit.
00:09:39: Eigentlich müsste es einen anderen Begriff haben, weil Arbeit, das will man irgendwie vermeiden, so wie es geht, aber das finde ich immer spannend.
00:09:49: Aber natürlich, das ist eine Arbeit und das ist dann auch manchmal Trauerarbeit oder Bewältigungsarbeit und das finde ich auf jeden Fall sehr spannend.
00:09:58: Der erste Impuls war genau, es beginnt eigentlich vor der eigentlichen Biografie, aber es beginnt bei den Pflegeeltern und vielleicht bei euch, bei Beraterinnen und Beraterinnen, erstmal eine Recherche zu betreiben.
00:10:11: Also wirklich wie bei einem gut vorbereiteten Artikel, den schreibt man nicht so direkt auf, sondern man guckt erstmal, was ist denn überhaupt da, was weiß man und sammelt die Informationen, die man irgendwie bekommen kann und damit startet.
00:10:24: Wenn man jetzt... diesen Punkt erreicht hat, was es gerade gesagt hat, dass der Impuls muss vom Kind kommen.
00:10:29: Das sind dann diese Fragen, wenn das Kind beispielsweise weiß, es ist schon ein bisschen älter und weiß, es ist, die Pflegeeltern sind nicht die leiblichen Eltern, dass dann die vielleicht Fragen kommen zu wegen, lebt eigentlich meine Mama noch.
00:10:44: Das könnte beispielsweise eine Frage sein oder was hin zu typische Sätze, die Kinder dann so in dem Moment sagen, wo man merkt, aha, jetzt könnten wir mal langsamer schauen.
00:10:54: Ja, vielleicht, ich würde noch viel elementare anfangen.
00:10:58: Manchmal sind es wirklich so einfache Sachen wie, ich sehe aus wie oder Sie merken den Unterschied bei Ihren, wenn noch andere Kinder in der Pflegefamilie sind oder Sie sagen, zum Beispiel ein afrikanisches Kind.
00:11:12: Da ist es ja offensichtlich, dass es nicht aussieht, wie die Pflegeeltern.
00:11:15: Also, manchmal sind so ganz kleine Dinge, an die man gar nicht an diese großen Dingen, die Fragen stellen die Kinder gar nicht, sondern eher so, ich habe ja so große Füße und du hast so kleine Füße.
00:11:27: Warum bin ich so anders?
00:11:29: Woher kommen die?
00:11:30: Oder ich kann so gut singen.
00:11:32: Und eigentlich sind hier gar nicht alle so musikalisch und ich liebe Musik.
00:11:35: So, woher habe ich das zum Beispiel?
00:11:37: Oder sie erinnern sich an irgendetwas und fragen.
00:11:39: sich, woher kommt das eigentlich?
00:11:41: Und dann fängt man manchmal mit diesen kleinen Dingen an, um dann diese elementaren Fragen vielleicht irgendwann mal auch auf die zu stoßen.
00:11:51: Also sind es dann schon diese kleinen Dinge, die gerade seitens diese kleinen alltäglichen Fragen, die so auch mal zwischen Tür und Angel passieren können.
00:11:59: Das sind wahrscheinlich genau dann erstmal die wichtigen Momente und wahrscheinlich ist es dann aber genau wichtig, darauf schon die passenden Antworten zu haben.
00:12:07: sich abgespeichert zu haben, sich das vielleicht mal selbst als Pflegeeltern aufgeschrieben zu haben.
00:12:12: Was würde ich denn eigentlich sagen, wenn, um dann passend reagieren zu können?
00:12:17: Ist das so richtig?
00:12:18: Ja,
00:12:19: ich habe ein schönes Beispiel.
00:12:20: Das ist mir gerade in der Familie passiert und das finde ich so wunderbar.
00:12:24: Da sind noch zu den Pflegekindern noch leibliche Kinder dazugekommen.
00:12:31: weil ich vorher schon vorbereitet war und mich das vorbereitet habe, können jetzt von allen Kindern Babyfotos aufgehangen werden.
00:12:39: Und das ist doch für dieses Kind wunderbar.
00:12:41: Es weiß, dass es ein Pflegekind ist und trotzdem hängen davon allen Kindern Babyfotos.
00:12:46: Und dann kann man zum Beispiel über dieses Foto auch ins Gespräch kommen.
00:12:49: Und dann entwickeln sich einfach Fragen und Momente, wo das Kind sagt, aha, guck mal und so.
00:12:56: Und dann ist man in einem Prozess, den man immer wieder, auch immer wieder unter sprechen kann und dann kommt wieder eine neue Frage und solche Geschichten und das ist natürlich gut, wenn man da die Möglichkeit hat vorbereitet zu sein, genau auf solche Momente.
00:13:11: Jetzt haben wir von dem Fall gesprochen, das Kind ist beispielsweise schon mit drei oder vier Jahren eingezogen und hat vielleicht einige Erfahrungen im Kopf abgespeichert, weil es war vorher auch irgendwie bei einer Bereitschaftspflege oder so.
00:13:27: Aber es gibt ja auch den Fall, wo Pflegekinder sehr, sehr jung in eine Pflegefamilie kommen und in manchen Fällen natürlich auch keinen Kontakt zu den leiblichen Eltern besteht.
00:13:39: Und das ist wahrscheinlich dann der schwerste Startpunkt, dem Kind erst mal überhaupt zu erklären, dass es ein Pflegekind ist.
00:13:47: Wie geht man das dann an, dieses Thema zu besprechen, dass?
00:13:53: Vielleicht ist das Kind dann irgendwie drei Jahre und fragt dann, wie war's denn eigentlich, als ich in deinem Bauch war?
00:13:59: Das könnte ja vielleicht so eine Einstiegsfrage sein, wo man denkt, okay, so langsam müssen wir vielleicht dann mal was erzählen und das mit dem Kind so angehen, dieses Thema aufzuarbeiten.
00:14:10: Wie geht man das denn so an?
00:14:11: Hast du da Beispiele, wie das gut gelingen kann?
00:14:15: Also was ich was ich schön finde ist es gibt sehr gute Bilderbücher zu dem Thema auch schon wirklich zu sehr also für sehr frühe Momente.
00:14:23: auch und ich finde es schon wichtig das Wort Pflegekind oder auch die Erklärung, du bist im Bauch einer anderen Mama gewachsen.
00:14:33: Auch es auszusprechen, ohne dass man unbedingt jetzt, also dass es so eine Selbstverständlichkeit hat.
00:14:40: Dass es nicht so was Besonderes ist und nicht das Thema dann so immer nach hinten geschoben wird, weil für die Kinder ist es ganz klar, wenn ich meine leiblichen Eltern nicht kenne oder meine Herkunftsfamilie, dann sind erstmal meine Pflegeeltern meine Eltern.
00:14:52: Das Kind stellt das nicht in Frage.
00:14:54: Und trotzdem ist es wichtig, das Thema das dass das Thema so eine Präsenz hat, die aber nicht so groß ist, sondern dass es eine Selbstverständlichkeit ist.
00:15:02: Und da wäre ich jetzt bei dem Thema Haltung natürlich auch den leiblichen Eltern gegenüber.
00:15:07: Also auch wichtig zu sagen, es zu formulieren und zu sagen, du bist in einem anderen Pauch.
00:15:17: gewesen und dann bist du geboren worden und deine Eltern haben es nicht geschafft, dass du bei ihnen bleiben konntest, aber die haben dich auch lieb und also das ganze auch positiv zu konnotieren und da wirklich auch dieses Also eine Wertschätzung auch von Anfang an dieser leiblichen Familie gegenüber mitzubringen.
00:15:38: Und das Thema nicht so einen großen Thema zu machen, indem er es so aufspart für irgendwann mal, sondern einfach in so eine Selbstverständlichkeit mit hineinkommt, dass dieses Thema zum Leben dieses Kindes gehört und auch... was wir vorher in der Schurma hatten, auch, dass das Kind mal wütend sein darf, weil es nicht im Bauch einer anderen Mama geboren werden wollte, sondern lieber im Bauch von der Pflegemama.
00:15:59: Und das auch mit dem Kind gemeinsam betrauern und zu sagen, ja, das ist traurig.
00:16:02: Aber jetzt bist du hier und jetzt ist das hier der Ort und hier wirst du geliebt und das positiv einfach auch für das Kind zu bewerten.
00:16:11: Ja, das finde ich auf jeden Fall gut und gleichzeitig, denke ich.
00:16:15: Es ist ja irgendwie auch schon, wenn man Pflegeeltern ... ist, das Kind ist gerade irgendwie einige Zeit eingezogen, den Impuls zu sagen, lass uns damit noch mal warten, lass das Kind doch erstmal in Ruhe, lass das Kind erstmal Kind sein, von diesem besonderen Status, da müssen wir, kann das nicht irgendwann später kommen?
00:16:37: Ich glaube, dieser Impuls ist, kann ich glaube ich sagen, irgendwie für mich verständlich, aber wahrscheinlich, so wie du gerade sagst, kann das andere auch zu einer Selbstverständlichkeit werden.
00:16:49: Kann man sagen?
00:16:50: Ja.
00:16:51: Ich finde immer, meine Erfahrung ist, dass die Größe nur entsteht, wenn wir dem so verheimlichen.
00:17:00: Sondern das werden wir auch nicht.
00:17:02: Egal, wie weit wir es nach hinten schieben.
00:17:05: Das kann ich auch aus meiner eigenen Erfahrung als Pflegemutter sagen.
00:17:08: Egal, wie weit wir es nach hinten schieben.
00:17:10: Es wird irgendwann mit Thema werden und es wird, wenn es nicht eine Selbstverständlichkeit ist und selbstverständlich zum Leben des Kindes gehört, dass das... dass so ist, wie es ist.
00:17:20: Es ist ja keine Realität, die wir uns irgendwie schön oder wegreden können, die ist einfach vorhanden.
00:17:27: Und deswegen fände ich es gut, so eine Leichtigkeit auch in das Thema reinzubringen und das nicht zu sowas schweren zu machen, indem wir es immer aufschieben und dann irgendwann mal kriegt das Kind irgendwie, also geht dann so in die Abwehr, weil es dann auf einmal so geschockt ist, dass das nicht das leibliche Kind der Pflegeeltern ist.
00:17:45: Genau,
00:17:46: ich habe auch gerade ... irgendwelche Filme gedacht und ich habe jetzt gerade keinen Beispiel, aber ich kenne irgendwie die Situation aus Filmen, wo man auch erwachsene Personen irgendwie irgendwas nachschauen müssen in irgendwelchen Akten und finden dann irgendwie den Vermerkt, dass man selber adoptiert worden ist und sich dann fragt, als Erwachsene, wieso habt ihr mir das eigentlich nie gesagt?
00:18:07: So, und ich glaube, das wäre, glaube ich, das herausforderndste dann für das so ein erwachsenes Pflegekind, wenn das einfach das nicht weiß.
00:18:15: weil das natürlich auch was mit Vertrauen zu tun hat und Vertrauens empfehlenden Vertrauen, was man dann in Zukunft hat.
00:18:23: Das finde ich, glaube ich, schwierig.
00:18:24: Von daher ist es, glaube ich, ein guter Impuls, da direkt frühzeitig aber auch mit so einer eher entspannten Art daran zu gehen.
00:18:32: Ja, und ein wichtiger Aspekt ist natürlich auch noch, wir wünschen uns ja für unsere Pflegekinder, dass sie auch Umgangskontakte mit ihren leiblichen Eltern haben.
00:18:41: und Spätestens, wenn wir Umgangskontakte haben, regelmäßig, dann muss man dem Kind ja auch, oder ist mal eben ja auch eine Erklärung schuldig, warum wir da jetzt hinfahren.
00:18:52: Das sind ja keine, das sind seine Eltern, also das muss das Kind einfach auch wissen dürfen.
00:18:57: Genau, das ist da nicht irgendein Onkel oder irgendeine Tante, die du noch nicht kennst, sondern das sind die Eltern, das glaube ich klar zu benennen, dass irgendwann könntest du uns von der Selbstverständlichkeit dann auch für die Kinder werden.
00:19:10: Du bist Familienberaterin und hast natürlich da auch verschiedene, du benimmst ja wahrscheinlich auch bestimmte Aufgaben in diesem Bereich von Biografiearbeit.
00:19:20: Was würdest du denn sagen, was sind so typische Aufgaben, die eher so eine Beraterin übernehmen sollte und was sind etwas, wo die Pflegeeltern selbst eigentlich super aktiv werden können.
00:19:32: Kannst du das überhaupt abgrenzen?
00:19:35: Ich glaube, dass das natürlich, je nachdem wie alt die Kinder sind, auch unterschiedlich ist.
00:19:40: Also was ich schön finde ist, wenn die... Pflegeeltern mit den Kindern auch unser Lebensbuch zum Beispiel gestalten.
00:19:47: Das finde ich ganz wichtig, was zum Beispiel meine Aufgabe sein kann, was ich dann auch mal mache.
00:19:51: Ich mache dann zum Beispiel auch mit leiblichen Eltern mal ein Genogramm, um einfach zu sehen, wie ist ihre Entwicklung gewesen und um auch Dinge erklären zu können und auch mit den Pflegeeltern mal drüber zu sprechen.
00:20:02: Das würde ich dann so als meine Aufgabe und auch diese ganzen Recherche und diese Dinge alles zu sortieren und so ein bisschen aufzuteilen.
00:20:11: oder die Eltern darum zu bitten, zum Beispiel, dass sie den Kind, wenn sie jetzt keinen, lange keinen Kontakt hatten, das eben erst mal einen Brief schreiben und ein Foto mit schicken, damit die Kinder die Möglichkeit haben, sich das mal anzugucken.
00:20:22: Und die Kinder können sich das, ich habe Kinder, die gucken sich das einmal an, dann wollen sie das nicht mehr, dann legen sie es in Schrank und dann holen sie es wieder raus.
00:20:29: Und was ich auch wirklich schön finde, ist, wenn unsere Bereitschaftspflegeeltern zum Beispiel für die Kinder, für die Zeit Bilder, Bücher machen, wo sie dann auch nachgucken können.
00:20:41: Also ich bin ganz unterschiedlich, ich mache das ganz unterschiedlich, je nachdem wie alte Kinder sind.
00:20:45: mit manchen Kindern mache ich dann auch mal so eine Aufstellung zum Beispiel wer geht dann alles zu zu deiner Familie?
00:20:51: und unsere Kinder haben einfach zwei Familien und ich finde das ist vorkommen in Ordnung und das gehört zu ihrem Leben einfach ganz selbstverständlich auch dazu.
00:21:02: eine Zusatzausbildung gemacht oder eine Weiterbildung gemacht.
00:21:06: Da musst du mich korrigieren für eine systemische Biografiearbeit.
00:21:11: Kannst du gleich nochmal drauf eingehen.
00:21:13: Und als wir vorher gesprochen haben, hast du gesagt, das Basisbuch war von Hertha Schindler.
00:21:19: Und ich habe mir das Buch so ein bisschen angeschaut und habe mir so ein paar Sätze rausgeschrieben, die ich einfach so sprachlich irgendwie interessant finde und einfach auch nochmal so diesen vielleicht diesen leicht systemischen Blick davon noch mal so ein bisschen öffnen, ohne dass wir jetzt an der Stelle mega ins Detail gehen.
00:21:36: Wir wollen ja gleich noch ins Praktische kommen.
00:21:39: Aber kannst du erst mal noch kurz was zu dieser Ausbildung sagen?
00:21:43: Was ist das systemische Biografiarbeit und wie unterscheidet sich das von einer klassischen Biografiarbeit?
00:21:49: und gibt es überhaupt eine klassische Biografiarbeit?
00:21:52: Ja, spannende Frage.
00:21:54: Ja, also das ist eine Weiterbildung zur Mentorin für Systemische Biografiearbeit und die Hertha Schindler, die leitet das SIM, das ist ein Systemisches Institut in Kassel.
00:22:07: und was unterscheidet das?
00:22:09: Ich glaube einfach, für uns als Systemiker ist das wirklich, dass auch in der Biografiearbeit das ganze System wichtig ist, also dass wir das nicht in in einer Einzelsequenz, sondern das alles, was dazugehört zu dieser Entwicklung, also das ganze System, die Menschen, alles, was ich in meiner Biografie auch erlebe, dass das auch mit in den Fokus kommt.
00:22:35: Und ich glaube, das ist schon nochmal so, ja, und wenn ich meine Haltung zu oder meine Sicht auf Dinge ändern kann, dass ich dann auch in der Biografiarbeit nochmal Dinge verändern können, also auch in dem Blick, wie ich meine Geschichte betrachte.
00:22:49: Also wenn jemand, wenn ich was wenn ich einen Aspekt auch positiv betrachten kann oder einen guten Grund finde, warum Dinge passiert sind, dann kann ich auch noch mal vielleicht gnädiger mit dem, was passiert ist oder mit dem, was andere Menschen wie zum Beispiel Herkunftseltern auch getan haben.
00:23:08: Noch mal ganz anders auch als Kind damit umgehen und ein anderes Verstehen entwickeln.
00:23:13: Also dieses Prozess orientierte, bis dann dann so alle der entscheidenden Punkte.
00:23:17: das.
00:23:17: Ja, habe ich auch so ein bisschen rausgelesen aus den Zitaten.
00:23:21: Ich fahre mal mit den zweiten an, weil das könnte ganz gut passen.
00:23:25: Und zwar in dem Buch, was ich auch mal in die Schoenlots parken werde, für die, die es interessiert, fand ich auf jeden Fall ein sehr, sehr spannendes Buch.
00:23:33: Gabs erstmal die Übersetzung des Begriffs Biographie aus dem Griechischen, was quasi was übersetzt heißt, wie eine lebendsten Niederschrift.
00:23:42: Und hättest schon gesagt, das ist eigentlich nicht das, was... wo eine systemische Biografie aber quasi genau entgegen wirken soll, weil das so etwas, was rückwärts gewandt wirkt und auch etwas ja festgeschrieben, so Niederschrift, das ist passiert und da und vielleicht dort und auch erst mal auch nicht veränderbar und auch vielleicht für ein selber, ja damit muss ich jetzt leben, so ungefähr.
00:24:07: und Herr Taschindler spricht aber von Biografie als Sprachentwicklung und das fand ich ganz spannend, dass das die Sprachentwicklung ist, was heißt Das für dich und was heißt das auch für die Arbeit mit Kindern, diese Sprachentwicklung?
00:24:20: Ja, vielleicht das, was ich gerade so versucht habe, auch so ein bisschen, also das... Genau, nicht aus dieser Rückschau sozusagen auf Biografie, sondern auf Biografie.
00:24:33: Ich nehme das mit in mein Hier und jetzt und in meine Zukunft auch.
00:24:39: Dass das nicht so was Geschlossene ist, sondern dass Biografie auch etwas Offenes ist, auch das, was schon gewesen ist.
00:24:46: Trotzdem, da es ja hinein wirkt in das, was sein wird und was noch kommen wird und dass das sozusagen dieses Offene ist in der Biografie.
00:24:56: Biografiearbeit, dass es nicht so einen Abschluss gibt, sondern dass immer das noch mit rein wirkt in das hier und jetzt.
00:25:06: Das zweite Zitat heißt, systemisch orientierte Biografiearbeit eröffnet einen schöpferischen Raum für Fragen und Suchbewegungen.
00:25:16: Ein schöner Satz, der liest sich erst mal gut, einen schöpferischen Raum.
00:25:20: Was ist denn dieser schöpferische Raum für dich?
00:25:24: Findest du runter unterm?
00:25:27: Also ich glaube es ist... dass Biografie nicht nur Zahlen, Daten und Fakten sind, sondern dass ich auch eigene Ideen entwickeln kann.
00:25:38: Also wenn zum Beispiel, ich finde, der schöpferische Raum ist zum Beispiel, wenn ein Kind, wenn es uns nicht möglich ist zum Beispiel, dass wir Informationen kriegen über Dinge, dass wir zum Beispiel Ideen mit dem Kind entwickeln, vielleicht kannst du gut singen, weil dein Vater immer so gut gesungen hat oder vielleicht mal so gut, weil in deiner Familie jemand so gut gemalt hat.
00:26:05: Wir können nicht alles mit Daten und Fakten belegen, aber wir können eine Idee entwickeln und dann sozusagen den schöpferischen Raum erobern, dass das Kind sich eigene Ideen zu seiner Biografie mitentwickeln kann und das positiv auch sehen kann.
00:26:19: Und zwar trotzdem auf Basis dessen, was da ist, was verifiziert ist, damit es keine erfundenen Geschichten sind, sondern die an der Realität anknüpfen.
00:26:29: Aber dieser schöpferische Raum, ja, das kleine, vielleicht Vaku, umfüllt an diesen Nichtinformationen, die halt dann nicht immer da sind.
00:26:36: Und das sagt es nämlich auch in dem letzten Zitat, was ich hab.
00:26:40: Das spricht sich von Erinnerungsspuren, weil sie sagt, dass im Langtag Gedächtnis bleiben einfach... Da hat nicht das gesamte Erlebte gespeichert, sondern nur diese Erinnerungsspuren.
00:26:53: Das fand ich an der Stelle nochmal spannend, dass es irgendwie auch darum geht, diese Erinnerungsspuren zu sammeln und daraus dann hinterher so ein Kontext zu bilden.
00:27:02: Das ist wahrscheinlich genau das, was du gerade gesagt hast.
00:27:04: Diese kleinen Spuren, die man irgendwie hat, vielleicht aber auch, das eine sind Zahlen und Fakten, was man quasi irgendwie sammeln konnte, weil da sind die Eltern, die sind da und da geboren und das Kind wurde zu dem Zeitpunkt in Obhurt genommen, da war es zwei Jahre, das sind ja so Hard Facts, aber auch in dem Kind sind ja diese Erinnerungsspuren eingespeichert.
00:27:32: Zumindest dann halt die großen Teile und das können dann halt irgendwie schöne Erinnerungen sein, das kann natürlich auch sehr dramatische Erinnerungen sein.
00:27:39: die aber nicht immer vielleicht miteinander verbunden sind, die so einzelne Punkte sind.
00:27:43: Und wenn ich, die hat das schon da richtig verstanden, geht es genau darum, diese Spuren, diese einzelnen Spuren dann mit Sinn zu füllen, was ist da eigentlich passiert?
00:27:54: Und manchmal haben wir ja nicht nur Zahlen und Fakten, manchmal erinnern wir uns an ein Geruch, manchmal erinnern wir uns an ein Gefühl, manchmal erinnern wir uns an einen Geschmack, manchmal sind wir an einem Ort, wo wir denken, Ah, da erinnere ich mich an irgendwas.
00:28:10: Also wir können Erinnerungen ja nicht immer nur an dem festmachen, was wir... wie du es gerade so schön gesagt hast, zahlen Datenfakten, sondern manchmal sind wir ganz viel in Emotionen, was Erinnerungen angeht.
00:28:21: Oder wir verbinden Situationen mit Emotionen.
00:28:24: Oder manchmal haben wir als Erinnerung nur die Emotionen und können dann vielleicht irgendwann mal, wenn wir uns auf Spurensuchen begeben, auch die Datenfakten und sonstiges einordnen.
00:28:34: Also das Einordnen ist für Kinder schon auch ganz wichtig, also was ist wann passiert.
00:28:39: Aber noch wichtiger, glaube ich, ist manchmal auch dieses Zuordnen zu ihren Gefühlen.
00:28:44: Also, dass man das so ein bisschen für sie auch sortiert.
00:28:46: Also, dass sie auch wissen, ah, okay, das verbinde ich damit oder der Geruch gehört dazu.
00:28:52: Und auch, ich finde, was ja auch wichtig ist zu wissen, was Kinder gar nicht mögen, weil sie zum Beispiel eine Erfahrung gemacht haben und sagen, okay, dann weiß ich jetzt, wenn du das, das magst du zum Beispiel überhaupt nicht essen, weil du da die Erinnerung hast, das war so unangenehm.
00:29:06: Also, das ermöglicht mir auch da dem Kind auch, da Hilfestellung zu geben und sagen, gut, dass ich das jetzt weiß.
00:29:13: Ja, genau.
00:29:13: Also das sind natürlich teilweise, und ich glaube, das ist in den meisten Familien, auch wo das Kind nicht mehr bei den Eltern leben kann, da gibt es immer positive und natürlich auch negative Erfahrungen.
00:29:26: Und das ist schön auch, glaube ich, immer die positiven Sachen zu sehen, weil das ist, glaube ich, das, was du auch mit Haltung gesagt hast.
00:29:33: Und gleichzeitig natürlich gerade insbesondere Gerüche können natürlich auch unglaublich twigern bei belastenden Situationen, weil dann nochmal die Erfahrungen... die negative Erfahrung, die man gar nicht mehr so bewusst ist, aber das Gefühl einfach irgendwie immer noch abgespeichert ist, dass man das ein bisschen sortieren kann.
00:29:52: Das finde ich sehr, sehr spannend, weil es kann wahrscheinlich auch für das weitere Leben, auch wenn man darüber legt, braucht das Kind irgendwann eine Therapie oder sonst was, um das weiter aufarbeiten zu können.
00:30:03: Sie ist wahrscheinlich das genau Biografie, aber da den Grundstein auch dafür mal legen kann.
00:30:06: Genau.
00:30:07: Ja.
00:30:08: Ich erzähle mal gerne aus der Praxis, aus dem Beispielen.
00:30:11: Also ich habe einen Pflegekind gehabt.
00:30:16: Ich gab ein ganz normales Fest und dann standen da auf dem Tisch zwei, drei Flaschen Bier.
00:30:24: Es war ein Fußballabend mit Freunden.
00:30:26: Also da trinkt man gerne auch mal vielleicht ein Bier und die Pflegeeltern haben dann diese Bierflaschen auf den Tisch gestellt.
00:30:31: Und dann kam das Pflegekind rein und auf einmal man hat gesehen, dem Kind ist alles aus dem Gesicht gefallen.
00:30:37: Und das war ganz unbedarf.
00:30:39: Also man denkt ja manchmal auch nicht so nach, was man so ... was man gerade so macht, sondern man tut es einfach und dann steht dieses Kind vor diesem Pflege.
00:30:48: Und vor diesen Pflegeeltern sind und sagt, ist das bei euch jetzt wie bei uns zu Hause?
00:30:53: Weil es aus einer Familie kommt, wo eben Alkohol sozusagen eine große Rolle gespielt hat, auch im negativen Sinne.
00:31:00: Und dann zu wissen, das kommt bei dem Kind so an.
00:31:03: Da kann ich ganz anders damit umgehen auch.
00:31:05: Manchmal sind es ja auch nicht die großen biografischen Erinnerungen.
00:31:08: Manchmal sind es dann auch diese Momente, die die Biografie eines Kindes geprägt haben, wo man dann sagen kann, okay, da müssen wir jetzt anders drauf gucken und mit dem Kind es aber auch besprechen.
00:31:17: und zu sagen, ja, das waren deine Erfahrungen, aber das passiert hier nicht, so wie du die Erfahrung gemacht hast.
00:31:25: Erfordert natürlich auch sehr feine Antennen auch von den Pflegeeltern an der Stelle.
00:31:29: Ja, aber ich erlebe, dass unsere oder viele... Pflegeeltern wirklich auch diese ganz feinen Attennen haben, weil sie sehr zugewandt sind, den Kindern und da wirklich auch und sich auch da gut auch in Beratung da noch mal Tipps holen und noch mal da auch oder wir kommen gemeinsam drauf in der Beratungssituation, was denn gerade jetzt los war bei dem Kind und entwickeln dann Hypothesen und Ideen.
00:31:51: Ah, okay, das ist aus der Erfahrung heraus und dann versuchen wir natürlich auch, wenn wir den sage ich jetzt mal schon ein bisschen Material gesammelt haben, auch noch vielleicht nochmal zu recherchieren, um das nochmal ein bisschen zu untermauern, um dann zu wissen, Okay, da müssen wir gut hingucken.
00:32:04: Das ist für das Kind ein schwieriges Thema.
00:32:07: Das glaube ich gerne.
00:32:08: Und dann ist es dann wahrscheinlich auch für dich super, wenn die Pflegeeltern sich auch dann direkt bei dir melden, weil dann heißt es okay, dann lass uns doch mal nächstes Mal drüber sprechen und schauen, wie wir das gut angehen können.
00:32:21: Und da wären wir jetzt auch bei diesem Punkt praktische Methoden, dass wir die einmal so ein bisschen vorstellen.
00:32:28: Weil du vor einiger Zeit in Warburg ein Workshop geleitet hast, der auch so einen kleinen theoretischen Input so ähnlich wie wir es jetzt hier gemacht haben begonnen hat und dann ging es aber auch um ganz praktische Umsetzung.
00:32:40: Und da würde ich jetzt gerne noch mal hin, weil das so heißt ja auch der Titel der heutigen Folge.
00:32:45: Was sind denn so, wenn du in all die Möglichkeiten denkst, wie man Biografiearbeit machen kann?
00:32:50: Was sind denn so deinen Lieblingsmethoden?
00:32:55: Also, was ich sehr gerne mache, ist erst mal zu gucken.
00:32:59: Ich stelle den Kindern zum Beispiel die Frage nach ihren Lieblingsmenschen.
00:33:03: Und da gibt es so kleine Holzfiguren, die dürfen sie dann auch beschriften.
00:33:06: Und dann sollen sie mir einmal so Menschen, die in ihrem Leben so wichtig waren zum Beispiel, hinstellen einfach.
00:33:14: Also beschriften und hinstellen, wer alles so dazugehört, dann kann ich sie auch so mal fragen, was so das Besondere dran war.
00:33:21: Und dann gibt es diese Figuren natürlich in unterschiedlichen Größen, diese Holz.
00:33:24: Figuren.
00:33:25: und dann lasse ich mir anhand dieser kleinen Holzfiguren erzählen, warum diese Menschen so besonders für sie waren und habe dann schon eine Idee, welche Menschen in ihrem Leben eine große Bedeutung haben.
00:33:37: Und das schreibst du dann für dich auf, dass du es dann hinterher nochmal wieder griffbereit hast?
00:33:41: Genau, ich schreib ziemlich auf und die Kinder kriegen dann von mir eine kleine Holzkiste und dürfen dann ihre kleine Figurchen, also ihren Schatz auch in einer kleinen Schatzkiste mit nach Hause nehmen.
00:33:51: Und wenn sie noch welche brauchen, weil ihnen vielleicht noch was einfällt, kriegen sie auch noch ein paar Figuren mit und können dann selber noch mal...
00:33:57: Ein kleines Geschenk, was du ihnen dann gibst.
00:33:59: Genau.
00:33:59: Ich
00:33:59: sage immer, das ist Biografie to go, steht da einmal drauf.
00:34:02: Das heißt einfach
00:34:03: zum
00:34:03: Mitnehmen.
00:34:04: Jeder kriegt dann so eine kleine Kiste und die nimmt er dann mit.
00:34:07: Die hast du im Vorfeld schon vorbereitet.
00:34:12: Ich habe eine große Holzkiste und da sind ganz viele unterschiedliche Materialien drin.
00:34:17: Und dann kann man wirklich auch mal gucken, wenn man gerade mit dem Kind dran ist, was gerade für ein Material gut für dieses Kind gerade ist.
00:34:26: Für kleinere Kinder kann man statt dieser beschrifteten Figuren auch bunte Holzbärlen nehmen.
00:34:33: Für jeden Menschen kann man eine bunte Holzbärle nehmen und auffädeln.
00:34:36: Dann kriegen die von mir oben noch einen Schlüsselanhänger dran gemacht.
00:34:39: Dann können sie z.B.
00:34:40: ihren Haustil-Schlüssel dran machen und haben ihre Lieblingsmenschen immer mit.
00:34:44: Die können dann auch in so eine kleine Kiste, also ganz unterschiedlich, je nachdem, wie alt die Kinder auf sind.
00:34:51: Dann hat man natürlich auch direkt was davon.
00:34:53: Das stell ich mir gerade schön vor.
00:34:55: Perlenreihe und dann sind dann irgendwie sechs Perlen dran.
00:34:57: Jede steht für eine Person, keine Ahnung.
00:35:00: Mama, Papa, Pflegeeltern und der Bruder oder so.
00:35:04: Und hat das dann als Schlüsselanhänger.
00:35:07: Das ist eine schöne Idee.
00:35:11: Du hast mir vorhin die PowerPoint geschickt von dem... von dem Workshop.
00:35:15: Und ich hab mir jetzt einfach mal die alle Sachen so irgendwie aufgeschrieben.
00:35:19: Und selbst für mich, ich bin ja selber gespannt, weil das war ja jeweils immer nur ein Satz.
00:35:23: Ich war nicht bei dem Workshop dabei.
00:35:24: Das erste, glaube ich, was draufsteht, war eine Landkarte.
00:35:27: Mit Fähnchen und Orten und so weiter.
00:35:30: Was hat's damit auf sich?
00:35:31: Ja, viele unserer Pflegekinder haben ja schon bis sie denn bei uns ankommen.
00:35:37: Viele Orte gehabt, wo sie schon in ihrem Leben waren.
00:35:41: Und dann nehme ich eine Landkarte und dann nehmen wir erstmal so schöne bunte Piksa mit Fähnchen dran und dann gucken wir erstmal sozusagen die Biografie ihrer bisherigen Orte und dann dürfen die Kinder sozusagen auf dieser Landkarte erstmal ihre Orte, wo sie bisher schon überall gelebt haben.
00:36:00: und da ist es auch wieder gut, wenn man als Beratung sich gut vorher informiert hat und auch mit den Kindern und dann kann man die Orte da alle schon mal hinmachen, da kann man auch gut hin zu Gesprächen kommen.
00:36:09: weil die Kinder wissen ja manchmal auch gar nicht, wo sie überall waren.
00:36:12: Da kann man sagen, hier leben deine leiblichen Eltern, dann warst du hier erstmal bei Dalla Oma, dann warst du im Bereitschaftspflege, dann warst du dazwischen aber nochmal in der Einrichtung und dann warst du da und schon hat man den Raum geöffnet, wie härter das in ihrem Buch so schön sagt, um einfach in Biografiearbeit einzusteigen, indem man den Kindern sozusagen den Weg öffnet und dann die Geschichten dazu erzählen kann, die man vorher zum Beispiel gut recherchiert hatte.
00:36:37: Ich überlege gerade ganz praktisch, wenn ich jetzt beispielsweise eine kleine Deutschlandkarte irgendwie sowas von mir hätte und würde jetzt einfach die Punkte erstmal vielleicht mit zum Aufkleber oder sonst was einfach markieren da da da da da und dann macht man so Pfeile irgendwie von da ging es nach da oder wie.
00:36:50: Man kann zum Beispiel auch mit einer Schnur verbinden, also ich habe immer so einen dicken Filz und eine dicke Landkarte und da kann man wirklich diese diese Piks reinmachen und dann kann man mit dem Fahrten das verbinden und dann kann man das auch schön nach fotografieren und dann das Foto für die Kinder ausdrucken und ihnen das mitgeben zum Beispiel.
00:37:09: oder man hat die Landkarte vorher schon in Kopie, sodass die Kinder, die dann einfach wie gesagt mit einem bunten Punkt markieren können und auch was draufschreiben können oder einen Aufkleberchen dazu machen und dann können sie die einfach mitnehmen und sagen, da war ich schon überall und können sie auch in ihrer späteren Biografie auch nochmal wenn sie dann nach der Pflegefamilie weitere Orte aufsuchen und an weiteren Orten leben, auch da erweitern.
00:37:35: Cool, ja.
00:37:36: Und das, ich hab grad gesagt, das sind so kleine spielerische Sachen.
00:37:39: Da muss man nicht mit dem großen Tablett irgendwie direkt an... den ernsten Themen, sondern erstmal einfach schauen, das ein bisschen spielerisch zu machen, um dadurch auch einfach das Wort irgendwie Gesprächsanlässe zu erstellen.
00:37:51: Genau, genau.
00:37:53: Man bringt sozusagen diese Kreativität, also die in der Biografiarbeit ja auch ein wichtiger Punkt ist, also einfach das mit reinzubringen, das ins Tun zu kommen sozusagen, im wahrsten Sinne des Wortes, indem die Kinder etwas machen dürfen und dann so viel sagen dürfen, wie sie wollen.
00:38:11: Ja.
00:38:12: Der zweite Punkt, der stand drauf, das Lebensbuch, da haben wir gerade schon drüber gesprochen, haben wir auch eigene Podcast voll gebrauchen wir jetzt aber nicht.
00:38:20: Das dritte sind Matroschka-Putten.
00:38:21: Das sind die, wo man diese Figur in Figur, in Figur, in Figur.
00:38:24: Genau, genau.
00:38:26: Was hat's damit auf sich?
00:38:27: Also diese Figuren gibt's auch unbemalt.
00:38:31: Das ist übrigens nie von mir, das möchte ich mir nicht mit fremden Federn spüken.
00:38:34: Das hat die Birgit Latcha einmal in einem Workshop, den ich teilgenommen habe, als Beispiel gebracht.
00:38:41: Und das fand ich sehr schön.
00:38:43: Dass das Kind diese Matroschkapuppen auf selbst vermahlen darf, so habe ich ausgesehen, wie ich so klein war.
00:38:48: Dass das Kind sozusagen sich selber in seiner Entwicklung mit diesen Puppen, die sie dann auch ... Wichtig finde ich immer, dass das Kind dieses Material auch mitnehmen darf.
00:38:58: Es ist seine Biografie.
00:39:00: Es muss material sein, finde ich immer, dass bei den Kindern bleiben darf und nicht bei uns irgendwo im Schrank.
00:39:06: darf bei ihnen bleiben.
00:39:08: Und dann dürfen die die Puppen anmalen, so wie sie ausgesehen haben, wie sie denken.
00:39:12: Und dann kann man auch mal sagen, oh, wie war denn das, wie die Kleine?
00:39:14: Oder man kann auch mal in der Situation, wenn das Kind sich an irgendwas erinnert und da kann man sagen, wie alt war es, dann habe ich jetzt die Kleine, die jetzt mir gerade die Geschichte erzählt.
00:39:24: Oder ist es die Große schon?
00:39:26: Wer ist denn da gerade jetzt, mit der mir gerade dieses Erlebnis erzählt?
00:39:30: Also es sind eigentlich immer so Dinge, mit denen ich dann mit dem Kind auch ins Gespräch komme.
00:39:36: kann und die auch immer wieder nutzen kann.
00:39:39: Ich finde ich gerade spannend und ich habe gerade überlegt man könnte ja beides gerade was wir besprochen haben schon auch zusammenfügen.
00:39:46: dass man mit dem Kind auf die Spuren zurückgeht.
00:39:48: Es hat jetzt die Trauschkaputten, stehen jetzt nebeneinander.
00:39:50: Und dass man sagt, okay, dann stellen wir doch mal diese Figur, die kleine Figur auf diesen Punkt und die mal auf den.
00:39:57: Und so kommt man natürlich auch gut zu was.
00:39:59: Man
00:39:59: kann immer kreativ, also einfach das auch weiterspinnen.
00:40:03: Das ist ja auch etwas, was offen ist für neue Ideen.
00:40:06: Also so war ja auch die Entwicklung dieses Workshop, dass immer wieder was Neues dazugekommen ist, aber auch die Kinder, die waren ja die, sag ich jetzt mal, die besten Ratgeber für die Entwicklung.
00:40:18: Ich lerne ja heute so viel, das gefällt mir.
00:40:21: Den nächsten Sachen, da ging es um Playmobilfiguren, um biografische Szenen nachzuspielen, wenn ich es richtig gesehen habe.
00:40:30: Genau.
00:40:32: Wahrscheinlich müssen es keine Playmobilfiguren sein.
00:40:35: Das kann wahrscheinlich auch unterschiedliche Figuren sein.
00:40:36: Kleinen
00:40:36: Holzpüpchen, die die Kinder dann auch zum Beispiel mit den Figuren gemalt haben.
00:40:40: Diese kleinen, die bekannten Figuren mit den vier Buchstaben oder so.
00:40:44: Auch das kann natürlich irgendwie sagen, wo ihr keine Werbung betreibt.
00:40:47: Genau.
00:40:48: Was wir ja
00:40:48: bei Playmobil auch nicht tun, oder?
00:40:50: Das würden wir auch nicht gemacht haben an der Stelle.
00:40:52: Nein, nein, das gibt unterschiedliche Anbieter und diese sind dafür auf jeden Fall wahrscheinlich alle gut.
00:40:57: Und wie kann ich mir das vorstellen, so eine biografische Szene an der Stelle?
00:41:01: Nachzuspielen.
00:41:02: Genau,
00:41:03: also ich spiele gar nicht so, ich habe zum Beispiel... Vor kurzem mit einem älteren Mädchen, die hat eine Lebenslinie, wo sie so an einer Linie, sozusagen ihre ganzen Ereignisse, die in ihrem Leben so war, ganz sachlich.
00:41:17: Und dann hat sie auf einmal angefangen, weil die Blemobilfiguren da lagen, einfach auf Figuren dazu zu stellen.
00:41:23: Und interessant war bei diesen Figuren, die haben ja auch unterschiedliche Charaktere.
00:41:27: Da kam dann auf einmal die Lehrerin, die sich wie eine Prinzessin benommen hat, oder der Mann, der auf dem Pferd saß.
00:41:34: Also diese, die dann auch so ein bisschen die Symbolik auch, dann hatte ich so ein Geist, dann war die eine, die eine, die Mama war wie ein Geist, hat sie gesagt, die war immer weg.
00:41:46: Also ganz spannend, wie Kinder dann auch diese Zuschreibungen machen, wo man selber gar nicht so viel, sondern sie hat dann einfach angefangen, mit Playmobil auch diese Menschen auch darzustellen oder auch eine Situation, wie das war, also wer alles dazugehört zur Familie.
00:41:59: Und damit hat man ja ganz viele Möglichkeiten, das ist ja ein großer Raum.
00:42:04: wie auch immer man will, man auch immer auch darstellen.
00:42:06: Man kann dann auch noch mal Fragen stellen, die Kinder.
00:42:08: Das ist auch sehr schön.
00:42:10: Warum steht denn der da so weit weg?
00:42:13: Und dann hat man immer weitere Ideen, wo man dann sozusagen mit dem Kind weiterentwickeln kann und Fragen stellen kann.
00:42:19: Genau.
00:42:20: Ja, ich finde bei den Cremobilfiguren, das ist natürlich gerade in der Situation, wie du es gesagt hast, ist das gut.
00:42:25: Ich habe gerade überlegt, das könnte ja auch für Pflegeeltern interessant sein, auch so beispielsweise im Vorbereitung wie auf diesen Lebensbriefer können wir gleich auch noch mal eingehen.
00:42:36: Das ist ja immer sehr, sehr sprachlich, aber man kann ja auch versuchen, Geschichte oder die Biografie, was man weiß, auch beispielsweise schon vorzubereiten, vielleicht auch gar nicht mit dem Kind, sondern dass die Eltern sich hinstellen und sagen, okay, bestimmte Schlüsselerlebnisse, wie du bist bei uns angekommen oder so.
00:42:55: Wie war das dann eigentlich das erste Kennenlernen mit uns?
00:42:59: dass man diese Szene nachspielt und fotografiert und vielleicht daraus ein Bilderbuch macht.
00:43:04: Das finde ich so eine ganz spannende Möglichkeit, dass es auch für Pflegeeltern interessant sein kann, genau mit diesen Figuren auch.
00:43:12: im Vorfeld zu arbeiten, also beides ist möglich an der Stelle.
00:43:14: Das haben wir auch gemacht, auch in der Vorbereitung schon arbeiten wir damit, also dass wir einfach bestimmte Situationen, wenn wir in der Vorbereitung merken, dann muss man noch mal genauer hinkucken.
00:43:25: Es ist spannend, wir haben die Erfahrung gemacht, dass Erwachsene da auch sehr offen sind und wirklich auch da die Dinge auch genauso dargestellt haben.
00:43:32: Das fand die sehr schön.
00:43:34: In der Vorbereitung auch in ganz anderem Kontext, dass man zum Beispiel den Pflegeeltern darstellt, wie das ist, weil man als Pflegekind in eine Familie kommt, dass man eben zwei Familien hat.
00:43:43: Und das dann auch das Jugendamt und der Vormund.
00:43:45: Das kann man wunderbar auch alles mit Bilemy-Wolf-Figuren darstellt.
00:43:49: Oder wenn ich denen das Gefühl vermittel will, wie sich das anfühlt.
00:43:53: Wenn man in die Pflegefamilie kommt, Werte, Normen, Regeln, alles ist anders.
00:43:57: Und dann sitzt das Kind zwischen den Stühlen, zwischen dem, was es gelernt hat und was es selber an Erfahrung gemacht hat und dem, was die Pflegeeltern von ihm gerne möchten.
00:44:06: Und das einfach auch gestalterisch darzustellen mit Figuren.
00:44:11: Das finde ich ganz hilfreich.
00:44:14: Ja, ich glaube, da können irgendwie Bilder und irgendwie sowas gesehenes auch manchmal mehr sagen als tausend Worte, die man einfach nur verschriftlich.
00:44:22: Du hast das gerade schon gesagt mit der Lebenslinie.
00:44:24: Ich habe jetzt Zeitlinie aufgeschrieben.
00:44:27: Ist das das gleiche?
00:44:28: Genau.
00:44:29: Um das
00:44:30: einzuordnen, wann was mit welchem Alter
00:44:32: passiert ist.
00:44:33: Das macht man dann auf dem Blatt Papier oder was man zur Verfügung hat, könnte auch ein Tablet sein.
00:44:40: Also wir haben ein Riesenblattpapier, wir haben uns das einfach, wir haben einen ganzen Tisch gebraucht sozusagen, damit man einfach gut, oder was.
00:44:46: Ich habe nämlich dann immer, ich habe immer die, ich schreibe dann immer gerne auch alles auf, was das Kind mir erzählt und einfach um das auch zu dokumentieren, was da auch zwischen den Zellen zum Beispiel
00:44:57: steht.
00:44:58: Okay, der nächste Punkt hat auch mit einer Perrenkette zu tun, aber da geht es glaube ich um Lebensstationen.
00:45:05: Kann das sein?
00:45:05: Genau,
00:45:06: das ist so wie mit diesen Menschen, wie man das machen kann, so kann man das auch mit den Stationen machen, also dass man wirklich, was weiß ich, da bin ich zur Schule gegangen, also wenn man diese einzelnen Situationen auch auf eine Perlenkette auffädelt und dann wirklich auch aufschreibt und damit, die kann man dann auch so mitnehmen.
00:45:22: Also manchmal kann man ja die Methoden auch für unterschiedliche Ideen verwenden.
00:45:26: Genau, das ist nicht total determiniert, das gilt nur dafür, sondern man kann das auch für unterschiedliche Situationen nutzen.
00:45:33: Schön.
00:45:35: Das nächste, was es steht, ist Puzzle.
00:45:38: Puzzle hatten wir eben schon mit den Puzzle-Teilen.
00:45:41: Und auch da habe ich es, glaube ich, wenn ich es richtig verstanden habe, dass man quasi ein Puzzle benutzt, um mit dieser Symbolik, wir setzen dieses Puzzle zusammen.
00:45:51: Aber wie funktioniert das denn genau, zum Puzzle?
00:45:54: Also wir haben es zum Beispiel schon mal gemacht.
00:45:56: Wer gehört alles zu mir?
00:45:58: Also je nachdem... Es gibt wunderbare, sag ich jetzt mal, bei so bekannten, günstigen Ketten gibt es wunderbare Bastelbatterien, die man wirklich sehr günstig kaufen kann.
00:46:07: Also, dass man wirklich, das ist so ein Holzpuzzle, das heute, glaube ich, neun oder zwölf Teile.
00:46:11: Und da kann man zum Beispiel auch das mit den Menschen, dass man die Menschen auf die Puzzleteile schreibt.
00:46:15: Oder die Stationen, die auf die...
00:46:17: Also, die sind dann nicht bedruckt?
00:46:18: Genau, die sind nicht bedruckt, sondern man
00:46:19: kann selber was draufschreiben.
00:46:21: Oder man kann auch was draufmalen.
00:46:23: Man kann auch sagen, da habe ich gewohnt, da ist das Haus von dem, da ist... Also, man kann da schon welches Thema... gerade beim Kind auch dran ist, kann man dann mit dieser Methode auch bearbeiten.
00:46:33: Mhm.
00:46:34: Okay.
00:46:35: Und dann, dass man auch so als Gesprächsanlass nutzt, sagt, komm, wir setzen das jetzt mal zusammen.
00:46:39: Man hat auch wieder was Haptisches, was man in die Hand nehmen kann.
00:46:43: Das ist natürlich für Kinder gerade super, weil das ist ja für die, ich spiele das, ja, so einfach nur in Sprache zu übersetzen, damit irgendwie Erwachsenen drüber zu sprechen.
00:46:53: Ich glaube, wenn man was tut, dann ... Funktioniert es einfach wesentlich leichter, dann ins Gespräch zu kommen an der Stelle?
00:46:58: Ja, manchmal
00:46:59: ist es dann auch schön zu wissen, oh, da fehlt mir aber noch was.
00:47:01: Also sagen, ah, jetzt, aber da habe ich eine Lücke.
00:47:03: Ich sage, okay, dann lassen wir das jetzt mal leeren, dann versuchen wir das mal rauszufinden.
00:47:07: Also wenn zum Beispiel ein Ort fehlt oder einen Wissen um irgendein, um einen Zeitraum zum Beispiel, was man sagt, okay, jetzt haben wir da noch eine Lücke, dann gucken wir jetzt mal, wo wir uns überall auf die Suche machen können.
00:47:16: Und was ja schön ist, was man mit Kindern auch gut machen kann, das steht zwar nicht, aber dass man Orte auch aufsucht zum Beispiel.
00:47:22: Also wie wichtig das für Kinder ist, nochmal so sehen.
00:47:25: Ah, hier bin ich geboren oder ah, hier war ich schon mal.
00:47:27: Also, wenn es die Möglichkeit gibt, dann auch mit Kindern nochmal ganz praktisch die Erfahrung zu machen.
00:47:32: Wir kennen das ja aus der Biografiearbeit mit alten Menschen oft so, dass die wirklich das nochmal brauchen, noch einmal zurückzukehren an einem Ort und um dann das Rund zu machen für sich.
00:47:42: Und für Kinder ist es auch gut zu wissen.
00:47:45: Ah, okay, jetzt.
00:47:46: Und vielleicht ist es ja auch schön, wenn man dann, ah, ich erinnere mich ein bisschen, oh, oder ich rieche irgendwas, also vielleicht auch die Verbindung wiederherzustellen zu irgendetwas, was in mir ist.
00:47:56: Ja, und das, also ich glaube, das ist erst mal für jeden Menschen irgendwie ganz, ganz wichtig.
00:48:01: Also ich habe selber gerade so an einige Sachen gedacht, wo ich selber bei mir ein bisschen auf Spurensuche gegangen bin und irgendwie meinen, dass das Haus meiner Eltern, wo ich mir ein bisschen dritten Jahr gelebt habe und mit Ewigkeiten nicht da war, da war ich beispielsweise sofort... zwei Jahre und bin da einfach ein bisschen rumgelaufen und ich wusste gar nicht genau welches Haus das irgendwie ist.
00:48:20: Mein älterer Bruder, der sechs und ein halb Jahre älter, ich habe den dann angerufen, ein paar Fotos und meinte, welches Haus ist ein Haus eigentlich.
00:48:26: Und das war auch einfach diesen Ort nochmal aufzusuchen.
00:48:30: Ich habe da jetzt irgendwie, also keine... Antworten gefunden, aber irgendwie nochmal diese Straße alleine irgendwie entlang zu gehen, dachte, ach, guck mal, hier bin ich irgendwie groß geworden.
00:48:38: Hier sind die ersten drei Jahre meines Lebens gewesen.
00:48:40: Das war einfach so ein, für mich ein entscheidender Moment.
00:48:42: Ich bin kein Pflegekind, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es für Pflegekinder dann insbesondere nochmal so ein Ding ist, um etwas wirklich für sich vielleicht nicht ganz zu begreifen, aber es ein bisschen verständlicher zu machen und es vielleicht auch einfach ein bisschen runder zu machen, würde ich es jetzt mal nennen, ja.
00:48:58: Okay, der nächste Punkt wäre eine Schatzkiste.
00:49:01: Was ist denn, was hat denn mit der Schatzkiste auf sich?
00:49:04: Ja, in der Schatzkiste kann man ganz viele Dinge einfach auch, also dass man für die Kinder auch, wir kennen das so ein bisschen von den eigenen Kindern auch, die ersten Schuhe, die, also dass man solche Sachen, Dinge einfach auch sammelt und für die Kinder auch als Erinnerung oder vielleicht von, wenn man irgendwelche, wenn man dann auf Rechercheschuhe geht, dass man sagt, ah, okay, hier gibt es noch, hier ist noch was übrig.
00:49:23: Hier, guck mal, das war noch von dem Kind.
00:49:25: Also die Eltern fragen, ob sie noch irgendetwas haben, ein Babyfoto.
00:49:28: z.B.
00:49:29: wie von dem ein Mädchen.
00:49:30: Das ist ein Schatz für sie, weil es gibt keine anderen Babyfotos.
00:49:33: Also, dass man einfach mit dem Kind auch Dinge sammelt oder auch eben Dinge, die man gerade noch gemacht hat, indem er die Leute aufgeschrieben hat und da reinmachen kann.
00:49:41: Und die Schatzkiste gehört dem Kind und nur dem Kind.
00:49:44: Und das Kind darf selber entscheiden, wem will ich das zeigen, wem will ich das nicht zeigen.
00:49:48: Manchmal holt es nur ein Teil rein aus und sagt hier, darüber will ich mal mit dir reden und manchmal sitzt doch alleine da und... Also ganz unterschiedlich, je nach seinem Bedürfnis, wie es mit seiner persönlichen Biografie Schatzkiste auch umgehen mag.
00:50:02: Das finde ich gut, dass man irgendwie weiß, das gehört dem Kind.
00:50:05: Und das finde ich erst mal, glaube ich, einen wichtigen Ansatz.
00:50:09: Und ich habe gerade überlegt, wenn man jetzt aber relativ viel sammelt, irgendwann ist eine Schatzkiste voll und holt man dann eine zweite Schatzkiste oder lässt man das Kind aussortieren, ob es irgendwelche Erinnerungen gibt, wo man Was denkt, nee, das brauche ich nicht mehr.
00:50:26: Hier geht man damit um.
00:50:27: An der Stelle, weil dann müssten ja quasi die Eltern entscheiden, wenn das Kind sagt, das brauche ich nicht mehr.
00:50:32: War halten die Eltern eine Ahnung, den Strampler vielleicht doch noch?
00:50:39: Oder wie ist es dann mit dem, das gehört dem Kind?
00:50:42: Wenn die Eltern denken... Ich finde es wichtig, dass du das noch behältst.
00:50:49: Gibt es eine Kiste, habe ich mir einfach gedacht.
00:50:51: Ist das irgendwann voll?
00:50:53: Ich kann das jetzt aus der eigenen Erfahrung mit meinen Kindern machen, dass sie dann irgendwann mal gesagt haben, das brauche ich jetzt nicht mehr.
00:51:03: Aber dann habe ich es für mich behalten und dann habe ich es weggelegt.
00:51:07: Aber es kann ja durchaus unterschiedlich sein.
00:51:09: Ich würde das dem Kind offen lassen, wenn das Kind sagt, Jetzt brauche ich aber eine größere Kiste, dann kriegt es eine größere Kiste, sage ich jetzt mal.
00:51:16: Und wenn das Kind aber sagt, nee, die Dinge brauche ich nicht mehr, dann kann ich es hier für mich auch aufbewahren.
00:51:20: und irgendwann mal zum späteren Zeitpunkt so erlebt bei das oft bei den Großeltern, die dann alles gesammelt haben und man sagt, jetzt ist aber mal gut, jetzt kann das auch mal weg.
00:51:30: Aber ich würde das immer offen lassen, wie das Kind für sich das einschätzt, wie wichtig das ist.
00:51:36: Das Dinge bei ihm bleiben.
00:51:38: Manchmal sagt das Kind hier auch, bei mir musst du das nicht mehr bleiben, kann aber bei dir bleiben.
00:51:42: Ja, noch da ist, glaube ich, ein Austausch in der Stelle auch gut.
00:51:46: Dass man in diesem Fall auch sagen würde, okay, wirst du es okay, dass du das nicht mehr brauchst.
00:51:51: Ist es denn okay, wenn ich das für mich in eine Kiste tue?
00:51:53: Genau.
00:51:54: Und da muss man mit der Entscheidung des Kindes dann auch leben.
00:51:56: Genau.
00:51:56: Dann kann es auch sein, dass es dann sagt, nein.
00:51:58: Und ich glaube, dann muss man es auch akzeptieren.
00:52:00: Da müssen manche Dinge dann auch weg, wenn sie gut sind für das Kind.
00:52:04: Okay.
00:52:06: Jetzt der nächste Punkt, der hier drauf ist, ist ein Fragekärtchen.
00:52:09: Ich glaube, dass das ist, was du eben schon gesagt hast, dass es natürlich auch Settings in Anführungsstrichen gibt, wo beispielsweise mehrere Pflegekinder zusammensitzen.
00:52:20: Was ja bei Veranstaltungen, die wir machen, da passiert das ja häufiger.
00:52:24: Das hat mehrere Pflegekinder zusammensitzen und wie muss ich mir das an der Stelle vorstellen?
00:52:29: Also wie kann man Dass?
00:52:31: sie irgendeine kleine Anleitung, solltet ihr dann vielleicht irgendwie als Beraterin dann geben, aber wie eröffnet man so etwas?
00:52:39: Und welche Fragen sind da, die auf dem Karten stehen?
00:52:42: Oder gestalten die Kinder die Fragen selber?
00:52:45: Ja, das
00:52:45: ist beides.
00:52:46: Also am Anfang zum Beispiel gibt es schon Backerzien, die vorbereitet sind, zum Beispiel mein Lieblingsessen.
00:52:52: oder meine Lieblingsmusik.
00:52:54: Also ich finde so unbeschwerte Dinge, die man einfach super antworten kann.
00:52:58: Und dann kann man auch mal fragen, ich erinnere mich am liebsten an.
00:53:02: in meiner Kindheit zum Beispiel.
00:53:04: Und genau, dass man so Ideen entwickelt und dass die Kinder dann aber auch selber Fragen stellen.
00:53:08: Und ich finde das ganz spannend, dass Kinder ja oft auch manchmal sehr direkte Fragen stellen und mir dann immer sehr begeistert, welche Fragen Kinder auch, also sie gegenseitig stellen und auch beantworten können, weil sie eben auch im Miteinander nochmal ganz anders auch, sage ich jetzt mal, sich getrauen, Dinge auch auszusprechen.
00:53:30: Und ja, das habe ich schon mal ein, zwei Mal ausprobiert und habe gemerkt, dass funktioniert ganz gut, dass die sich gegenseitig dann auf Fragen stellen.
00:53:40: Wie waren das bei dir?
00:53:43: Dann ging es sogar über diese Kärtchen hinaus.
00:53:45: Die waren eigentlich nur der Starter sozusagen, um ins Gespräch zu kommen.
00:53:49: Und dann war er so, dass die dann wirklich in einen Regenaustausch auch gegangen sind.
00:53:54: Auch über zum Beispiel Trauererfahrungen in ihrem Leben.
00:53:57: Oder auch über Geschwisterkinder und so.
00:53:59: Also wirklich oder auch leibliche Geschwister.
00:54:02: Oder wie das ist in der Pflegefamilie.
00:54:04: Wie streng sind meine Pflegeeltern?
00:54:06: Also so Themen, die wir Erwachsenen eigentlich... auch zurückziehen können und auch sagen können, jetzt lassen wir die mal einfach miteinander ins Gespräch kommen und manchmal sind die ja die besseren Ratgeber untereinander als wir Erwachsenen.
00:54:19: Ja, das hat ja an der Stelle auch gute Gründe, weil dieses Stasis an Pflegekind zu sein, das gibt es halt wenige und dass man überhaupt andere Kinder trifft, die halt ein ähnliches Schicksal haben, das ist ja nicht so häufig.
00:54:35: und dementsprechend glaube ich auch, dass Viele Pflegekinder denken, ich bin mit meinen spezifischen Themen eigentlich alleine, weil ich kein anderes Kind, was so eine Geschichte hat wie ich.
00:54:47: Und da diese Möglichkeit anzubieten von Vernetzungstreffen und sein erst mal ein Sommerfest, was wir machen, um da einfach sich irgendwie gegenseitig kennenzulernen, ist dann, glaube ich, so vielleicht an der erste Kontakt, aber dann hinter diese Möglichkeiten zu haben, da wirklich in Austausch zu gehen.
00:55:03: Ja, das glaube ich sehr, sehr wertvoll.
00:55:04: Das ist
00:55:04: schon die erste Verbindung.
00:55:06: Die erste Verbindung des Erste, was uns sozusagen gleich macht.
00:55:09: Genau.
00:55:11: Ich glaube, das sind die Sachen, die auf der Folie standen haben.
00:55:15: Hab ich irgendwas vergessen an Methoden, was hier noch wichtig ist?
00:55:19: Nein, das ist relativ gut.
00:55:20: Und wie gesagt, das ist ja alles offen, also Entwicklungsmöglichkeit.
00:55:23: Man kann auch mitknöpfen zum Beispiel, mit kleineren Kindern kann man auch mitknöpfen, gut Sachen hinlegen zum Beispiel.
00:55:29: Also der Kreativität ist ja auch, sag ich jetzt mal, gibt es keine Grenzen, was die Kreativität angeht.
00:55:36: Also man kann selber auch Ideen entwickeln.
00:55:38: Ich glaube, das Wichtigste ist auch, dass wenn man mit Pflegekindern in dieser Biografiearbeit einsteigt, dass das Kind immer entscheidet, wie viel davon zum Beispiel in die Pflegefamilie auch mitgenommen wird.
00:55:53: Es ist seine Entscheidung, weil es ist manchmal, sprich es ja auch, manchmal möchten Pflegekind auch seine Pflegeeltern nicht verletzen, indem es Dinge auch ausspricht, was die leibliche Familie angeht oder was eben da so wichtig war, weil natürlich das für das Pflegekind auch schwierig ist und sagt, also das möchte da auch vorsichtig sein.
00:56:12: Und deswegen ist es auch wichtig, dass immer das Kind entscheidet, immer was an Sachen auch weitergegeben.
00:56:19: Manchmal sagen sie auch ganz bewusst, sagst du das bitte meiner Mama, also damit so quasi als, wenn man dann selber der Überträger sozusagen der Nachricht ist, weil das Kind noch nicht so das so gut sagen kann.
00:56:32: Ich habe jetzt hier noch vier Fragen stehen, habe jetzt aber gerade noch über, du hast gerade so schöne Beispiele, irgendwie genannt, von so Biografiarbeit, so ein gutes Erlebnis, weil dann fallen die gerade noch so ein, zwei Beispiele ein.
00:56:45: Also ich habe zum Beispiel ein Mädchen gehabt, das hat immer ... Also unser Gedanke war immer, es nimmt sich Dinge weg, also es nimmt sich Dinge, die ihm nicht gehören.
00:57:00: Warum macht es das?
00:57:01: Also es hat immer... Also immer Margarine und Mehl und Zucker mit in sein Zimmer genommen.
00:57:11: Und wir haben es immer nicht verstanden, warum die immer Essen in ihrem Zimmer hortet, bis wir dann bei der Leiblichen Mutter auch mal nachgefragt hat und die gesagt hat, dass sie, wie sie klein war, hatten die wenig finanzielle Mittel und sie haben immer aus Butter, aus Zucker und aus Mehl so diese Streusel gemacht, die man auf dem Kuchen macht und hat die dann immer gegessen.
00:57:33: Und dieses Kind hat mir dann erzählt, dass es sich gut fühlt und dass es für sie so ein Gefühl von Sicherheit gibt, die war damals dann schon vierzehn, wenn sie diese Dinge in ihrem Schrank hat.
00:57:45: Und wir haben dann wirklich regelmäßig geguckt, dass das dann auch ausgetauscht wird und dass sie immer diese Sachen, sie hat es nicht mehr benutzt, aber allein schon dieses Gefühl zu wissen, ich könnte darauf zurückgekaufen, wenn war für dieses Kind so beruhigend, dass sie wirklich, die hat das nicht so lange gebraucht.
00:58:03: oder ich erinnere auch, noch an Pflegekinder, die zum Beispiel ihre leiblichen Eltern fragen.
00:58:10: Das war für mich ganz berührend.
00:58:14: Da hat das Pflegekind die Mama gefragt.
00:58:17: Mama guckst du Fernsehen?
00:58:19: Und dann war für mich die Frage hinterher.
00:58:21: Warum fragst du deine Mutter, warum sie Fernseh guckt?
00:58:24: Dann kam die Rückwand.
00:58:26: Wenn die Mama Fernseh guckt, hat die Mama Strom.
00:58:28: Wenn die Mama Strom hat, hat die Mama Geld.
00:58:30: Wenn die Mama Geld hat, hat sie was zu essen.
00:58:32: Also wie sehr unsere Kinder auch oft so Gedanken folgen, hintereinander für sich, um Dinge einzuzudieren.
00:58:39: Und wie oft sie dann natürlich auch die Rolle der Erwachsenen ihren Eltern gegenübernehmen.
00:58:43: Aber auch zu verstehen, warum das Kind Dinge braucht.
00:58:47: Ich habe ein Pflegekind gehabt, das hat mich beobachtet, wie ich Geld überwiesen habe von der Bank.
00:58:52: Und dann wollte sie wissen, was ich da mache.
00:58:53: Dann habe ich erklärt, dass ich Geld überweise.
00:58:56: und dann habe ich erklärt, wenn die Zahlen alle schwarz sind, dann ist das so, dass alles gut ist sozusagen.
00:59:03: Und wenn die Zahlen jetzt rot wären, dann hätten wir vielleicht ein Geldproblem.
00:59:08: Und dann hat die wirklich, es war wirklich ein Bedürfnis, immer zu gucken, dass ob die Zahlen schwarz sind.
00:59:17: Also die konnte noch nicht unterscheiden, welche Zahlen da standen.
00:59:20: Aber es ging um die Farbe.
00:59:22: Und das aus ihrer eigenen Biografie heraus, weil sie wusste, ihre Eltern hatten kein Geld und deswegen gab es auch viele Dinge nicht.
00:59:29: Und wenn man dieses Verstehen auch für sich hat, warum unsere Kinder Dinge tun oder Dinge, die für uns vielleicht komisch oder nicht erklärbar sind, aber ich finde immer ganz wichtig, unsere Kinder haben immer einen guten Grund.
00:59:44: Und den haben sie wirklich.
00:59:46: und den guten Grund auch rauszufinden, sich die Mühe zu machen, den guten Grund rauszufinden, warum unsere Pflegekinder eben in ihrem biografischen Kontext Dinge erfahren haben, die wir dann lernen müssen zu verstehen, um Dinge einzuordnen, um dann vielleicht auch, ja, ich habe meiner Pflegetochter jahrelang wirklich gesagt.
01:00:05: Ich kümmere mich um den Kühlschrank und unser Kühlschrank war wirklich, ich hatte eigentlich zwei oben einen kleinen und im Keller einen Vorratskühlschrank, aber der obere Kühlschrank war immer mit Essen sowas von voll und sie hat den Kühlschrank aufgemacht und man hat gesehen, Es war Entspannung in dem Kind, weil dieses Kind wirklich gehungert hat.
01:00:24: Und ich musste mir das erklären lassen, auch im biografischen Kontext.
01:00:30: Wie viel ihr das bedeutet, dass ihr eben nicht mehr hungern muss, sondern den Kühlschrank aufmachen kann.
01:00:35: Und das hat aber wirklich viele Jahre gedauert, bis diese Sicherheit da war.
01:00:38: Du sorgst für mich.
01:00:40: Also ich finde, dass so wichtig Biografiarbeit ist, auch so wichtig in diesen kleinen Dingen im Verstehen für unsere Kinder.
01:00:48: Diese
01:00:48: kleinen Dinge zeigen, sind aber auch nur ein Spiegel von diesen ganzen Erfahrungen, die Pflegekinder gesammelt haben und das, was sie sammeln, ist einfach sehr viel.
01:00:57: Und ich glaube, ja, das ist ein gutes Resümee, um eigentlich zu zeigen, wie wichtig eigentlich Biografiearbeit ist.
01:01:03: Das wäre ein gutes Schlusswort, hätte ich nicht noch mal fragen.
01:01:07: Und zwar, ich habe überlegt, wir haben jetzt ganz viel über Sachen gesprochen, wie man das alles irgendwie machen kann.
01:01:12: Und gibt es denn aber auch irgendwie so Stolperfallen in der Biografiearbeit, wo man denkt, Ja, da muss man vielleicht achten mal irgendwie genau drauf, weil das sind ja trotzdem sehr sensible Themen über Biografie zu sprechen und welche Stolperfallen gibt es und welche sollte man versuchen, so gut zu sehen, wie es irgendwie geht.
01:01:34: Natürlich kann immer mal was auch in eine Hose gehen.
01:01:36: Das gehört dazu, wenn man was probiert, aber gibt es so Stolperfallen für dich?
01:01:41: Ja, ich glaube, wenn ich das als Fachkraft oder als Pflegeelter zu sehr will und das Kind überhaupt noch nicht dabei ist, also das glaube ich ist ein ganz wichtiger Punkt.
01:01:51: Wenn ich denke, es wäre jetzt wichtig, das zu tun, dass man so ins Agieren kommt.
01:01:58: Und das manchmal zum Beispiel, auch wenn man mit dem Kind Biografie arbeiten machen möchte, aber für das Kind, das überhaupt noch nicht dran ist.
01:02:06: Oder das Kind zum Beispiel, wenn ich eben ein Foto hinlege von der leiblichen Mutter, das überhaupt noch nicht sehen kann.
01:02:12: Weil ist das noch nicht, ich glaube, ganz wichtig ist immer zu gucken, was bietet mir das Kind, also was bietet, also oder wo zeigt das Kind auch?
01:02:20: Nein, das will ich gerade noch nicht.
01:02:21: Ist überhaupt noch nicht dran.
01:02:23: Ich bin auch viel zu sehr mit dem beschäftigt, zum Beispiel hier und jetzt zu sein bei euch.
01:02:28: anzukommen und so.
01:02:29: Also wirklich.
01:02:29: Und ich würde immer, ich würde immer ganz gucken, was bietet mir das Kind an.
01:02:34: Also wenn das Kind dann die Frage stellt, du, kannst du mir denn mal ein Foto von meiner Bauchmama zeigen, wie sieht die denn aus?
01:02:41: Also und dann ihm das anzubieten und dann zu gucken, okay reicht aber ich habe es jetzt gesehen und dann legt das Kind das wieder weg und dann gibt es vielleicht drei Monate später die nächste Frage dazu.
01:02:51: Also wirklich das wirklich aufzunehmen und immer wieder genauer zu gucken, wo steht das Kind denn gerade?
01:02:58: Es ist gerade mit ganz was anderem beschäftigt, also wie mit Biografiearbeit.
01:03:01: Und das ist vielleicht gar nicht dran, also gut aufzubassen und gut hinzufühlen, was ist bei dem Kind dran?
01:03:08: Ja, ich höre gerade trotzdem mit zwei Sachen aus.
01:03:10: Erst mal mit dem kleinen Beginn und damit mit kleinen Sachen beginnen und vielleicht nicht direkt mit einem umfassenden Lebensbrief oder so, wo die komplette Geschichte drin steht und denen dann vielleicht irgendwie vortragen, sondern erst mal gemeinsam schauen und gucken, wie bereit ist das Kind an der Stelle auch.
01:03:36: Und selbst wenn mal etwas nicht so funktioniert, wie man sich das vielleicht vorgestellt hat, entweder als Pflegeeltern oder vielleicht auch für euch als Beraterin, da habt ihr vielleicht auch Erfahrungen gesammelt, wo man denkt, okay, das hat jetzt irgendwie nicht so funktioniert, da aber gelassen zu bleiben.
01:03:52: Good
01:03:54: know.
01:03:54: Und was ich auch so finde, manchmal sind es ja auch die kleinen Dinge, die man dann auch zusammentragen kann.
01:03:59: Also wie ich, diese Nudelsuppe gab es immer bei meinen Eltern oder das gab es da.
01:04:05: Also diese kleinen Dinge auch zusammen.
01:04:07: und dann guck mal, ich habe hier, du hast mir das erzählt, du hast mir das erzählt, dann diese Dinge einfach dann auch mal vielleicht mit dem Kind in Kontext zu bringen und vielleicht irgendwann, wenn es dann bereit ist, dann ein bisschen mehr noch zu sortieren.
01:04:19: Also wirklich immer so ein bisschen aufeinander aufbauen, indem man die Dinge, die einfach... auch notiert, also Dinge, die das Kind so auch da von sich aus auch preisgibt und auch so erzählt.
01:04:33: Also manchmal sind es wirklich diese ganz banalen Dinge, die aber für das Kind eine ganz große Bedeutung haben.
01:04:40: Ja, und dieses dann, dass man das zusammenmacht.
01:04:43: Das ist dann halt nicht, also die Pflegeeltern, klar, die können sich irgendwie vorher überlegen, was würde ich meinem Kind irgendwie erzählen?
01:04:49: Und die können für sich vielleicht auch irgendwie so eine Art Lebensbrief schreiben, was sie erzählen können.
01:04:55: Aber das Erarbeiten zusammen mit dem Kind, weil, das höre ich gerade so ein bisschen daraus, dass eigentlich viel wertvoller ist, dass das Kind da ... mehr oder minder, halt gleichberechtigt, halt auch die eigene Biografie mit erzählen kann und dann vielleicht die eigenen Punkte hinzufügen von etwas, was die Pflegeeltern wissen durch die Zahlen und Fakten, die wir eben genannt haben.
01:05:18: Und dennoch ist natürlich so, Pflegeeltern, wenn sie selber auf die Spurensuche gegangen sind und was von der Geschichte des Kindes wissen, es sind natürlich immer sehr emotional Geschichten von Pflegekindern, manchmal aber auch Ja, auch etwas, die einen selber vielleicht auch schweigern können oder wo man einfach denkt, oh mein Gott.
01:05:36: Was musste dieses Kind eigentlich, ja, erdulden, ertragen?
01:05:42: Wie viel Leid hat das eigentlich in seinem frühen Leben erfahren?
01:05:45: Was hilft den Pflegeeltern sich eigentlich davor zu schützen, dass sie selber zu emotional berührt sind von dieser Geschichte des Kindes?
01:05:56: Also, ich finde erst mal... dass man für sein Kind traurig sein darf und für sein Kind auch ärgerlich sein darf, sogar ein bisschen für das, was es erlebt hat.
01:06:06: Das ist vollkommen in Ordnung und das ist, ich finde, eher eine ganz gesunde und natürliche Reaktion.
01:06:13: Aber wichtig ist auch, sich immer vorzustellen, dass das Kind immer ein Teil dieser Eltern ist, über die wir dann sprechen.
01:06:21: Das hat was mit einer Haltung zu so einem Kinder, identifizieren sich immer auch mit ihren leiblichen Eltern.
01:06:26: Und wenn es diese Ablehnung und diese, ich erlebe das oft auch nicht als ausgesprochen, sondern auch unausgesprochen, oder es wird dem Kind dann die Verantwortung übertragen, das ist ja dein Umgangskontakt, alles in Ordnung, ich sage da nichts und so.
01:06:39: Und letzten Endes ist es trotzdem nicht dieses, trotzdem merkt das Kind.
01:06:43: Und es fühlt das ja.
01:06:44: Es muss ja nicht mal gesagt werden.
01:06:47: Es reicht ja auch schon, dass das Kind Dinge fühlt, die nicht ausgesprochen sind.
01:06:53: Also wirklich auch eine wertschätzende Haltung den leiblichen Eltern gegenüber zu kriegen.
01:06:59: Ich finde wichtig, nicht Dinge, die schrecklich waren, jetzt auszusparen, sondern auch zu sagen, das haben deine Eltern nicht gut gemacht.
01:07:07: Aber guck mal, das und das haben sie gut.
01:07:09: Also auch die anderen Anteile zu sehen und auch zu sagen... Die wollten das gerne, die wollten gute Eltern sein.
01:07:17: Das kriegen die aber nicht hin.
01:07:19: Und jetzt sind sie gute Besuchseltern.
01:07:21: Und das ist auch gut so für dich.
01:07:24: Also, das auch wertzuschätzen, was die leiblichen Eltern auch gut gemacht haben, um auch das Kind in das Gefühl zu bringen, die sind okay und ich bin auch okay.
01:07:33: Weil sie immer die Verbindung mit ihren leiblichen Eltern auch herstellen.
01:07:37: Ja, das ist, glaube ich, ganz wichtig.
01:07:40: Und natürlich ganz recht Geschichten, aber auch ... für Pflegeeltern emotional herausfordernd sein.
01:07:46: Und dass man dann auch noch mal schlucken muss, um das irgendwie verarbeiten zu können.
01:07:50: Und im Zweifelsfall seid ihr als Familienberater in da, um das dann auch noch mal irgendwie, dass man auch als Pflegeeltern wieder in so eine Sprachfähigkeit kommt, weil irgendwie eine emotionale Überforderung, auch wenn man die Geschichte des Kindes liest, kann natürlich auch dazu führen, dass man selber das Thema Biografiearbeit so ein bisschen auf die lange Bank schieben will, weil das könnte mich selber ein bisschen triggern.
01:08:11: Und ich glaube, da seid ihr an der Stelle auch gefragt.
01:08:14: dann das nochmal gut zu besprechen.
01:08:16: Die letzte Frage, die kann ganz kurz sein, weil an sich will ich nur für einen Satz von dir haben.
01:08:22: Und zwar, wenn du Pflegeeltern einen Einsatz für den Einstieg in Biografiearbeit mitgeben dürftest, welcher wäre das?
01:08:33: Vielleicht der, ihr Kind hat immer für all das, was es tut oder auch nicht tut, einen guten Grund.
01:08:39: Und es braucht sie und es braucht uns den guten Grund.
01:08:47: ins Außen in Sichtbare zu bringen.
01:08:50: Vielleicht ist es das, genau.
01:08:52: Ja, vielen, vielen Dank, Sonja.
01:08:54: Das für diesen letzten Satz, aber auch für das gesamte Interview, das hat mir sehr viel Spaß gemacht.
01:08:58: Ich habe viel, viel erfahren und gerade ich mag immer dieses Praktische ins Tunen kommen.
01:09:03: Ich glaube, da sind viele Punkte dabei, die für uns, für unsere Arbeit interessant sind, aber auch für Pflegeeltern interessant sind.
01:09:11: Genau, vielen Dank, dass du da warst.
01:09:13: Hab ich sehr gefreut.
01:09:14: Ich danke auch.
01:09:17: Das war unser Gespräch über kreative und systemische Biografiearbeiten Pflegekindern und darüber, wie viel Kraft darin steckt, die eigene Geschichte zu kennen, zu erzählen und zu gestalten.
01:09:28: Danke an meine Kollegin Sonja Brickel für die vielen anschaulichen Einblicke und Methoden, mit denen Biografiearbeit lebendig und kindgerecht werden kann.
01:09:36: Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert gerne im Podcast, teilt ihn gerne mit euren Freundinnen und Freunden und lasst uns eine Bewertung haben.
01:09:43: Alle Infos und Links zufolge findet ihr in den Shownotes.
01:09:46: Bis zum nächsten Folge von Netzwerkpflegefamilien, der Podcast.
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