Wir werden Pflegeeltern
Shownotes
Christina und Dennis möchten Pflegeeltern werden. In dieser Folge erzählen sie, wie die Idee entstanden ist, wie sie die Vorbereitungszeit erleben – und warum es sich für sie richtig anfühlt, einem Kind ein sicheres Zuhause geben zu wollen. Ein ehrliches Gespräch über Fragen, Vorfreude, Zweifel – und den Mut, neue Wege zu gehen.
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00:00:00: Ich finde, das Wort Pflegekinder hat ja auch oft was Negativbehaftendes.
00:00:05: Und durch das, dass ich die halt persönlich kennenlernen konnte, wie auch die Eltern, ist das dann doch positiver, einfacher, auch der Gedankengang dahin, ne?
00:00:16: Gab's dann immer noch so Bedenken, Teile am Anfang, wo ihr dachtet ...
00:00:19: Ich glaub, die hast du immer.
00:00:21: Du hast immer die Angst, ob dieses Kind dich akzeptiert, am Ende.
00:00:25: Man will jemandem was Gutes tun, also so ein Kind, was es eigentlich verdient hat, was Gutes zu
00:00:30: haben.
00:00:31: Und wir haben halt die Möglichkeit und deshalb freuen wir uns.
00:00:45: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Netzwerkpflegefamilien der Podcast.
00:00:49: In der heutigen Folge spreche ich mit Christina und Dennis, einem Paar, das sich aktuell in der Vorbereitung zur Pflegefamilie befindet.
00:00:57: Sie nehmen uns mit in ihre Gedanken, ihre Vorfreude und Hoffnung.
00:01:01: Wir sprechen über ihren Weg zur Entscheidung, einem Pflegekind ein Zuhause geben zu wollen und darüber, was es bedeutet, sich als Paar ganz bewusst für diese besondere Aufgabe zu öffnen.
00:01:12: Ich wünsche euch viel Spaß mit dieser Folge.
00:01:16: Ja, Christina Dennis.
00:01:17: Erst mal freut es mich sehr, dass ich heute bei euch sein kann und wir etwas über euch sprechen, über euch als werdende Pflegefamilie.
00:01:26: So haben wir es gerade schon gesprochen.
00:01:27: Werdende Pflegefamilie.
00:01:29: Mögt ihr euch aber einmal selber kurz vorstellen.
00:01:32: Ja, ich bin Christina.
00:01:34: Ehr, auch ein Dreißig Jahre alt, Friseurin vom Beruf und ja, werdende Pflegemutter.
00:01:42: Hoffentlich bald.
00:01:43: Ja, ich bin Dennis.
00:01:45: Gelernter Schreiner, arbeite in der Möbelfirma und ja, bin thirty-six.
00:01:51: Wie würdet ihr euch denn so als Paar zusammen beschreiben?
00:01:56: Was macht euch aus?
00:01:58: Ich würde sagen, wir sind ein harmonisches Paar.
00:02:01: Lustig.
00:02:03: Ja.
00:02:04: Was sagst du?
00:02:05: Ja, also ich finde, wir ergänzen uns sehr gut.
00:02:08: Dadurch, dass ich der ruhige Paar bin und sie der Aupausende sozusagen.
00:02:16: Ergänzen wir uns sehr gut.
00:02:17: Naja, auf Possen nicht lauter.
00:02:21: Also ein bisschen die Gegenseite, die euch ansehen an der Stelle.
00:02:23: Ach, cool.
00:02:25: Wie lange seid ihr jetzt schon zusammen?
00:02:27: Wir sind verheiratet dies jetzt zehn Jahre.
00:02:31: Neun Jahre, schuldigung.
00:02:32: Neun Jahre verheiratet zehn Jahre zusammen.
00:02:35: Okay, das ging aber schnell.
00:02:37: Ja, das ging flott.
00:02:39: Okay.
00:02:40: Und dann, wie war das dann bei euch?
00:02:43: Dann gab es irgendwann... Kinderwunsch?
00:02:45: Wahrscheinlich.
00:02:46: Ansonsten, wer wollte eben keine Pflegefamilie werden?
00:02:49: Wie war das denn?
00:02:51: Ich fang mal bei mir an.
00:02:52: Ich kann auch natürlich nicht mehr gekonnt.
00:02:54: Ich kann keine Kinder kriegen, kann ich auch nicht.
00:02:56: Und wir haben es versucht, versucht, versucht.
00:02:59: Meine Familie, seine Familie kam auf die Idee irgendwann nach.
00:03:02: Wollte nicht adoptieren oder Pflegeelden haben werden.
00:03:06: Da muss ich sagen, das hat lange gedauert.
00:03:08: Da haben wir immer wollten wir nicht.
00:03:10: Wir wollten... ...eingekennen da und... ...ja, irgendwann... kam jetzt der Punkt, wo ich für mich entscheiden oder einen entschieden habe.
00:03:21: Wir sind bereit.
00:03:24: Ja, bereit.
00:03:26: Das ist ja ein anderer Weg und schwierigerer Weg, würde ich behaupten.
00:03:31: Andere, ich weiß nicht, wie man das sagen kann, es ist ja nicht ein normaler Weg, den man geht, in dem Falle.
00:03:39: Ein einfacher Weg.
00:03:41: Oder ich war noch nicht bereit dafür.
00:03:43: Und letztes Jahr, ja, da war ich bereit.
00:03:47: Wie kam es, dass du dann bereit warst?
00:03:50: Was hast du denn auslösergetrieben?
00:03:52: Also, ich muss jetzt so sagen, durch meinen Beruf habe ich natürlich mit vielen Menschen zu tun, mit vielen Pflegeeltern, mit vielen Pflegekindern, durch die Gespräche, die positiven Gespräche.
00:04:03: Man denkt ja immer nur negativ, aber es gibt ja auch viel Positives, auch was die Kinder einem sagen.
00:04:08: Und dadurch kam eigentlich für mich, ja, ich bin bereit.
00:04:13: Doch dann war ich bereit.
00:04:15: Es
00:04:16: ist ja spannend, dass du viele Pflegekinder auf deiner Arbeit.
00:04:21: Wie kam es dazu?
00:04:22: Erst mal weiß man das ja nicht immer direkt.
00:04:26: Also wir haben eine Auszubildende gehabt, die waren Pflegekind.
00:04:30: Genau, auch im VSE.
00:04:33: Und dann haben wir immer gesprochen.
00:04:37: Ja, und Pflegekinder reden auch schon offen darüber, dass sie Pflegekinder sind.
00:04:41: Das merkst du ja mit den Nachnamen, dann kommen die mit ihrem Kind, mit ihren Eltern und auch die Eltern reden offener drüber.
00:04:48: Ja.
00:04:50: Und eigentlich sind die alle offen und viele reden auch darüber, dass sie Pflegekinder sind und die sind auch froh, dass sie in ihren Pflegefamilien sind.
00:04:57: Und da war für mich der Punkt, weil man auch Angst hat.
00:05:02: Akzeptieren die ein.
00:05:04: als Pflegeeltern und die Kinder, die ich kennengelernt habe, haben mich eigentlich positiv gestimmt.
00:05:09: Ach so, das ist ja jetzt super, dass man genau durch diesen Kontakt da diese Hemmungen oder die Ängste sorgen, auch an der Stelle abbauen kann.
00:05:18: Ja, das sind halt so Ängste, die man hat.
00:05:19: Es ist halt nicht immer... Ich finde, das Wort Pflegekinder hat ja auch oft was negativ behaftend ist.
00:05:26: Und durch das, dass ich die halt persönlich kennenlernen konnte, wie auch die Eltern, ist das dann doch positiver.
00:05:34: Einfacher, auch der Gedankengang dahin, ne?
00:05:37: Dennis, wie war's denn bei dir?
00:05:39: Also ich hatte von vornherein eigentlich kein Problem damit.
00:05:42: Also bevor ich sie geharatet habe, hat sie mir gesagt, dir ist schon klar, dass wir auf natürlichen Wege kein Kind kriegen können, beziehungsweise ob wir überhaupt eins kriegen können.
00:05:52: Also ich wusste erst von Anfang an, wenn es nicht klappt, dann muss man halt andere Wege gehen.
00:05:57: Ja und dadurch, dass mein Bruder in der AWO gearbeitet hat, Wenn ich auch sozusagen mit seinem Thema, also wenn er so ab und zu erzählt hat, wie es da so war, dann hat man halt anders geguckt, auch so Häkken inne.
00:06:12: Also wie gesagt, also ich habe von Anfang an nie ein Problem damit gehabt, Winter in den Pflege kennenzunehmen.
00:06:19: Und dann habt ihr irgendwann darüber gesprochen, geben wir jetzt diesen Weg.
00:06:26: Ich weiß gar nicht, wie das war.
00:06:28: Ich glaube, das kam eher... Ja, das kam einfach, ne?
00:06:32: Dass wir darüber so...
00:06:34: Ja, ich weiß gar nicht, wie der
00:06:35: Anfang war.
00:06:35: Ich hatte eine Brunde da und die ist gerade das zweite Mal Pflegemutter geworden und haben so gesprochen und sehr mit mir mehr davon erzählt.
00:06:46: Also intensiver haben wir darüber gesprochen.
00:06:48: Wir sind sehr eng miteinander und wir haben sehr viel darüber geredet.
00:06:53: Auch die Nachteile und auch die Vorteile.
00:06:55: und dadurch habe ich gedacht, naja gut, dann informiere ich mich mal.
00:07:01: Und dann haben wir halt zusammen überlegt und halt nachgeschaut.
00:07:07: Wo es die Reise für uns hingeht, welcher Träger, ob wir nur mit dem Jugendamt arbeiten, ob es ein Träger wird.
00:07:12: Also meine Kundin arbeitet mit einem Träger und die hat mir die Vorteile gesagt und die Nachteile.
00:07:18: und dadurch haben wir uns halt alles angeguckt, mit was arbeiten wir Jugendamt oder lieber mit einem Träger.
00:07:25: Und dann waren wir halt bei vielen Jugendämtern, bei vielen Trägern und uns hat es hier halt am besten gefallen.
00:07:31: Okay, das ist erstmal, schön zu hören.
00:07:35: Was hat euch denn gefallen?
00:07:37: Ja, das war mir das.
00:07:39: Es war einfach herziger.
00:07:40: Ja, und ihr wart von Anfang an bei uns zu Hause.
00:07:44: Es war nicht, dass wir irgendwo hin mussten, sondern man kam nach Hause und das Gespräch... Ja, viel,
00:07:50: viel persönlicher als mit den anderen.
00:07:52: Das Gespräch war persönlicher.
00:07:54: Ach, witzig.
00:07:56: Genau gestern mit einem Arbeitskollegen noch darüber gesprochen, weil wir jetzt bald den nächsten Infoabend haben und den organisieren und da haben wir darüber gesprochen und er hat das auch gerade eine Vorbereitungsfamilie.
00:08:09: Nee, da andersrum.
00:08:11: Das war eine Familie, die vorher bei einem anderen Träger war und die sagten auch als erstes, wie ihr kommt zu uns nach Hause, auch bei dem Beratung.
00:08:20: Und für uns ist das irgendwie schon Selbstverständlichkeit, dass wir zu der Familie fahren.
00:08:26: Und das war noch mal wirklich... Also seitdem noch mal fand ich das total beeindruckend, weil vorher sind die halt immer zum Träger hingefahren und so ist es natürlich eine ganz andere Atmosphäre.
00:08:37: Und gleichzeitig wir bekommen natürlich auch mehr mit von der Familie, weil ihr seid hier in eurem Habitat und auch die Kinder und man kann natürlich wesentlich mehr schauen, wie geht es den Kindern eigentlich wirklich und nicht in... Keine Ahnung, mehr oder weniger sterilen
00:08:51: Beru.
00:08:52: Genau, also ich fand das halt wichtig, dass, dass man uns zu Hause kennenlernen, wie sind wir.
00:08:57: Und ich finde, zu Hause siehst du, wie ist die Familie.
00:09:01: Also sind die...
00:09:02: Genau, es ist halt der erste Eindruck, der ist halt auch weitestgehend entscheidend.
00:09:07: Und wenn man uns dann halt hier zu Hause sieht, wie wir hier sind, dann ist der Eindruck ganz anders, als wenn wir da in so einen kalten Raum irgendwo sitzen, miteinander.
00:09:16: Ähm, Gabsen... Dennoch Punkte, so am Anfang, wo er dacht, er ist ein Pflegekinder.
00:09:23: Du hast ja schon gesagt, von wegen Vor- und Nachteile.
00:09:26: So gab es dann immer noch so Bedenkenteile am Anfang, wo er dacht ...
00:09:29: Ich glaub, die hast du immer.
00:09:31: Du hast immer die Angst, ob dieses Kind dich akzeptiert, am Ende.
00:09:35: Also, die hab ich halt, ne?
00:09:37: Du gibst dich ... Also, du gibst etwas.
00:09:39: Also, du gibst dir was von dir.
00:09:43: Zeit, Mühe.
00:09:44: Du obfass dich auf.
00:09:45: Und hinterher bist du nicht genug vielleicht, oder ... Es akzeptiert dich hinterher nicht in irgendeiner Art und Weise und davor habe ich, glaube ich, Angst.
00:09:56: Das hat eigentlich, glaube ich, jeder, oder?
00:10:00: Also zumindest so kleine Ängste, dass das Kind halt nicht bleiben möchte oder so.
00:10:08: Also das ist bei dir ähnlich, die Sorge.
00:10:11: Ja, dann habt ihr die Idee gehabt.
00:10:14: Wir wollen pflegeeltern werden.
00:10:17: Wie hat denn euer Umfeld darauf reagiert?
00:10:20: Familie, Freunde, Bekannte?
00:10:23: Die haben uns ja ermutigt.
00:10:25: Die wollten das ja von Anfang an, dass wir das machen.
00:10:28: Also ich war halt nicht die, die es wollte.
00:10:30: Nein, was heißt nicht wollte?
00:10:31: Ich war nicht bereit.
00:10:33: So muss man das sagen.
00:10:33: Nicht bereit, noch nicht bereist.
00:10:37: Ja genau, ich war noch nicht alt genug dafür.
00:10:42: Gab's denn auch so Bedenkenstimmen?
00:10:44: Nee.
00:10:45: Keine.
00:10:45: Bei mir nicht.
00:10:46: Ja.
00:10:47: Ja, man hat sich schon so ein bisschen Gedanken gemacht, was die Familie so denkt.
00:10:51: Aber ganz im Gegenteil, wir wurden nur positiv gestärkt.
00:10:55: Das ist ja super.
00:10:56: Ich habe immer noch einen Satz von einer Pflege von einem Pflegevater, ein gleichgeschlechtliches Paar, die ich auch für den Podcast interviewt habe.
00:11:05: Und der sagte, wie häufig er den Satz gehört hat, Pflege, Pflegekind, habt ihr euch das gut überlegt?
00:11:14: Das Wort kenne ich nicht, gut überlegt.
00:11:16: So, ne?
00:11:17: Im Gegenteil, alle sagen, wow, das finden wir super.
00:11:20: Eigentlich eher mehr Dispositive.
00:11:23: Gott sei Dank macht ihr das.
00:11:24: Ihr macht das richtige, ihr gibt einem Kind ein gutes Zuhause.
00:11:27: Aber ihr wisst ja, wie wir sind, ne?
00:11:29: Also, ich habe das jetzt in der letzten Zeit meiner Familie und so alles erzählt.
00:11:33: Auch meinen Tanten und so alles Papentanten, also ganz im Gegenteil.
00:11:36: Die haben angefangen zu weinen, weil sie sich freuen dafür, dass wir so was machen.
00:11:41: Ist da auch so ein bisschen dieser, ja, nehm es mal soziale Aspekte drin, also dass ihr Kind eine Chance gibt, was einfach dringend ein neues Zuhause sucht?
00:11:51: Ja, dadurch, dass ich das Bier halt erfahren habe von meinem Bruder, wie manche Kinder für wahrlos werden oder ja in der Ecke geschossen werden, man will jemandem was Gutes tun, also so ein Kind, was es eigentlich verdient hat, was Gutes
00:12:05: zu haben.
00:12:06: Und wir haben halt die Möglichkeit und deshalb freuen wir uns.
00:12:12: Du hast am Anfang gesagt von wegen, dass die Familie dir gesagt hat, nimm doch ein Pflegekind auf oder adoptiert.
00:12:20: Adoption war kein Thema für euch?
00:12:22: Also ich möchte niemand, dass ich finde, ein Kind muss selbst entscheiden, ob es ein noch größerer Teil unserer sein möchte, als wenn ich einem Kind, ja, ich finde, das muss von freien Stücken sagen, ich möchte adoptiert werden.
00:12:43: Ich finde, das ist was anderes, als wenn ich sage, du bist mein.
00:12:49: Das ist so, als wenn ich es kaufen wollen würde oder ich will ihm was wegnehmen.
00:12:52: Das möchte ich nicht.
00:12:53: Ein Kind muss aus freien Stücken sagen, ich möchte von euch adoptiert werden.
00:12:59: Dann wäre das für mich eine Option.
00:13:00: Okay, spannender Aspekt, weil das häufig höre ich an der Stelle.
00:13:06: Entweder wir haben es probiert und das ist so schwierig, klar, weil eine Option... Gerade dieses Gesetzliche, das ist einfach...
00:13:15: Schwieriger.
00:13:16: Sehr,
00:13:16: sehr schwierig zu bekommen, klar, auf jeden Fall.
00:13:19: Und ja, dass dann der Punkt häufig gesagt wird von wegen, ja, dann ist es, dann ist es auch gesetzlich unser Kind, wir können alle selber entscheiden.
00:13:29: Also das wird häufig so als Argument von wegen, das ist doch eigentlich, das ist doch eigentlich super.
00:13:35: Dann gibt es nicht... Er gibt es keinen Vormund.
00:13:40: Man ist natürlich wesentlich enger wieder als Familie zusammen.
00:13:43: So als Pflegefamilie ist man dann Teil öffentliche Familie.
00:13:47: Das war für euch dann aber an der Stelle erst mal keinen Grund.
00:13:51: Überhaupt nicht.
00:13:52: Ich finde, das muss wirklich aus freien Stücken kommen von dem Kind her.
00:13:55: Weil ich möchte, dass das Kind sagen kann, ich will das.
00:13:57: Und ich glaube, wenn ein Kind das aus freien Stücken sagt, dass das was anderes als wenn ich irgendwo hingehe zum Jugendamt, ich nehme das Kind jetzt, möchte das adoptieren.
00:14:06: Ich finde, das ist... Ja, es kann halt nicht selbst entscheiden.
00:14:10: Das ist, ich nehme einem Kind die Entscheidung ab und das möchte ich nicht.
00:14:14: Es ist halt nur eine kleine Bestätigung, finde ich.
00:14:17: Wenn es halt bleiben möchte, dass wir was richtig gemacht haben.
00:14:21: Ich meine gut, es wird bestimmt ein paar Mal sein in der Pubertät.
00:14:24: Ja, ich will hier nicht wohnen oder so und...
00:14:27: So wie wir alle waren.
00:14:29: Nein, es klingt blöd, aber es ist halt so eine kleine Bestätigung sozusagen.
00:14:37: Interessanter Gedanke.
00:14:38: Der kann mir so noch gar nicht.
00:14:39: Das finde ich super.
00:14:40: Ihr seid ja aktuell in der Vorbereitung, also beerdende Pflegeeltern.
00:14:47: Mögt ihr einmal erzählen, was diese Vorbereitung überhaupt ist und wie das so aussieht?
00:14:54: Wie wird man vorbereitet aus eurer Erfahrung jetzt?
00:14:59: Ich fand ganz witzig, dass man den Stammbaum komplett auseinander gewürfelt hat.
00:15:04: Das sogenannte Genogramm.
00:15:06: Genau.
00:15:07: Das fand ich schon spannend und da habe ich teilweise sogar noch Sachen erfahren, die verloren gegangen sind.
00:15:14: Also das fand ich ganz gut.
00:15:17: War anders, war anders als ich so von den anderen gehört habe.
00:15:21: Lockerer.
00:15:22: Von meinen Freunden und Bekannten.
00:15:25: Genau.
00:15:25: Die halt jetzt nicht bei uns sind, sondern bei anderen Trägern als Jugendamt vorbereitet sind.
00:15:30: Genau.
00:15:31: Also es war halt nochmal anders.
00:15:33: So dieses... dass halt alles so persönlicher abläuft.
00:15:37: Dass wirklich nur wir beide diese Gespräche haben, das finde ich.
00:15:42: Also ohne noch einen dritten, noch einen vierten, eine andere Familie, das fand ich ganz gut.
00:15:48: Ja, genau.
00:15:50: Und bei dem Kinogramm, erstmal schön, dass das war cool und du hast noch Sachen erfahren, die du noch gar nicht so wusstest.
00:15:58: Da geht es ja vor allem auch insbesondere darum, dass man einfach die Familie kennenlernt und auch einfach... sehen kann, wie ihr selber groß geworden seid, was es beispielsweise innerhalb eurer Familie auch für Schicksalsschläge gibt oder welche Themen dort gesendet waren, damit man hinter ein gutes Bild davon bekommt, was für ein Kind passt eigentlich gut zu euch, denn das Schlimmste, was ja wäre ist und das ist ja etwas, hinter geht es ja darum, dass ein passendes, fähige Kind gesucht werden muss und wenn das bei euch eingezogen ist.
00:16:32: dann soll es ja auch da bleiben.
00:16:33: Und nicht, dass man irgendwie nach drei, vier Monaten denkt.
00:16:37: Hast gar nicht.
00:16:38: Die Reaktionen, die das Kind zeigt, die triggern mich wie sonst was.
00:16:42: Und das funktioniert alles nicht.
00:16:43: Und das ist ja das Wichtige, dass man im Vorfeld alles erdenkliche tut, dass man genau weiß, okay, diese Familie und dieses Kind passen gut zusammen.
00:16:53: Und dafür ist dieses Genogramm da.
00:16:56: Und schön, das nehme ich erst mal mit, dass man selber auch was rausfinden kann.
00:17:00: Das glaube ich nämlich auch.
00:17:01: Das kann auf jeden Fall sehr spannend sein.
00:17:03: Also meine Mutter hat das sogar abfotografiert für sich.
00:17:05: Ja, ja.
00:17:07: Das ist auf jeden Fall gut.
00:17:09: Ja, nice.
00:17:11: Das ist cool.
00:17:13: Gibt es noch was, irgendwas, was euch so besonders berührt oder nachdenklich gemacht hat außer diesem Genogramm?
00:17:19: Ich glaube, dass wir uns Gedanken gemacht haben, was wir auf jeden Fall nicht für uns.
00:17:24: vorstellen können, welches Kind nicht zu uns passt.
00:17:27: Also da haben wir halt lange, was heißt lange geredet, das stand halt sehr schnell für uns fest, was wir nicht können und was wir können.
00:17:36: Ansonsten biste ich jetzt gar nichts.
00:17:40: Was ist das?
00:17:41: Also wir machen uns, also ich finde schon, dass man sich sehr schnell Gedanken darüber machen sollte, was du gerade sagst, diese Triggerpunkte, was wäre schlimm.
00:17:50: Und da war für uns ganz klar Miss Bros Kind.
00:17:53: Könnten wir halt nicht persönlich?
00:17:55: Weil, ja, nee.
00:17:59: War stand sofort zur Debatte.
00:18:00: Und halt, durch das, wie wir wohnen, gehalt, körperliche Behinderung, nichts.
00:18:06: Alles andere war mir eigentlich offen.
00:18:09: Egal, welches Geschlecht, egal.
00:18:11: Also Alter war uns halt auch noch wichtig.
00:18:14: Ansonsten war mir offen für alles.
00:18:18: Ja.
00:18:18: Du sagst du noch?
00:18:20: Selbst Zwillingern würden wir gerne nehmen.
00:18:25: Und das ist auf jeden Fall eine Option.
00:18:28: Also Zwillinge, es gibt auf jeden Fall einige Pflegekinder, die wir Hupe Zwillinge auch begleiten.
00:18:36: Okay, gibt es denn noch Themen, über die ihr euch vielleicht gerade noch gar nicht so noch nicht ganz einig seid?
00:18:47: Ja, besonders eigentlich immer einig.
00:18:49: Eigentlich schon, ja.
00:18:51: Also mir fällt jetzt auch Verstelle nichts ein.
00:18:54: Ich wüsste nicht, wann wir uns nicht einig sind.
00:18:57: Sag nicht falsch.
00:19:00: Nee, nicht mal im Fernseherporium.
00:19:02: Ja, das stimmt.
00:19:03: Wir sind uns immer einig.
00:19:04: Okay.
00:19:06: Harmonie.
00:19:08: Mhm.
00:19:10: Du hast es gerade schon gesagt, du hast einiges über dich selber genannt, durch dieses Genogramm.
00:19:15: Gibt es auch etwas, also Aussag des Genogramms, wo ihr denkt, ey, da hab ich echt noch mal was über mich oder...
00:19:21: Geduld.
00:19:22: Geduld hab ich gelernt.
00:19:24: Mhm.
00:19:25: Das würde mein Mann jetzt sagen.
00:19:26: Dass
00:19:26: du keine Geduld hast, ja.
00:19:27: Nein, ich habe Geduld.
00:19:29: Habe sehr starke Geduld.
00:19:32: Mittlerweile.
00:19:34: Geduld, den Prozess abzuwarten
00:19:36: oder?
00:19:37: Also, er behauptet, ich hätte keine Geduld.
00:19:40: Das stimmt mir gar nicht.
00:19:42: Ja, ja.
00:19:43: Aber ja, man muss wirklich Geduld jetzt mitbringen.
00:19:47: Dieses Warten, dieses, wann passiert was?
00:19:50: Wie passiert es?
00:19:53: Sind wir vorbereitet?
00:19:55: Aber das empfinde ich noch nicht.
00:19:59: Also wir warten, und dieses Warten ist schlimm.
00:20:02: Dieses elendlange Warten, ne?
00:20:04: Ist das hinter was sonst passt?
00:20:07: Ist es das?
00:20:10: Das kann ich gut verstehen.
00:20:11: Gerade wenn man geht den Weg und denkt so, jetzt können wir doch mal, jetzt muss was passieren.
00:20:15: Vor allem
00:20:16: wenn ich dann so meine Freundin alle höre, wo das dann so recht flott ging, wenn ich so, hm, dann sind wir den anderen.
00:20:25: Kann ich, kann ich verstehen und gleichzeitig hat es ja immer irgendwie auch die, die Gründe sind ja dann...
00:20:31: Es ist noch nicht unser Kind da.
00:20:33: Genau, es ist einfach noch nicht das passende Kind.
00:20:35: An der Stelle da und dann lohnt wahrscheinlich auch das, auch das Warten.
00:20:41: Aber wahrscheinlich seid ihr immer noch im guten Austausch und dann...
00:20:44: Immer.
00:20:45: Hustel auch mal an und sagt, gibt es schon was Neues?
00:20:48: Ich halte mich zurück.
00:20:51: Was kurzer vor?
00:20:52: Nein, ich habe schon angerufen und gefragt, aber da hatte ich ja auch noch eine andere Ausrede, warum ich einrufe.
00:20:57: Ah,
00:20:58: Kehl.
00:21:00: Ja, doch, man fragt schon.
00:21:02: Wir haben jetzt auch den nächsten Workshop im Februar und im April und da sind wir dann eh noch im Austausch, dann kommen wir eh noch mal hierhin.
00:21:14: Ja, und was ich halt irgendwie mit ist, das Warten, kein Ansatz, Ungeduld natürlich.
00:21:19: provozieren.
00:21:20: Andererseits ist es natürlich auch so, da entstehen vielleicht auch noch mal irgendwie Fragen, über die man vielleicht noch gar nicht nachgedacht hat.
00:21:27: Und dann kloppt auch irgendwie was auf und man kann da vielleicht doch noch mal melden.
00:21:31: Also von daher auch warten kann.
00:21:32: Immer, immer, immer anrufen.
00:21:34: Man muss immer im Kopf bleiben, habe ich gedacht.
00:21:36: Immer im Kopf bleiben.
00:21:37: Ja, das auf jeden Fall.
00:21:38: Und das hat mir jetzt auch noch mal ein Kollege gesagt.
00:21:41: Das hat er, sagt er auch bei den Vorbereitungsfamilien.
00:21:43: Wenn ihr Fragen habt, ihr müsst nicht... bis zum nächsten Termin warten.
00:21:46: Ihr könnt mich noch so gerne mal anrufen.
00:21:48: Oh
00:21:48: Gott, dann würde ich stundenlang anrufen.
00:21:51: Weil sie, weil sie Kolleginnen auch an der Stelle nicht überfordern.
00:21:54: Genau,
00:21:55: deswegen.
00:21:55: Aber natürlich, aber dafür sind wir natürlich auch da und sagen, ihr könnt gerne anrufen, wenn ihr spezifische Fragen habt.
00:22:04: Da habt ihr die Telefonnummer und dafür ist es dann auch da.
00:22:09: Genau, an dem Workshop habt ihr noch nicht teilgenommen.
00:22:11: Daher kann ich euch da noch keine Frage zu stellen.
00:22:13: Einfach trotzdem
00:22:15: fremd, vielleicht wissen wir etwas.
00:22:17: Ja, vielleicht wisst ihr was.
00:22:17: Freut ihr euch denn schon drauf?
00:22:18: Also ich meine, die Termine sind ja bisher alleine mit der Beraterin, die euch gerade vorbereitet.
00:22:26: Passiert freut ihr euch dann auch andere werdende Pflegeeltern kennenzulernen.
00:22:31: Ja, doch.
00:22:32: Also wie weit die sind, wie weit die jetzt sind, was bei denen so passiert.
00:22:37: Das interessiert mich schon.
00:22:39: Ja, so ein Austausch ist immer spannend zu hören.
00:22:41: Ja, du musst es ja hauptsächlich.
00:22:44: Ich hab ja jeden Tag gefühlt einen Austausch, ne?
00:22:46: Ist was anders.
00:22:48: Ist es halt, auf was für Menschen triffst du?
00:22:53: Wie weit sind die?
00:22:54: Was haben die für Wünsche?
00:22:55: Was ist deren?
00:22:57: Oder für was?
00:22:59: Für welche Kinder interessieren die sich?
00:23:01: Ist ja auch mal ganz interessant.
00:23:02: In allem welches Alter interessiert die?
00:23:04: Oder warum wollen die vielleicht die Kinder in dem Alter?
00:23:08: Oder was?
00:23:09: wollen die gar nicht.
00:23:10: Das ist schon interessant.
00:23:11: Ja und das ist höchst unterschiedlich.
00:23:14: Also ich war jetzt letzten Samstag auch noch bei einem Neujahrsfrühstück, habe ich auch mit dem Pflegevater gesprochen und für den war klar, der hat jetzt glaube ich drei oder vier Pflegekinder aufgenommen über die Jahre und er ist glaube ich zwanzig Jahre jetzt Pflegevater und nur Kinder mit Behinderung.
00:23:31: Ja und das ist krass.
00:23:32: Und das wollte er explizit so um und er und seine Frau.
00:23:38: Das fand ich total spannend.
00:23:43: Alle wollen neben einem Pflegekind auf.
00:23:47: Pflegekinder haben ihre Eigenschaften, dass sie nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können.
00:23:57: die Kinder untereinander sind auch so divers und die Eltern hat die Pflegeeltern natürlich auch.
00:24:02: Das ist total spannend, was man da für Menschen kennenlernen kann und da habe ich euch die Not gezogen.
00:24:09: Wir wollen bewusst Kindern eine Chance geben, die eine Behinderung haben und nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können.
00:24:15: Also das darf vor sich noch mehr den Not wie vor allen anderen Pflegeeltern, weil das ist eine Lebensaufgabe.
00:24:22: Also behinderte Kinder schon.
00:24:24: Wow.
00:24:25: Ja.
00:24:27: Das ist uns natürlich wichtig, dass ihr natürlich auch schauen könnt, was was was können wir und wo liegen unsere Stärken?
00:24:35: und genau darum darum geht es ja auch, dass man zusammen überlegt, welchem Kind ihr eine ihr ein Zuhause bieten auf auf Dauer an der Stelle.
00:24:46: und er gesagt hat es eben ihr seid sehr flexibel was Alter und Geschlecht.
00:24:51: Gibt es ihn jetzt eigentlich?
00:24:53: Nee, Alter haben wir schon festgelegt.
00:24:55: Geschlecht war uns relativ geil.
00:24:57: Also Alter haben wir uns festgelegt.
00:24:59: Was soll das von Alter
00:25:00: sein?
00:25:00: Von null bis anderthalb.
00:25:01: Von
00:25:01: null bis anderthalb.
00:25:02: Also okay, auch kleiner
00:25:04: ist natürlich
00:25:04: häufiger.
00:25:05: Das kann dann auch sein, dass deshalb auch beispielsweise eine Wartezeit da ist, weil klar, wir haben auch immer Pflegekinder, die ja teilweise als ganz, ganz kleine Säugchen direkt in eine Pflegefamilie kommen.
00:25:21: Aber das Hauptalter ist schon, sagen wir mal, zwischen drei und vier von den Anfragen, die wir von den Jugendämtern bekommen.
00:25:27: So von daher kann das natürlich sein, dass es da auch an der Stelle dann auch ein bisschen länger dauert oder so, bis dann das passende Kind dann gefunden ist.
00:25:35: Das heißt, ihr wartet eigentlich auf einen Anruf oder wo es war, seit ihr gerade an den Prozess, also seit ihr fertig mit der Vorbereitung, genau.
00:25:45: Das heißt, es könnte jederzeit einen Anruf oder... Morgen wäre
00:25:50: gut.
00:25:51: Oder jetzt live in der Aufnahme.
00:25:55: Das wäre okay.
00:25:59: Wenn ihr euch denn vorstellt, ein Kind sieht bei euch ein.
00:26:04: Was seht ihr da vor eurem inneren Auge?
00:26:07: Vorfreude.
00:26:08: Ich hoffe viel Vorfreude auf das, was kommt.
00:26:13: Glückliche Augen, das wäre schön.
00:26:17: Bei mir rattet es schon.
00:26:18: Ich bin immer so ein Typ.
00:26:20: Ich kann nicht schlafen, wenn ich weiß, dass ich dann Sachen machen muss.
00:26:22: Also, ich wüsste sofort, was ich alles hier im Haus ändern müsste.
00:26:26: Okay, was für das?
00:26:28: Alles mögliche.
00:26:28: Ich hab für die Steckdosen die Sticker schon geholt.
00:26:33: Die musste ich dann einbauen.
00:26:34: Zimmer oben, das eine Zimmer, das andere Zimmer, dass das ein Kinderzimmer wird und so alles.
00:26:39: Also, bei mir rat hat's jetzt sogar schon wieder.
00:26:42: Ja, und du gehst dann, du willst aktiv werden.
00:26:46: Genau, genau.
00:26:46: Das
00:26:47: ist kein einzig.
00:26:48: Also, ich muss irgendwo... Ja, meine Power rauslassen sozusagen.
00:26:54: Wo glaubt ihr, liegt eure Größe zu stärker im Ungarn mit dem Kind?
00:26:57: Was sind eure Stärken?
00:26:58: Ich
00:26:58: glaube, weil wir leicht, also wir sind sehr leicht.
00:27:02: Wir sind vom Kopf ja nicht so festgefahren.
00:27:07: Ich würde uns beschreiben als Lebermenschen und deswegen hat das Kindler es glaube ich auch ziemlich entspannt hier.
00:27:17: Also wir sind entspannt, oder?
00:27:19: Was sagst du?
00:27:21: Durch eigentlich Schulnau.
00:27:24: Gibt es etwas, wo ihr denkt, da wir daran könnten wir auf jeden Fall noch wachsen, außer Geduld und Geduld?
00:27:30: Eigentlich nur Geduld.
00:27:35: Also ich hab ja Geduld, das ist ja eben, ne?
00:27:40: Also ich muss eigentlich nichts mehr wachsen.
00:27:42: Nee, bist dich jetzt nicht.
00:27:46: Ich glaube, da man weiß, dass diese Kinder nicht... immer in einem einfach sein werden und man vielleicht auch irgendwo anecken wird im Leben.
00:28:00: Bestimmt.
00:28:02: Ich freue mich auf die Konfrontation mit anderen Menschen.
00:28:08: Ja, ich freue mich darauf, dass ich dieses Kind beschützen kann und sagen kann.
00:28:14: Also ja, doch Konfrontation eventuell, da freu ich mich ein bisschen, weil ich bin ein Gerechtigkeitsmensch und ich finde es ganz schlimm, wenn Kinder, die benachteiligt sind, ungerecht dann noch behandelt werden.
00:28:28: Also, ja doch, das kann man, glaube ich, so sagen.
00:28:30: Die haben ja auch vielleicht paar Displizite in manchen Sachen und ich finde, solche Kinder sollen auch trotz dessen gerecht behandelt werden.
00:28:40: Und ich denke, dass da auch Konfrontationen herrschen werden, wenn dieses Kind nicht immer ruhig sitzen wird oder... Man weiß ja nicht.
00:28:51: Ja,
00:28:51: also du meinst in Kita-Schule...
00:28:54: Genau, genau.
00:28:55: Das gewisse Eltern da, irgendeinen... Probleme haben, dass dieses Kind vielleicht nicht so alt, typisch toll ist oder der Norm entspricht.
00:29:05: Und ich freue mich darauf, weil kein Mensch, wer sagt mir, dass dieses Kind nicht normal ist oder wer sagt, dass es normal ist.
00:29:15: Diese Konfrontation erfreu ich mich.
00:29:19: Ist die auf Konfrontation denn?
00:29:20: Was freust du dich denn?
00:29:22: Nein, das hört sich dann falsch an, aber ich finde einfach... Auch solche Kinder sollten ganz normal behandelt werden und auch ganz normal gesehen werden.
00:29:29: und immer dieses, alles muss perfekt sein und die Kinder müssen still sein.
00:29:33: Nein.
00:29:34: Wir nennen es häufig immer gerne, dass die Kinder für ihr Verhalten immer einen guten Grund haben.
00:29:38: Genau.
00:29:39: Das finde ich, das ist immer ein schöner Satz, weil er erklärt so vielen und gleichzeitig ist er auch so ein bisschen beruhigend, weil damit gibt man gar nicht, also dieses, wenn du sagst von wegen Konfrontation, so kann man tatsächlich auch viele Sachen auch erklären und auch für andere Menschen erklärbar machen, so von wegen, hey, fühl dich einmal so, als ob du in den Schuhen dieses Kindes läufst und dann verstehst du einige Sachen.
00:30:03: Genau.
00:30:04: Und das ist halt das, wo ich sage, es muss viel mehr dafür getan werden, dass diesen Kindern genauso gut geht wie allen anderen und dass sie nicht in irgendeine Schublaille gesteckt werden, nur weil es vielleicht eventuell für Klägekinder sind.
00:30:16: Und das wird ... Eine Aufgabe an der bewachsen.
00:30:22: Also ich weiß jetzt schon, wenn es so weit kommt, bin ich derjenige, der immer im muss.
00:30:28: Genau.
00:30:29: Eltern-Fleckschafts-Sitzung.
00:30:32: Das ist dann deine Aufgabe.
00:30:34: Ja, also ich bin halt der ruhige Part von uns und ich glaube, er wäre für alle besser, wenn ich das dann übernehmen würde.
00:30:43: Okay, jetzt haben wir eben schon darüber gesprochen.
00:30:46: Es gibt ja eine Beraterin, die dann natürlich auch dann... Ob es dann jetzt die gleiche ist, die euch vorbereitet, das ist ja dann an der Stelle jetzt doch nicht nur hundertprozentig klar, aber ihr werdet irgendwann einen Beraterinnen oder einen Berater bekommen als Pflegefamilie, aber da kommen natürlich auch noch weitere Menschen hinzu.
00:31:04: Dann gibt es das Jugendamt, was mehr oder minder mit euch auf jeden Fall auch Kontakt haben wird.
00:31:09: Vielleicht gibt es einen Formen, der das Kind auch in gewissen Abständen sehen will.
00:31:15: Wie ist das für euch dieses öffentliche Familie sein?
00:31:18: Mich persönlich steht das nicht.
00:31:20: Also ich habe nichts zu verheimlichen.
00:31:23: Deswegen, also ich bin da offen.
00:31:26: Also ich habe mir da auch gar keine Gedanken, ob ich was verheimlichen möchte.
00:31:31: Nein, es gibt ja nichts zu verheimlichen von daher.
00:31:35: Verheimlichen ist es, das ist natürlich eh schwierig, aber klar, natürlich, eine Beratung kann natürlich auch nur gut funktionieren, wenn alle Seiten an der Stelle offen sind.
00:31:46: Aber ich glaube schon, dass es... Menschen gibt, die sagen, so viele Menschen kommen dann dazu und alle wollen dann irgendwie reinreden.
00:31:53: Genau, dann darf man es nicht halt nicht machen.
00:31:56: Also das war uns von Anfang an bewusst, wenn wir das machen.
00:32:01: Ich finde das so eigentlich gut, dass wir so viele Leute haben, an die wir uns wenden können, weil ich denke immer so, es werden ja auch die Tage kommen, wo nicht alles rosig ist.
00:32:09: Lass uns mal drüber nachdenken, es kommt in die Pubertät.
00:32:14: Ich denke an mich zurück, alles ist scheiße, Eltern sind scheiße, das Ganze ist alles hier doof.
00:32:20: Ich will ausziehen, ich will ausziehen.
00:32:21: Ich habe ja dann immer noch jemanden mit dem ich sprechen kann und auch dieses Kind.
00:32:26: Also wir haben ja dann immer noch in Anführungszeichen eine neutrale Person, die vermitteln kann.
00:32:34: Wenn es nicht innerhalb der Familie ist, wenn es da keinen hat, dann ist es halt immer noch ein Ansprechpartner.
00:32:40: Ob es der... Träger ist, ob es das Jugendamt ist oder der Vormund.
00:32:45: Und man hat immer noch ein Backup.
00:32:48: So sehe ich das.
00:32:50: Wenn man Schwierigkeiten hat oder Fragen hat, wie man reagieren soll.
00:32:58: Ja, es
00:32:59: ist auf jeden Fall eine Hilfe, wenn man jemanden hat, der neutral ist sozusagen für beide Seiten.
00:33:04: Ja, das ist auf jeden Fall so.
00:33:06: Und ich glaube, es ist genau die richtige Erreingehensweise.
00:33:09: So dieses, das nicht als potenzielle Bedrohung sehen, sondern als, hey, viele Leute schauen auf das Kind.
00:33:16: Und wenn wir eine gute Gemeinschaft an der Stelle bilden und alle die Blicke auf das Kind haben und das das Kind geschützt wird und bestmöglich gefördert wird, dann ist eigentlich...
00:33:26: Genau.
00:33:27: Dann
00:33:27: kann
00:33:28: das gut funktionieren.
00:33:29: Es geht ja nicht um uns in dem Falle.
00:33:31: Also deswegen, das sage ich auch immer.
00:33:33: Also es geht nicht... Meine Bedürfnisse in dem Falle, sondern eher um das Kind.
00:33:38: Ich, das ist ja auch als normale, oder als Mutter, du stellst dich ja immer eher zurück.
00:33:44: Also es geht ja immer um die Kinder.
00:33:46: Und wenn ich dann halt noch so einen neutralen Menschen habe, in Anführungszeichen, dann ist es doch für alle nur hilfreich.
00:33:54: Behaupte ich jetzt mal.
00:33:55: Für uns, für das Kind.
00:33:59: Ja, und ein Berater an der Seite zu haben ist eigentlich immer gut.
00:34:03: Finde ich auch.
00:34:05: Wenn wir Probleme haben, rufen wir an.
00:34:07: Genau.
00:34:10: Auf welche Dinge im Alltag freut ihr euch denn am meisten?
00:34:13: oder stellt ihr euch besonders schön vor, wenn ihr dann bald eine Pflegefamilie seid?
00:34:19: Es kommt auch an, wenn es ein Junge wird.
00:34:22: Auf jeden Fall Fußball.
00:34:25: Hoffe ich zumindest.
00:34:28: Man spinnt keinem zu irgendwas.
00:34:31: Es gibt heutzutage genug Sportarten, die man mal ausüben
00:34:34: kann.
00:34:35: Aber auf jeden Fall... Auch als Mädchen, Frauenfußball ist wesentlich erfolgreicher als in der Fußballinternational derzeit.
00:34:41: Das hat ja meine Mama auch gesagt, weil wir meinten so, was wenn es Mädchen wird und meine Mutter so, ihr kann auch Fußball spielen.
00:34:48: Wie gesagt, die machen es gerade vor.
00:34:50: Also ich glaube einfach zu diesen Familienalltag, da freuen wir uns drauf.
00:34:56: Wir sind sehr aktiv, mit dem Kind was zusammen zu unternehmen.
00:35:01: Spätzchen mit Haushund, Hofkegel.
00:35:05: Ja.
00:35:06: Ja, also dieses quasi typische Familienleben an der Stelle.
00:35:13: Und der Hund ist ja jetzt schon da.
00:35:14: Genau, der passt dann auch.
00:35:18: Ja, man freut sich auch so Sachen, die man nur mit Kindern machen kann.
00:35:22: Einmal nochmal Kind sein, das ist wichtig.
00:35:24: Wir sind ja selber schon Kinder.
00:35:26: Blödes
00:35:26: Beispiel, man fährt in den Zoo.
00:35:28: Man fährt halt nicht so zu zweit in den Zoo, sondern halt mit einem Kind.
00:35:32: Ketterpark.
00:35:33: Lieber mit einem Kind.
00:35:35: So muss ich immer meine Freundin fragen, ob wir mit ihren Kindern fahren, damit wir klettern können.
00:35:43: Das klingt auf jeden Fall nach neuen Möglichkeiten, Sachen zu machen, wo man vorher vielleicht denkt, ah, geht das nicht.
00:35:50: Ja,
00:35:50: dann muss ich dann halt meine Freundin fragen, ob ich mit ihren Kindern gehen kann.
00:35:54: Glaubt ihr auf jeden Fall, aber was denkt ihr, was fühlt sich für euch als Paar an der Stelle verändern?
00:36:03: Ich hoffe nichts.
00:36:04: Ich hoffe, dass wir jetzt ein paar weiter so funktionieren, wie wir funktionieren.
00:36:08: Vielleicht sogar noch enger.
00:36:10: Aber ich glaube nicht, dass das uns auseinanderbringen würde.
00:36:13: Also, glaube ich, nicht dafür sind wir zugleich.
00:36:21: Ja, eigentlich sind wir gar nicht so unterschiedlich.
00:36:24: Also, wir ticken wirklich gleich.
00:36:26: Wir mögen das gleiche, wir denken das gleiche oft.
00:36:28: Also, auch erziehungstechnisch sind wir uns sehr einig.
00:36:33: Das ist schon ganz wichtig.
00:36:35: Ja, es ist natürlich ein großer Veränderungsprozess.
00:36:38: Ein Kind zählt ja ein, die Augen sind natürlich erstmal aufs Kind gerichtet, klar.
00:36:42: Ich glaube auch, dass wir gar nicht wissen, was kommt.
00:36:44: Also ich kann das gar nicht sagen, ob sich was ändert.
00:36:47: Vielleicht ändert sich ja auch alles.
00:36:48: Also klar, es bietet sich was ändern, aber ich hoffe halt zwischen uns ändert sich nichts.
00:36:53: Das wir uns als Paar nicht verlieren.
00:36:54: Und das Aller erste, was wir auch gefragt haben den Träger ist, ob wir auch als Paar was mal machen können und das Kind einfach mal zu Eltern geben können, dass wir wirklich auch... ein Paar sein können, weil oft sagen die dann so, nein, das geht nicht, also ich kenne das von einer Freundin und es bringt ja nichts, wenn du als Paar dich verlierst, du trennst dich, das bringt uns allen nichts, das bringt dem Kind nichts, das bringt uns nichts.
00:37:22: und wenn wir das halt trotzdem dürfen, dass man irgendwann, das muss ja nicht morgen, also wenn das einsieht, sondern... dass man halt als Paar noch bleiben kann, dass man sagen kann, wir fahren dann halt mal zwei Tage weg und es ist halt gut betreut.
00:37:34: Es fühlt sich dort wohl und wir möchten uns halt auch nicht verlieren, damit wir diese Familie nicht verlieren.
00:37:41: Das ist uns wichtig gewesen, dass wir offen darüber reden können, auch dem Träger gegenüber offen reden können, was wichtig ist.
00:37:49: Ja, das stelle ich mir auf jeden Fall ganz wichtig vor.
00:37:51: Also, dass man sich wie auch immer aber Zeit irgendwie nimmt.
00:37:56: für sich zu zweit, dass man sich halt nicht in der in der Pflegeelternrolle verliert.
00:38:00: Genau.
00:38:00: Ich meine als normale Eltern machst du es ja auch.
00:38:02: Dann sagst du auch mal so, Mama, Papa passt dir bitte kurz, aber wir brauchen das Wochenende.
00:38:07: Wir brauchen das einfach.
00:38:09: Und ich finde, ein Kind, was hier ansieht, soll so behandelt werden, wie du dein eigenes Kind ja auch behandelst.
00:38:15: Eins zu eins.
00:38:15: Und da gehört das für mich.
00:38:18: Und ich kenne das auch von meiner Familie, dass das halt auch mal passieren darf und muss.
00:38:24: Ja, es ist Standard, dass das mal bei Oma und Opa schlafen muss.
00:38:28: Ja, du weißt ja nie, wenn mal der eine oder andere ins Krankenhaus kommt oder es passiert irgendwas, dieses Kind muss sich ja da wohlfühlen und auch da bleiben können.
00:38:37: Also, so bin ich auch groß geworden.
00:38:42: Genau, natürlich alles zu deiner passenden Zeit.
00:38:44: Genau,
00:38:45: genau.
00:38:45: Ein Kind muss erst mal ankommen, so, das ist natürlich das Wichtige.
00:38:48: Genau, muss einziehen und ankommen, sich die erste Bindung aufbauen können.
00:38:55: Wie wollte das machen?
00:38:57: Also, nimmt jemand von euch Elternzeit, gibt es jemanden Hauptverantwortlichen für das Kind?
00:39:02: Wie macht ihr das?
00:39:03: Ich bleib
00:39:03: zu Hause.
00:39:05: Ich kann das durch meinen Beruf hier gut, durch meine Chefin sowieso und das alles besprochen.
00:39:10: Ich kann ja jederzeit sofort zurück.
00:39:12: Also erst mal lassen wir es kein einzeln und dann gucken wir, wie wir das machen.
00:39:18: Also ich bleib erst mal zu Hause.
00:39:21: Und wenn Dennis zu Hause ist, dass ich dann vielleicht mal für ein, zwei, drei Stunden arbeiten gehe, irgendwann.
00:39:27: Genau.
00:39:29: Also immer dem Tempo des Kindes ansprechen.
00:39:32: Wir wissen ja nicht, was kommt.
00:39:34: Hinterher ist das total easy und man macht sich viel mehr Kopf, als am Ende passiert.
00:39:39: Oder dieses Kind wird anhänglich und man kann gar nicht.
00:39:44: Also wir gucken.
00:39:46: Genau.
00:39:47: Ich glaube, da ist dieses offene, glaube ich, wir schauen, was das Kind braucht.
00:39:52: Genau.
00:39:53: Und
00:39:54: danach entscheidet man, aber erst mal sieht das Kind hier ein.
00:39:57: Es gibt keinen Zeitdruck und es gibt keinen Timeline, Deadline, wann irgendwas zu sein hat.
00:40:03: Das glaube ich da auch.
00:40:04: Ein ganz wichtiger Punkt.
00:40:07: Ein wichtiger Punkt ist natürlich Pflegekinder.
00:40:11: Wir sagen sie machen zwei Familien.
00:40:12: Das heißt, die Eltern des Kindes, da gibt es entweder Kontakt.
00:40:19: Vielleicht gibt es aber auch nur Briefkontakt.
00:40:22: Aber die, und das ist uns als Träger halt auch
00:40:24: wichtig,
00:40:25: sollen, wenn es irgendwie im Sinne auch des Kindes ist, Kontakt zu den leiblichen Eltern haben, also zu den Eltern des Kindes haben.
00:40:35: Wie ist da euer, also was, wie denkt ihr darüber über dieses Ding?
00:40:41: Ja, irgendwann zieht ein Pflegekind ein und es hat halt Eltern.
00:40:45: Was ist so euer erstes Gefühl irgendwie dazu?
00:40:51: ganz gut aufgeklärt, dass das halt auf neutralem Boden ist und dass wir nicht unbedingt zwingend immer dabei sein müssen, sondern mit einem gewissen Abstand und das hat uns halt den Schrecken sozusagen so ein bisschen weggenommen.
00:41:05: Für mich ist wichtig, dass die Eltern uns akzeptieren, dass man neutral sich gegenüber tritt, das ist mir wichtig, dass wir halt, ich glaube, dass man nie Best Buddies wird, das ist uns klar.
00:41:23: Aber das ist neutral.
00:41:25: Also das wirklich auf Augenhöhe gesprochen wird.
00:41:28: Dass man keinen Vorurteil der Eltern gegenüber hat.
00:41:34: Und dass wir wirklich zusammenarbeiten, zum Wohle des Kindes besser gesagt.
00:41:41: Also das wir wirklich nur für dieses Kind denken und nicht.
00:41:45: Also dass kein Ego gefahren wird.
00:41:49: Das keiner sagt so, es liebt mich mehr, nein, es liebt dich mehr.
00:41:52: Also wirklich neutral, auf Augenhöhe, das ist uns wichtig.
00:41:59: Also mir zumindest wichtig, wenn nicht die Eltern kennenlernen.
00:42:02: Und dass man das halt wirklich vernünftig macht.
00:42:05: Also freundschaftlich nicht, aber wirklich auf guter Ebene.
00:42:09: So eine Wertschätzung.
00:42:10: Genau.
00:42:11: Ohne
00:42:12: Vorurteile der Eltern gegenüber, was die getan haben oder nicht getan haben.
00:42:15: Also wirklich, dass man die Person sieht und... Das, was passiert ist, wirklich versucht, runterzuschlucken und im Wohle des Kindes.
00:42:26: Oder einfach zu sehen, es gab Gründe, die dazu geführt haben, dass das Kind nicht mehr bei euch leben kann, dass keine persönliche Schuldzuweisung, sondern das ist an der Stelle passiert.
00:42:39: Und dieses Wertschätzende, auch gegenüber dem Kind, der ist, glaube ich, an der Stelle sehr, sehr wichtig.
00:42:46: Ich habe da mit einer Pflegemutter mal drüber gesprochen, die immer sagt, ich weiß gar nicht, wie viele Pflegekinder in ihrem Leben aufgenommen sind.
00:42:53: Vier oder fünf waren es, glaube ich.
00:42:55: Die immer sagt, der erste Schritt sollte immer von den Pflegeeltern ausgehen.
00:42:58: Das heißt, wenn man sich das erste mal trifft, sagt sie sich, dann ist es mir ganz wichtig, erstmal direkt auf die leiblichen Eltern zuzugehen, den net guten Tag zu sagen und ich sage immer ganz gerne.
00:43:12: Ich bin jetzt schon aufgeregt, sind sie auch aufgeregt?
00:43:14: Genau, so dieses persönliche.
00:43:15: Und
00:43:16: das hat häufig das Eis gebrochen schon an der Stelle.
00:43:19: Weil natürlich sind, glaub ich, mindestens genauso aufgeregt wie man selber.
00:43:23: Und genau das zu tanzen, ich bin nicht, ich stehe nicht überall in den Dingen, sondern wir wollen hier zusammenarbeiten, dass es dem Kind gut geht, ist glaube ich da eine ganz, ganz wichtige Haltung an der Stelle.
00:43:38: Okay.
00:43:41: Aber wahrscheinlich, wie wir haben es gerade gesagt mit dem Aufruf, das werdet ihr wahrscheinlich sagen, wenn ihr die zum ersten Mal sehen solltet.
00:43:47: Bestimmt, bestimmt.
00:43:48: Also auf jeden Fall müssen wir das zusammen machen.
00:43:52: Ja,
00:43:52: ja.
00:43:53: Und ich weiß nicht, ob ich dich am Anfang richtig verstanden habe, weil ich glaube schon, dass es wichtig ist, dass die Pflegeeltern dabei sind bei den Terminen, insbesondere damit ihr dem Kind halt auch an der Stelle Sicherheit geben könnt.
00:44:06: Genau.
00:44:06: Also
00:44:06: mir ist halt wichtig, dass ich dem Kind... dass das Kindheit offen zu den Eltern gehen kann und nicht, dass ich mich mehr zurückziehen kann, also im Raum aber zurückziehen kann und dass die Eltern die Zeit haben mit dem Kind besonnen ist.
00:44:22: Genau.
00:44:22: Das ist das, was du meinst
00:44:23: gerade.
00:44:24: Okay, dann habe ich
00:44:25: das falsch verstanden.
00:44:25: Also ihr solltet natürlich bei dem Termin dabei ist, aber klar, wenn das gut läuft.
00:44:29: Der gewisse Abstand halt sogar.
00:44:30: Genau,
00:44:31: wenn das gut läuft.
00:44:32: Auf jeden Fall, dass man sich dann auch mal zurückziehen kann und dass die Eltern mit dem Kind halt auch Zeit verbringen können.
00:44:38: Auf jeden Fall und wenn man sieht dem, das Kind hat gerade Spaß und das funktioniert gut.
00:44:43: Dass man den Spaß auch lässt, genau.
00:44:45: Dass
00:44:45: man den Spaß auch lässt, dass man sich dann auch zurückziehen kann und dass man einfach dann im Hintergrund ist, falls was sein könnte.
00:44:51: Einfach nur, dass es sieht, wir sind da, aber trotzdem darf es halt seine Eltern kennenlernen und soll es ja auch, es soll ja wissen, woher es kommt, also das ist uns schon wichtig.
00:45:03: Ja, wenn ihr eurem zukünftigen Pflegekind ... so eine Botschaft mitgeben können.
00:45:09: Das ist ein Wunsch.
00:45:12: Was wäre das?
00:45:13: Baldes Einziehen und viel Spaß hier haben.
00:45:19: Es darf sie auf eine riesige Familie freuen und die sich auch schon auf das Kind freuen.
00:45:24: Sehr, sehr freuen sogar.
00:45:27: Also meine Gesine freuen sich.
00:45:29: Am besten heute.
00:45:32: Ja.
00:45:34: Ich werde ja auch ständig gefragt, wo meine Eltern, wie bei Zeit hier und wie so.
00:45:37: Also selbst von meinen Freunden und so alles.
00:45:40: Ich hab deinen Freund, der ruft alle zwei Tage immer an.
00:45:43: Und dann fragt er so nebenbei, um wie weit seid ihr?
00:45:46: Und die so'n das?
00:45:47: Ja, eigentlich freuen sich alle.
00:45:48: Meine Chefin oder mein ganzer Betrieb freut sich.
00:45:52: Die wollen, dass es losgeht.
00:45:55: Alle.
00:45:55: Eigentlich alle.
00:45:56: Alle wollen, dass dieses Kind hier einzieht und dass man's kennenlernen kann.
00:46:00: Und eigentlich, dass es in eine große Familie einziehen wird.
00:46:05: Sehr große Familie.
00:46:07: Ich glaub, unser Hugo freut sich auch.
00:46:10: Am meisten.
00:46:11: Der wird dir am meisten freuen.
00:46:12: Der wird
00:46:12: dir gerade ein bisschen neben uns schneicht.
00:46:14: Genau.
00:46:15: Hört man, glaube ich, dann nicht auf Veraufwärmung.
00:46:17: So laut ist es nicht.
00:46:18: Aber ich höre es ein bisschen.
00:46:20: War schön.
00:46:22: Ich bin gespannt und ich hoffe, dass ich euch bald nochmal wiedersehen werde und wir dann nochmal vielleicht sprechen, wenn ihr dann Pflegeeltern seid, wenn so ein bisschen die Zeit auch gesetzt ist und ihr das Kind dann reingezogen ist.
00:46:34: Dass wir vielleicht dann noch mal drüber sprechen, wie ist es denn dann so auf Platz?
00:46:38: Ich find's cool.
00:46:39: Ja, das wär gut.
00:46:40: Da hätte ich richtig Bock drauf.
00:46:43: Ja, und dann hören wir noch mal ein bisschen in die Folge heute von heute rein und schauen, was ist denn dann so in den Tag umgesetzt worden?
00:46:51: Was hat sich vielleicht dann doch verändern?
00:46:53: Auf einmal ist das Kind dann doch älter als gedacht und es passt super oder hunne aus.
00:46:59: Das finde ich auf jeden Fall sehr, sehr spannend.
00:47:01: Die letzte Frage.
00:47:04: Ihr habt schon so viele schöne Gründe gegeben, warum man Pflegeeltern werden sollte, was die Vorteile sind.
00:47:10: Diesen Pfadkast hören ja doch viele Menschen, die entweder auch selber so wie ihr gerade in der Vorbereitung seid oder noch gar nicht an diesem Prozess sind, aber sich vielleicht interessieren.
00:47:20: Wenn ihr jetzt mit, falls ihr an diese Menschen denkt oder vielleicht habt ihr auch schon mit realen Menschen gesprochen, Was sind denn so gute Gründe, ein Pflegekind aufzunehmen?
00:47:36: Du tust wirklich was Gutes, du gibst einem Kind, dem es nicht gut geht.
00:47:40: Etwas Gutes, dass ihm einen sicheren Platz gibt, vielleicht auch eine intakte Familie.
00:47:50: Einfach Sicherheit.
00:47:51: Ich glaube, dieses Fort-Sicherheit ist für die Kinder ganz wichtig und das ist für das Kind wichtig.
00:47:57: Währenddessen ist der Schnarchen grad lauter geworden.
00:47:59: Den hab ich vielleicht gehört.
00:48:02: Darauf können sich das Kind dann auch freuen.
00:48:04: Ein Schnarchen der Hund, ein Schnarchen der Hugo.
00:48:07: Dennis, was sind für dich gute Gründe?
00:48:10: Ja, wie gesagt,
00:48:12: man tut wirklich ein Kind was Gutes.
00:48:15: Also jeder Mensch hat es verdient im Leben.
00:48:21: Und ja, das wär's.
00:48:25: Das wär's, auf jeden Fall.
00:48:26: Das
00:48:26: ist auf jeden Fall das Wichtigste.
00:48:28: Ja, ja.
00:48:30: Dann wär's das auch mit diesem Interview.
00:48:32: Ich danke euch vielmals.
00:48:34: Danke
00:48:34: auch.
00:48:35: Genau.
00:48:37: Ich freue mich wirklich auf das nächste Mal.
00:48:39: Wenn wir uns hoffentlich dann bald wiedersehen.
00:48:41: Wir uns auch.
00:48:41: Dann hier mit einer Person mehr vielleicht.
00:48:44: Vielleicht auch zwei.
00:48:44: Vielleicht
00:48:45: auch zwei.
00:48:45: Vielleicht werden sie zwei länger.
00:48:47: Vielleicht.
00:48:48: Links und rechts neben mir.
00:48:49: Who knows, who knows.
00:48:51: Sehr schön.
00:48:52: Vielen, vielen Dank.
00:48:53: Vielen Dank.
00:48:56: Das war mein Gespräch mit Christina und Dennis, zwei Menschen, die mit viel Herz, Klarheit und Neugier ihren Weg in die Pflegeänderenschaft gehen.
00:49:04: Vielen Dank euch beiden fürs Teilen eurer Gedanken und für eure Offenheit.
00:49:08: Und ich hoffe sehr, dass ich die beiden bald wieder treffen werde und wir in einer neuen Podcastfolge hören, wie ihr Weg dann weitergegangen ist.
00:49:15: Wenn du mehr über das Thema Pflegefamilien erfahren willst, Oder selbst überlegst, einem Kind an zu Hause zu geben, dann schau gerne auf unsere Website vorbei www.netzwerk-flegefamilien.de.
00:49:27: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge von Netzwerkpflegefamilien, der Podcast.
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