Seit 2 Jahren Pflegefamilie

Shownotes

Vor etwa eineinhalb Jahren waren Magnus und Andreas schon einmal zu Gast in unserem Podcast. Damals war ihr Pflegesohn erst seit vier Monaten bei ihnen. Wir haben über die Vorbereitung zur Pflegefamilie gesprochen, über die erste Zeit des Ankommens – und über viele Fragen, Hoffnungen und Unsicherheiten.

Heute gibt es ein Wiederhören.

Ihr Pflegesohn ist inzwischen vier Jahre alt und seit eineinhalb Jahren Teil ihrer Familie. In dieser Folge schauen wir gemeinsam zurück: Was hat sich seitdem entwickelt? Wie hat sich die Bindung zwischen ihnen und ihrem Sohn aufgebaut? Welche Momente waren besonders prägend – und was hat sie vielleicht auch überrascht?

Magnus und Andreas erzählen offen von ihrem Alltag als Pflegefamilie, von Kita-Start, Elternzeit, Begegnungen mit anderen Pflegefamilien und davon, wie sich ihr Blick auf Familie in dieser Zeit verändert hat.

Eine Folge über Entwicklung, Vertrauen – und darüber, wie aus einer neuen Situation Schritt für Schritt Familie wächst.

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Transkript anzeigen

00:00:02: Ich sage immer, das war das ausschlaggebendste Blind Date meines ganzen Lebens.

00:00:08: Dass wir uns beide mit Herz und Hand und Hirn anstrengen damit wir es zu dritt so gut wie möglich schaffen.

00:00:17: Wir haben eine Weile gebraucht um auch gemeinsam in einen Rhythmus reinzukommen und ein gemeinsames System zu finden der für uns alle drei funktioniert aber ich glaube dass haben wir ganz gut gemeistert.

00:00:31: Freut man sich und schaut zurück, was man schon alles geschafft hat.

00:00:35: Wenn man uns so ein Jahr lang jeden Monat gefragt hatte, woran merkt ihr denn?

00:00:39: ist euer Sohn bei euch angekommen?

00:00:41: Dann hätten wir seit anderthalb Jahren wahrscheinlich gesagt ja, man merkt er ist angekommen daran und daran!

00:00:47: Und einen Monat später hatten wir gesagt ne nee jetzt ist er angekommen darin und daran.

00:01:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Netzwerkwegefamilien der Podcast.

00:01:06: Diese Folge ist etwas Besonderes.

00:01:07: Vor etwa anderthalb Jahren war Markus und Andreas schon einmal bei mir zu Gast.

00:01:12: Damals war ihr Pflegesohn erst seit vier Monaten bei ihnen.

00:01:15: Wir haben über die Vorbereitung zur Pflegefamilie gesprochen, über die erste Zeit Und über all die Fragen Hoffnung und Unsicherheiten, die dazugehören wenn ein Kind neu in eine Familie kommt.

00:01:27: Heute hören wir uns wieder.

00:01:28: Ihr Pflegensohn ist inzwischen vier Jahre alt und sein anderthhalb Jahr Teil ihrer Familie.

00:01:33: In dieser Fortsetzung sprechen wir darüber, wie sich ihr Familienleben entwickelt hat.

00:01:38: Wie Bindung gewachsen ist?

00:01:39: Welche Momente besonders wichtig waren und was sie heute mit etwas Abstand über ihren Weg als Pflegefamilie erzählen.

00:01:46: Viel Spaß!

00:01:47: Mit dem Interview.

00:01:51: Ich

00:02:05: bin Magnus, ich bin neun dreißig Jahre alt.

00:02:08: Ich bin verheiratet mit dem sympathischen Mann neben mir und ich bin seit ein bisschen mehr als anderthalb Jahren seit fast zwei Jahren.

00:02:17: Bin ich einer der beiden Väter von unserem Pflegesohn?

00:02:22: Ja!

00:02:23: Ich bin Andreas mittlerweile vierzig Jahre alt

00:02:26: geworden

00:02:27: und der zweite Vater seit zwei Jahren vom unseren Pflegesohn.

00:02:33: und war ich neben Magnus sitze, überraschenderweise wie die verheiratet.

00:02:37: Aber spannend ist, also genau vor zwei Jahren haben wir die Nachricht bekommen.

00:02:41: Übrigens da isst ein Kind was wir euch gerne vorstellen wollen.

00:02:45: das war so witzig weil wir saßen hier am Tisch und wir dachten Judith und Theresa werden uns jetzt weiter in unserer Portfolioarbeit begleiten und wir sitzen hier sonst immer in der Küche und haben ein Stück Kuchen dabei und waren auch so.

00:02:59: und Andreas und ich wir saßen hier und haben erst mal ganz Leroux Das Stück Kuchen gegessen und ich weiß noch, wie wir so Blicke ausgetauscht haben.

00:03:06: Weil wir wussten, häh?

00:03:08: Irgendwas ist heute anders!

00:03:10: Und irgendwann guckten sich auch Theresa und Judith an.

00:03:16: Und sie sagten zu Judith, willst du es jetzt einfach sagen?

00:03:19: Und dann haben sie gesagt ja, wir hätten da... Also wir sind heute gar nicht hier für eure Portfolioarbeit weil das könnte sein, dass wir euch da jemanden vorstellen könnten.

00:03:27: Und das war ziemlich genau vor zwei Jahren.

00:03:29: Abgefahren?

00:03:30: Ja wirklich

00:03:31: abgefahren!

00:03:31: Ich habe in der Vorbereitung zum heutigen Parkers auch noch mal die alte Folge gehört und wir haben da später noch ein paar Ausschnitte von und genau das hab ich auch nochmal gesagt.

00:03:39: Der hat's genauso wiedergegeben wie es damals gesagt habt.

00:03:43: Genau zur Erklärung Theresa und Dudet sind die beiden Familienberaterinnen, die euch vorbereitet haben an der Stelle.

00:03:51: Könnt ihr denn ansonsten so in eine und dass wir die alte Folge noch mal wiederholen müssten.

00:03:56: Aber so in der Nachsche sagen, wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass ihr Pflegeeltern werden wollt?

00:04:03: Ja das ist weil ich den Andreas getroffen habe!

00:04:08: Also...

00:04:08: Und dann war plötzlich unser Kind auch.

00:04:10: Genau

00:04:10: also... Das ist eine Nachsche ja.

00:04:12: Zwei Männer verlieben sich, zwei Männer haben beide Bock da zu einer Familie zu gründen.

00:04:19: Beide sind mutig genug, um zu sagen wir gehen einen Weg der für ganz viele Menschen zu spannend ist oder zu viele Unwegbarkeiten birgt.

00:04:30: Und wir haben gesagt alleine würden uns das vielleicht auch nicht trauen aber zu zweit kriegen wir es hin.

00:04:35: und dann haben wir uns auf die Suche gemacht und sind glücklicherweise über den VSE gestäupert und sind sofort Fan vom VSE geworden hab ich so richtig gemerkt, ich brauch noch ein Gegenpart.

00:04:52: Nicht nur Zahlen und Fakten und Wände wegstemmen

00:04:55: usw.,

00:04:56: sondern ich brauche was Emotionales.

00:04:57: Und dann haben wir dann genau in dem Moment angefangen die Portfolioarbeit zu machen und die Seminare vom VSE zu besuchen.

00:05:05: Ja...und dann ging's alles viel schneller als geplant!

00:05:10: Ich glaub der ganze Prozess hat so zwei Jahre gedauert?

00:05:13: Stimmt, in der Vorbereitungsgruppe sind wir das letzte Pärchen oder die letzte Konstellation.

00:05:20: Es gab ja auch Solo-Mütter, die gesagt haben ich nehme ein Pflegekind auf.

00:05:24: Wir sind die letzte Constellation, die... Genau!

00:05:28: Aber es war so schön.

00:05:29: als wir das dann in die Gruppe geschrieben haben, blüht sich diese Gruppe wieder schlagartig auf.

00:05:34: Ja geil mega, wir freuen uns so und das war

00:05:37: cool Genau.

00:05:38: Das war ja bei euch so speziell, weil ihr das Haus hier... Also wir seid von Köln hierhin gezogen und habt das Haus umgebaut.

00:05:45: Und das war die bewusste Pause, die aber allen klar war.

00:05:49: Dementsprechend hat es bei euch länger gedauert!

00:05:50: Das war der Rundnochmal zur Erklärung.

00:05:52: Genau,

00:05:53: sonst geht das ja.

00:05:53: Die anderen, die mit uns im Vorbereitungs-Kurs waren, die waren nach zwischen fünf und neun Monaten, kannst du ja fertig sein ungefähr?

00:06:03: Man sagt meistens zu neun Monate ist schon der Standard.

00:06:07: Gibt immer Masern, wo es auch schneller geben könnte.

00:06:11: Aber so neun Monate sagt man, eine Wort sollte das in neun Monaten sein?

00:06:15: Genau wie so eine Spangerschaft!

00:06:17: Und wir haben's halt einfach gedehnt.

00:06:18: Ja und das ist an der Stelle ja super gewesen und ich bringe da euer Beispiel tatsächlich immer gerne mal wenn ich entweder mit für den letzten Polkastfolge habe, hab' ich auch mit werdenden Pflegeeltern gesprochen und ich bringen euer Beispiel immer ganz gerne mal bei euch das oder bei den Infoabändern die wir machen Das so als Beispiel, dass man diesen Protest auch bewusst steuern kann und es geht nicht darum von wegen So hier ist der nächste Termin.

00:06:43: Und dann das dann das Haken hinterhaken hinter und schnell fertig werden Sondern ihr könnt euch das anschauen anhören für euch dazu überlegen und jede Pause Ist erstmal okay.

00:06:55: sprecht sie mit uns ab und dann werden wir Wege finden.

00:06:57: so und das finde ich ein mega Beispiele für Ihr beiden wie erst gemacht habt Und das fand ich super.

00:07:03: Ja,

00:07:03: es hat uns aber auch von Anfang an so überzeugt, weil wir halt eben... Von Anfang an gespürt haben hier werden keine Quoten erfüllt oder so sondern wir stehen im Mittelpunkt und wir haben erlebt wie er als Paar was ein Kind aufnehmen möchte, steht in den Mittelpunkten und jetzt stehen wir als Familie im Mittelpunkt.

00:07:20: und dass ist also dieses Gefühl hat sich nicht verändert und das ist echt ein sehr sehr schönes Gefühl.

00:07:27: Mega!

00:07:27: Richtig gern Judith und Theresa werden, dass er später dann auch hört.

00:07:32: Judit ist heute die Werke leider gerne dabei gewesen aber ist jetzt leider spontan sehr krank geworden.

00:07:37: alles Gute an der Stelle.

00:07:39: Die kann leider heute nicht hier sein.

00:07:41: Alles Gute Judith!

00:07:42: Ja

00:07:43: bis die Folge da ist sie dann auch hoffentlich wieder gesund usw.. Wie war denn das?

00:07:49: Auch das ganz kurz einfach mit wir wieder reinkommen wie warten das kennenlernen mit eurem Sohn.

00:07:56: Es waren ähnliches Setting, wie wir jetzt eigentlich hier gerade sitzen vor dem zeitlichen Jahr.

00:08:02: Es war kurz nach Karneval also es war genau das...es war genau nach Karnaval quasi.

00:08:08: und ja als sie uns dann sagten die hatten dann potenziell ein Kind für uns Dann haben wir einen Termin rausgesucht wann wir uns mal treffen könnten Und dann haben wir uns an einem Montagabend glaube ich ins Auto gesetzt sind dahingefahren und saßen dann erst mal in einem sehr vollen Wohnzimmer mit sehr vielen Menschen.

00:08:34: Am Wochenende vorher war Karneval gewesen, das heißt wir hatten auch Dolle Karnevale gefeiert.

00:08:38: und wenn du so fragst wie war das kennenlernen?

00:08:42: Ich sage immer dass war das ausschlaggebendste Blind Date meines ganzen Lebens also es wird ja auch so ungefähr genannt.

00:08:51: Also wir sind da in den Raum gekommen und wir kannten nur Judith Und die war unser Anker Und die Vertrauenspersonen, und dann saßen da noch ganz viele andere Leute.

00:09:01: Da saßen dann auch eine Mitarbeiterin aus dem Jugendamt... ...die beiden Bereitschaftspflegeeltern.

00:09:08: Dann waren da zwei Pflegekinder...

00:09:11: Noch ne Mittelweiterin aus

00:09:13: nem Jugendamt oder aus einem allgemeinen Sozialdienst?

00:09:16: Nein, Dienst!

00:09:17: Und dann noch die erwachsenen Kinder der Pflegefamilie.

00:09:22: Genau, der Bereitschastpflegelfamilien.

00:09:25: Es war allem Auftrieb in diesem Wohnzimmer.

00:09:29: Und es war Blind Date, es war Bewerbungsgespräch

00:09:32: ...

00:09:35: Es war auch so ein bisschen Antritt bei den Schwiegereltern ungefähr so.

00:09:39: Weil du willst ja in dem Moment alles aber auf keinen Fall einen schlechten Eindruck hinterlassen?

00:09:46: Genau und... Aber ich würde sagen wir sind in den Recall gekommen!

00:09:56: Wir sind in den Recall gekommen und haben uns immer eine Runde weiter gesteigert.

00:10:02: Denn unser Sohn war ne lange Zeit bei der Bereitschaftspflegefamilie, die hatten natürlich ne Bindung aufgebaut.

00:10:13: Und wir mussten denen schon beweisen dass wir es auch wert sind und das wir es ernst meinen Und das rechne ich den heute hoch an, dass die ganz klar gesagt haben Leute also wir lieben dieses Kind auch und wir geben dieses Kind nicht frei nur weil da zwei Menschen sind.

00:10:36: Die sagen ja ein Kind können wir uns vorstellen sondern wir geben diesem Kind nur frei an die Leute die sagen Das ist unser Traum.

00:10:46: Ja was kann ich aus deren Perspektive auf jeden Fall verstehen?

00:10:51: Dass das so ein gewusel war dieses erst dann war ja bei euch speziell.

00:10:55: Das ist auch nicht nicht eigentlich nicht der standard.

00:10:57: ich weiß gar nicht Was was die genauen gründe waren aber er scheint es gut gemeistert zu haben und dass Euer pflegesohn ist da, ich glaube drei Monate hat's gedauert oder so.

00:11:07: Dann dann war euch angekommen Und eingezogen und dann hatten wir vier monate später diese erste podcast aufnahme.

00:11:16: und jetzt sind wieder anderthalb jahre ins Land gezogen.

00:11:20: und wenn ihr diese anderthalb Jahre in drei Worten beschreiben würdet, lasst es vielleicht vier sein.

00:11:28: Welche wären das?

00:11:30: Wunder, wunderschön!

00:11:33: Aufregend emotional und immer wieder auch überraschend.

00:11:42: Wenn du überraschen sagst gibt's so etwas, gibt's eine Situation oder irgendso ein Vielleicht ein Gefühl oder Moment, ich weiß es nicht.

00:11:50: Was euch so auf diesem Weg am meisten überrascht hat?

00:11:57: Ich glaube was mich persönlich am meisten Überraschstatt ist jetzt werden wahrscheinlich den meisten Eltern sagen ja das kennen wir schon dass man oder ich persönlich natürlich dachte ich kennt viele Eltern bei uns im Umfeld viele Kinder neffen Nichten Patenkinder Und man denkt eigentlich, man ist auf alles vorbereitet.

00:12:19: Man hat ja viel beobachtet und hat sich immer schlauer Gedanken dabei gemacht und gesagt, da werde ich nicht so machen.

00:12:25: Den Fehler, das passiert mir nicht!

00:12:30: Dann wurde plötzlich so ein Kind geheim... ...und dann fängt man erstmal alle diese Fehler nochmal zu machen oder sich ganz neue Fehler auszudenken.

00:12:38: Und zwischendurch denkt man so, ah nee, das war doch nicht so schlau?

00:12:41: Oder ach deshalb machen die das so?

00:12:43: Okay, ist doch nicht so einfach wie man sich das vorgestellt hat alles.

00:12:46: Witzig

00:12:46: weil ich glaube da genau das Gleiche hast du das letzte Mal mich genau davon gesprochen.

00:12:50: Du hast mit bekannten Familien zu weitergesprochen was du machen willst und was nicht Und dann ist der Satz aber Punkt So.

00:12:59: und ja dass du jetzt gemerkt hast okay Aha Deine Erkenntnis gewinnen kann auch mir passieren.

00:13:06: Ich möchte mich auch bei allen Menschen entschuldigen, die

00:13:08: dich

00:13:09: als Kinderloser so ganz hoch nisig begegnet bin.

00:13:12: Also am allermeisten bei den Menschen, die mir mit dem Kinderwagen hingekommen sind und aufs Handy geguckt haben wo ich immer dachte Boah das geht doch gar nicht!

00:13:22: Und heute ist es

00:13:23: so... Wenn man dann die dritte Stunde durch die Gegend schiebt Dann erwischt man sie plötzlich doch selber dabei.

00:13:29: Genau oder auch telefonieren während das Kind auf dem Laufrad vor einem so fährt, ne?

00:13:35: Liebe Menschen die ich euch verurteilt habe... Ich bitte um Entschuldigung!

00:13:40: Es tut so gut mal was mit jemandem zu telefonieren der nicht in zwei Wortserzen spricht.

00:13:47: Und man muss das ja irgendwie alles miteinander bekommen.

00:13:49: Auch das also das weiß er genau Schiebt jetzt hier eine Stunde oder zwei, oder was auch immer und weiß genau du kommst jetzt nach Hause.

00:13:56: Und dann rest direkt Abendessenzeit also den Moment wo man mal das Telefonat mit Freundics Y haben will.

00:14:04: Das kann nur jetzt sein.

00:14:05: Ja ja das glaube ich das glaube Ich gerne.

00:14:07: okay Genau ich habe es eben schon gesagt ich hab einige Ausschnitte mitgebracht.

00:14:12: Ich würde jetzt mal mit dem ersten starten.

00:14:15: Wenn man von sich selber sagt wir sind bereit Pflegekinder aufzunehmen Dann hat haben ganz viele Leute haben schon mal was gehört, von dem Cousin des Postboten und davon der Nachbar.

00:14:26: Die haben auch Pflegekinder und im Selten wird da erzählt... ...und dann läuft es so richtig gut!

00:14:31: Und der eine hat jetzt das Stipendium für die Yale und die andere ist gerade an der Uniklinik Stipendiatin oder so, ne?

00:14:39: Sondern es werden immer die Geschichten erzählt, die ein bisschen reißerisch sind.

00:14:44: Wir haben schnell miteinander festgestellt dass wir dafür bereit sind und dass wir uns das zutrauen.

00:14:52: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

00:14:55: Also wussten wir auch wahrscheinlich müssen wir von diesen Geschichten noch mal sehr viele Prozentpunkte abziehen und das erleben wir ja auch jeden Tag in Schule.

00:15:04: Wir unterrichten Pflegekinder und wir unterrichten tolle Kinder Und da wussten weh halt.

00:15:11: Ja

00:15:12: also den Weg möchten wir auf jeden Fall einschlagen.

00:15:16: Genau kurz zur Erklärung ist beides Lehrer.

00:15:19: Deshalb ihr unterrichtet Kinder genau in der Schule und ihr habt auch da irgendwelche Bürgungspunkte mit Pflegekindern gehabt.

00:15:25: Wie ist es denn bei euch heute?

00:15:29: Wenn man jetzt sagen würde, von wegen ich habe gehört Magnus Andreas, die sind auch Pflegeeltern, vielleicht was würden andere an dieser Stelle sagen... Wie ist das?

00:15:40: Also es läuft so, ne?

00:15:44: Manchmal sagen wir auch Eltern sein bedeutet ja auch So sympathisch wie möglich zu scheitern.

00:15:53: Also von dem was wir eben so gesagt haben, jeden Tag geht irgend ... denkt man lernt mal einen neuen Aspekt von sich kennen und denkt so oh da hab ich aber wieder eine glanzleise.

00:16:03: oder ich sag immer ja ich habe heute wieder mich beworben für den Rabenvater Award weil Kindes aus der Karre gefallen oder hat so viel Sand gegessen oder sonst irgendwas ne?

00:16:16: Und Das Gute ist aber, dass alle im Umfeld sehen, dass wir uns beide mit Herz und Hand und Hirn anstrengen.

00:16:29: Damit wir das zu dritt so gut wie möglich schaffen!

00:16:31: Und was auch toll ist, ist... ...dass wir neben dem VSE als Netzwerk halt auch unser eigenes Netzwerk noch mal dazu aufgebaut haben.

00:16:41: Also im Moment will ich es so beschreiben wie eine Blume mit verschiedenen Blütenblättern und da ist der VSE Ein Blütenblatt.

00:16:50: Wir sagen immer, jeder Mensch sollte eine Judith haben und das können alle Menschen mit ihrer Beratung selber den Namen einsetzen.

00:17:00: was ich aber toll finde ist dass dadurch nochmal andere Menschen in unser Leben gekommen sind oder die Menschen in unserem Leben noch mal ne Rollenerweiterung erfahren haben.

00:17:09: Denn natürlich hat sich mein Verhältnis mit meiner Mutter verändert seitdem sie auch Oma von unserem Sohn ist Und natürlich hat sich auch noch mal mein Verhältnis mit Andreas Bruder verändert oder mit seiner Schwägerin, weil vorher war ich Patenonkel und Onkel so.

00:17:28: Jetzt ist sie aber auch meine Ratgeberin wenn ich einen Rat brauche.

00:17:36: Außerdem gibt es jetzt hier eine Vormünden bei uns im Leben Kinderärztin... Erzieherinnen aus dem Kindergarten und so.

00:17:47: Das ist spannend, das ist schön!

00:17:49: Und es ist toll.

00:17:50: Ich freue mich jeden Tag dass ich mit Andreas halt einen Mann an meiner Seite haben will, mit dem ich mich darüber austauschen kann.

00:17:59: Ja, ich überlege gerade an einem Satz aus dem Snippet Es wird nicht zu heiß gegessen wie's gekocht wird.

00:18:06: Ich würde aber auch sagen Kaltesit auch nicht.

00:18:09: Also... Es is kein Selbstläufer, würd' ich sagen Manchmal herausfordernd, manchmal mehr, manchmal weniger.

00:18:19: Ich glaube wir haben eine Weile gebraucht um auch gemeinsam in einen Rhythmus reinzukommen und auch ein gemeinsames System zu finden der es für uns alle drei funktioniert.

00:18:31: aber ich glaube das haben wir ganz gut gemeistert und deshalb freut man sich und schaut zurück was man schon alles geschafft hat und weil wir gerade auch schon einiges geschafft haben in diesen zwei Jahren freue mich ja auch auf die Zukunft.

00:18:45: Spannend ist, ich glaube wir hatten so... wenn man uns einen Jahr lang jeden Monat gefragt hatte woran merkt ihr denn?

00:18:52: Ist euer Sohn bei euch angekommen.

00:18:55: Dann hätten wir seit anderthalb Jahren, hätten wir wahrscheinlich gesagt ja!

00:18:59: Man merkt er ist angekommen daran und daran.

00:19:02: Und ein monat später hätten wir gesagt ne ne Jetzt ist er angekommen Daran und daran.

00:19:07: Das geht uns immer so weiter.

00:19:09: Also das war auch ein spannendes Gefühl und eine spannende Beobachtung.

00:19:14: Wir sind uns nicht sicher, wann er angekommen ist.

00:19:18: Wir merken, er fängt an seinen Rucksack aus zu packen und wir leben uns aufeinander ein so.

00:19:27: Ich

00:19:29: glaube eigentlich kann man sagen das Ende der Anbahnung war der Anfang der nächsten Reise Und dann ging es eigentlich erst richtig los.

00:19:38: ich glaube wir beide mussten auch In den letzten knapp zwei Jahren lernen das Wort Elternzeit, was total schön ist.

00:19:49: Nur das Wort ist total falsch gewählt denn es ist nicht die Zeit für die Eltern.

00:19:55: also ich habe gedacht ja super Elternzeit Andreas hat die Elternzeit vorher gemacht, wir haben Kindergartenplatz und da kann unser Sohn zwei bis drei Stunden am Tag hin.

00:20:06: Ich hatte gerade ja super!

00:20:07: Die Treppe abschleifen Neustreichen ein Buchprojekt hinten noch in den Gedanken und was ich nicht alles aufräumen wollte und die Steuer und so.

00:20:16: Nein es heißt Elternzeit aber ist die absolute Kinderzeit.

00:20:21: denn Wir haben dann gemerkt das was der VSE uns immer gesagt hatte die Kinder entscheiden, wann sie was preisgeben und wann was dran kommt.

00:20:34: Und welche Entwicklungsphase sich gerade aneignet?

00:20:37: Ist es das körperliche Wachsen oder ist es das geistige Wachsen?

00:20:39: Ist das Sprachzentrum oder ist das Bewegungszentrum?

00:20:44: Ja

00:20:45: also ich habe jetzt vier Stufen von der Treppe abgeschliffen.

00:20:49: Es gab Zeiten da ist unser Sohn vier Tage im Monat in den Kindergarten gegangen weil er mehr nicht geschafft hat Was anderes brauchte.

00:20:57: Und wie toll war das, dass wir das leisten konnten?

00:21:01: Dass wir sagen konnten Wir sind vom VSE in die Mitte gestellt worden.

00:21:05: Jetzt stellen wir mit dem VSE zusammen dich in die Mitte und wir beraten nochmal.

00:21:09: und jedes Mal wenn wir unschlüssig waren haben wir Judith angerufen und gesagt Judith was würdest du denn sagen?

00:21:15: Wir brauchen doch mal eine Runde mit dir hier am Küchentisch.

00:21:19: Das heißt also ich habe eben gesagt Wie war die Zeit?

00:21:23: Wunder wunderschön.

00:21:27: Das möchte ich nicht zurücknehmen.

00:21:29: Wunderwunderschön heißt für mich auch wunderbar intensiv, natürlich gab es hier auch Momente wo ich dachte Ich bin der ärmste Mensch auf der Welt und warum muss ich jetzt in der Nacht wach liegen?

00:21:41: Und warum darf ich nicht arbeiten gehen?

00:21:45: Es gab auch Wochen wo ich extra was bei Rossmann vergessen habe damit ich wusste am Morgen können wir wenigstens haben ein Ziel was wir morgen machen können.

00:21:54: aber das Schöne ist Dass unser Sohn mir dann immer wieder gezeigt hat, dass er es absolut wert ist.

00:22:01: Und das habe ich jetzt noch gemerkt irgendwie bei den letzten Karnevalspartys.

00:22:07: Leute haben gefragt wie willst du nach Hause gehen?

00:22:09: und ich dachte so als ob ich hier was verpassen würde.

00:22:13: Ich kann jetzt auch nach Hause gehen und mit meinem Sohn auf der Couch liegen.

00:22:17: Und Spässe machen, als ob ich hier im Kaleweißzelt was verpassen würde?

00:22:21: Nein!

00:22:22: Es gibt einen viel schöneren Ort auf der Welt wo ich jetzt sein möchte.

00:22:25: Das ist bei uns im Wohnzimmer Auf der COUCH während unser Sohn mit dem Laufrad immer wieder um diese Couch rumfährt.

00:22:34: Und das sind so Erfahrungen die... Sowohl in den Hochphasen als auch auf den Tiefhasen, ich wunderwunderschön finde.

00:22:46: Kann ich bebildlich vorstellen bei dir so wie du sagst?

00:22:49: Ja also es ist genau das.

00:22:51: Es ist intensiv aber für dich genau das.

00:22:53: und wie geil dass ihr dem, dass ihr euren Sohn genau das geben konntet.

00:22:59: Dass ihr nicht gesagt habt jetzt muss aber langsam... Ich kriege jetzt hier langsam Druck und ich will jetzt auch wieder arbeiten sondern Dass ihr geschaut habt, welches Tempo geht euer Sohn und der bestimmt jetzt hier gerade wie schnell etwas geht.

00:23:14: Und dann ein bisschen abgebremst wird weil Thema... weil irgendwas aus dem Rucksack rausgeholt wird.

00:23:21: Und das ist jetzt Priorität Nummer eins.

00:23:23: Ja danke auch an unsere Arbeitgeber!

00:23:25: Und dank an die Stundenplanerinnen und Stundenplanern, die wir anrufen konnten und sagen können ja wir sind dann noch ein bisschen länger weg.

00:23:33: Weil geplant hatten wir sie anders.

00:23:36: Manchmal kommt es halt anders.

00:23:38: Mit dem Moment, wo ein Kind im Haushalt ist verschieben sich die Priorität an Phänomenal.

00:23:44: Definitiv,

00:23:45: klar!

00:23:46: Das ist ja auch nicht nur etwas Pflegekind Spezifisches sondern auch das kann bei jedem Kind so sein was man einfach denkt man hat Plan A und der funktioniert einfach nicht weil das Kind will nicht in der Kita ankommen kann das gerade nicht Und man findet keinen Kita-Platz auch.

00:24:02: Das ist ja all das, was im realen Leben passieren kann.

00:24:05: und dafür es ist ja auch genau gut dass ihr die Elternzeit an der Stelle nehmen konntet.

00:24:09: Ihr habt jetzt gerade schon gesagt bei der Vorbereitung, ihr hättet einen sehr intensiven Kontakt zu der Gruppe, die mit euch zusammen die Vorbereitungen war, da gerade bei den Workshops und dann gab's diesen WhatsApp Chat usw.

00:24:22: Habt ihr immer noch Kontakt zu den Menschen speziell?

00:24:26: Wir treffen uns auf den Veranstaltungen des VSEs.

00:24:29: Es ist schön, wenn wir beim Sommerfest sind und wie wir uns da alle gegenseitig füreinander freuen.

00:24:37: Da werden die Batterien immer geladen oder bei einem Frühstück was der VSE anbietet.

00:24:44: Wenn man da Menschen trifft... Also es tut erstens gut mit Menschen zu sprechen, die nochmal so ganz anders Experten sind weil sie selber Pflegekinder haben Und das fand ich auch toll.

00:24:58: Das ist eine Erfahrung, die wir in den letzten Jahren gemacht haben.

00:25:02: Es kommt der Punkt!

00:25:04: Da ist man dann einzig und allein Expertin oder Experte für sein Kind.

00:25:09: Egal was die Erzieherinnen sagen, egal was Tante Trude sagt, egal, was die Oma sagt oder was die Eltern aus dem Spielplatz sagen... ...und es sagte auch eine Therapeutin zu uns.

00:25:22: Ja?

00:25:23: Und es gibt immer die

00:25:24: Momente?!

00:25:26: Da ist die Pädagogik für Kinder, die keine Bindungsabbrüche hatten.

00:25:31: Ist dann auch zu

00:25:31: Ende.".

00:25:32: Und das war ein unheimlich emanzipatorisches Moment!

00:25:36: Aber um auf deine Frage zurückzukommen... Wir haben also die Signalgruppe, die existiert?

00:25:41: Ich glaube niemand möchte sie löschen und keiner tritt aus.

00:25:45: Weil wir wissen sobald eine Person da reinschreibt hey Leute hat jemand Bock den Grill anzuschmeißen ich glaube dann würden alle kommen.

00:25:51: So weil diese Zeit die wir gemeinsam verbracht haben Intensive schöne Zeit.

00:25:58: Und trotzdem ist es natürlich so, alle haben ihr eigenes Familienleben und alle die Familie haben wissen jede freie Minute muss man im Kalender suchen.

00:26:08: Deswegen ist es nicht so dass da jetzt jeden Tag drei Nachrichten sind.

00:26:12: aber ich wette hundertfünfzig Euro Die ist noch bei allen Menschen auf dem Handy installiert.

00:26:19: Also niemand hat diese Gruppe verlassen.

00:26:21: Ja also gab's für euch auch so Momente, wo genau dieser Austausch beim Frühstück und so weiter vor euch die Wichtigkeit hatten.

00:26:30: Dass man da so hier fühle ich mich vielleicht noch mal anders verstanden als... Genau!

00:26:35: Als es die Tanztrude irgendwie sagen kann.

00:26:38: Genau weil ja man sich mit Leuten unterhält, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, die natürlich auch sagen Ja wir haben auch ein Kind kennengelernt dass nicht neu geboren ist in dem Moment, als sie zu uns gekommen ist sondern das hat schon Erfahrungen mit hatte, einen Rucksack mitgebracht hat.

00:26:55: Angefangener des Rucksacks auszupacken und dann ist es natürlich immer total spannend zu hören wie war das denn bei euch?

00:27:01: Wie hat sich das bei euch entwickelt?

00:27:02: Wie habt ihr darauf reagiert?

00:27:04: Wie war auch diese Umstellung für euch plötzlich so dieser Sprung ins kalte Wasser?

00:27:08: und dann finde ich das mal sehr wohltun wenn man von anderen Leuten würde sagen ja das kennen wir das haben wir auch so erlebt.

00:27:16: aber wie kann ich sagen es läuft

00:27:20: Wenn Eltern von Pflegekindern sagen, das ist eine Phase.

00:27:24: Dann atme ich innerlich auf!

00:27:26: Wenn Eltern vom Nicht-Pflegekinder sagen, dass es ne Phase, denke ich immer so ja, ja klar, komm mal auch in unser Game hier, also genau.

00:27:36: Also man kann Dinge nochmal, würde ich sagen anders einordnen gerade, was Magnus grade sagte, der sich dann vielleicht an einige Stellen auch die Pädagogik unterscheidet.

00:27:43: und wenn ich Tipps bekomme... Neun von zehn Kindern funktionieren.

00:27:52: Da muss sie aber bei unserem Sohn nicht funktionieren.

00:27:54: und dann ist es noch mal schön, wenn ich weiß okay Es gibt Leute die haben sich vielleicht auch alternative Methoden oder Alternative Ansätze angeschaut Und mit denen kann ich aussprechen weil vielleicht klappen die ja dann nochmal

00:28:07: und das ist auch schön Das auch so wichtig.

00:28:10: also wir kochen ja manchmal hier in unserem Brei und wenn Judith dann kommt unsere Beraterin und Dann fragt sie so ganz ganz höflich und schüchtern, Leute ich habe eine Familie die betreue ich auch.

00:28:24: Die berate ich auch?

00:28:26: Die hatten diese Fragestellung, diese Thematik vor zwei Jahren.

00:28:30: Möchtet ihr wenn soll ich vielleicht mal fragen ob sie bereit werden für den Austausch?

00:28:36: und da sind wir immer daran interessiert.

00:28:38: aber das ist halt eben toll dass es dann so ein Punkt wo das Netzwerk einen halt auffängt Wo man nicht groß erklären muss, wo man keine Vokabeln erklären muss.

00:28:49: Denn das ist ja schon auch spannend wie viele Leute denken Ja ich weiß also was Pflegekind bedeutet weiß ich ja.

00:28:58: und dann erzählt man und du siehst einfach die Fragezeichen in den Augen wenn das erste Mal das Wort

00:29:06: Bereitschaftsfliege.

00:29:08: Genau, oder Vormündenfeld oder Mündel oder sowas.

00:29:11: und dann damit man so achso okay du hast mal einen Film in ZDF gesehen das ist alles was Du weißt über Pflegekind in Ordnung.

00:29:18: ich gehe nochmal drei Schrints zurück.

00:29:20: Und mit Leuten die das genauso leben deren Wohnzimmer oder deren Küche so transparent ist weil da immer wieder Leute sitzen Da kann ich einem ganz anderen Punkt anfangen zu sprechen und es ungefähr wie Menschen große Fans vom Eishockey, Reitsport, Fußball oder so sind.

00:29:37: Wenn die... Die müssen sich nicht unterhalten und sich die Regeln erklären!

00:29:40: Die können sofort loslegen mit dem Fachsimpel.

00:29:42: Und das können wir halt eben mit Eltern von Pflegekindern ebenfalls tun.

00:29:49: Ja nochmal einen ganz wichtigen Punkt nämlich diesen Austausch zu ermöglichen.

00:29:54: ob man den dann immer annimmt ist hat die andere Frage.

00:29:56: aber dass einfach erst mal zu ermöglichte und zu sagen hey Einerseits, wir bieten diese Veranstaltung an und gleichzeitig so wie Judith sagte ich kenn eine Familie den ging es genauso wollte ihr euch mal irgendwie connecten oder so?

00:30:08: das ist uns an der stelle auch immer sehr sehr wichtig.

00:30:11: Ich fand's eben noch schön dass ihr den Punkt gesagt habt von wegen.

00:30:16: ich glaube jetzt ist er richtig angekommen.

00:30:18: die frage habe ich mir notiert weil auch das vor anderthalb jahren schon das thema war das hier eigentlich überlegt hat.

00:30:25: ich glaube Jetzt ist ja richtig angekommen.

00:30:26: Das ist jetzt Lustig.

00:30:28: ist es, dass das eine frottgängige Geschichte ist.

00:30:30: Nimm mir doch mal so ein paar Momente wo ihr denkt So jetzt kommt der richtig an seinem positiven.

00:30:37: Ich mein Kind kommt auch dann an wenn er seinen Rucksack auspackt.

00:30:39: Aber wir wollen nicht zu sehr über den Rucksacks sprechen Sondern vielleicht so schöne Momente Wo ihr sagt ey Komm man weißt du noch damals.

00:30:46: Also

00:30:47: ich glaube für mich die der Moment war als er dann anfing uns Papa und Pappi zu nennen Und dann auch es nicht mehr gut fand, wenn wir den Raum verlassen haben.

00:31:00: Sondern dann sagte er möchte Papa, möchte Papi angefangen hat zu weinen und hinterher wollte.

00:31:05: und ja man merkt okay der hat jetzt dem ist das nicht mehr egal ob ich da bin oder nicht.

00:31:11: Am Anfang würde ich sagen war er doch noch eher ein bisschen gleichgültiger weil man mal kurz rausgegangen ist dann so als sitzen geblieben und hat gewartet dass man wieder kommt.

00:31:24: Das hat sich dann plötzlich geändert und dann war es schon wichtig, okay du musst jetzt hier in meiner Nähe bleiben.

00:31:29: Das war schon schön!

00:31:31: Und da habe ich gedacht ok jetzt ist er gerne hier

00:31:37: oder was sie auch schön finde das ist so seit einem halben Jahr dass er sagt möchte nach Hause oder am Anfang hatte gesagt möchte zuhause.

00:31:50: Das ist so ein schöner Moment, oder er hat auch verstanden, dass wir auch andere Namen haben.

00:31:55: Dass wir auch Andreas und Magnus heißen.

00:31:58: Und wenn er dazu

00:31:59: hier

00:32:00: das dann so ausprobiert... ...und in der Wohnung ruft Andreas!

00:32:03: Oder Magnus!

00:32:08: Weil man halt merkt, er geht in die Bindung ein.

00:32:11: Natürlich auch was ich nie vergessen werde ist so, dass die ersten Male als sehr wirklich so auf dem Arm war und sich dann mit ganzem Gewicht hängelassen hat.

00:32:24: Und den Kopf so auf die Schulter gelegt hat, also ganz da war.

00:32:33: Da ist jetzt gar keine Vorsicht mehr, gar keine Rücksicht, kein Zurückhalten mehr, sondern das ist hier einfach hemmungslos.

00:32:44: Im positiven Sinne des Wortes ist es einfach hemungslos.

00:32:47: Da hab ich gedacht, meine Güte.

00:32:49: Was will ich jetzt noch erreichen?

00:32:51: Also

00:32:52: gut!

00:32:54: Ja und

00:32:55: er bewegt

00:32:55: sich jetzt auch ganz anders hier in der Wohnung wie am Anfang.

00:32:59: da hat er sich sozusagen eher seine Safe Spaces in die Wohnung gesucht wo er sich bevorzugt aufgehalten hat und hat aber nicht wirklich viele Räume gewechselt.

00:33:07: wir haben hier schön alles mit Treppengetern versehen.

00:33:11: Und die ersten zwei Monate, da habe ich gedacht, warum haben wir mal getreppengesagt und genommen.

00:33:14: Der bewegt sich eh nicht großartig in eine Richtung Treppen.

00:33:17: Er hat ja gar keine Trässe dran... ...und mittlerweile ist dann so... Dann rennt er los!

00:33:22: Und dann hofft man, dass er noch weiß, dass seine Treppe ist, dass sie bremsen muss.

00:33:26: Krieg er zuverlässigen?

00:33:28: Ja aber das ist vielen einfach jetzt ein selbstverständlicher Ort.

00:33:31: der hält sich auf.

00:33:32: Der weiß alles wo was ist, wo seine Spielsachen sind, wo er die manchmal auch verteilt.. ..und wenn nicht, dann sagt er so Lass du... Möchte suchen und dann müssen wir mitkommen.

00:33:41: Dann nehmt ihr eine Hand und zieht ihn dann rüber, und dann heißt es so jetzt.

00:33:44: Suche mir das Ding mal damit du weitermachen können!

00:33:47: Ja ich finde es spannend bei euch dass ihr das also wie aufmerksam mit das verfolgt und quasi immer wieder einen nächsten Schritt.

00:33:54: dann von wegen.

00:33:55: Ich glaube jetzt ist er angekommen Und das ist glaube ich nur dieses Ding.

00:33:59: Das ist ein fortlaufender Prozess und der wird bleiben.

00:34:02: Das wird einfach nicht abgeschlossen sein.

00:34:04: an der Stelle und das finde ich... ...das diesen Prozesscharakter find' ich Erst mal generell sehr spannend und wie es auf den Punkt bringt.

00:34:13: Einfach toll!

00:34:14: Diesen Punkt Papa & Papi, eigentlich habe ich es für später eingeplant aber ich schiebe es mir jetzt vor weil auch das war damals das Thema Wie ihr euch denn nennen will.

00:34:24: genau da wird man noch Judith Stimme hören.

00:34:28: Ich bring's mal rein.

00:34:30: Gibt es so ein Ding Papa und Papi oder wie er euch nennt?

00:34:34: wer ist wer?

00:34:35: Und ist das überhaupt schon so?

00:34:37: also unterscheidet er euch.

00:34:40: Sensibles Thema!

00:34:43: Wir wollten beide Papa heißen, also haben wir es wie alle wichtigen Entscheidungen mit Schnickschnack-Schnuck

00:34:48: gelöst.

00:34:49: Mit Brunnen oder ohne Brunn?

00:34:51: Ohne Brunn!

00:34:52: Fantastisch!

00:34:53: Ja und ich hab Brunn Ich bin Papi Und ich würde ja so lachen wenn euer Sohn sich umentscheiden will und von sich aus wird sich Papa zu Magnus sein Wille um Papi zu Andreas weiter dann...ja Das könnte ja auch passieren.

00:35:11: Ja, genau!

00:35:14: Es hat sich nicht umentschieden... Was?

00:35:16: Also das ist so geblieben.

00:35:18: Du bist Papa und du bist Pappi.

00:35:21: Ich glaube er bekommt es auch sicherer als wir zwei.

00:35:25: Rutsches am Raus und dann geht man zu Papa.

00:35:30: Er verzeiht uns das, dass wir anscheinlich so gut damit umgehen können wie er.

00:35:33: Ist

00:35:33: ja auch schön was so ne Schnickschirkschuckrunde am Ende dann tatsächlich für euch der Misshäute bedeutet.

00:35:39: Krass!

00:35:39: Krass krass!

00:35:40: An Schnickschirkschen wurden sie halten?

00:35:42: Ja und es war ohne Brunnen.

00:35:45: also von daher es gab klare Regeln und regionale

00:35:48: verteilte Chance wie

00:35:50: ich das ausgehen konnte.

00:35:52: Das ist jetzt gerade schon gesagt aber gab's noch weiter irgendwie lustige rührende Momente rund um diese Frage.

00:36:00: Papi, Papa hat jetzt gerade gesagt von wegen ich bin Spiel mit den Vornamen aber hatte das gibt es ja noch...

00:36:06: Ja süß ist halt da auch immer so die Reaktion des Umfelds.

00:36:12: also Es gibt zum Beispiel ein Kind im Kindergarten.

00:36:16: Das mag uns beide sehr gerne und das kommt immer mit unserem Sohn.

00:36:23: Manchmal auch schneller ist unser Sohn zum Zaun des Außenbereichs im Kindergarten und das fragt jedes Mal Mama.

00:36:33: Und mehr kann es im Moment auch nicht sagen, dann erklären wir aber immer dass unser Sohne Mama hat so dass die Mama aber nicht bei uns wohnt sondern eher halt halt Papi und Papa Oder auch andere Kinder, wenn die uns am Spielplatz sehen oder Freunde von uns.

00:36:54: Die fragen dann halt und für die ist das ganz wichtig.

00:36:56: Und es ist immer so süß zu sehen wie die Krämpfer versuchen sich zu merken.

00:37:00: Okay Andreas ist Papa und Magnus ist Pappi!

00:37:03: Und wenn sie sich dann vertun ... Oh Entschuldigung!

00:37:06: Das ist immer sehr süß, weil man da den Support vom Umfeld merkt.

00:37:12: Die wollen das unterstützen.

00:37:15: Diese eine Runde Schnick Schnack Schnuck hat einiges entschieden.

00:37:21: Ein

00:37:21: anderer Punkt den wir letztes mal auch ausführlich angesprochen haben, das habt ihr ja eben auch gesagt er war ne sehr lange Zeit in der Bereitschaft zu legen und da musstet ihr euch quasi auch ein bisschen beweisen dass ihr dem ja auch wert seid was ja auch erstmal vollkommen verständlich ist Er über abgebende Eltern und aufnehmende Eltern gesprochen.

00:37:45: Damals dachte ich, da würde ich gerne noch mal reinhaben, weil den Punkt fand ich auch sehr spannend.

00:37:48: Wir haben was auch

00:37:51: sehr sinnvoll war.

00:37:52: Wir sind in die Anbahnung gegangen mit dem Bewusstsein.

00:37:56: Die Bereitschaftspflegeeltern und wir ziehen an einem Strang.

00:37:59: Wir wollen nämlich das Beste und das Wichtigste und Schönste für unseren Sohn.

00:38:04: Und wir haben darüber gesprochen... Du hast uns auch mal ins Gedächtnis gerufen.

00:38:11: Ja, das sind jetzt Eltern, Bereitschaftspflegeeltern, die ihren... Das war ja auch ihr Sohn nach zwei Jahren abgeben und ihr seid Eltern, die Ihren Sohn aufnehmen.

00:38:26: Und das sind zwei Wege, die sich kreuzen!

00:38:30: Wir waren da in diesem Weg genau auf dieser Kreuzung sehr hilfreich, sich daran zu erinnern.

00:38:40: Auch die Bereitschaftspflege macht alles was sie tut aus Liebe und das hat immer wieder geholfen.

00:38:48: Natürlich haben wir in diesen drei Monaten über viertausend Kilometer auf der Straße verbracht weil zum Teil sind wir immer viermal hin-und zurückgefahren um da hinzukommen abzuholen, wieder zurückzufahren, wieder hinzubringen und wieder alleine nach Hause zu fahren.

00:39:04: Das war unheimlich viel Zeit und unheimliche Aufwand Aber wir wussten zu jedem Moment, warum wir es machen.

00:39:11: Und wir wusste, wenn wir das irgendwie vergessen sollten dann können wir Judith anrufen und dann ruft sie uns das noch mal ins Gedächtnis oder eine Sprachnachricht schicken und dann kriegen wir ne Antwort.

00:39:22: Ich fand's erstmal schön wie wertschätzend ihr über die Bereitschaftspflege gesprochen habt.

00:39:28: Das fand ich cool, dass hast du jetzt auch gerade.

00:39:32: Wenn ihr heute auf dieser Anbahnungszeit schaut seht ihr das Noch genau so oder gab es vielleicht auch, sind auch vielleicht neue Gedanken dazu gekommen.

00:39:41: Die ihr vielleicht damals noch gar nicht hattet aber jetzt mit der Erfahrung die ihr jetzt habt vielleicht noch dazugekommen sind.

00:39:49: In mir ist dann immer nochmal der Respekt größer geworden dass sie unseren Sohn haben gehen lassen.

00:39:58: Ich meine natürlich weiß ich das als Bereitschaftspflegefamilie Aber ich muss ja ein Kühlschrank sein.

00:40:04: wenn ich sagen würde das berührt mich nicht und Da hab ich wirklich großen Respekt vor, weil das war eine Familienarbeit.

00:40:14: Das war also die ganze Familie fünf Mitglieder.

00:40:17: Mama, Papa und drei Kinder haben unseren Sohn zwei Jahre lang geliebt und die leben den immer noch.

00:40:28: Und das Schönste ist dass wir den Kontakt nicht haben einschlafen lassen ganz im Gegenteil.

00:40:35: Die beiden sind in unserem Sprach gebraucht, Tante und Onkel.

00:40:40: Und es ist wirklich so wie wir nutzen das auch so!

00:40:45: Also wenn ich weiß... Achtung meine Batterie geht jetzt wirklich langsam leer und Andreas ist auf der Arbeit stark eingespannt.

00:40:56: dann rufe ich Tante Annika an und sage können wir vorbeikommen?

00:41:04: Wollt ihr jetzt sofort, seid ihr schon im Auto?

00:41:06: Seid ihr in zwanzig Minuten?

00:41:07: dann, sag ich nein.

00:41:07: Ich frage für morgen.

00:41:08: Ach!

00:41:08: Ihr könnt aber auch heute vorbeikommen.

00:41:10: Das ist gar kein Problem.

00:41:11: und wenn wir dort sind, dann gibt es da extra sein Lieblingshaft und Onkel Mirko kommt extra früher von der Arbeit zurück.

00:41:26: Und die Kinder kommen alle, auch wenn sie gerade mitten im Bachelor-Arbeit Stress sind oder in Abiturstressen oder im Ausbildungsstress, wenn Sie es irgendwie einrichten können damit Sie einfach noch eine Viertelstunde Fußball spielen können oder ein Stück Kuchen essen können.

00:41:40: Natürlich wird doch immer der Liebingskuchen von unserem Sohn gebacken und so, ne?

00:41:43: Das ist auch einfach toll!

00:41:46: Was ich auch so schön finde ... Sie sind eine Bereitschaftspflegefamilie... glaube ich auch ganz bewusst eine Zeit genommen, wo sie nicht neu aufgenommen haben.

00:41:58: Und es war aber bezaubernd zu sehen als dann wieder ein neues Kind aufgenommen wurde mit... also dass die das wieder geschafft haben mit so einer großen Liebe dieses neue Kind zu beschenken, dieses... und das hat mich auch noch mal so ja nicht geheilt, Es hat mich dolle berührt und ich glaube auch so ein Stückchen geheiert, weil dich ja nicht wusst.

00:42:24: Ich war ja nicht dabei wie es war als unser Sohn aus dem Krankenhaus aufgenommen wurde aber da konnte ich das sehen und konnte halt in meinem Kopf so Bilder bauen.

00:42:33: ach dann muss das bei unserem Sohn genauso gewesen sein Weil wir waren dann da den Nachmittag und dieses ganz neu geborenen Baby war an keinem Zeitpunkt nicht auf irgendeinem Körper, also auf irgendeinem Bauch oder so liegen.

00:42:50: So wie man das mit neugeborenen Kindern machen soll.

00:42:53: Das hatte die bestische Startmöglichkeiten, die man sich wünschen kann und ich hätte dir am liebsten alle die ganze Zeit umarmt und sagt Boah was seid ihr für eine liebevolle tolle Bereitschaftsfamilie?

00:43:07: Dass ihr das geben könnt!

00:43:11: Deswegen sind wir da sehr glücklich, dass unsere Familie da ein bisschen gewachsen ist und wir jetzt noch eine Bonus-Tante und einen Bonusonkel haben.

00:43:19: Krass!

00:43:20: Das ist ja wirklich überhaupt nicht selbstverständlich das man generell im Kontakt hat auch nach den Jahren und vor allem dann so ein Positiven.

00:43:30: Wir hatten die ersten sechs Monate besuchsstopp und da haben wir dann halt Fotos ausgetauscht.

00:43:40: Unser Sohn konnte das ja nicht verbal ausdrücken, wie es ist.

00:43:44: Und dann ging's halt nach den Besuchskontakten, mussten wir gut beobachten.

00:43:48: Das tun wir auch immer noch!

00:43:49: Das wissen sowohl Tante Annika und Onkel Mirko als auch wir.

00:43:52: wenn wir feststellen sollten dass das irgendwie zu Verhaltensveränderungen oder zu Stress führen sollte... Dann sind wir alle so professionell Weil wir halt eben auch wissen, ja das Wichtigste steht hier in der Mitte von uns.

00:44:08: Das ist unser Sohn beziehungsweise das ist dann der Bonusneffe von den beiden Sohnen.

00:44:14: und wenn das was verändern würde oder dann würden wir denen halt sagen hey Leute wir müssen gerade mal wieder ein bisschen zurückfahren und das Schöne ist dass wir wissen sollte das irgendwann mal so sein?

00:44:25: Dann stoßen wir auf Verständnis!

00:44:28: Und wenn wir das haben dann gibt es ja gar kein Tabu über was man nicht sprechen kann.

00:44:36: Da war ja auch in der ersten Zeit klar, die noch die Expertin und Experten für unseren Sohn.

00:44:41: Wenn wir eine Frage hatten dann haben wir den halt geschrieben.

00:44:45: Ist das durchschnittlich?

00:44:48: Oder müssen wir uns Sorgen machen?

00:44:52: Natürlich haben wir uns vor dem Ersten wiedersehen nach sechs bis sieben Monaten Gedanken gemacht wie das so werden wird, wie er in dem Sinne verpacken wird, wenn plötzlich seine zwei Jahre lang Eltern hier auftauchen und der dann plötzlich vier Eltern da irgendwie sitzen hat.

00:45:17: Und haben uns dann sehr gefreut dass er das eigentlich total entspannt hingenommen hat.

00:45:22: Er sich gefreuert, dass sie wieder da waren.

00:45:24: Dann hatte er sich so im Laufe des Nachmittags jeden von denen einmal geschnappt um eine Runde zu spielen.

00:45:30: Wir mussten alle einmal mitkommen.

00:45:31: Oder am Ende war aber auch klar, okay die fahren jetzt wieder.

00:45:37: Hieß es Tschüss sagen und dann war gut!

00:45:39: Und das freut uns natürlich besonders weil ja sie sind ein wichtiger Teil seines Lebens und ihr freundet sich natürlich wenn die auch weiter ein Teil seine Leben sein werden.

00:45:51: Wir sind dankbar dass Sie so die Kapazitäten haben So ne?

00:45:54: Weil das ist ja auch ein Geschenk an unseren Sohn

00:45:57: Definitiv.

00:45:58: und da wirklich diese Bereitschaft Die Fahrt auf sie zu nehmen und sagen, wir machen das.

00:46:05: Ja aber ich glaube es ist uns beiden bewusst, dass ist eine Investition in seine Zukunft denn wir können ihm ja nur sagen, schau mal da sind die Menschen, die haben wir uns engagiert für, dass die alle in deinem Umfeld sind.

00:46:17: Aber wem du welche Rolle gibst?

00:46:20: Das können wir nicht für dich entscheiden.

00:46:22: Wir können dich nur wählen lassen und dich darin unterstützen Und das ist ja das gleiche auch mit seinen Geschwistern.

00:46:30: Unser Sohn hat einen jüngeren Bruder und eine ältere Schwester.

00:46:34: Und auch da hatten wir ein Sechser im Lotto mit den Eltern des jüngern Bruders... Also das war einfach Freundschaft auf den ersten Blick!

00:46:44: Wir saßen zusammen, kannten uns nicht vorher, es war auch wieder so'n blinden...

00:46:49: Es wurde eingeschoben, genau.

00:46:50: Das sind halt auch Pflegekinder die halt in anderen Pflegefamilien leben.

00:46:54: Genau, ne?

00:46:54: Das

00:46:55: ist an der

00:46:55: Stelle jetzt nochmal kurz verstanden.

00:46:57: Die

00:46:57: alle Kinder Leben in Pflegefamilien haben die gleiche Vormündin und sind aber sonst auch so eine Fahrt Distanz voneinander entfernt.

00:47:09: Und dann haben wir uns getroffen mit den Eltern, und ich werde es nie vergessen.

00:47:14: das war einer der schönsten Momente der letzten zwei Jahre.

00:47:17: Wir waren da zweieinhalb Stunden oder wir haben gedacht, so kommende Stunde!

00:47:21: Das sind zwei kleine Kinder, ne?

00:47:22: Wir waren zweieineinhalb stunden da und beim Verabschieden nimmt mich der Vater von unserem, von dem kleinen Bruder unseres Sohnes in den Arm und gibt mir eine richtig feste Umarmung.

00:47:35: Und sagt ja hast du jetzt gedacht ich würde das anders machen?

00:47:38: Ist doch klar wir sind doch jetzt Familie.

00:47:41: Da stand ich da so und dachte boah ich bin jetzt thirty-eight jetzt nicht anfangen zu heulen.

00:47:46: Aber es war so ein Geschenk!

00:47:48: Das hat sich so eingebrannt.

00:47:54: Die Mama von dem kleineren Bruder unseres Sohnes, die ist so eine herzliche und so eine aufgeschlossene Person.

00:48:04: Also auch da haben wir Freundinnen und Freunde gewonnen, die auch Familie sind.

00:48:10: Und wir waren auf einem Kindergeburtstag eingeladen und treffen uns immer wieder wenn die das einrichten können und wie das einrichten können.

00:48:21: Wir freuen uns jedes Mal!

00:48:23: Das ist wirklich, und wir machen es auch.

00:48:25: Also das Schöne ist da auch, dass die halt auch sagen ja, das ist eine Investition, was wir bereit sind für die Zukunft unserer Söhne zu machen weil das ist schon spannend wenn die beiden aufeinanderzulaufen ab dem ersten Mal, die haben gecheckt also irgendwas ist hier... Wir haben irgendwas in Common!

00:48:45: Wir haben irgendetwas gemeinsam.

00:48:47: Wir können das nicht ausdrücken.

00:48:48: was aber du bist spannender Du stehst mir näher als andere.

00:48:55: Und das ist schon toll, wenn wir da die Möglichkeit so haben!

00:48:58: Ja und es sind einfach unglaubliche Ressourcen einfach.

00:49:01: Du hast gesagt Geschenk für die Zukunft ob man's Geschenktressourcen nimmt Für all das was noch kommen wird, für die Fragen die eben kommen werden.

00:49:12: Warum konnte ich nicht bei meinen Eltern groß werden?

00:49:15: Die Frage wird ja irgendwann kommen.

00:49:16: Jetzt ist er vier.

00:49:17: Das wird wahrscheinlich noch nicht Noch nicht Thema sein, aber irgendwann wird's kommen.

00:49:21: Aber dass ihr diese ganzen Ressourcen habt... ...dass ihr diesen Kontakt zu der Bereitschaftspflege von mir habt wo er die ersten Jahre verbracht hat,... ...das es Kontakt zu dem Geschwistern gibt.

00:49:33: All das sind ja unglaubliche Ressoursen... ...diese Themen für ihn gut aufzuarbeiten.

00:49:38: Dass er da irgendwann diese Fragen für sich beantworten kann.

00:49:43: Und

00:49:43: es bestärkt auch uns.

00:49:45: also ne?

00:49:45: Also ist nämlich denn.... dann stellt man doch eine genetische Ähnlichkeit her, weil die haben zum Teil auch gleiche Auffälligkeiten.

00:49:53: So und es tut einfach gut, wenn da eine andere Person, dann rufe ich die Mutter an oder wir kommunizieren viel über Sprachnachrichten, denn wir müssen immer hemmungslos lachen in diesen Sprachanachrichten!

00:50:06: Weil als kommt immer der Punkt wo einer von beiden sagt ja genau und ich führe jetzt den Satz weiter, den du sagen möchtest das ist nämlich so und so Und dann gleicht sich das oder ähnelt sich das stark.

00:50:21: Wenn es den Moment gibt, wo man sich nicht mehr alleine fühlt... Das ist einfach ein total bestärkender Moment!

00:50:30: Ich habe noch eins Teil, was ich jetzt hier noch eins spiele und da geht's darum wie sich euer Leben verändert hat an der Stelle.

00:50:42: Was hat sie nicht verändert?

00:50:46: Es hat ja alles verändert, also

00:50:49: man

00:50:49: ganz banal erstmal hat es bei mir verändert dass ich jetzt in der Elternzeit bin.

00:50:54: Ich kannte das bis jetzt nicht, bis jetzt bin ich immer jeden Tag arbeiten gegangen und dann plötzlich nicht mehr.

00:50:58: Und beziehungsweise jetzt hatte ich die Arbeit verändert.

00:51:01: Jetzt bist du halt ein Kind, das betreut werden möchte den Tag über... ...und ich finde immer wieder spannend!

00:51:11: Ich weiß nicht wie oft ich schon gedacht habe, okay jetzt ist er angekommen, jetzt haben wir so einen Rhythmus gefunden Und dann ist man zwei Wochen weiter und guckt zurück, merkt sich ... Nee war doch noch nicht so weit.

00:51:21: Aber jetzt ist es so weit!

00:51:22: Und dann zwei Wochen später denke ich wieder ... Na vielleicht noch nicht, aber jetzt.

00:51:25: Und das ist dann so ein Fond auf einem Prozess verändert sich einfach... Es verändert sich alles.

00:51:29: der Tagesablaufnummer muss ich erstmal reinfinden.

00:51:34: Wie schläft er?

00:51:35: Wann schläft er?

00:51:37: Wie schläft

00:51:37: er?!

00:51:37: Schläf dir ja genau was tun wir nicht.

00:51:40: Ist ja auch nochmal Was funktioniert?

00:51:43: Was funktioniert vielleicht nicht so gut, worauf reagiert er.

00:51:46: Was macht ihm Spaß?

00:51:49: Was macht dem Spaß was aber nicht darf?

00:51:51: Wie kann ich das verhindern?

00:51:53: Wie müssen wir vielleicht unsere Wohnung auch umdekorieren oder umräumen damit man gewisse Situationen einfach von vornherein verhindert und nicht ständig nein sagen muss und dann vielleicht denkt okay... Ich muss die Glaskaraffen nicht auf Kinderhandhöhe deponieren sondern vielleicht stelle ich sie einfach oben in den Schrank und dann packe ich unten Stiftewein.

00:52:11: da kann noch nichts kaputt gehen.

00:52:14: Genau, das war nach vier Monaten.

00:52:17: Du warst gerade in Elternzeit?

00:52:19: Wie lange warst du jetzt noch mal in Elternzahl da der?

00:52:20: Elfen Monate war ich

00:52:21: in Elternzeiten.

00:52:24: Wann kam so ein bisschen dieser Alltags- oder so eine Alltagesnormalität rein bei dir?

00:52:31: Puh!

00:52:32: Gute Frage.

00:52:34: Also ein Stück weit würde ich sagen, hält er uns immer noch so bei Laune dass von Alltag vielleicht noch gar nicht sprechen würde denn wir haben ja einen Den running gag immer, dass wir denken jetzt haben wir einen alltag gefunden.

00:52:49: Jetzt haben wir ein system gefunden jetzt läuft es einfach Jetzt haben etwas das funktioniert einfach jeden tag und er wird jetzt immer so schlafen wie er jetzt schläft.

00:52:57: Und dann müssen wir den nächsten vier acht zwölf wochen super laufen.

00:53:00: und zwei tage später sagt sie am weißen so auf keinen fall ich mache das wieder anders und So muss man sich da wieder umstellen.

00:53:07: deshalb ja Alltag.

00:53:10: ein stückweit glaube ich war's damals damals auch schon soweit dass sie sagte, okay ich weiß jetzt wie ich den Tag sinnvoll fülle und dann hat sich das immer wieder aber verändert.

00:53:25: Dann kam eine Spielgruppe dazu plötzlich wo wir dann nochmal reinberutscht sind und ja schon war wieder ein neuer Tag drin.

00:53:37: Ab Februar waren dann plötzlich Kindergarten angesagt und da hieß es dann ok jetzt geben mir die Eingewöhnung und dann bricht ich morgens zum Kindergaten, hole ich dich kurzzeit später wieder ab.

00:53:52: Ich würde nicht sagen, ich kann eine Phase ausmachen, wo wirklich lange Zeit es immer gleich gewesen ist.

00:53:58: Es ist immer so eine kontinuierliche Veränderung.

00:54:02: Ich bin das Routinierter darin mit diesen Veränderungen umzugehen und zu sagen okay das ist jetzt wieder anders.

00:54:07: Jetzt plane ich das und das um und das kann ich jetzt dann nicht mehr machen und ich plant vielleicht auch die Woche anders.

00:54:14: Das ist perfekt!

00:54:14: Ich wollte mich gerade sagen wir haben glaube ich mittlerweile eine Routine darin dass wir keinen Alltag haben.

00:54:19: Also, wir haben viele Routinen und viele Routine klappen wunderbar.

00:54:25: Und es ist aber bei vielen Eltern... Die Fliegekindaufnehmen ist so das Kinder mit Bindusabbrüchenheit schwerer haben an vielen Stellen einen richtigen Alltag aufzubauen.

00:54:41: Meine Mutter meinte letztens, Magnus!

00:54:45: Probleme is wie Atmen Die gehören zum Leben dazu.

00:54:49: Wenn eins von beiden ausfällt, ist immer Scheiße.

00:54:52: Also es ist immer schlecht so ne?

00:54:54: Und ja also meine Chefin sagte immer das hier persönliches so Doku jeden Tag.

00:55:00: Sie macht das nicht in der Zeitung sie macht das im Tagesverlauf.

00:55:02: und das sind viele wichtige Bilder Von erfahrenen gestandenen Frauen die wahnsinnig viel gemeistert haben um zu wissen so okay Es wird aber irgendwie ihr werdet das schon schaffen.

00:55:15: Und das ist es, das ist das Wichtige.

00:55:17: Über jede Routine die sich lange durchhält und wo das Schöne an Routinen ist ja man kann sich da kurz auf Autopilot stellen so den Geist ein bisschen schrungen über jede Routine freuen wir uns.

00:55:30: So

00:55:31: und dann ja sitzt Judith hier einmal im Monat mindestens und dann berichten wir stolz Jeey!

00:55:41: Das klappt und sie sagt Sack nicht zu laut und meistens ist der Loch Es war doch nicht das Allheilmittel.

00:55:50: Jetzt haben wir doch wieder nötig wachte Nacht.

00:55:52: Ihr könnt aber so lachen, wie schaft ihr es da immer gut zu lachen und dann nicht irgendwas zu denken?

00:55:59: Ich kanns grad nicht mehr... ich brauche gerade Auszeit oder ich brauch grade... ich dreh durch weil genau die Routine oder genau dass Mal auch einfach mal entspannen, können Sie nicht immer auf was Neues einstellen zu müssen.

00:56:15: Was hilft euch dabei?

00:56:16: Also ich komme zum einen haben wir natürlich auch diese Momente wo wir sagen würden wir brauchen jetzt meine Auszeit und jetzt gerade habe ich keine Lust oder keine Kapazitäten mich schon wieder umzustellen Und jetzt geht mir das vielleicht auch richtig auf die Nerven dass es gerade nicht so funktioniert wie ich mir das vorgestellt habe.

00:56:33: Ich hab mir so schöne Pläne gemacht und jetzt funktioniert nichts davon.

00:56:38: Ja, dann ist es zum einen natürlich schön dass wir zu zweit sind und man dann vielleicht auch die Chance hat den Raum mal zu verlassen.

00:56:44: Und sagt okay Magnus du musst jetzt machen ich gehe mal eben Wir versuchen uns natürlich auch gegenseitig Freiräume zu schaffen Dass wir auch mal rauskommen und nochmal etwas anderes machen können und nicht immer Zu zweit rund um die Uhr um unseren Sohn herum sind.

00:57:02: Ja und ansonsten würde ich sagen Schön scheitern.

00:57:08: Ich finde man kann ja, wenn man nicht den Anspruch hat das alles perfekt wird.

00:57:16: Dann kann man auch ganz gut darauf schauen und dann weiß ich Ja es wird nicht alles gut laufen Es wird auch einige schief gehen.

00:57:21: Und dann kann ich auch sogar sagen zurückblicken und sagen Stimmt tatsächlich nicht funktioniert war ich völlig naiv.

00:57:29: Wieder was gelernt?

00:57:31: so weiter zum nächsten.

00:57:34: Ich glaube ist total wichtig dass wir uns gegenseitig ermöglichen unseren Bedürfnissen nachzugehen.

00:57:42: Also ich habe für mich verstanden, damit ich gut zusammen mit meinen beiden Männern sein kann – mit dem Kleinen und dem Großen muss sich auch immer wieder mal Zeit für mich alleine haben.

00:57:54: Und das trage ich im Kalender ein!

00:57:57: Das steht ja schon einen Monat vorher und es gibt auch manche Momente da muss ich der Arkt rumkämpfen weil er doch dann einbrechende Alltag daran saugt.

00:58:07: aber ich habe auch gelernt dass Zähnen und Klauen zu verteidigen, weil ich weiß.

00:58:15: Sonst lasse ich das an Andreas aus.

00:58:16: wenn ich meine Auszeit nicht bekomme dann werde ich noch grösser die war.

00:58:24: Auf der anderen Seite glaube ich es ist wichtig dass wir uns ermöglichen.

00:58:29: Wir stehen hier nicht mit der Stoppuhr und sagen, ich habe jetzt zwanzig Minuten auf das Kind aufgepasst.

00:58:33: Jetzt bist du wieder dran.

00:58:34: oder die letzte Woche habe ich?

00:58:36: Das ist ja total einfach!

00:58:37: Und es ist eine große, große Versuchung, das gegeneinander aufzurechnen.

00:58:41: So...das gelingt uns zu über fünfundneinzig Prozent der Zeit.

00:58:47: Also dieser Satz ist noch selten gefallen.

00:58:51: Ja?

00:58:52: Stimmt doch?

00:58:53: Genau, dieser Satze ist noch gut.

00:58:56: Weil es eher so dass wir miteinander ins Gespräch gehen und sagen, hey ich habe das und das gesehen.

00:59:03: Das würde ich gerne machen.

00:59:05: Es gibt da ein tolles Konzert oder Ich möchte gerne mit meinen Freunden Stammtisch-Tour machen oder so.

00:59:15: Und dass wir uns das gegenseitig ermöglichen.

00:59:17: So!

00:59:18: Und?

00:59:18: Das ist das eine.

00:59:19: Das ist hier in unserer Kernfamilie.

00:59:23: Ist es das?

00:59:29: Es sind Anspruch nehmen, weil wir gemerkt haben Menschen bieten auch gerne ihre Hilfe an.

00:59:33: Dass wir natürlich auch sagen.

00:59:37: also da würdet ihr uns total aus der Patsche helfen wenn ihr anderthalb Stunden mit unserem Sohn hier verbringen könntet aufpassen könntet und wahrscheinlich die ganze Zeit Bund Stifte mit Blättern malt oder genau

00:59:52: so.

00:59:52: Und sehr schnell einen großen Dank an Oma Opa

00:59:55: Genau.

00:59:55: Und Paten, Tanken und Onkel usw.

00:59:59: Also ich finde da ist es auch wichtig dass man auf seine eigenen Bedürfnisse hört denn man kann nur gute Eltern sein wenn die eigene Batterie leer ist.

01:00:11: Das fand ich auch zu teilt.

01:00:12: toll das sagte auch die Mama von dem kleinen Bruder unseres Sohnes.

01:00:17: sagte zu mir Magnus!

01:00:19: Das ist wie im Flugzeug Erst musst du die Sauerstoffmaske, die ist nämlich Flupoletterin.

01:00:23: Erst muss du die Sauerstoffmaske nehmen und dann dein Kind.

01:00:28: also guck dass deine Pazari voll ist damit du danach so wertvoll wie möglich mit deinem kind umgehen kannst.

01:00:36: und das ist wichtig und das heißt halt eben auch eine wichtige kommunikation zwischen uns beiden als Eltern zu sagen hey wie sieht es aus Und das ist auch immer was Wichtiges, auf seiner eigenen Bedürfnisse zu hören und überhaupt rauszufinden.

01:00:50: Was ist denn mein Bedürftnis?

01:00:52: Das erste Mal als ich so einen freien Tag hatte war ich so, äh...was soll ich denn jetzt machen?

01:00:56: Ähm also und ja um was ich auch noch sagen muss Ich habe auch zwei meiner besten Freundinnen und Freunden gesagt ihr dürft mir alles erzählen nur dürft ihr mir nicht erzählen dass euch am Wochenende langweilig ist und ihr nicht mehr keine Lust mehr habt, auf dem Sofa zu liegen und Netflix zu gucken.

01:01:15: Weil das ist nämlich gerade einer meiner größten Wünsche!

01:01:19: Und da kann ich überhaupt nicht empathisch sein und sagen oh ihr armen es tut mir so leid!

01:01:25: Also dass auf der einen Seite Bedürfnisse formulieren und für anderen Seite aber auch Grenzen

01:01:29: setzen

01:01:30: und sagen Das kann ich und das kann ich nicht.

01:01:33: Ja ich glaube was ist ganz wichtig an der Stelle zu wissen wo sind meine Grenzen?

01:01:38: weil wenn man die Jeder Vater, jede Mutter und auch jeder Pflegevater, jede Pflegemutter geht mal über Grenzen.

01:01:46: Aber wenn das die Routine ist über Grenze zu gehen dann bist du irgendwann einfach auf und dann geht es nicht mehr und das tut an der Stelle keinem gut.

01:01:55: also von daher das ist echt glaube ich sehr wichtig auf Die Bedürfnisse und auf die Batterie zu schauen.

01:02:01: wie ist der Stand?

01:02:03: Wann muss sich laden damit Ich Durch den nächsten Tag komme, durchs Wochenende komme oder vielleicht einfach durch die nächste Pause komme?

01:02:10: was auch immer an der Stelle passieren wird glaube ich ganz wichtig.

01:02:13: Und das ist auch so heilsam wenn dann eine Beraterin oder ein Berater da sitzt und sagt achso sie haben mir gerade erzählt Sie haben eine Woche lang nur vier Stunden in Nacht geschlafen und jetzt gerade ist es wichtig dass das Essen handgekocht ist.

01:02:28: wollen sie nicht einfach mal zwei Tage lang Pommes und Fischstäbchen essen diese Zeit und diese Gedanken vielleicht sparen.

01:02:37: Das ist nochmal total gut, wenn dann von außen so noch mal der Fokus gesetzt wird um aus diesem Vergleichsgame rauszukommen weil klar auf Instagram haben alle immer die schönsten Butterbootdosen.

01:02:54: Genau, da ist es wichtig das Gesagt zu bekommen so.

01:02:57: Wenn Judith dann sagt... Hört mal Leute im Sommer, dass wir dich auch nie vergessen, er sagte sie, es ging ums Essen und ich habe mir Sorgen gemacht, Hilfe, giss das zu viel Süßigkeiten und so.

01:03:08: Dann sagten sie, Magnus!

01:03:10: Wir wohnen ganz nah an der Eisdiele.

01:03:13: was meine Kinder im Sommer mit ihrem Taschengeld machen Das machen Sie nur mit Ihrem Taschengeht aus nicht mit mir.

01:03:20: Und dann saßen wir in dieser Eisdieel kam ein Kind von dir zum dritten Mal vorbei und kaufte sich an Eis.

01:03:27: Und es war super!

01:03:27: Es war einfach so... Oder eine Therapeutin sagte, ähm die Regel oder immer heißt an fünf von sieben Tagen.

01:03:39: Das war auch so'n goldener Satz wo ich dachte, ah ja in Ordnung das alles mal eingekocht zu haben und ins Verhältnis gesetzt zu haben denn die einzige Familie die wir vorher hatten waren unsere, also waren die Familien den wir aufgewachsen sind oder aufgezogen wurden.

01:03:56: Und sonst unsere kleine Familie, als wir noch kein Kind hatten so und das ist aber kein Maßstab mehr weil unser Sohn ist jetzt der Maßstabe.

01:04:08: Ich komme langsam zum Schluss.

01:04:11: wenn ihr jetzt auf die zwei Jahre zurück schaut mit eurem Pflegesohnen was macht euch besonders stolz?

01:04:23: Besonders stolz macht mich unglücklich dass ich so richtig merke, ich habe noch Platz im Herzen für ein zweites Kind.

01:04:33: Also nicht sofort!

01:04:40: Aber weil wir immer jetzt auch anklingen haben lassen... also natürlich sind das wunderschöne Jahre und es sind wundeschöne intensive- und anstrengende Jahre.

01:04:53: Und wenn wir drüber sprechen?

01:04:55: Ja Platz in meinem Herzen.

01:04:59: Und das finde ich schön, weil es nicht ist dass sich noch Platz in meinen Herzen habe trotz meines Sohnes sondern... oder dass ich nicht noch Platz hat trotz unseres Sohns Sondern dass ich noch Platz wegen unseres Sohnes.

01:05:21: Also ich glaube, mit der Ankunft von unserem Sohn bei uns ist meine Fähigkeit zu lieben noch größer geworden und da bin ich glücklich und stolz und froh drüber.

01:05:34: Wow!

01:05:37: Schön ausgerührt.

01:05:37: wie ist das bei dir?

01:05:41: Ich freue mich jeden Tag wenn ich morgens auf mein Handy schaue und ich habe die Fotos alle schön in Ordner gepackt.

01:05:48: und dann kriege man immer diese Anzeige heute vor So und so vor einem Jahr, heute vor zwei Jahren oder erlebe noch mal was heute an diesem Tag passiert ist.

01:05:58: Und ich schaue mir dann diese Fotos an die dann aufploppen von vor einem Jahre, von vor zwei jahren und bald zwei jahr'n.

01:06:05: und ja man erinnert sich zurück an diese Momente und wie es für einen selber war, wie es unseren Sohn war Wie wir selber waren und welchen Weg wir aber auch schon zurückgelegt haben.

01:06:21: Ich freue mich dann immer darüber, dass wir diesen Weg so gemacht haben.

01:06:26: Welchen enormen Weg, also welchen riesen Weg er gemacht hat in den zwei Jahren und das freut... Ja es beckte mir dann die Vorfreude zu sehen welche Fotos ich mir nächstes Jahr angucken werde und wie ich dann darauf zurücklegen werde Und wie das in den nächsten Jahren weitergeht.

01:06:42: und da bin ich irgendwie auch neugierig und denke so okay Das wäre auch mal spannend so eine App zu haben Die sagt Guck mal was in einem Jahr an Fotos passieren wird.

01:06:54: Das wäre auf jeden Fall spannend.

01:06:56: Ich kenne die App, da gibt es ja auch schon seit einigen Jahren wo man sich ein Foto hoch lädt und dann irgendwie schaut wie wird man in X-Jahren aussehen?

01:07:03: Dann mit grauen Haaren usw.

01:07:05: Aber klar!

01:07:06: Die Zukunft zu schauen ist an der Stelle schwierig.

01:07:09: ich würde mich aber freuen wenn wir uns vielleicht in ein zwei Jahren nochmal wieder sehen und dann zu schauen wie es bei euch aussieht.

01:07:19: Gibt es hier noch ein weiteres Kind am Platz?

01:07:24: oder die Anbahnung, oder so

01:07:25: was?

01:07:26: Oder eine Hunde oder Katze.

01:07:28: Oder was es dann auch immer geworden ist... Die

01:07:30: letzte Kind an Boten!

01:07:36: Und da bin ich sehr gespannt drauf wie's dann bei euch weitergeht.

01:07:40: Markus Andreas vielen Dank dass ich nochmal bei euch sein durfte und das habt ihr wieder mega viel Spaß gemacht mit euch zu quatschen.

01:07:47: danke

01:07:47: Sehr gerne.

01:07:51: Das war mein Gespräch mit Markus und Andreas Eine Vorsetzung nach eineinhalb Jahren.

01:07:56: Es ist beeindruckend zu hören, wie sich ihr Familienleben entwickelt hat und wie aus den ersten vorsichtigen Schritten mit einem kleinen Kind eine gewachsene Familie geworden ist.

01:08:06: Vielen Dank euch beiden für eure Offenheit und dafür dass ihr uns noch einmal an eurem Weg teilhaben lasst!

01:08:12: Wenn ihr mehr über das Leben als Pflegefamilie erfahren möchtet oder selbst darüber nachdenkt ein Kind ein Zuhause zu geben findet ihr weitere Informationen auf unserer Homepage www.netzwerk-pflegefamilien.de.

01:08:24: Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge von Netzwerk Pflegefamilie, der Podcast.

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