Pflegefamilien zwischen Forschung und Praxis - Vortrag von Klaus Wolf
Shownotes
Wohin geht die Pflegekinderhilfe? – Zukunftsfragen mit Prof. Klaus Wolf
In dieser besonderen Folge von Netzwerk Pflegefamilien – der Podcast hören wir einen Vortrag von Prof. Klaus Wolf, den er 2019 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des VSE Netzwerk Pflegefamilien gehalten hat.
Unter dem Titel „Zukunftsfragen der Pflegekinderhilfe“ wirft Prof. Klaus Wolf einen Blick auf die Entwicklungen und Herausforderungen der Pflegekinderhilfe. Dabei verbindet er wissenschaftliche Erkenntnisse mit klaren Haltungen, gesellschaftlichen Fragestellungen und seinem ganz eigenen, pointierten Humor.
Besonders spannend: Der Vortrag wird immer wieder durch Beiträge von Pflegeeltern, Pflegekindern, leiblichen Kindern von Pflegeeltern und Careleaver*innen ergänzt. So entsteht ein vielschichtiger Blick auf das Leben in Pflegefamilien und die Frage, was Kinder und Jugendliche brauchen, um gut aufwachsen zu können.
Themen dieser Folge sind unter anderem:
🔸 Zukunftsperspektiven der Pflegekinderhilfe 🔸 Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Pflegekindern und Pflegefamilien 🔸 Die Bedeutung von Zugehörigkeit und verlässlichen Beziehungen 🔸 Herausforderungen im Jugendalter und beim Übergang ins Erwachsenenleben 🔸 Warum das Ende einer Jugendhilfemaßnahme nicht automatisch ein Scheitern bedeutet
Eine Folge für alle, die sich für Pflegekinderhilfe interessieren – fachlich, gesellschaftlich und ganz persönlich.
🧡 Wenn du mehr über Pflegefamilien erfahren oder selbst Pflegefamilie werden möchtest, besuche unsere Website:
👉 www.netzwerk-pflegefamilien.de
Dort findest du auch Informationen zu unseren digitalen Informationsabenden für Interessierte.
Transkript anzeigen
00:00:01: Ich habe gelernt, wenn Sätze anfangen die Pflegekinder und dann kommen allgemein gültige Aussagen weiß man schon.
00:00:07: Die Wahrscheinlichkeit dass jetzt eine falsche Aussage kommt ist ziemlich hoch.
00:00:17: Und den Eltern zuzuhören das haben wir in einigen Forschungsprojekten gemacht und andere auch.
00:00:27: Wenn man sich darauf einlässt Dann sind die aus der Hüfte geschossenen Vorwürfe und Verurteilungen und Ablehnung.
00:00:37: Die bleiben einem oft richtig im Halse stecken, finde ich so.
00:00:57: Zu Gast war damals Prof.
00:01:06: Dr.
00:01:07: Klaus Wolf, einer der bekanntesten Wissenschaftler im Bereich der Pflegekinderhilfe.
00:01:12: In seinem Vortrag beschäftigt er sich mit Zukunftsfragen der Pflegekinderhilfe – wohl entwickelt sie sich?
00:01:17: Welche gesellschaftlichen Herausforderungen kommen auf uns zu und was wissen wir aus der Forschung darüber, was Pflegekinder und Pflegefamilien brauchen?
00:01:26: Besonders spannend ist dabei dass der Vortag immer wieder durch Beiträge von Pflegeeltern, Pflege Kindern leiblichen Kindern von Pflegeeltern, Eltern von Pflegekindern und Kehrlieferinnen ergänzt wird.
00:01:38: Dadurch kommen ganz unterschiedliche Perspektiven zu Wort die Prof.
00:01:42: Klaus Wolf direkt in seine Überlegung einbezieht.
00:01:45: Freut euch auf einen Vortrag der wissenschaftliche Erkenntnisse mit klaren Haltung verbindet – und er dabei auch immer wieder mit einer guten Portion Humor-, Ironie-und Spitzerzunge daherkommt!
00:01:56: Bevor es losgeht noch ein Hinweis….
00:01:59: Wenn ihr selbst darüber nachdenkt, Pflegefamilie zu werden bieten wir regelmäßig digitale Informationsabende an.
00:02:05: Dort erfahrt ihr alles wichtige rund um das Thema Pflegefamilie und könnt eure Fragen direkt an uns stellen.
00:02:11: Alle Informationen dazu findet ihr auf unserer Website www.netzwerk-pflegefamilien.de.
00:02:18: Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Zuhören!
00:02:22: Ja, ich möchte Sie von meiner Seite aus auch begrüßen.
00:02:25: vier Themen Sie werden an vielen Stellen sagen, naja also da kann er uns noch nicht erzählen dass das jetzt was ganz neues ist.
00:02:33: Das ist auch nicht die Botschaft sondern die Botschaft ist, das wird uns auch und insbesondere in den nächsten Jahren weiterhin beschäftigen.
00:02:43: Manches ist schon dick als Thema gesehen anderes weniger.
00:02:46: Das erste Thema ist wir haben eine große Vielfalt familialen Lebens in unserer Gesellschaft Und die Pflegekinderhilfe als System, zudem übrigens auch der ASD und so.
00:02:59: Dazu gehört aus meinem Verständnis, weil sie auch die Vormünder und andere, die auch wichtige Weichenstellungen vornehmen.
00:03:06: Also das alles wäre der Systemübergriff.
00:03:08: nicht Pflege-Kinderdienst heißt jetzt Pflegekindernhilfe, sondern Pflege Kindernhilfewährtes Gesamtsystem zu denen die Pflegeheltern und Kinder auch dazugehören würden.
00:03:18: Die Pflege kinder Hilfe als System muss sich zur Frage verhalten.
00:03:23: Kommen wir da hinterher, hinter der Entwicklung an Vielfalt familiare Lebensformen die wir in unserer Gesellschaft haben.
00:03:32: Denn unter anderem in den familialen Lebensform zeigt sich das die Vielfald in unsere Gesellschaft zunimmt.
00:03:38: Das kann man schön finden und das kann man manchmal schön finden.
00:03:42: Das kann er manchmal richtig auf einen Wecker gehen was für eine Vielfaltung entsteht und was für ein Chaos.
00:03:49: und was nur Unordnung.
00:03:52: Da haben einzelne Menschen unterschiedliche Haltungen dazu.
00:03:56: Ich glaube, wenn Sie sich beobachten sie vielleicht auch in unterschiedlichen Situationen erleben Sie mal die positive und mal die kritische Seite stärker so.
00:04:06: aber eins ist jedenfalls klar wir haben es mit der Vielfalt zu tun.
00:04:12: Und die, die nun im politischen Raum versprechen.
00:04:15: Wir ordnen das alles wieder und sortieren das so und die dürfen bleiben und nicht und dann haben wir nachher nicht mehr so eine chaotische Vielfalt oder sowas.
00:04:23: dass das offensichtlich Unsinn ist also nicht nur moralisch also kritisch zu sehen ist sondern dass es auch unsinn ist dass man zur Homogenität wieder herstellen kann das glaube ich vielen klar.
00:04:36: und in Bezug auf Pflegefamilien heißt das wer kommt in Frage als Pflegefamilie?
00:04:42: Kommen ein Elternfamilien in Frage als Pflegefamilie auch?
00:04:47: Muss jemand aus der Familie die Berufstätigkeit aufgeben, für eine längere Zeit um Pflegemutter oder Pflegevater werden zu können.
00:04:56: Also im Klartext um Pflegemutter zu werden.
00:04:59: Erwartungen sind ja klar wo sie sich hin richten so... Oder kriegt man das unter einen Hut, Pflegeeltern zu sein und berufstätig zu sein?
00:05:10: Und dann ist immer von Säuglingen und Kleinkindern die Rede.
00:05:12: Man kann fragen, denken wir nur an Säuklingen und Kleinkinder?
00:05:15: Wenn wir von Pflegekindern reden so oder denken wir auch an ältere Kinder und Jugendliche.
00:05:23: Die in eine Pflegefamilie neu kommen.
00:05:25: Und wenn Sie sich die Statistik angucken sehen sie da gibt es einen höheren Teil auch an über sechsjährigen, die in eine Phlegepfamilien neu kommen.
00:05:35: das nicht ne krasse Ausnahme also welche Formen von Familien sind zulässig?
00:05:41: sind wünschenswert, gleichgeschlechtliche Paare Familien mit Migrationsgeschichte, mit unterschiedlichen religiösen Orientierungen.
00:05:52: Wollen wir die haben?
00:05:53: Suchen wird sie?
00:05:55: Fördern wir
00:05:55: das?".
00:05:58: Oder sagen wir ja passiert manchmal okay können auch mitspielen wenn Sie kommen so aber dem müssen wir erstmal die Regeln erklären wie das Spiel läuft.
00:06:07: Wie groß ist der Spektrum an familialen Lebensformen die wir zulassen wollen die wir suchen.
00:06:14: Kommen wir da hinterher, das wäre die Frage.
00:06:17: Wir jetzt keine dummen Scherze machen über merkwürdige Männer in Wohnwagen so dass das auch Grenzen hat sozusagen.
00:06:24: und dass die Eignungsprüfung sind, dass geeignete Menschen sich auf das Leben mit einem Kind einlassen können zu und wo das Kind einen Anregungs- und Lebensfeld findet wo es sich gut entwickelt kann, dass wir die bei allen familialen Lebensformen uns genauer angucken müssen.
00:06:42: Das ist vollkommen klar, aber dass wir nicht so ein Muster haben dieser Art von Familien die kommen a priori nicht infrage.
00:06:51: das wäre dann der weite oder der enge Blick übrigens auch einer der wichtigen Ursachen warum es in manchen Kommunen gelingt einen hohen Teil der kindernpflegefamilien unterzubringen und den anderen sozial strukturell vergleichbaren kommunen einen sehr niedrigen teil gibt wie weit das Spektrum an möglichen Familienformen, die dort wertgeschätzt und gesucht und unterstützt werden.
00:07:15: Weitere Dimension der Vielfalt ist welche Konzepte haben die Menschen, die Erwachsenen mit den Kindern zusammenleben?
00:07:23: Haben sie ein sehr regi des striktes Pflegeelternkonzepts?
00:07:29: Gibt es auch welche, In der britischen Literatur heißt es eher so Carer-Role Identity Konzept haben, also eher zu sagen die damit leben können.
00:07:40: Ich lebe mit einem Kind eine Zeit lang oder auch im Jugendlichen eine Zeit lange zusammen und wir wollen eine gute Zeit hier miteinander verbringen und er soll sich gut bei uns entwickeln können.
00:07:50: Und dann zieht er wieder aus und lebt an einer anderen Stelle, in eine Jugendwohngemeinschaft vielleicht als junger Erwachsene.
00:07:59: Vielleicht auch in der Rückkehr nach Hause nicht als große Katastrophe die wir nicht geplant haben sondern das passt richtig gut so.
00:08:06: Wir sind Bezugspersonen wichtige Menschen auf Zeit aber nicht durch den ganzen Lebensweg immer von der Aufnahme bis zur Volljährigkeit können gerade zu Kenntnis nehmen dass man es sehr sorgfältig statistisch untersucht hat Auf lange Sicht angelegte Pflegeverhältnisse der erreichen weniger als fünfzig Prozent mit dem Kind des Volljährigkeitsalters.
00:08:31: Aber immerhin etwas über vierzig Prozent erreichen, das ist ein besonderes Merkmal der Pflegekindenhilfe, dass da lange Linien entstehen können aber dass man sagen kann die entstehen automatisch oder zwangsläufig oder das ist das zentrale Qualitätsmerkmal dann wird man sagen ne es sind die anderen Sechsenfünfzig Prozent, alle irgendwie gescheitert.
00:08:53: Da sind schon ungeplante Dinge aufgetreten unterwegs aber gescheitert sind die sehr häufig nicht.
00:09:01: und die Kinder haben wir in einer großen Vielfalt.
00:09:04: ich habe gelernt wenn Sätze anfangen die Pflegekinder und dann kommen allgemein gültige Aussagen weiß man schon.
00:09:10: die Wahrscheinlichkeit dass jetzt eine falsche Aussage kommt ist ziemlich hoch.
00:09:15: Sehr individuelle Menschen mit sehr individuellen Lebenserfahrungen mit unterschiedlichen Bedürftnissen, mit unterschiedlichem Vorstellungen wie sie ihr Leben führen wollen und so was.
00:09:27: Und nicht eine homogene Gruppe alle mit den gleichen Merkmalen zu.
00:09:33: Wenn man hinter diesen ganzen kollektiven Zuschreibung auf Traumatisiert oder whatever wenn man da gar nicht mehr sehen kann dass das individuelle Menschen sind also dann ist diese dieses Rumpfuchteln mit psychiatrischen Diagnosen und ähnlichem richtig einen Flurschaden auslösender Vorgang so, wenn man die Individuen gar nicht dahinter sieht.
00:09:55: Hinter dem FHS gar nicht mehr das Kind in schwieriger Situation sieht sondern nur noch seine Verordnung in einer bestimmten Diagnose hat usw.
00:10:06: Und jetzt könnten – und möchte ich anregen – eine erste Zwischenrufe von Menschen, die in einer Pflegefamilie gelebt haben oder leben.
00:10:19: Und weil das ist übrigens auch ein interessanter Punkt den ich vielleicht schon vorwegnehmen sollte wenn die Maßnahme zu Ende ist ja die Beziehung in der Pflegefamilien nicht automatisch zu Ende.
00:10:31: da ist ja Logik der Organisation die Hilfe zur Erziehung.
00:10:34: es zu Ende.
00:10:35: ab jetzt ist eure Privatsache Und die biografisches Erleben der Menschen, die sagen naja also was bleibt mir denn da jetzt?
00:10:44: oder du bleibst doch unser Kind aus der Perspektive der Pflegeeltern.
00:10:48: Da prallen dann sehr unterschiedliche Logiken zusammen und für die betroffene Menschen ist ihre biografische Logik die wesentlich wichtigere so.
00:10:58: Wo sind sie denn, die Experten?
00:10:59: Ja da.
00:11:00: Wunderbar!
00:11:01: Ich bin einundzwanzig Jahre alt und habe nach meinem Auditur ein freiwilliges soziales Jahr absolviert und befinde mich zurzeit in einer Ausbildung zu Erzieherin.
00:11:13: Ich habe bis zum neunten Lebensjahr in meiner leiblichen Familie gelebt und bin dann gemeinsam mit meinen Bruder für zwei Jahre ins Kinderheim gegangen.
00:11:22: und mit elf Jahren
00:11:24: bin ich dann meine Pflegefamilie
00:11:25: gekommen.
00:11:27: Und obwohl ich schon elf Jahre alt war oder erst, wie man es sehen will bin ich halt trotzdem bis heute noch sehr froh und glücklich Teil dieser Familie und meiner Familie zu sein.
00:11:38: Ich mache auch persönlich nicht so den Unterschied zwischen Pflegefamilie und normaler Familie sondern ja... Es ist einfach meine!
00:11:53: Ja, schönen guten Tag zusammen!
00:11:54: Vor ungefähr siebzehn Jahren hat eine neue Ära begonnen und diese Ära hat eben ausgemacht dass auch Geschwisterkinder zusammen in meine Familie kommen können.
00:12:02: Und das war für mich ein sehr wichtiger Teil denn meine Schwester ist zwar heute hier nicht anwesend da sie arbeiten muss aber im Beutel hatte sie doch immer einen Platz neben ihr und das bedeutet dass dieser auch viel wärmer und geborgener für mich war und somit würde ich sagen es ist sein großen Teil außen macht.
00:12:19: Danke
00:12:26: Sie haben formuliert, es begann eine neue Ära.
00:12:29: Manchenorts gibt's noch heute die grundlegende ideologische Position bringt Geschwister immer getrennt unter.
00:12:42: Die Integration in die Pflegefamilie läuft glatter wenn sie voneinander getrennt werden.
00:12:51: Und wenn ihr sie gemeinsam unterbringt, dann rekonstruieren Sie ein pathologisches Familiensystem, das Sie aus der Herkunftsfamilie kennen auch wieder in der Pflegefamile.
00:13:03: Das ist eine der Ideologien die richtig vermeidbare Not ausgelöst hat und wo man sagen kann es ist ein Riesenfortschritt Wenn eine neue Ära angebrochen die auch da den Kindern genauer zuhört.
00:13:23: Nicht damit ein Missverständnis entsteht, es geht nicht darum eine Bauernregel durch die nächste Bauern-Regel abzulösen immer gemeinsam sondern es kann für einen Kind auch kein sicherer Ort sein wenn es zusammen mit seinem Geschwisterkind dort lebt so.
00:13:42: Sondern im Einzelfall sich das anzugucken Und da allerdings schon grundsätzlich zunächst mal die Fragen von der Position herzustellen, gelingt uns das, die Kinder gemeinsam unterzubringen.
00:13:56: Gelingt es eine gemeinsame Pflegefamilie zu finden und wenn wir sie nicht finden wie können wir sicherstellen dass die Kinder den Kontakt zu ihren Geschwistern halten können?
00:14:09: UN Kinderschutzkonvention führen alle im Mund inflationär Wenn man dann sagt, ja guckt mal genau hin.
00:14:17: Da stehen unpraktische Dinge drin nämlich das Kind.
00:14:20: die staatliche Gewalt hat dafür zu sorgen dass die Kinder ihre wichtigen Beziehungen aufrechterhalten können und wenn das die Beziehung zu den Geschwistern sind Dann gilt es und dann kann man nicht sagen Moment Mal Die wollen wir jetzt erst einmal zensieren Und Wir entscheiden für dich was die gute beziehung ist oder Was Nichtes?
00:14:39: Natürlich Kann Man Im Einzelversorgung Haben.
00:14:41: Wo Muss Diesen Sorgen Dann auch Gegeben?
00:14:43: Falls Volumen?
00:14:45: Zwei Beispiele, Abiturstudium, weitere Ausbildung.
00:14:50: Auch eine interessante Facette in Bezug auf Pflegefamilien gelingt es das Schicksal der Eltern von dem Kinder zu entkoppeln ohne dass man Kinder und Eltern voneinander entkopkeln will oder entfremden muss.
00:15:13: Das ist nämlich nicht der Preis dafür!
00:15:16: Und das ist ja etwas, was uns in unserer Gesellschaft weit über die Pflegekinderhilfe hinaus beschäftigt.
00:15:22: Nämlich die Frage – wie kriegen wir das besser hin als wir es bisher hinkriegen?
00:15:28: Dass in unsere Gesellschaft die Platzierung der nächsten Generationen häufig im gleichen Sektor der Gesellschaft ist, indem die Elterngeneration und die Großelterngeneration auch platziert werden.
00:15:41: Das müsste mit einer demokratischen Gesellschaft, die ihren Mitgliedern sozusagen alle gute Entwicklungschancen anbieten will.
00:15:51: Ist das ein kritischer Befund?
00:15:55: Den wir haben und da versuchen wir mit viel Vorschulärziehung so einen Ganztagsschule und zu versuchen wir diese Kopplung ein bisschen, diese feste Kopplungen ein bisschen weicher zu machen und aufzulösen.
00:16:05: Und Pflegefamilien sind eine besondere Chance dass Kinder die Erfahrung machen, dass sie in einen Raum kommen, indem ihre Bildungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen in anderer Weise unterstützt werden können als das Feuer der Falle.
00:16:20: Sie auf Menschen treffen, die den Kopf frei haben, ihre Bildungverläufe so mitzugehen und zu begleiten.
00:16:27: auch darf man sich nicht nur idyllisch vorstellen da gibt es auch manchmal viel Druck und viele Enttäuschungen und so aufseitende Pflegeeltern.
00:16:34: aber Grundsätzlich gibt es da auch die Chance, eben in dieser Weise Schicksale zu entkoppeln.
00:16:43: Zweites Thema Wie soll die Aufgabenverteilung zwischen Pflegeeltern und sozialen Diensten sein?
00:16:53: Sind Pflegefamilien die Subunternehmer des Jugendamtes?
00:16:58: Ihr erfüllt einen Auftrag in unserem Namen.
00:17:04: Fachleute kennen dieses Sozial rechtliche Dreiecksverhältnis sozusagen.
00:17:09: Ihr seid diejenigen, die diesen Auftrag der Betreuung des Kindes erfüllt in unter unserer Regie.
00:17:17: ihr kriegt dafür Geld und deswegen müsst ihr das tun was wir uns vorstellen.
00:17:26: Die Regie liegt bei den Fachleuten des Amtes Und dann redet man feierlich auf der einen Seite über Familie und Normalität in Familie und so etwas, sondern versucht man die Familie zu behandeln wie eine Organisation.
00:17:41: Sagt wir machen Hilfeplanung und sie müsst ihr umsetzen und das müsst ihr legitimieren und wenn ihr fertig seid weil das Kind achtzehn ist oder weil die Ziele erreicht wurden, dann müsst ihr auch aufhören?
00:17:53: Die Pflegeelter müssen nicht professionelle werden Sondern die sind die Experten und Expertinnen für ihr Pflegekid.
00:18:05: Und als solche ernst zu nehmen, keiner hat so viel alltägliche Kommunikation mit diesem Kind wie die Pflegelter.
00:18:16: Keiner beobachtet das Kind in so vielen Situationen.
00:18:21: Kaum einer ist auch hinein verwoben in die Beziehung, die dort eine Rolle spielen.
00:18:27: Das hat auch ne andere Seite noch?
00:18:30: Aber insofern sind die Pflegeeltern übrigens auch die Bereitschaftspflegeelter zu.
00:18:35: Was wir da an Wissen haben häufig bei den Bereitschaftspflegeelten und wie wenig uns das gelingt, dass in die offiziellen Entscheidungsverläufe im Jugendamt und den familiengerichtlichen und gutachterlichen Stellungnahmen sozusagen einzubeziehen Obwohl die Bereitschaftslegeeltern häufig über ein Fundus an Beobachtungen zu Besuchskontakten, zur Begrüßungssituation.
00:18:59: Zu den Nachwirkungen, die die Besuchscontakte haben und sowas hätten.
00:19:04: Und man mit ihnen um richtige Deutungen dieser Beobuchtung ringen kann.
00:19:09: Und sie als Experten dieses Kindes ansehen könnte und nutzen könnte so... Das wäre das Verständnis!
00:19:19: Und nicht wir sind die Fachleute.
00:19:23: Wir haben die Studienabschlüsse und ihr seid die blutigen Leine.
00:19:28: Großes Herz, aber sonst nicht so viel!
00:19:33: Und damit das ganze Wissen auch dieser Andersartigkeit des Wissens nicht richtig wertzuschützen.
00:19:39: Jetzt könnten die Pflegemütter sagen wie sie die Sache seht.
00:19:44: Guten Tag.
00:19:44: ich bin Mutter von zwei Töchtern.
00:19:46: unsere ältere Tochter ist zweiundzwanzig Jahre alt sie studiert und sie hat vermutlich einen durchschnittlichen IQ.
00:19:55: Das wissen wir nicht und das müssen wir auch nicht wissen.
00:19:58: Unsere jüngere Tochter, die ist siebzehn, sie ist unser Pflegekind, da müssen wir ziemlich genau wissen wie der aktuelle IQ ist weil sie möchte gerne in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten.
00:20:11: Wir und andere Experten finden es auch ganz gut dass sie das tut.
00:20:16: Da wird sie sehr wahrscheinlich am besten gefördert.
00:20:19: aber das muss immer wieder überprüft werden.
00:20:23: Ja und der Übergang
00:20:24: Schule,
00:20:26: Beruf macht es ja echt schwer.
00:20:28: Die ist angestrengt, wissen alle Pflegeeltern das so ungeklärte Situationen immer eine Herausforderung für die Familie und fürs Kind sind und für alle Familienmitglieder.
00:20:40: Das beeinflusst uns und machts Leben schwer und braucht ganz viel Zeit und Energie dass da in so fragilen Situationen ein gutes Familienleben gelingt.
00:20:51: Aber es braucht auch ganz, ganz viel Zeit und Energie mit verschiedenen Institutionen zusammenzuarbeiten.
00:20:58: Irgendwie diese Institution herauszufinden – wer ist denn zuständig?
00:21:02: Wer ist da der Ansprechpartner?
00:21:04: Und dann braucht's auch noch viel Zeit den dann auch zu erreichen!
00:21:10: Wenn wir das alleine tun müssten ohne den VSE an unserer Seite, ohne unseren Nimmermüden, Vormund oder die Lehrer, die engagiert sind dann könnten wir aufgeben.
00:21:23: Dann blebe für unsere Töchter nicht mehr so viel Zeit wie nötig ist dass man die Arbeit, die wir tun gut tun kann.
00:21:31: und es liegt nicht an den einzelnen Personen in den Institutionen mit denen wir arbeiten.
00:21:36: Es liegt an dieser unabgesprochenen Situation.
00:21:41: Niemand weiß oft recht wer ist zuständig Wer bezahlt was?
00:21:46: Und das ist ganz häufig Ursache, dass es schwer läuft.
00:21:50: Dass so Kosten hin und her schiebe Aktionen stattfinden.
00:21:55: Und das behindert unser Leben ganz erheblich!
00:22:03: Die gemeinsame Arbeit mit unseren Kindern ist unser Lebensinhalt.
00:22:07: Wir können uns nichts anderes vorstellen.
00:22:11: Es war die beste Idee, es zu tun als wir im Jahr zwei tausend drei, die Annoncer des VSE in der WN.
00:22:19: Als diese Annonce uns ansprach wollen sie ihr Leben auf den Kopf stellen.
00:22:23: Die langjährige Zusammenarbeit vor allem die Beratung und Unterstützung hat uns sehr bereichert.
00:22:28: Es gibt uns nach wie vor ein sicheres Gefühl, wenn man weiß es ist egal ob ich meine Beraterin in diesem Fall Frau Franzke morgens um sieben oder abends um zwanzig Uhr kontaktieren kann oder Sie alle vier Wochen zu uns kommt und wir alle Fragen und Probleme wälzen können.
00:22:45: Wir möchten auf diese hohe fachliche Unterstützung auf keinen fall verzichten Und dennoch möchte ich abschließend sagen Dass es nicht okay ist, dass bei gleicher Arbeit wir und auch andere Pflegeeltern die tagtäglich eine gute Arbeit leisten finanziell so ungleich behandelt werden.
00:23:05: Personen mit pädagogischer Ausbildung werden finanzieell besser dargestellt als Personen ohne pädagogische Ausbildung.
00:23:12: Ich bitte die Verantwortlichen diese Ungerechtigkeit noch einmal zu überdenken Und vor allem zu handeln und schnellstens eine finanzielle Anpassung vorzunehmen.
00:23:23: Ich danke Ihnen für Ihr Gehör und gratuliere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des VSE noch einmal ganz herzlich.
00:23:30: Und macht weiter so gemacht, einen ganz tollen Job!
00:23:33: Danke.
00:23:39: Ja da haben Sie uns noch ein Ei ins Nest gelegt.
00:23:43: also zu der Frage wie wollen wir es mit der Bezahlung halten?
00:23:48: So das ist.
00:23:49: sie haben jetzt abgehoben auf die Ungleichbehandlung die sich in der Ungleich bezahlung ausdrückt.
00:23:56: Das ist ja eine sehr grundlegende Frage so.
00:24:01: Wie weit sollen Pflegeeltern für ihre Tätigkeit sozusagen ein Equivalent zu einer Berufstätigkeit bezahlt bekommen?
00:24:12: Wenn man sich das anguckt in unterschiedlichen Ländern, sehen die Antworten sehr unterschiedlich darauf aus und ... Das zu diskutieren und sich mal genauer anzugucken.
00:24:25: Was sind die Wirkungen?
00:24:26: Und was sind die Nebenwirkungen von solchen Finanzierungsregelung, kommt man in ein relativ unübersichtliches Feld?
00:24:36: Ihr Votum war völlig klar.
00:24:38: macht das nicht.
00:24:39: wir empfinden dass als Ungerechtigkeit und guckt euch das kritisch an ob ihr das nicht ändern wollt.
00:24:45: so der Punkt den sie angesprochen haben So, das Kind hat irgendwie eine Behinderung und da hat man so den Eindruck gehabt.
00:25:00: damit kommen wir ganz gut klar.
00:25:02: Die richtigen Handicaps in der Behinderungs sind die wenn wir behindert werden von Organisationen von außerhalb so.
00:25:11: Das ist das was uns das Leben manchmal schwer machen kann.
00:25:16: Und alles was wir über Pflegefamilien wissen, die Kinder mit Behinderungen auch teilweise sehr schweren Behinderung aufnehmen ist genau das.
00:25:25: Dass sie das immer wieder gesagt haben – Mit den Kindern!
00:25:29: Das ist für uns ein sinnvolles erfüllendes Leben so anstrengend dass in mancher Hinsicht sein kann.
00:25:37: Tausend Ansprechpartner in Organisationen zu haben, die sich den Ball und die Zuständigkeiten gegenseitig zuschieben.
00:25:45: Und wo wir von Pontius zu Pilatus geschickt werden mit unseren Anträgen und der Frage wer es für diese Finanzierung und wer ist dafür zuständig?
00:25:55: Das ist das was das Leben schwer macht.
00:25:58: Viele der Pflegeeltern haben in Untersuchung gesagt deswegen brauchen wir auch den Träger, der uns dafür begleitet.
00:26:06: so nicht dass wir da ständig die besten Ratschläge bekommen, wie wir das mit dem Kind machen können.
00:26:12: Sondern in diesen Kontakten zu Organisationen im hocharbeitsteiligen System um sich da einigermaßen dann zurechtzufinden.
00:26:20: und nicht zu viel Energie.
00:26:22: Das fand ich auch sehr gut auf den Punkt gebracht.
00:26:25: Nicht dazu viel Energie zu verlieren, die uns dann in einem alltäglichen Leben mit unseren Pflegekindern fehlen würde.
00:26:33: so Und die Frage, ob man die Tätigkeit von Pflegeeltern oder von manchen Pflegeältern auch zum Beruf machen sollte.
00:26:41: Frankreich ist sie zum Beispiel klipp und klar positiv beantwortet.
00:26:44: Die sagen, Pflege Eltern seien es ein Beruf eine handfeste Bezahlung und sowas sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten und Ähnliches.
00:26:51: das hat nicht nur positive Nebenwirkungen so aber die Überlegung bei uns spricht manches dafür vielleicht in der Bereitschaftspflege auch so einen Teil zu haben wo man sagt Sprech da nicht einiges dafür, das könnte man auch zu einer Form von beruflicher Tätigkeit ausbauen.
00:27:08: Mit Abschlüssen mit spezifischen Ausbildungen und einer Bezahlung als Berufstätigkeit.
00:27:14: Ich glaube dass viel verloren gehen würde wenn wir das Flächendecken für alle Pflegefamilien machen würden.
00:27:20: aber die Frage wie wollen wir es halten?
00:27:23: Und wie sieht's damit der Vielfalt aus?
00:27:25: Die ist jedenfalls völlig zurechtgestellt.
00:27:27: Drittes Thema!
00:27:28: Die Elternfrage.
00:27:30: ich habe das vorhin in Einführung schon so ein bisschen genannt, also eine Frage.
00:27:36: Wie gehen wir mit den Eltern um und welche Bedeutung haben die Eltern für uns als Pflegeeltern?
00:27:44: Für uns als soziale Dienste?
00:27:47: Und welche Beteutungen haben sie für die Kinder auf Dauer in ihrem Leben?
00:27:53: Ich hatte schon gesagt es ist eine große Lebenslüge wenn man sagt Wenn die Kinder gut Beheimatet und beeltert werden in der Pflegefamilie, dann spielen die Eltern keine Rolle mehr.
00:28:05: Kein Mensch fragt danach, keiner denkt darüber nach von den Kindern.
00:28:09: Meine Dissertation, die vor zwei Jahren ungefähr hier an der Uni Münster entstanden ist, da hat die AutorInnen Menschen Interview, die als Säuglinge adoptiert worden sind aus dem Krankenhaus heraus, als S säuglinger adoptiert wurden.
00:28:25: Und die hat sie mit fünfundfünfzig, sechzig-fünfundsechzig Jahre alt waren.
00:28:30: Die hat sie die interviewt über ihre gesamte Lebensgeschichte und da sehen Sie Wie immer mal wieder in deren Leben die Frage nach den leiblichen Eltern, nach dem Erbe im genetischen Sinne.
00:28:45: Nach der Frage habe ich Geschwister würde ich die erkennen.
00:28:49: wer weiß was über die lebt meine Mutter noch?
00:28:53: stimmt das was sich über meinen Vater also biologischem Vater gehört hat und so dass diese Fragen im leben der Erwachsenen immer Mal wieder aufgetaucht sind.
00:29:04: zugleich wurde deutlich dass die Eltern, also die Adoptiveltern mit Abstand wichtigsten Menschen waren.
00:29:14: Das ist nicht eine totale Relativierung der Bedeutung so.
00:29:17: Aber es wurde eben auch deutlich das Thema immer wieder auftreten konnte und es zeigte sich übrigens insbesondere in Krisen des Lebens wieder aufgetaucht ist.
00:29:32: Das ist für mich eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür so.
00:29:36: Lassen Sie uns nicht vormachen, die Frage nach den Eltern spielt dann keine Rolle wenn es dem Kind in der Pflegefamilie gut geht.
00:29:45: Ich weiß ja wohl, die Besuchskontakte können belastend und anstrengend sein.
00:29:49: Dieses Rumgeeiere über die klare Perspektive kann es jederzeit passieren dass das ältere Kind oder auch der jugendliche Gegensein will, wieder aus der Pflegefamilie rausgerissen wird.
00:30:01: Da haben Sie völlig richtig darauf hingewiesen.
00:30:04: da gibt es intensive Bemühungen von denen ich dachte die gehen noch durch in der letzten Legislaturperiode Die Dauerpflege da rechtlich besser abzusichern.
00:30:14: so Das ist Wiederprogrammpunkt, das wird gerade wieder versucht.
00:30:18: Ich hoffe, dass es diesmal klappt.
00:30:22: So, das ist eine wichtige Baustelle.
00:30:25: Aber je wohlwollender sie als Pflegeeltern über die Eltern reden und denken und fühlen können, desto größer ist die Chance dass das Kind seine Herkunft nicht als eine Gefahr-und ein Handicap ansehen muss.
00:30:46: sondern dass es diese Erfahrung integrieren kann mit seiner Normalität in der Pflegefamilie und sagen für mich sind das meine Eltern, die pflegeeltern was ja viele pflegige Kinder die dort schon lange leben sagten.
00:31:00: Und die manchmal heikle Frage was habe ich von meinen Eltern geerbt?
00:31:09: dann nicht außen vorbleibt will Ihnen ein kurzes Beispiel beschreiben.
00:31:15: eine Junge Frau hat, die wir interviewt haben.
00:31:18: Hat das so beschrieben?
00:31:19: Dass sie gesagt hat an meinem achzehnten Geburtstag habe ich das erste Mal richtig verstanden.
00:31:25: Ich hab jahrelang keinen Kontakt zu meiner Mutter gehabt.
00:31:28: Ich hatte einen Hass auf meine Mutter weil die mich damals weg gegeben hat.
00:31:33: und an meinem achtzehntem Geburtstag habe ich plötzlich gedacht Ja Mensch!
00:31:37: Meine Mutter war siebzehn als sie mich gekriegt hat.
00:31:41: Die hatte keinerlei Unterstützung in ihrer Familie.
00:31:45: Mein Vater, habe ich gehört, hat er sich schon längst aus dem Staub gemacht?
00:31:50: Dass die mich nicht behalten hat, das war ja klar!
00:31:54: Wenn ich heute – sagt sie – ist ihr an ihrem achtzehnten Geburtstag klar geworden, wenn ich heute ein Kind kriegen würde, könnte ich es auch nicht gut
00:32:04: versorgen.".
00:32:05: Und dann kam so ganz selbstbewusst, passiert mir nicht.
00:32:08: Pass ich auf, achte dich drauf!
00:32:10: Ich will später mal Kinder haben aber jetzt passt es noch nicht.
00:32:13: Aber das Bild ihrer Mutter wurde umdefiniert in dieser Situation.
00:32:19: Das war nicht mehr die Rabenmutter, die sie damals verraten hat.
00:32:23: Mit der kritischen Frage an Sie habe ich dieses Verräter-Gen auch geerbt Sondern das war eine sehr junge Mutter und Frau in einer schwierigen Lebenssituation, die im Stich gelassen wurde und alleine da stand.
00:32:39: Und sie war nicht mehr die Tochter einer Rabenmutter sondern die Tochter einer Mutter, die in der schwierigen Situation diese Situation so bewältigt hat indem sie hingenommen hat... So muss man es ja wohl sagen dass ihre Sehr junge Tochter damals früh in eine Pflegefamilie kommen konnten.
00:33:01: Und den Eltern zuzuhören, das haben wir ja in einigen Forschungsprojekten gemacht und andere auch.
00:33:08: Wenn man sich darauf einlässt dann sind die aus der Hüfte geschossenen Vorwürfe und Verurteilungen und Ablehnung Die bleiben einem oft richtig im Halse stecken finde ich so.
00:33:24: Dann sieht man die tragische Seite die sich da abbildet Dann kann der Einfluss auf die Kinder immer noch schwierig und anstrengend sein in mancher Hinsicht, also das löst sich nicht alles auf.
00:33:37: Aber so diese ganz schnellen Vorurteilungen, die fallen einem dann schwerer und dadurch entstehen neue Kommunikationsmöglichkeiten mit den Eltern.
00:33:46: Und die Eltern, die versöhnt werden können mit der Unterbringung ihres Kindes in der Pflegefamilie, die sagen können für mich ist war das bitter?
00:33:55: Für mich ist es bitter!
00:33:58: Aber ich weiß, dass das für meinen Kind jetzt eine richtig gute Situation ist.
00:34:04: Das finde ich sind oft eindrucksvolle Menschen die ihre Interessen zurückstellen und nicht in das Gezerre wie im kaukasischen Keidekeis um die Kinder einsteigen sondern versuchen da ein Stück weit ihr Leben so zu gestalten.
00:34:21: mit diesem Schmerz und mit diesem Verlust auch mit diesen Scheitern, das sie manchmal erlebt haben in Bezug auf ihr eigenes Kind oder dieses Kind.
00:34:30: Gibt es da Eltern, die uns ihre Sichtweise und ihre Position kurz benennen wollen so?
00:34:40: Ich hoffe man kann mich hören.
00:34:42: Ich habe die Pflegefamilie selbst ausgesucht.
00:34:46: Bin nach fünf Jahren immer noch fasziniert was für wunderbare Menschen das sind.
00:34:52: Bin total begeistert von der Begleitung von Herrn Baum, die ich seit Jahren miterleben darf.
00:35:00: auf dem neuesten Stand.
00:35:02: Ich habe das sorgerecht, meine Tochter.
00:35:03: Das heißt ich entscheide immer noch ein paar Dinge die im Leben meiner Tochter passieren.
00:35:09: Ich bin immer noch einen wichtiger Teil in meinem Leben, auch wenn es ein kleines Puzzle-Teil ist und ich bin einfach sehr dankbar für jedes Pflegeelternteil was sich dieses Puzzlestück annimmt und uns Eltern noch teilhaben lässt am leben unserer Kinder.
00:35:34: Meine Tochter lebt seit fünf Jahren auch in einer Pflegefamilie.
00:35:38: Ich habe noch zwei weitere Kinder, die in Pflegeverhältnissen leben und ich finde wenn wir als leibliche Eltern öfters mal gefragt werden wie es uns dann bei der Situation geht und uns jemand zur Seite steht ist das was ganz Besonderes weil oft ist es die Kinder gehen in Pflegefamilien und die Eltern werden einfach vergessen Und das ist bei mir aber zum Glück nicht so.
00:35:59: Ich muss sagen, mit dem ganzen Pflegefamilien und den Verein ich sage immer wir sind wie eine große Patchwork-Familie und dafür bin ich sehr dankbar dass sich trotz dass meine Kinder nicht bei mir sind immer Teil an dem Leben meiner Kinder haben kann und zusehen kann wie sie groß werden.
00:36:16: Danke!
00:36:17: Wie schwierig ist das anderen zu erklären, dass Sie damit einverstanden sind?
00:36:24: Dass Ihr Kind jetzt in der Pflegefamilie lebt und dass es ihm dort gut geht.
00:36:29: So wie machen sie das?
00:36:32: Als ich damals die Entscheidung getroffen habe, habe ich ganz alleine da gestanden.
00:36:36: meine komplette Familie hat sich gegen mich gewendet weil ihr es einfach nicht verstehen konnten wie ich so was als Mutter überhaupt entscheiden kann.
00:36:43: Ich weiß aber für mich, dass ich die richtige Entscheidung nicht für mich sondern für meine Kinder getroffen habe.
00:36:49: Weil ich damals einfach eingesehen habe das ich für die Sachen, die ich mir für meine kinder und ihre zukunft wünsche einfach nicht in der Lage bin ihnen das mit auf den weg zu geben und dass es besser ist wenn sie bei Leuten bei Fachkräften groß werden und ich aber trotzdem daran teilhaben darf.
00:37:09: Also früher hat mich das noch sehr interessiert, was andere Menschen über mich denken.
00:37:14: Heute interessiert es mich überhaupt nicht mehr weil als Mutter oder auch als Vater hat man Verantwortung und ich finde... Das habe ich auch oft von Frau Kranz die übrigens dahinten sitzt.
00:37:30: Oft gehört habe bedeutet Verantwortung auch Entscheidungen zu treffen, die einen vielleicht selbst Herz zerreißen.
00:37:40: Aber dennoch finde ich als Mutter und leiblicher Vater... Ja, wir haben ja immer noch Verantwortung.
00:37:47: Es ist ja nicht so nur weil mein Kind nicht bei mir lebt dass ich nichts mehr mitbekomme sondern ganz im Gegenteil Ich treffe Entscheidungen die vielleicht meine Kinder sogar nicht mitbekommen ich die aber mit Herrn Baum bespreche oder mit Frau Kranz oder Mit anderen Intuitionen Und bin immer noch für meine kinder da.
00:38:03: also meine verantwortung gebe ich ja nicht ab und deswegen ist es mir auch total egal was andere denken Weil ich bin immernoch mutter und ich liebe meine kinda und deswegen Ist es mir egal.
00:38:20: Vielen Dank.
00:38:20: Ich glaube, da haben wir in unserer Gesellschaft noch eine Riesenaufgabe vor uns dafür zu werben dass es eine Form verantworteter Elternschaft sein kann zu sagen Mein Kind lebt jetzt nicht bei mir und wächst nicht bei mich auf.
00:38:37: Das heißt, ich habe es weggeschmissen und weggegeben so.
00:38:41: Sondern das ist eine Art Verantwortung für das Kind zu tragen.
00:38:46: Ich möchte weiterhin eine Rolle spielen.
00:38:49: Und ich bringe einen Opfer für mein Kind, wenn ich das in dieser Weise mache.
00:38:53: Das wird als eine moralisch hochwertige Entscheidung von Müttern und Vätern den schwierigen Lebenssituationen aktiven.
00:39:03: So, ich glaube da sind wir noch am weitesten von entfernt.
00:39:15: Vierter Punkt und damit vorletzter uns sollte die Frage beschäftigen und uns wird in der Zukunft die Frage beschäftigen wie sieht es mit der Stabilität in Pflegeverhältnissen aus?
00:39:33: Wir haben relativ hohe Abbruchquoten im Pflegefamilien wenn die Pflegekinder ins Jugendalter kommen.
00:39:42: Die statistischen Untersuchungen aus Deutschland zeigen das.
00:39:45: Aus anderen Ländern auch, wir haben das für Großbritannien und die Schweiz untersucht in einer großen vergleichenden internationalen Studie und haben uns mit der Frage auseinandergesetzt woher kommt es dass doch ein wesentlich wichtiger Teil nicht die Mehrzahl aber ein wichtiger Teil der Pflegeverhältnisse vorher auseinander geht Was in der Regel von den Pflegeeltern und von den Kindern und von anderen Beteiligten manchmal auch der sozialen Dienst, aber es geht insbesondere um die Pflegeälterne und um die Kinder häufig als sehr bitterer Prozess erlebt wird.
00:40:25: Das heißt international breakdown.
00:40:27: Ich finde, das ist ein ganz guter Begriff.
00:40:31: Wenn es zusammenbricht und nicht ein organisierter und organischer Wechsel in einen anderen Bereich, sondern wenn man so den Eindruck hat wir haben das nicht mehr geschafft.
00:40:40: Und das Jugendliche Pflegekind, das Gefühl hat so ich bin da rausgeflogen oder die wollten mich nicht mehr.
00:40:48: Ich habe plötzlich gemerkt, von Anfang an hat das nicht gestimmt.
00:40:52: Mit denen so plötzlich waren nur noch die und die Konflikte da.
00:40:55: Plötzlich ging es nur noch ums Geld oder um ähnliche Sachen.
00:40:59: Und die Pflegeeltern auch häufig.
00:41:03: Lange Zeiten unseres Pflegeeltern lebens mit diesem Kind das Gefühl gehabt, es geht gut und wir sind gut vorangekommen.
00:41:10: Und jetzt erleben wir dass das Kind plötzlich wieder Kontakt zu seiner Herkunftsfamilie aufnimmt, dass es schlecht redet über uns in anderen Stellen an anderen Orten so, dass er den Eindruck hat Jetzt bricht doch das durch was aus der Herkünftesfamile kommt Und unser Einfluss war doch nur sehr bescheiden und sehr begrenzt wirksam dann.
00:41:34: Also diese Trauer, dieses Zusammenbruch der Sinnkonstruktion von Pflegeeltern nennen wir das also wo sie so das Gefühl habe.
00:41:42: es war sinnlos auch die ganzen Krisen durchzustehen oder sowas.
00:41:45: jetzt geht es doch im Konflikt auseinander.
00:41:50: Und ein Punkt dabei ist den möchte ich kurz andeuten dass wird in verschiedenen Veröffentlichungen in den nächsten Jahren auch von Fortbildungsveranstaltungen und russere Rolle spielen, werden wir das genauer erklären.
00:42:01: Dass wir festgestellt haben dass das Matching-Konzept häufig falsch ist, dass praktiziert wird also unterkomplex ist zu einfach ist nämlich so.
00:42:14: Schlüssel und Schloss Pot und Deckel hieß es heute morgen auch schon mal.
00:42:17: So ist eine verführerische Vorstellung Kind und Pflegefamilie muss zusammenpassen.
00:42:23: Das stimmt auch, das muss zusammenpassen.
00:42:24: Nicht nur grob zusammengeschustert werden am Anfang sondern man sollte gucken was sind die Erwartungen und Vorstellungen die die Pflegeeltern haben?
00:42:33: Was sind die Wünsche, auch die tieferen Wünschen die das Pflegekind hat?
00:42:36: welche Erfahrungen dürfen auf keinen Fall wieder aufgegriffen werden an dem neuen Lebensort?
00:42:43: Das sind ganz ganz wichtige Fragen.
00:42:46: Welche Pflegefamilie kann durch die Eltern eher mitgetragen werden als welche andere?
00:42:53: Familie, da spielt zum Beispiel die Migrationsfrage oder die Frage religiöser Erziehung auch eine wichtige Rolle.
00:42:59: So wenn Eltern das Gefühl haben mein Kind wird nicht nur von mir als Mensch vielleicht entfremdet sondern auch von unserer Religion und in der ganzen anderen Weise erzogen.
00:43:08: Das ist häufig etwas was so ganze pflegeverhältnis von Seiten der Eltern überschatten kann also Diese Passungsprüfung am Anfang zu machen und es nicht grob zusammenzuschustern, sondern sich genauer anzugucken.
00:43:21: Dafür spricht alles das zu machen.
00:43:25: Aber es ist falsch zu sagen wenn wir die Passung gut hingekriegt haben dann hält er's!
00:43:34: Dann wünschen wir euch viel Glück auf dem weiteren Weg als sozialer Dienst Weil wir haben die Passung gut hergestellt, wir haben euch gut ausgesucht für einander.
00:43:46: Wunderbar!
00:43:48: Und was passiert jetzt?
00:43:50: Das Kind entwickelt sich weiter.
00:43:52: im Leben der Pflegeeltern passieren unvorhersehbare Ginge und Entwicklung.
00:43:58: Im Umfeld der Pflegefamilie passieren ungeplante und unvorheersehbaren Entwicklungen.
00:44:05: Wir waren bei der Breakdown-Untersuchung überrascht, wie häufig der Wechsel in einem Dienst, der die Kinder begleitet hat.
00:44:12: Ein Auslöser war, indem sich plötzlich Desintegrationsprozesse beschleunigt hatten so... Das hat doch mit der Beziehung zwischen Pflegekind und Pflegeeltern gar nichts zu tun.
00:44:25: Aber wenn die Pflegeälter plötzlich das Gefühl, jetzt hört die Frau Meier auf um mit der galten die ganzen Absprachen und die kannte uns und die wusste wie das zu verstehen ist Und jetzt kommt da plötzlich eine ganz fremde Person.
00:44:37: Auf dem Höhepunkt einer Krise wird eine andere Person zuständig.
00:44:41: Die kennen wir gar nicht, die kennen uns gar nicht oder so was.
00:44:44: Dann ist die Wahrscheinlichkeit dass einem die Puste ausgeht in der Bewältigung dieses Konfliktes sehr viel höher als wenn man weiß diese Krise stehen wir mit der vertrauten Personen durch Und die überfordert uns nicht, die weiß wo unsere Grenzen liegen.
00:44:59: Die können auch weiche Übergänge unseres Kindes zum Beispiel in andere Betreuungssettings begleiten ohne dass der Kontakt abbrechen muss und ähnlich so.
00:45:10: Nichts bleibt konstant über die ganze Zeit sondern Menschen entwickeln sich Es passieren Krankheiten, die Beziehung der Pflegeeltern untereinander kann sich verändern.
00:45:22: Arbeitslosigkeit kann auftreten, andere Belastungen, die in Sorge machen, die gar nichts unmittelbar mit dem Pflegekind zu tun haben können auftreten und von daher die Vorstellungen haben wenn es am Anfang gepasst hast passt das auch fünfzehn Jahre später noch.
00:45:37: Das ist ein falsche Leidorientierung so sondern wir brauchen eine Orientierung die sagt es passt da im Anfang wenn's gut gemacht ist Und jetzt entwickelt sich das, und das müssen wir im Auge behalten.
00:45:51: Die Eltern manchmal auch als Akteure die Pflegekinder- und noch andere Familienmitglieder müssen das unterwegs immer neu ausbalancieren.
00:46:01: Das ist einer der zentralen Gründe auf meiner Sicht, warum es absolut unverantwortlich wäre, Pflegeverhältnisse einzurichten und zu betreiben ohne die Pflegefamilien kontinuierlich zu betreuen.
00:46:17: Und kontinuerlich heißt nicht, als Feuerwehr in der Krisensituation sozusagen wir basteln uns die Instrumente wenn das Haus brennt erst dann gucken wir mal wo man einen Schlauch kaufen könnte oder so was sondern wir begleiten sie kontinuaierlich weil sie immer wieder neu austarieren müssen mit dem, was bei den Pflegeeltern passiert.
00:46:39: Was mit den leiblichen Kindern in der Pflegefamilie, also den Eltern, den Kindern der Pflegealtern und den Pflegekindern passiert.
00:46:47: Das muss immer neue Ausbahn ausheben.
00:46:55: Und das hat nichts damit zu tun, dass die Pflegeälter es nicht alleine gebacken kriegen, weil sie nicht fähig genug sind oder weil Sie nicht gut vorbereitet werden, sondern ... Prozesse und Entwicklungen im menschlichen Leben unvermeidbar stattfinden.
00:47:11: Das ist anthropologische Konstant.
00:47:14: So sind wir Menschen, wir bleiben nie einfach so wie wir gestern waren.
00:47:20: auch heute und übermorgen sind wir noch mal anders.
00:47:23: Früher hat man manchmal geredet geht immer zum höheren.
00:47:26: das Selbstbewusstsein haben jetzt nicht mehr.
00:47:29: aber dass wir uns verändern und das Entwicklung ständig stattfinden ist sehr deutlich.
00:47:35: Und wenn der Dienst nicht am Ball bleibt und dann kommen so Erklärungen, plötzlich bricht die Pubertät aus.
00:47:40: Und dadurch wird die Stabilität infrage gestellt?
00:47:44: Dann ist das ein Lesart und eine Deutungsmuster, dass gar keine Handlungsmöglichkeiten eröffnet.
00:47:50: Die Pubertäte können wir nicht verhindern!
00:47:54: Ich spreche manchmal mit Eltern über die Schwierigkeiten mit ihren jugendlichen Kindern.
00:47:58: Und die haben manche Erklärung, nicht die Pflegeeltern haben und sagen, hängt für dich doch mit dem Erbgut oder anderen frühkindlich negativen Erfahrungen oder pränatalen Benachteiligungen oder sowas zusammen.
00:48:11: Die haben auch Konflikte!
00:48:13: Und die Pflegelkinder haben aber besondere Identitätsaufgaben in ihrer Jugendzeit auch, die die Sache häufig besonders kritisch machen.
00:48:23: Das Grundverständnis ist, wir müssen es immer wieder unterwegs neu ausgleichen.
00:48:28: Haben wir neue Handmünze wirklich kennen?
00:48:31: Und jetzt sollen zu Wort kommen die anderen Kinder in der Pflegefamilien, die manchmal... Ich habe meinen Jugendamtsleiter vorhin zitiert als sonstige behandelt werden und manchmal als wichtige kleine Pädagogen in den Blick genommen wird.
00:48:46: Du hast das Wort!
00:48:48: Als ich zehn Jahre alt war, sollte wie er jetzt ist Erzählte unsere Eltern meiner Schwester und mir von der Idee ein Kind aufzunehmen.
00:48:56: Sie erklärten uns auch, warum es mit einem Pflegekind auch mal schwieriger werden könnte – auch wenn zumindest ich mir darunter noch nicht so viel vorstellen konnte!
00:49:04: Wir durften mitreden und mitentscheiden und haben uns letztendlich dafür entschieden.
00:49:09: Dann haben wir uns als sozialpädagogische Lebensgemeinschaft beworben um ein kleines Mädchen aufzunehmen Doch es kam die Frage, ob wir auch einen Jungen aufnehmen könnten.
00:49:19: Denn ein dreieriger kleiner Junge suche ein neues Zuhause und würde bald ins Kinderheim kommen – wenn sich keine Familie fühlen fände!
00:49:27: Auch bei dieser Entscheidung durften wir mitentscheiden.
00:49:29: Und obwohl ich mir schon immer eine kleine Schwester gewünscht habe, entschied ich mich auch diesmal dafür.
00:49:34: Es war ja ganz schön.
00:49:35: große Entscheidungen für eine zehnjährige, denke ich heute…und zwei Entscheidungen, die mein ganzes Leben verändert
00:49:40: haben.".
00:49:42: Nach einiger Zeit gab es die ersten Kontakte Zuerst nur meinen Eltern und ihm.
00:49:47: Von denen habe ich nur Fotos gesehen, aber dann durften meine Schwester und ich ihn auch endlich treffen.
00:49:53: Ich war aufgeregt, habe mich aber auch gefreut – es hat Spaß gemacht mit ihnen zu spielen!
00:49:58: Aber ist auch komisch jemanden kennenzulernen der auf einmal einfach den Bruder sein soll?
00:50:03: Es folgten weitere Treffen.
00:50:05: Und erst als wir begannen sein späteres Zimmer zur Einszurichten wurde mir wirklich bewusst dass er bei uns einziehen wird kam der Tag.
00:50:17: Der Tag, ich kann mich noch genau darin erinnern.
00:50:19: Es war ein ganz normales Treffen wie die anderen davor auch.
00:50:23: Doch als es später wurde fragte die Bereitschaftsstegemutter ihn ob er nicht gerne bleiben würde.
00:50:28: Ganz spontan einfach so.
00:50:31: Die Bereitshaftstegermutter holte seine Sachen nachdem er sich dafür entschied und dann war sie auch schon weg.
00:50:41: Ganz spontane ist alles neu Und Ich wusste immer noch nicht was ich fühlen sollte.
00:50:46: Weil es vorher nur kurze Besuche waren, wusste ich nicht wie's jetzt werden würde.
00:50:50: Es fühlte sich so surreal an als würde jeden Moment wieder abgeholt werden aber es vergingen Tage und Wochen Und als wir im Sommer zwölf das erste Mal zusammen in den Urlaub fuhren war es für mich klar dass er immer in unserer Familie bleiben würde.
00:51:05: Es war auch erleichtern die Gewissheit zu haben Dass er wirklich für immer bei uns bleibt und nicht nur ein Besucher ist.
00:51:11: Und von da an hatten wir ein neues Familienmitglied Gab es viele schöne Momente, voller Freude und Abenteuer.
00:51:20: Aber es gab und gibt auch immer noch viele schwierige Situationen voller Geschrei, Chaos und Durcheinander.
00:51:26: Situation in denen ich mich fühle als würde unsere Familie kaputt machen uns auseinanderreißen die Harmonierrauben die wir sonst meist untereinander haben.
00:51:35: Momente in denen er mich verletzt innerlich und äußerlich.
00:51:39: Und dann frage ich mich wie unsere Familie heute aussähe wo ich heute wäre wenn ja nicht bei uns wäre und ob die Entscheidung die richtige war.
00:51:49: Dann war es gut, dass wir eine sozialpädagogische Lebensgemeinschaft sind wenn meine Mama so mehr Zeit für alle hat und ich nicht zu kurz komme.
00:51:56: Aber ich hasse es!
00:51:58: Weil andere versuchen über mich und meiner Situation zu urteilen wie leicht oder wie schwer es ist ein Pflegekind aufzunehmen.
00:52:05: Sie wissen einfach nicht was es bedeutet und wie anstrengend es auch mal sein kann Denn das ist eben nicht immer einfach nur ein weiteres Geschwisterkind.
00:52:13: Aber natürlich gibt es auch sehr viele schöne Momente, in denen einfach alles harmonisch ist.
00:52:18: Abend auf dem Campingplatz, in den wir die beide die Gegend erkunden.
00:52:21: Wochenenden auf Ausfliegen mit der ganzen Familie oder auch einfach eine schöne Unterhaltung.
00:52:26: und auch wenn es immer wieder Höhen- und Tiefen gibt kann ich sagen dass die Entscheidung die richtige war.
00:52:32: Und auch wenn er manchmal anstrengender ist als viele andere Kinder Ist er trotzdem ein liebenswidriger kleiner Junge und isst und bleibt mein Bruder.
00:52:39: Danke Es ist wirklich nicht immer leicht, das ist auch oft schwierig und einen Tag da war es sehr schwierig für die gesamte Familie.
00:52:51: An dem Tag habe ich mich an unseren Berater Alexander Baum gewandt weil es wirklich nicht einfach war.
00:52:59: Seitdem sucht er regelmäßig das Gespräch zu uns leiblichen Kindern.
00:53:07: Ich finde es sehr wichtig dass die Berate auch die leibliche Kinder fragen wie's für sie Und ich finde, das ist teilweise noch wichtiger als dass sie jedes Mal nur mit den Pflegekindern sprechen.
00:53:18: Viel zu oft kommen die leiblichen Kinder viel zu kurz bei den Beratern aber ich habe das Glück, dass ich nicht so kurz komme bei Alexanderbaum.
00:53:33: Seitdem ich mich bei Alexander Baum gemeldet habe fragt er regelmäßig wie es ist ob's schwierige Zeiten gibt und ob es einfach ist.
00:53:41: jedes Mal fragt er, wie es uns geht und nicht nur in den Eltern geht.
00:53:45: Und den Pflegekindern.
00:53:47: Das hilft allgemein sehr viel und es ist dadurch viel einfacher dass man wen hat mit dem man drüber reden kann.
00:53:54: Und Eltern brauchen ja auch wen zum Reden.
00:53:56: Die reden jeden Tag einmal im Monat z.B.
00:53:59: mit den Beratern und die Kinder kommen zu kurz.
00:54:02: Das ist Gott sei Dank nicht immer der Fall!
00:54:05: Ich bin dankbar dafür das es in meinem Fall nicht so ist.
00:54:10: Ich finde überzeugender und deutlicher kann man gar nicht sagen und ausdrücken, dass es zum Pflichtprogramm der Pflegekinderdienste gehören muss sich um die anderen Familienmitglieder zu kümmern.
00:54:26: Und das das nicht im Kühe oder Restbereich wenn noch Zeit ist oder so liegen darf Aus moralischen Gründen nicht und aus fachlichen Gründen wegen der Bedeutung für die Stabilität des Pflegeverhältnisses.
00:54:43: Und es ist deutlich geworden, ich finde auch wunderbar wie Sie die beiden Seiten beschrieben haben so die schönen Momente und die Belastungen, die einen an Grenzen bringen und die das Leben auch überschatten können so dass diese beiden Seiten haben kann Und das wäre der moralische Druck, dass uns sagen kann wir lösen da etwas aus.
00:55:04: Das müssen wir mitverantworten.
00:55:06: Das können wir auch mit verantworten aber nur dann wenn wir uns ernsthaft um die Kinder der Pflegeeltern auch mit kümmern und die Pflege Eltern auch beraten in Bezug auf ihre eigenen Kinder.
00:55:21: Die Forschung hat das Thema auch relativ spät, aber jetzt auch entdeckt.
00:55:25: Es gibt diese Untersuchungen von Marmann die ich vorhin auf dich hinwiesen habe kleine Pädagogen.
00:55:30: es gibt eine zweite die leibliche Kinder von Bereitschaftspflegeeltern befragt hat und das ausgewertet hat.
00:55:37: Almut Lehmann hat diese Untersuchung abgeschlossen, das waren Menschen, die als Junge erwachsen.
00:55:44: nur hundert, hundertzwanzig so hundertvierzig können sie nur grob schätzen sozusagen Kinder haben Aufnehmen sehen und Wiedergehensehen.
00:55:51: Von einigen wissen Sie noch den Namen von anderen Einigen wenigen auch der Schicksal wie es weiter gibt.
00:55:57: Es gab im Einzelfall noch Kontakte von ganz vielen nichts mehr außer was für ein Wirbel da entstanden ist in der Bereitschaftslegefamilie und das ist eine der zentralen Themen, um die wir uns kümmern müssen.
00:56:10: Letztes Thema wie ist es nach der Zeit in der Pflegefamilien?
00:56:17: Die Betreuung in der FlegepfamILie ist zu Ende.
00:56:20: Die Drei-Dreißiger Hilfe ist beendet.
00:56:24: Eine Schweizer Pflegemutter hat das zu mir mal gesagt, so dass sie gesagt hat ja wissen Sie Herr Wolf?
00:56:31: Das ist das vierte Drittel der Betreuung.
00:56:34: Darüber redet keiner und es hat keiner auf der Palette.
00:56:39: So jetzt sagt er Dienst.
00:56:41: gegebenenfalls vielen Dank und Tschüss!
00:56:45: Und die jungen Erwachsenenpflegekinder fragen sich Ja sie konnten einen Antrag stellen auch Fortsetzung der Hilfe.
00:56:51: vielleicht noch ein bisschen Braucht man auch Glück, bei manchen Jugendämtern gilt der Paragraf einundvierzig.
00:56:58: Bei anderen ist er schon abgeschafft und man glaubt gar nicht dass das ein bundesweit gültiges Gesetz ist.
00:57:04: so.
00:57:05: Und dann die Frage ja ihr habt immer von Familie geredet?
00:57:11: Jetzt kommt die Bewährungsprobe!
00:57:14: Ist jetzt zu Ende mit Familie weil die Maßnahme zu Ende ist oder bleibt Familienmitgliedschaft bestehen Bin ich ein Familienmitglied, wie andere Familienmitlieder auch geworden.
00:57:29: Unkündigbar!
00:57:31: Wenn ich Kinder kriege, dann lade ich euch als Mai die Großelternrolle für meine Kinder spielen soll.
00:57:39: Wenn ich heirate, ladee ich euch eine.
00:57:43: als Eltern bei denen ich aufgewachsen bin... Wir als Pflegeeltern spielen wir da noch irgendwie eine Rolle, fragt uns noch jemand.
00:57:54: Wenn unser jugendliches Kind in einer Wohngemeinschaft umgezogen ist so reden die nochmal mit uns.
00:58:02: der hat zwölf Jahre bei uns gelebt und ist hier aufgewachsen.
00:58:06: Und plötzlich sagen sie was wollen Sie sich hier noch einmischen?
00:58:09: Sie spielen überhaupt keine Rolle mehr.
00:58:12: lassen sich das mal erklären von Ihrem komischen VSE Dienst sozusagen, Sie sind jetzt raus.
00:58:19: Jetzt sind andere Draht.
00:58:21: Wie gehen wir damit um?
00:58:23: Dass die Logik von Maßnahmen und Organisationen und rechtlicher Beauftragung das eine sind und die logik von Menschen etwas Vollkommen anderes ist.
00:58:34: Und da hängen politische Fragen auch dran.
00:58:36: was Die Verpflichtung zum Beispiel von ehemaligen Pflege Kindern betrifft zB ihren Eltern geben.
00:58:45: Viele von ihnen werden das verfolgt haben.
00:58:47: Es gab Anhörungen im Familienministerium und an anderen Orten, wo sogenannte Kehrliefer mir gefällt der Begriff nicht so gut aber er macht gerade richtig Vorrohre eingeladen worden und die Politik ihre Vorstellungen vorgetragen hat.
00:59:03: Wo sie gesagt haben dass und das finden wir eine Sauerei, dass das rechtlich so organisiert wird Bei einem dieser Treffen, das habe ich noch sehr deutlich vor Augen.
00:59:12: Der Staatssekretär begrüßte die alle ganz freundlich, nette Atmosphäre wohlwollend.
00:59:17: Jetzt wollen wir mal hören was die jungen Menschen sagen.
00:59:20: und dann standen sie auf und trugen das so richtig taff vor.
00:59:23: Und da laberte er ein bisschen rum um sich der Auster fähre zu ziehen.
00:59:28: Sowas hat er im Ministerium, wo er Hausherr ist so noch nicht erlebt.
00:59:32: oder dann setzen die richtig nach und sagen wir wollen hier nicht ein paar fromme Sprüche von ihnen hören sondern richtig das und das Gesetz müsste geändert werden.
00:59:42: Wir haben uns dabei Juristen erkundigt.
00:59:44: so und so kann man das ändern.
00:59:45: und was werden sie tun in dieser Legislaturperiode um es zu verändern?
00:59:51: Weil Sie gesagt haben Das und dass is ein Haar sträubendes Unrecht.
00:59:56: Und da sollen jetzt junge Erwachsene aus ihrer Runde noch zuvor.
01:00:02: Ja, wo fangen wir am besten an?
01:00:04: Bei meiner Kindheit bin ich mit neun Jahren halt auch von meinen leiblichen Eltern rausgerissen worden.
01:00:09: Ich wurde durch meine leibliche Schwester ans Kinderheim weiter für Mittelbeziehung war dort hingebracht.
01:00:16: In dem Moment als ich realisiert habe dass ich wirklich im Kinderheim angekommen bin habe ich meine Schwester dafür ehrlich gesagt gehasst Weil als kleines Kind kann man nicht nachvollziehen, warum sie das getan hat.
01:00:27: Aber im Nachhinein kann ich wirklich sagen, sie hat es wirklich... Und deswegen getan weil sie an meine Zukunft geglaubt hat und das Potenzial mehr gesehen hat was sich wahrscheinlich nicht in irgendeiner Weise geschafft hätte wenn ich jetzt bei meinen leiblichen Eltern gelebt hätte.
01:00:43: Man muss sozusagen, mein Eltern sind beide Alkoholiker und hatten halt sich nie wirklich Zeit nehmen können beziehungsweise nie die Kraft gehabt, um mich zu unterstützen.
01:00:57: Dann habe ich drei Jahre lang im Kinderheim gelebt.
01:01:01: Das war auch eine sehr interessante Zeit, das kann man nicht anders sagen.
01:01:06: und im Anschluss bin ich dann halt auch das erste Mal mit dem VSE in Person von Herrn Galpern vom Jens in Kontakt getreten und daraufhin bin ich halt an die Pflegefamilie also in Kastrop weitervermittelt worden.
01:01:21: dort habe Mit zwölf Jahren bin ich da hingekommen.
01:01:26: Ich habe, wie heute schon erwähnt wurde mit vielen Erfahrungen, also viele Erfahrungen gesammelt die heute auch erwähmt wurden unter anderem auch mit zwei Geschwistern, die halt geistig behindert sind und halt auch einen anderen, mein Pflegebruder der hatte halt auch sehr schwierige Verhältnisse.
01:01:44: wir hatten alle vier sehr verschiedene Situationen haben uns in andere Richtungen entwickelt.
01:01:52: Pflegekinder nicht alle quasi gleich behandeln.
01:01:55: Man muss wirklich auf die einzelne Person eingehen, mit denen sprechen und natürlich auch mit den leiblichen Kindern.
01:02:03: Und jede Person muss wirklich da wertgeschätzt werden.
01:02:06: Das ist meiner Meinung nach teilweise wird das gar nicht berücksichtigt.
01:02:13: Wo war ich denn geblieben?
01:02:14: Genau!
01:02:15: Ich habe einen Real-Schildabschluss gemacht.
01:02:18: Den hätte mir früher wahrscheinlich auch keiner zugetraut, weil ich sollte eigentlich auf die Hauptschule gehen.
01:02:24: Dann bin ich aufs Gymnasium gewechselt und habe dort noch mein Vollabitur mit Mutenot hinbekommen.
01:02:41: Im Anschluss habe ich dann die Entscheidung gefasst dass ich in meinem Maschinenhofstudium anfange an der TU Dortmund.
01:02:49: Ich kann jedem sagen das ist gar nicht so einfach vor allem wenn man wirklich alleine ist.
01:02:58: also ich bin ausgezogen bis dahin war alles in Ordnung und wenn man quasi aussieht aus einer Situation, wo man die ganze Rückhalt bekommt jeder möchte das Beste für das Pflegekind oder viel für das Kind im Allgemeinen und auf einmal wird man ins eiskalte Wasser geworfen.
01:03:19: Es ist nicht einfach gewesen.
01:03:21: also unter anderem jeder der meinen BAföG-Antrag gestellt hat kann sich in die Situation hineinversetzen, dass das nicht einfach ist wenn man gerade ausgezogen ist.
01:03:32: Man kommt in die eigene Wohnung, man ist alleine und da muss man sich noch um zehntausend Sachen kümmern.
01:03:38: ich habe teilweise auf mein Geld warten müssen weil meine Eltern ja sie haben sich halt gut Deutsch gesagt haben wir sich ein bisschen betrunken und haben halt die ganzen Dokumente nicht eingereicht Und ich musste dann halt gucken wie ich dann meinen Barfwerk bekomme.
01:03:57: es war nicht einfach Und zum Glück gab es dann halt auch noch so eine Nachbetreuung vom VSE.
01:04:06: Die hat mir wirklich geholfen und wenn ich diese Nachbetreuerungen nicht hätte, würde ich vielleicht auch nicht hier stehen.
01:04:12: Ich bin jetzt twenty-fünf.
01:04:13: Ich habe jetzt mein Maschinenbaustudium fast fertig!
01:04:17: Ja also ich bin wirklich dankbar dafür dass es diesen Institutionen gibt und möchte jetzt nur mal halten... aus meiner Sicht noch mal vielen lieben Dank sagen und Gratulation an das fünfzehnzigjährige bestehen.
01:04:39: Die verschiedenen Menschen, die hierzu Wort gekommen sind haben uns gezeigt was das für ein Zusammenspiel von richtigen Menschen mit existenziellen Themen ist.
01:04:54: Nicht eine pädagogische Maßnahme nicht eine rechtlich einzuhortende und in vielfacher Hinsicht formatierte Geschichte sondern richtige Menschen, die zu Wort gekommen sind und über die geredet worden ist.
01:05:08: Über die Begleiter- und Betreuer vom VSE, die unterschiedlichen existenziellen Situationen um die es geht – das war an dem Vormittag so die eindrucksvolle Seite, dass in dieser Vielfalt und in dieser Nähe und in der Menschlichkeit deutlich geworden ist Und ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen von VSE für die nächsten twenty-fünf Jahre.
01:05:36: Das hat nicht ganz schlecht angefangen, so im Siegerland sind sie mit Lob irgendwie zurückgehalten, das hat nicht so schlecht angefingen!
01:05:49: Mutig.
01:05:50: Manchmal wussten sie ja vor gar nicht, was auf Sie zukommt so schwierigen Situationen zugewandt haben und Sie auf menschliche und wichtige Weise bewältigt haben.
01:06:01: Und den Kindern die in diesem unübersichtlichen Gelände, das wir als Gesellschaft haben und was wir in den Pflegefamilien und Familien haben und um Sie herumhaben, die da ihren Weg suchen und Ihren Weg finden.
01:06:14: dafür wünsche ich Ihnen ganz herzlich alles Gute!
01:06:16: Vielen Dank für die Aussen.
01:06:19: Das war der Vortrag von Prof.
01:06:21: Dr.
01:06:21: Klaus Wolf zu Zukunftsfragen der Pflegekinderhilfe.
01:06:24: Besonders beeindruckend fand ich, wie viele unterschiedliche Perspektiven in diesem Vortag zusammenkommen.
01:06:29: Pflegeeltern, Pflegekindern, leibliche Kinder und Kerliwainn sowie halt Eltern von Pflege Kindern bringen ihre Erfahrungen ein und machen deutlich, wie vielfältig Pflegefamilien leben sein kann.
01:06:42: Professor Klaus Wohl verbindet dabei wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer klaren Haltung, erbenennte Herausforderungen und auch kritische Entwicklungen offen – beispielsweise die Tatsache dass Pflegeverhältnisse gerade im Jugendalter häufiger beendet werden.
01:06:57: Gleichzeitig macht er aber deutlich das ein Abbruch an der Jugendhilfemaßnahme nicht automatisch bedeutet, dass die gemeinsame Zeit in der Pflegefamilie gescheitert ist.
01:07:06: Im Gegenteil Die Erfahrung von Zugehörigkeit, Verlässlichkeit und Familie die Kinder- und Jugendlichen einer Pflegefamilie machen können weit über die gemeinsame Zeit hinaus wirken und für ihren weiteren Lebensweg von großer Bedeutung sein.
01:07:20: Wenn ihr mehr über Pflegefamilien erfahren möchtet oder euch für unsere digitalen Informationsabende interessiert schaut gerne auf unserer Website vorbei www.netzwerk-pflegefamilen.de.
01:07:31: Bis zur nächsten Folge von Netzwerkpflege Familien der
01:07:34: Podcast Netzwerkpflegefamilien,
01:07:41: der Podcast.
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