Vom Patchwork zur Pflegefamilie
Shownotes
🎙 Wo jeder seinen Platz findet
Wie wächst aus einer Patchworkfamilie eine Pflegefamilie?
In dieser Folge von Netzwerk Pflegefamilien – der Podcast spreche ich mit Alexandra und Paul über ihren ganz persönlichen Familienweg.
Als sie sich kennenlernten, hatten beide bereits ein Kind aus einer früheren Beziehung. Gemeinsam entschieden sie sich später, zwei Pflegekinder aufzunehmen – Kinder, die ihre eigenen Geschichten und besonderen Bedürfnisse mitbringen.
Wir sprechen darüber,
🔸 wie aus zwei Familien eine wurde, 🔸 wie ihre Kinder zu Geschwistern zusammengewachsen sind, 🔸 was es bedeutet, jedem Familienmitglied mit seinen Bedürfnissen gerecht zu werden, 🔸 wie sie Krisen gemeinsam als Familie bewältigen 🔸 und warum sie versuchen, hinter dem Verhalten ihrer Kinder immer den guten Grund zu sehen.
Ein Gespräch über Patchwork, Pflegefamilie, Zusammenhalt und die Frage, wie Familie wachsen kann, ohne dass jemand seinen Platz verliert.
🧡 Wenn du mehr über das Thema Pflegefamilien erfahren oder selbst darüber nachdenkst, einem Kind ein Zuhause zu geben, findest du weitere Informationen unter:
Transkript anzeigen
00:00:01: Und dann hat er mich angeschaut und hat mir klaren Worten gesagt, mit leuchtenden Augen bist du eine Mama.
00:00:07: Und man hat auch gespürt, er hat die Sehnsucht nach einer Mama aber es liegt noch was anderes da drauf.
00:00:13: Das hatten halbes Jahr gedauert bis ich dadurch gedrungen bin.
00:00:17: Ja das ist unsere Mentalität.
00:00:20: Liegt uns stolper steilende hin und wir machen eine Treppe draus.
00:00:37: Heute spreche ich mit Alexandra und Paul.
00:00:39: Als sie sich kennengelernt haben, hatten beide bereits ein Kind aus einer früheren Beziehung.
00:00:44: Aus zwei Familien wurde zunächst eine Patchbook-Familie und einige Zeit später entschieden sie sich gemeinsam auch Pflegeeltern zu werden.
00:00:53: Heute leben Sie mit zweifläge Kindern zusammen die beiden ihre ganz eigene Geschichte und besondere Bedürfnisse mitbringen.
00:00:59: Wir sprechen darüber wie Familie immer wieder wachsen kann was das mit den eigenen Kindern macht Wie sie als Paar und als Eltern gemeinsame Entscheidungen treffen.
00:01:08: Und warum es ihnen so wichtig ist, hinter dem Verhalten ihrer Kinder immer den guten Grund zu sehen.
00:01:14: Ein Gespräch über Zusammenhalt, Gelassenheit und darüber das Familie nicht dadurch entsteht dass alle gleich sind sondern dass jeder seinen Platz finden darf.
00:01:23: Viel Spaß mit dem Interview!
00:01:27: Alexandra Paul erstmal sehr schön dass ich hier heute In der Hitze ist es heute fast dreißig Grad und wir versuchen jetzt trotzdem Podcast aufzunehmen.
00:01:36: Wird bestimmt funktionieren.
00:01:38: Schön, dass ich euch heute bei euch sein darf und wir über euren Weg zur Pflegefamilie sprechen werden.
00:01:45: aber bevor wir damit anfangen mögt ihr euch einmal selber kurz vorstellen?
00:01:49: Ja soll ich anfangen!
00:01:51: Ich bin Alexandra, ich bin dreinfünfzig Jahre alt Mutter von drei Kindern wobei zwei dann halt unsere Pflegesöhne sind.
00:02:01: Ja, hallo Stefan!
00:02:02: Ich bin der Paul.
00:02:02: Ich bin neunfünfzig Jahre alt und freue mich sehr auf dieses Gespräch.
00:02:08: Wenn ihr euch als Familie so in wenigen Sätzen beschreiben müsstet was macht euch denn zuhause?
00:02:14: Was macht uns aus?
00:02:15: also ich denke mal von außen betrachtet würde dann würde jeder sagen wir sind eine sehr verrückte und laute Familie Und gleichzeitig sind wir aber sehr strukturiert in unserem Alltag.
00:02:27: ohne Die Struktur würde das ansonsten mit unseren Pflegekindern gar nicht funktionieren.
00:02:34: Wir sind extrem unternehmungslustig, sind viel in der Natur und eigentlich ständig unterwegs.
00:02:42: Verrückt uns strukturiert Alexander?
00:02:44: Würdest du das genauso sehen?
00:02:46: Unbedingt!
00:02:47: Ja vor allen Dingen das verrückt.
00:02:50: Ich denke so wehken wir nach außen weil alles anders ist bei uns.
00:02:55: Okay, gib mir ein Stichwort.
00:02:57: Bewerten wir für davon bestimmt gleich noch mehr.
00:02:59: Aber was macht euch verrückt?
00:03:01: Ja weil jeder mit seiner Diagnose unter uns lebt, jeder seine Besonderheiten hat.
00:03:07: alle vier Kinder oder auch erwachsene junge Menschen die zu unserer Familie gehören bringen ihr Päckchen mit und das macht uns unglaublich interessant für uns selber und es wirkt nach außen natürlich total verrückt.
00:03:22: Okay, ich bin sehr gespannt was ich von euch nachhören werde.
00:03:27: Was würden denn eure Kinder sagen?
00:03:28: Was ist typisch für eure Familie?
00:03:31: Dass laut sein, dass jeder so sein darf wie er ist... ...dass wir uns akzeptieren wie wir sind und mutig sind einfach mutig.. ..sind so wie Wir sind ins Außen zu treten und uns nicht zu verstecken.
00:03:47: Gibt es etwas worauf ihr besonders stolz seid?
00:03:50: Paulie schaue dich jetzt mal an!
00:03:52: Ja, worauf sind wir ganz besonders stolz?
00:03:55: Das ist einfach der Zusammenhalt der Familie.
00:03:58: Das ist uns auch extrem wichtig und unser Leitspruch ist ja auch Wir sind Famos die Abkürzung von unserem Familiennamen und abgeleitet von Famos.
00:04:14: das sagt auch schon so einiges aus über uns.
00:04:17: Okay Wer von euch beiden ist denn der Gelassenere?
00:04:23: Ja, also da muss ich mich jetzt zu Wort melden.
00:04:27: Also definitiv bin ich der Gelassener und dementsprechend der Gegenpart.
00:04:34: halt zu meiner Frau mit ihrem italienischen Temperament.
00:04:40: das kann ich hier an dieser Stelle mal so erwähnen.
00:04:44: Vielleicht gibt es da später ja auch noch so die eine oder andere Geschichte dazu.
00:04:48: Okay, ich bin gespannt!
00:04:50: Er bringt mehr Struktur an.
00:04:52: Eindeutig Ich.
00:04:54: Ja definitiv
00:04:55: Und wer ist spontaner von euch beiden?
00:04:57: Eindeuptig Ich!
00:04:59: Okay, dann zwei zu eins für Alexandra, weil wir's dabei verlassen.
00:05:04: Genau und eure Geschichte als ihr euch kennengelernt habt, habt ihr schon eine Geschichte gehabt denn ihr wart jeweils verheiratet.
00:05:12: Ich habe quasi jeweils einen Kind mit in diese neue Beziehung reingebracht.
00:05:19: Erzählst du mir, wie habt ihr euch denn überhaupt kennengelernt?
00:05:22: Also wir haben uns tatsächlich im Internet kennengelernet.
00:05:25: Wir haben fast ein Jahr geschrieben.
00:05:28: Ganz ausführlich miteinander sehr intensiv miteinander geschrieben.
00:05:32: Dann kamen die ersten Telefonate nächtelang sogar und dann haben wir uns das erste Mal getroffen und drei Monate später haben wir zusammen gewohnt.
00:05:41: Wir konnten nicht mehr ohneeinander.
00:05:43: Also nach einem langsamen Start ging es dann richtig schnell.
00:05:49: Und dann war's in diesen drei Monaten so, dass ihr dann gemäht habt.
00:05:53: das ist was Ernstes und was Festes oder wie Kaves dazu.
00:05:57: Woran habt ihr das gemerkt für euch?
00:05:59: So dadurch wir uns Feuer so viel Zeit gelassen haben wirklich intensiv geschrieben haben, intensiv telefoniert haben wussten wir schon soviel voneinander.
00:06:09: Man konnte sich selber sortieren.
00:06:11: Man wusste, worauf man sich einlässt.
00:06:13: und eigentlich als wir uns gesehen haben war das so.
00:06:15: ja ... Das war schon längst überfällig!
00:06:17: Da hatten wir nicht mehr das Gefühl ich muss jemanden erst noch kennenlernen?
00:06:20: Ich brauche so einen Anfangszeit.
00:06:22: es war direkt da und wir konnten nicht mehr ohneeinander.
00:06:25: Das war einfach so.
00:06:27: Ja absolut und vor allen Dingen das Internet als Plattform hat auch die Möglichkeit gegeben.
00:06:32: Ich erinnere mich habe der Alexander Den regelrechten Fragenkatalog aufgehalst, in der wo sie alle Fragen beantworten sollte und das hat sehr einfach gemacht.
00:06:43: Man fragt man bekommt eine Antwort und wusste sofort mit wem man es zu tun
00:06:47: hat.
00:06:49: Das war schon ein bisschen unglaublich was ich da bekommen habe.
00:06:52: ja ich kann mich noch sehr gut erinnern.
00:06:55: Hast du eine Frage im Kopf wo du dachtest oh mein Gott was ist das für eine Frage?
00:06:58: Ja es waren so Fragen wie welchen Musikstil hast du?
00:07:03: liest du Bücher Schaust du viel Fernsehen?
00:07:06: Was sind deine ... Das war wirklich wie so ein Positalbum, was man in der Schule ausfüllt.
00:07:12: Und das habe ich erst sehr belächelt und dachte, was für einen Spinner!
00:07:16: Aber als ich dann zurückgefeuert habe mit meinen Fragenkatalog, es war schon guter Weg.
00:07:24: Ja, das glaube ich gerne.
00:07:25: Also einerseits klar übers Internet und ihr habt ja auch quasi schon die Erfangenheit dachte ich jetzt gerade, ihr habt auch jeweils ein Kind gehabt und da ist es wahrscheinlich natürlich einfach nicht so einfach zu sagen.
00:07:37: Ich lerne jetzt mal so wie mit achtzehn neunzehnt jemanden kennen und für probieren's einfach sondern da steckt direkt halt hey die Person die ich kennenlernen will das ist auch jemand dem mich dann meinen Kindern mal irgendwann vorstellt ohne Druck oder sonst was.
00:07:53: aber klar dass ist wahrscheinlich auch im Kopf dabei
00:07:56: ja und das war sehr pragmatisch.
00:07:58: Also wir waren ja sechsunddreißig und zweiundvierzig, als wir uns dann das erste Mal getroffen haben.
00:08:02: Und man wusste in dem Alter was man will und man hat Erfahrungen gemacht.
00:08:07: und dieser Fragenkatalog der war dann so wirklich pragmatisch?
00:08:11: Man wusste gleich, dass passt du oder es passt nicht.
00:08:15: Mega!
00:08:16: Wie habt ihr gestern euren Kindern gesagt also nach drei Monaten zusammenziehen?
00:08:22: Das ist für die auch unfassbar schnell gewesen.
00:08:25: Erst mal, wie habt ihr den das erzählt und wir haben die es dann aufgenommen?
00:08:28: Dass es da erstmal jemanden gibt.
00:08:30: Also mein Sohn war ja fünf und er wusste dass ich mit Paul schreibe und telefoniere, dass es da einen Mann gibt Und dann war das auch langsam als wir uns erst einmal getroffen haben.
00:08:41: Dann hat Paul uns besucht, dann haben wir was mit meinem Sohn zusammen gemacht und der Lukas hatte auch richtig Lust auf den Paul.
00:08:52: Das hat von Anfang an... Ja, das
00:08:55: hat sehr mutharmoniert.
00:08:56: Absolut!
00:08:57: Bei meiner Tochter war es ja ein bisschen anders.
00:09:01: Sie lebte zu der Zeit bei ihrer Mutter und ich habe sie nur am Wochenende gesehen und von daher war das recht harmonisch zu bewerkstelligen.
00:09:14: Und dann seid ihr wie gesagt nach drei Monaten zusammengezogen einfach weil das klappt dann so problemfrei Klar, mit dann eingezogen und deiner Tochter.
00:09:27: Aber dann wahrscheinlich ... Die liebt dann weiterhin erst mal bei der Mutter.
00:09:31: Ganz genau!
00:09:32: Okay, das heißt, dann wart ihr zu dritt?
00:09:35: Dann waren wir zu drit.
00:09:36: Ja, man war
00:09:36: mir zu drith...
00:09:37: Paul wie war das denn für dich auf einmal quasi ein Stiefsohn an der Stelle zu haben?
00:09:43: Ja also das war für mich natürlich was völlig anderes Kind mit Besonderheiten jetzt unter einem Dach zu haben.
00:09:53: Meine Tochter war halt in Anführungszeichen das normale Mädchen, wo es überhaupt keine Besonderheiten gab.
00:10:03: Und jetzt auf einmal standen Termine an Krankenhaus und ja die ganzen Förderungen, die gemacht wurden Frühförderung man war ständig unterwegs Es gab immer Termine aber da bin ich dann einfach so automatisch mit reingewachsen.
00:10:22: muss ich dann so sagen.
00:10:24: Alexander, willst du kurz zur Erklärung erzählen was dein Sohn hat?
00:10:30: Ja mein Sohn ist eine Frühgeburt, hat im Bereich der konnektiven Fähigkeiten große Einschränkungen, autistische Züge, haben mit einer Zwärchfällernie auf die Welt am vierten Lebenstag ein großes OP in allem Entwicklungsverzögert und er hatte halt in allen therapeutischen Richtungen Bedarfe.
00:10:53: ist dann ja auch Paul, wo du denkst an der Stelle gibt er diese Serie Ich heirate eine Familie.
00:11:00: Und irgendwie das hat.
00:11:02: dieser Satz kam gerade in den Kopf weil Du hast nicht nur einen neuen Partner kennengelernt sondern tatsächlich dann halt eine Familie und wo es dann halt direkt in diesen Alter ging, der hat ein bisschen besonderes war.
00:11:15: Weil da gab's schon Momente wo Du dachtest was hab ich mir denn hier eigentlich angetan?
00:11:20: Impositiven?
00:11:21: Ja,
00:11:21: also ich habe mich tatsächlich dann so von außen betrachtet.
00:11:24: Wie kann ich denn da jetzt mit umgehen wenn vielleicht ein Topsuchs-Anfall oder sowas mal stattgefunden hat völlig unerwartet?
00:11:33: Ja aber wie soll ich sagen man wächst einfach rein!
00:11:38: Man beobachtet das Kind und sich selbst.
00:11:43: Wie gehe ich damit um?
00:11:45: Ich glaube es hat einfach super funktioniert
00:11:50: Und für deine Tochter hat dann die ganze Zeit bei ihrer Mutter gelebt?
00:11:55: Genau.
00:11:55: Wie ist das Verhältnis zu ihrem, nennen wir es an der Stadt Stiefbruder geworden?
00:12:00: weil sie haben sich ja auch wahrscheinlich nach und nach kennengelernt?
00:12:03: wie war das für Sie?
00:12:05: Ja also easy ist vielleicht der richtige Ausdruck ganz genau.
00:12:09: Also total unvoreingenommen und herzlich.
00:12:12: Das hat richtig prima funktioniert.
00:12:14: War
00:12:14: schön!
00:12:15: Gab's denn irgendwelche Steupersteine in dieser Zeit?
00:12:19: Nein.
00:12:21: Nein, da könnte ich jetzt auch nichts benennen.
00:12:25: Wow!
00:12:27: Aber ich bin auch vom Typ her so sehr positiv eingestellt immer super optimistisch und deswegen habe ich das einfach so gehandelt den Alltag.
00:12:39: Ich hab praktisch gar nicht gemerkt dass viele Dinge auf einmal anders laufen als ganz normal empfunden und auch tatsächlich so oder zunächst hingenommen.
00:12:52: Und dann empfinden, ja.
00:12:55: So würde ich das jetzt mal beschreiben wollen?
00:12:57: Ja, dass ist unsere Mentalität.
00:13:00: Liegt uns Stolper steilende hin und wir machen eine Trippe draus.
00:13:04: Mega!
00:13:04: Wo ihr gerade so bildhaft seid.
00:13:07: wenn ihr aus dieser Zeit ein Foto auswählen müsstet was diese Zeit in den Nutshell zusammen fassen würden Wusstet ihr, was das für ein Foto ist?
00:13:20: Was es vielleicht gibt, was hier irgendwann mal beschossen hat.
00:13:22: Wo ihr denkt, ey... Das symbolisiert eigentlich alles, was diese Zeit ausgemacht hat.
00:13:27: Also ich hab da ganz kleinem Bild im Kopf.
00:13:29: Wir hatten ja einen Pauls Haus renoviert und dann gab's einen Wochenende.
00:13:34: Da haben wir einen Filmarathon gemacht weil Lukas kränkelte.
00:13:37: Dann haben wir alle vier ... Pauls Tochter, meinen Sohn, wir beide mit einer Matratze im Esszimmer also auch jeder auf seiner Matratzen im Ess Zimmer gelegen.
00:13:46: Und da wussten wir einfach, das ist genau so richtig.
00:13:52: Obwohl es so unperfekt war und weil's für uns perfekt?
00:13:56: Ja!
00:13:57: Das ist nicht der große Urlaub in der Karibik.
00:14:02: Robinson hat Club oder sonst was, sondern der Filmberater.
00:14:06: Wahrscheinlich sind's genau diese Momente, wo sich auch die Kinder insbesondere sehr dran erinnern werden natürlich an den Urlauber aber... Genauso dieses Ding, man ist krank.
00:14:15: Man macht einen Filmmarathon und man hat einfach eine gute Zeit miteinander.
00:14:18: Wisst ihr noch die Filme?
00:14:20: Ja.
00:14:20: Also ich tatsächlich nicht... Doch!
00:14:22: Ich ja die Twilight-Filmerer.
00:14:23: Oh okay.
00:14:26: Das war für alle cool die Twilight filmen oder...?
00:14:29: Ja, für Lukas vielleicht auch nicht altersgemäß geeignet aber er war zu krank um das genau mitzubekommen.
00:14:36: Da waren wir halt weiter sieben.
00:14:39: Sechs.
00:14:40: Max Heilig.
00:14:42: War das auch so ein Moment, wo ihr dachtet jetzt sind wir wirklich wie eine Petschburg-Familie klar?
00:14:50: Aber eine wirkliche Familie.
00:14:51: Wir wachsen gerade zusammen.
00:14:52: War das ein Moment oder gab es noch andere Momente dazu?
00:14:57: Also das war für mich der entscheidende Moment.
00:15:01: Ich sehe das mal so klar vor meinem endlichen Auge und dann gab es nur hundert weitere Bilder die ich im Kopf habe.
00:15:10: aber das ist das Hauptbild.
00:15:13: Okay, super.
00:15:16: Wir haben vorher schon ein bisschen gesprochen und ich habe erfahren Paul du bist nicht der Typ mit Zahlen- und Jahresdaten
00:15:22: usw.,
00:15:23: also frage ich jetzt Alexandra Wie lange wart ihr denn in dieser Konstellation zu drücken?
00:15:30: Dann kamen die die Tochter ab und zu zu dir dazu In dieser Konstillation.
00:15:34: Und ab wann kam die Idee?
00:15:37: hier ist noch Platz für weitere Personen?
00:15:40: Also dann halt für Pflegekinder.
00:15:43: Ja, im Jahr zwei Tausend vierzehn kam das auf weil ich damit Lukas aus oder wir mit Lukas Aus dem gröbsten raus waren.
00:15:51: Paul war ja viel und lange arbeiten und Ich habe mir die Frage gestellt was mache ich jetzt eigentlich?
00:15:56: Also es ging dann schon in erster Linie um mich.
00:15:59: Ich hatte für mich mehrere Optionen zurück in meinem Beruf medizinische Fachangestellte zu gehen eventuell die Universität zu besuchen und pädagogik in der Kindheit zu studieren.
00:16:11: Ja und das haben wir natürlich auch ins Außen getragen mit Bekannten und Freunden besprochen.
00:16:18: Und durch die Schule von Lukas, durch die Förderschule wo unglaublich viele Pflegekinder waren hatten wir Bezug zu Pflegefamilien und irgendwann ich weiß gar nicht mehr genau wann es war hat man uns angesprochen könnt ihr euch das nicht vorstellen weil die Kinder immer so gerne bei uns waren und wieder ein gutes Händchen für hatten.
00:16:35: dann haben wir einen Abend offen Balkon gesessen ich weiß noch ganz genau dem Thema darüber gesprochen.
00:16:42: Können wir uns das vorstellen?
00:16:44: Und wie haben den Sinn für mich darin erkannt und den Sinn in allem, was sie bisher erlebt
00:16:49: haben?".
00:16:51: Ja und vor allen Dingen du wolltest ja auch ganz gerne noch ein eigenes Kind oder wir wollten das eigene Kind, was aber nicht mehr möglich war und da war natürlich das Pflegekind die perfekte Alternative.
00:17:04: und als wir uns dann umgeschaut haben, haben wir natürlich viel Resonanz aus der Schule bekommen Und so wie Alexandra dann sagt, hat dann auf dem Balkon festgestanden wir kümmern uns jetzt mal.
00:17:17: Wir schauen mal wie kommt man denn überhaupt an ein Pflegekind?
00:17:22: Ja und das gute ist ja dass ihr das jetzt gerade ihr wollt eigentlich ein eigenes Kind haben und das klappte da nicht mehr.
00:17:31: und natürlich ist Pflegekinder eine Alternative.
00:17:33: aber man musste euch da nicht aufklären.
00:17:35: was heißt denn das an der Stelle?
00:17:37: weil es natürlich Pflegekinder bringen ihre besonderen Themen mit.
00:17:41: Und es kann natürlich sein, dass sie dann halt auch einen Förderschwerpunkt haben und so.
00:17:47: Die Themen kannte ihr ja alle schon!
00:17:48: Das war wahrscheinlich auch für euch an der Stelle auch... Ihr konntet vielleicht euch ein realistisches Bild direkt davon machen.
00:17:56: Gab's denn dennoch irgendwie mal Zweifel daran?
00:18:00: Ob das wirklich der richtige Weg ist?
00:18:02: Ob man sich vielleicht nicht doch zu viel zumutet?
00:18:05: oder denken wir Können wir für unsere Kinder noch genug da sein, gerade vielleicht wenn ein Pflegekind auch ein großes Päckchen mitbringt?
00:18:15: Gab es solche Fragen bei euch?
00:18:18: Nein.
00:18:19: Also überhaupt nicht.
00:18:20: Zumindest zu dem Zeitpunkt gab es diese Frage Stellung nicht für uns.
00:18:26: Ich hatte ja vorhin auch schon erzählt wie ich dann über den Lukas da reingewachsen bin in alle diese Geschichten und genauso habe ich mir das vorgestellt dass es dann so ist und das hat ja diese Fragestellung, also damals zu dem Zeitpunkt noch
00:18:50: nicht.
00:18:51: Aber dann während wir das Pflegeelternkolleg besucht haben gab es schon einige Themen wo wir nochmal genauer hingeschaut haben.
00:19:02: man hat uns ja sämtliche Eventualitäten aufgezeigt um was die pflegekindern mitbringen was in der zukunft auf und zukommen könnte Und da haben wir schon das eine oder andere mal überlegt, ob wir es tragen können.
00:19:17: Auch wegen meiner Biografie bei der Triggerpunkte sind und inwieweit ist es möglich auch Lukas das zuzumuten mit seinen autistischen Zügen?
00:19:29: Ja, einfach kurz zur Einordnung weil du sagtest den, dass das Kollege was ihr besucht habt er war zuerst bei einem anderen Träger und die machen die Vorbereitung ein bisschen anders als wir in einer Organisation.
00:19:42: das haben wir so nicht Aber das ist ja auch vollkommen okay, das war jetzt einfach nur zur Erklärung an der Stelle.
00:19:48: Wie haben denn eure Kinder darauf reagiert als ihr mit der Idee da reingekommen seid und gesagt habt ihr das gesagt von wegen hey könntet euch vorstellen dass hier noch jemand weiteres einzieht?
00:20:00: oder was waren eure Worte?
00:20:01: Und wie wurden diese aufgenommen?
00:20:04: Also natürlich haben wir beide Kinder unabhängig voneinander darauf vorbereitet.
00:20:09: Pauls Kind war sofort positiv auf unserer Seite, hat gespürt, dass wir das einfach können.
00:20:15: Dass wir etwas zurückgeben können und unsere Erfahrung dafür gemacht haben, ein weiteres Kind zu geben.
00:20:24: Ja es waren alle auf unserer seite der Lukas dem was wichtig die Entscheidung mitzugehen weil er lebte ja nun oder wusste er wird mit diesem kind in einem Haushalt leben anders als Pauls Tochter ist für sich erschließen musste einfach, dass er mit fährt bei Besuchskontakten.
00:20:42: Dass er das Kind kennenlernt bevor wir eine Entscheidung treffen.
00:20:45: Einfach das Gefühl zu haben ich bin Teil von der Entscheidung die am Ende gefällt wird.
00:20:52: Ja wie war es aus deiner Sicht Paul für deine Tochter?
00:20:56: Ja genau wie Alexandra das gerade erwähnt hat.
00:20:59: Ich würde dann lieber den Lukas nochmal ins Spiel bringen.
00:21:03: Er war schon sehr neugierig und hatte aber auch große Bedenken Und daher haben wir dem Lukas ja auch dann mitgenommen.
00:21:14: zum Kennenlernen vom Pflegekent und zu diesem Zeitpunkt, als dieses Treffen dann stattgefunden hat war er eindeutig der Meinung Der muss zu uns.
00:21:25: Er gehört zu uns.
00:21:29: Hier muss man allerdings auch erwähnen dass es eine besondere Geschichte hat dieses Kennen lernen.
00:21:37: Vielleicht möchtest du noch was sagen, Alexandra?
00:21:39: Das ist tatsächlich komplex und auch traurig in dem Moment.
00:21:46: Ja,
00:21:47: das sieht mich natürlich schon aber es ist der Punkt wie viele wollten könnte davon erzählen.
00:21:54: Wir können's natürlich anschneiden dass man einen Eindruck gewinnt.
00:21:57: wir haben bei diesem ersten Treffen sofort gespürt dass unser Pflegesohn unserer zukünftigen Pflegesohn ausgeschaltet ist dass da was in Zusammenspielen mit der Bereitschaftspflegefamilie nicht stimmt.
00:22:13: Und es war sofort ein Band da, also wir hatten diesen einen Moment wo Lukas und ich am Tisch saßen und mit unserem zukünftigen Pflegekind in Aktionen waren und er war wirklich ganz verkrampft.
00:22:25: das Gesicht war ganz verzerrt sehr unter Anspannung hat kaum geredet Und dann hat er mich angeschaut und hat mir klaren Worten gesagt, nur mit leuchtenden Augen bist du eine Mama.
00:22:38: Ich habe gesagt ja ich bin eine Mama und in dem Moment war für Lukas Gleiches gerade ein Band geknüpft worden.
00:22:44: Und ich habe in dieser Frage und in dieser Entspannung die in seinem Gesicht in den Moment davon gesehen das Kind ist mal ausgeschaltet.
00:22:52: Da steckt noch ganz viel drin und ich hatte Lust darauf auch Paul ihn
00:22:57: einzuschalten.".
00:22:59: Ich finde das total spannend, wie dieses Kind... Wie alt war euer Pflegesohn?
00:23:05: Drei
00:23:05: Jahre als wir ihn kennenlernen und vier Jahre als er zu uns kam.
00:23:08: Das heißt dann mit drei Jahren diesen Satz gesagt hast du eine Mama!
00:23:12: Ich finde es irgendwie... Also man... Dieses Thema Nähe, Distanz ist natürlich immer bei Pflegekindern auch dieses Thema mit Vorsicht zu genießen und so.
00:23:21: aber ich find den Satz auf jeden Fall sehr spannend.
00:23:23: bist Du eine Mama?
00:23:24: weil eigentlich ist das ein sehr schlauer Satz.
00:23:27: Er hat ja nicht gesagt, willst du meine Mama sein?
00:23:30: Sondern bist du eine Mama.
00:23:33: Krass!
00:23:34: Das war schon wirklich ein Gänsehautmoment.
00:23:36: Ich habe jetzt noch Gänselhaut.
00:23:41: Ja und dann ist er mit vier bei euch eingezogen.
00:23:45: Wie war denn diese Anfangszeit?
00:23:50: Mit zwei Kindern die hier leben und eins was zu Besuch kamen wie hat sich das zusammengefunden?
00:23:58: Es ruckelt am Anfang sehr.
00:24:00: Ja, das kann man ganz genau so sagen.
00:24:02: Also es hat wirklich sehr geruckelt.
00:24:05: Ganz normale alltägliche Dinge waren plötzlich ganz anders wenn es um Körperpflege ging, ums Waden zum Beispiel.
00:24:13: also das war schon sehr herausfordernd und sehr anstrengend dort bei dem Kind auch die Struktur reinzubringen, dass das Ganze kennenlernen von den täglichen Abläufen, die so in einer Familie ganz normal sind.
00:24:32: Ja das war schon super spannend!
00:24:35: Für mich nach ein bisschen spannender.
00:24:38: unser Pflegesohn hat mich komplett abgelehnt.
00:24:41: er hatte Angst vor mir wenn ich spezielle Bewegungen ausgeführt habe.
00:24:46: zum Beispiel habt ihr Handgum ist er sofort zusammengezuckt.
00:24:50: Wenn ich nachts zu ihm im Zimmer gegangen bin weil der wach war dann hat er sich sofort massiv körperlich gewährt.
00:24:57: Es war klar, dass er lernen muss, dass Frauen auch gut sind und das sie nicht der Feind sind.
00:25:02: Und ich bin dann zeitweise mir zurückgetreten, habe Paul vorgelassen... ...und man hat auch gespürt, er hatte Sehnsucht nach einer Mama.
00:25:11: aber es liegt noch was anderes da drauf.
00:25:14: Das hat ein halbes Jahr gedauert bis ich dadurch gedrungen bin.
00:25:18: Ja, was hat da geholfen in dieser Zeit?
00:25:21: Nicht aufgeben!
00:25:23: Auch wenn er nach mir getreten hat trotzdem Liebe auszustrahlen Zu wissen, alles wird gut.
00:25:31: Und wahrscheinlich auch dieses Gefühl ich bin jetzt nicht der Grund für seinen Verhalten.
00:25:35: Was
00:25:37: habe ich in jedem Moment gespürt?
00:25:38: Das ging nicht in meine Richtung.
00:25:40: das hatte nichts mit mir als Person zu tun.
00:25:43: Ich war stellvertretend der Feind
00:25:47: Bevor wir mit diesen euer Fliegefamilien Ding weiter machen.
00:25:53: Alexander ich hab vorher von dir erfahren dass du ja auch einer Ja, sagen wir mal ähnliche Geschichte hast.
00:26:01: Nämlich dass du adoptiert worden bist genau und das auch für dich nicht die leichteste Zeit war.
00:26:11: So wurde es mir gesagt und mehr weiß ich an der Stelle aber nicht.
00:26:14: War das auch so ein Grund dieses oder also einen Motiv zu sagen?
00:26:19: hey schlegefamilie ich kenne diese Thematik dass ich nicht mehr bei meinen Eltern leben kann hatte Ja, auch was damit zu tun mit der späteren Entscheidung selber Pflegemutter zu werden?
00:26:32: Also ich kann mich sehr gut zurück erinnern als das Thema bei uns aufkam.
00:26:37: Dass da in mir etwas ganz anderes stattfand als bei dir Paul.
00:26:41: Schon noch die Erinnerung meine Biografie.
00:26:45: und wenn ich mich selber reflektiere... Ich war immer schon eine Rebellin für Kinderrechte!
00:26:50: Ich möchte jedes Kind beschützen weil all das habe ich gebraucht und den vielerlei Hinsicht nicht bekommen.
00:26:57: Ich wurde gleich nach meiner Geburtsadoption freigegeben.
00:27:01: Leider kam ich in einer Adoptiv-Familie, die nicht sehr gut zu mir gewesen ist.
00:27:07: Ich wurde gut versorgt und es war immer Geld da und ich konnte reisen.
00:27:11: aber an allem Emotionalen scheiterte es dann doch.
00:27:14: Anliebe, Anleitung, Ananleitung... Und ich habe weiß wie dieses Gefühl ist diese Sehnsucht Wurzeln schlagen zu können, anzukommen gesehen zu werden.
00:27:28: Wie lange hast du da gelebt?
00:27:31: Eigentlich bin ich ja heute noch Adaptivkind, wenn man es
00:27:33: so sieht.
00:27:34: Ja genau, aber halt in den Kinder... Also
00:27:35: bis ein zwanzig
00:27:36: nicht ausgetunten.
00:27:37: Okay also das war dann aber, genau Du bist da komplett groß geworden.
00:27:41: Wenn man sagt dass gerade Du bist eine Rebellin für Kinder und für Kinderrechte wie kam es denn Dann dazu, also kam aus dieser großen Sehnsucht Und auch den Punkten die dann halt die Du nicht bekommen hast Hast Du irgendwann Etwas gespürt, so könnte es auch sein und das will ich weitergeben.
00:28:00: Und da wie kam es dazu?
00:28:01: Dass du heute gesagt hast Ich bin die Rebellin für Kinder und für Kinderrechte?
00:28:06: Tatsächlich glaube ich bin nicht als Rebelling geboren.
00:28:09: Sonst hätte ich das gar nicht so ausgehalten und wäre nicht zu dem Menschen geworden der ich heute Bin.
00:28:16: und Rebellion?
00:28:17: ja ich habe Aus eigener Erfahrung für mich erschlossen wo harpert es?
00:28:21: Wo schauen menschen weg?
00:28:22: wo greifen sie nicht ein?
00:28:24: was benötigen kinder?
00:28:25: wo muss man hinschauen?
00:28:27: Und das macht einen automatisch zum Kämpfer, finde
00:28:32: ich.
00:28:32: Das glaube ich dir gerne.
00:28:34: Gab es noch als du um dieses Nutzen in der Vorbereitung war zur Pflegefamilie?
00:28:42: Da wird natürlich auch darüber gesprochen.
00:28:45: Genogrammarbeit, Biografiarbeit – da war dieses Thema deine eigene Geschichte.
00:28:52: Ist es eine Ressource oder vielleicht auch eine Gefahr, vielleicht ein Triggerpunkt?
00:28:57: War das... Wie bewusst war dir das und wie konntest du das für dich eigentlich einordnen.
00:29:02: Das hätte ja auch theoretisch sein können, dass du denkst, boah, das funktioniert nicht!
00:29:07: Ich bin zusammend mit meiner eigenen Geschichte involviert und kann dem Kind das gar nicht geben was ich vielleicht eigentlich möchte.
00:29:14: Also genau diese Fragen haben wir uns gestellt ist es Gefahr oder spielt es umzu?
00:29:20: Es gab Zeiten, da waren wir uns nicht sicher was wird überwiegen.
00:29:24: Heute kann ich sagen die Erfahrung, die ich machen musste hat damit einen Sinn bekommen und natürlich ist immer die Gefahr.
00:29:30: gerade jetzt wo unser großer Pflegesohn in der Bubatät ist gibt es Triggerpunkte wie er auf mich zugeht.
00:29:38: und ja wir Eltern sind ja auf einmal ganz anders wir haben uns ja so verändert.
00:29:43: zum negativen Da muss ich schon für mich schauen.
00:29:48: Ich habe aber selber Therapie hinter mir, habe gut an mir arbeiten können.
00:29:53: Auch mein Yoga-Meditation hilft mir sehr dabei meine Mitte zu finden.
00:29:58: Das ist einfach die Zen-Philosophie, die uns da auch ein Stück weit des Lebens trägt.
00:30:05: Danke erstmal für diese Offenheit!
00:30:07: Das finde ich total spannend.
00:30:08: und auch diese Frage ist so was Ressourcen oder Gefahr?
00:30:13: Ob in Anführungsstrichen oder nicht weiß ich jetzt gerade gar nicht... Das gehört dazu, das auf jeden Fall zu reflektieren und dann kann es auch eine Ressource sein.
00:30:24: Okay!
00:30:25: Das war dieser kleine Seitenexkurs und dann schauen wir mal wieder wie's bei euch war.
00:30:30: Dann kam das Fliegekind da und das war ein bisschen trubelig am Anfang.
00:30:36: Wie hat sich denn das Familiengefüge an der Stelle verändert?
00:30:40: Wie hat euer Sohn darauf reagiert, wie hat deiner Tochter drauf reagiert wenn sie hebe?
00:30:46: Hat das was verändert auch in dieser Beziehung zueinander.
00:30:50: Wie hat die Familie verändert für euch?
00:30:56: Wir müssen sehr lange überlegen!
00:30:59: Das hat gar nicht so viel verändert oder... Nein
00:31:01: es hat nicht wirklich viel verändert zumal dass sich relativ schnell Erfolge eingestellt haben.
00:31:08: Ich hatte eben schon mal erwähnt, wie schwierig das im Alltag für den Großen war und mit dem Erfolgerzielen wurde es dann auch noch harmonischer.
00:31:23: Man fühlte und spürte richtig, dass eine zusammengewachsene Familie wird.
00:31:30: Aber
00:31:32: wir haben die Unterschiede zu spüren... bekommen.
00:31:35: Also wir hatten uns ja für ein ruhiges, ausgeschaltetes Kind entschieden.
00:31:38: Wir waren wirklich gespannt darauf wie können wir ihn einschalten?
00:31:42: Er passte so ziemlich gut zu unseren Lukas und auf einmal sehr angeschaltet war mal jetzt das komplette Gegenteil.
00:31:50: Das war nicht immer einfach für unseren großen Sohn.
00:31:54: aber dieses Gefühl – wir haben das zusammengeschafft!
00:31:57: Das hat uns so viel Positives gebracht.
00:32:00: Ich stelle mir es irgendwie gerade so vor, man ist ja für Kinder der dann auch eine richtige Veränderung gewesen, von alleine mit einem Elternteil jeweils zu sein.
00:32:13: So und dann kommt ein neuer Partner mit jeweils dann einem Stiefgeschwisterchen wie ich auch immer noch das nennen will dazu.
00:32:21: Und dann kommt noch einer anderen Person also einen Pflegekind von außen dazu.
00:32:28: quasi drei unterschiedliche Familien, die hier irgendwie zusammenwachsen.
00:32:32: Und so wie du es klingst mit diesen ganzen Themen und auch dieser Unterschiedlichkeit, die es gab ist es denn dennoch so dass man sagen könnte dadurch seid ihr noch mehr zusammengewachsen?
00:32:44: Ja Steffen vielleicht muss ich noch einmal einhaken.
00:32:46: Ich hatte ja vorhin erwähnt beim Kennenlernen das unser großer gesagt hat der passt zu uns.
00:32:56: an dieser stelle hat sich dann seine meinung komplett verändert.
00:33:00: ja weil er wie gesagt zum gegenteil
00:33:04: vom
00:33:04: ganz ruhigen stillen ausgeschildeten kind zum ständig plappenden schon morgens beim aufwachen himmeligen kind geworden ist und der
00:33:17: sogar im schlaf gesprochen hat
00:33:19: ganz genau.
00:33:20: und da hieß es dann Ich glaube, das geht nicht.
00:33:25: Das passt nicht!
00:33:26: Das will ich nicht!
00:33:28: Was
00:33:28: habt ihr getan?
00:33:29: Warum ist so eine Frage?
00:33:31: Okay also ja...das hat dann doch länger gedauert als war.
00:33:37: einfach ein paar Startschwierigkeiten.
00:33:40: Wie ist es an der Zeit geworden?
00:33:42: Also zuallererst haben wir Lukas das Gefühl vermittelt Wir sehen dich, wir nehmen dich wahr Wir verstehen deine Meinung Wir verstehen deiner Ängste Und dass es für dich nicht leicht ist.
00:33:54: Aber auch Lukas hat ja Erfolge gehabt mit unserem Pflegesohn und insgesamt die Familie, ich glaube es ist einfach unser Naturell immer das Positive rauszuziehen und nicht auf das negative festzuhängen.
00:34:07: Was stärkt euch dabei?
00:34:09: Das positive zu sehen, also das klang jetzt gerade schon wie wenn das Kind sagt was habt ihr da gemacht, was habt Ihr uns angetan der Familie?
00:34:18: Ist ja schon ein starker Satz!
00:34:20: Den muss man wahrscheinlich erst mal schlucken können.
00:34:23: Und ohne dabei zu verzweifeln und zu denken, ja tatsächlich was haben wir hier getan?
00:34:28: Wie seid ihr da ruhig geblieben und wann wurde das besser?
00:34:33: also so dass es dann harmonisch ist, dass die Akzeptanz auch von eurem Sohn da war?
00:34:40: Dachhaltig!
00:34:41: Also wir sind einfach ganz pragmatisch dran gegangen.
00:34:45: Step by step haben wir beide Kinder begleitet auch aufeinander zu.
00:34:49: Wir haben sie immer da abgeholt, wo sie stehen.
00:34:52: Ihre Fragen beantwortet natürlich von Lukas Seite mehr und am Ende war halt an jedem Abend das Gefühl es war gut wie wir's gemacht haben Es war anstrengend und dass jeder seinen Teil dazu geleistet hat Dass auch Lukas einen Teil des Systems war, dass das alles möglich gemacht hat ihn ernst zu nehmen.
00:35:15: Und ich glaube das hat bei ihm auch so eine Entwicklung erreicht an der gewachsen ist und das für sich auch erkannt hat.
00:35:25: Ja, wir haben dem Lukas ja vor allen Dingen auch vermittelt dass er so akzeptiert wird wie er ist und dass unser Pflegekind genauso akzeptieren muss wie es nun mal so ist.
00:35:40: Und ich glaube das hat im Laufe der Zeit dann auch die Einsicht gebracht Obwohl es immer für ihn nicht ganz leicht war, aber das Verständnis ist dann gewachsen.
00:35:51: Also dann konnte man darauf als Familie aufbauen und dann wurde es halt auch harmonisch.
00:35:59: Und dann muss man natürlich dazu sagen zwei Brüder Das kennen bestimmt ganz viele Familien.
00:36:06: Die Reibereien die es dann gibt die sind ob Pflegekind oder leibliches Kind genau so.
00:36:13: Ja, normale Wahnsinn!
00:36:14: Das ist dann wirklich der normale Wahnsinn da merkt man dann keinen Unterschied mehr.
00:36:20: Das glaube ich gern.
00:36:23: Habt ihr irgendwelche Schlüsselmomente wo ihr dachtet hey an dieser Stelle es da ist was passiert?
00:36:30: Hatten gerade dieses schöne Beispiel wo er sagt das mit dem Matratze und so weiter wo die eure beiden leiblichen Kinder Total schwieriges Wort, finde ich.
00:36:41: Aber so kann man es auseinanderhalten.
00:36:43: Gab es mit dem Pflegekind und euren Kindern solche Momente auch wo ihr denkt hey da ist was passiert oder war das einfach ein fortschreitender Prozess?
00:36:52: Also ich würde das mit einem Puzzle vergleichen.
00:36:55: Man pustelt Teil für Teil und am Ende kommt das Ergebnis raus.
00:36:59: Und genau so ist dieses Wachstum gewesen.
00:37:01: welches Teil war denn dann in diesem Puzzel das Schlüsselteil.
00:37:05: Genauso habe ich für mich kein Schlüsselereignis.
00:37:09: Ja, das sehe ich ganz genau so.
00:37:11: Das sind viele Teile die dann ineinandergreifen.
00:37:14: Da kann ich jetzt auch kein... Kein Ereignis festmachen was sich hier so benennen könnte.
00:37:20: Ja und es wäre wahrscheinlich nicht Teil der Realität.
00:37:25: Es gibt manchmal besondere Momente, dass ist ein Puzzleteil.
00:37:29: aber diese Metapher mit dem Puzzle ist an der Stelle gut weil egal wie groß und toll dieses Eregnis war, das funktioniert nur wenn davor und danach auch andere Teile dazu passen.
00:37:41: Und wie das bei einem Puzzle so ist, manchmal ist man vielleicht auf einer anderen Spur und packt irgendwelche Puzzleteile zusammen und denkt die müssen doch passen und vielleicht passen sie gar nicht.
00:37:51: Ich finde ich ein gutes Metapher an der Stelle.
00:37:55: Wie ist es denn heute eigentlich zwischen den ganzen Kindern?
00:38:01: Sind das...wie bezeichnen diese sich also?
00:38:03: sind das dann Pflegebruder?
00:38:08: ist das dann halt auch sein Bruder?
00:38:10: und wie ist es mit der Schwester?
00:38:12: Also, wie ist dieses Verhältnis heute?
00:38:14: Ja.
00:38:15: Es sind Brüder!
00:38:16: Wir mögen uns überhaupt nicht im Außen das Pflege davor zu setzen.
00:38:20: Das sind nicht unsere Pflegesöhne, sondern unsere Söhne.
00:38:24: Und das signalisieren wir im Außensein, das fühlt die Familie natürlich... und die anderen beiden wollen eigentlich gar nicht mehr, dass er zurzeit der Bruder ist.
00:38:34: Und er hat keinen Bock auf uns!
00:38:35: Der normale Wahnsinn.
00:38:37: aber nein wir sind ganz normal ohne Pflege davor.
00:38:41: Eltern Kinder Brüder Schwestern.
00:38:46: Man muss ja jetzt wirklich sagen Wir haben viele Jahre nur von Kindern gesprochen Von unseren Kindern wie gesagt das Pflege ja auch komplett weggelassen Wir haben das gar nicht mehr bemerkt, dass es gar nicht unser eigenes Kind ist.
00:39:06: Weil wir es als unser eigenem Angesehen haben.
00:39:11: Heute bergwirkend betrachtet war es schon auch noch mal ein wichtiger Moment, dass uns das auch nochmal deutlich gemacht wurde.
00:39:19: Dass wir Pflegeeltern sind.
00:39:22: gerade wenn es Streitpunkte gibt oder ich bin jetzt wie in der Pobatät und es da mal Übergriffe gegeben hat, dann macht das schon Sinn doch nochmal zu reflektieren und sagen ja natürlich sind Fliegereltern.
00:39:41: Und dass ist auch ein Job den wir hier übernommen haben – nicht nur Familie!
00:39:50: Genau, es ist halt beides.
00:39:52: Es ist halt einerseits und das kann ich auch gut verstehen in diesem alltäglichen Sein ist es natürlich glaube ich gut den Kindern zu signalisieren dass du zu der Familie gehörst und nicht Du bist jetzt hier weil das eine Jugendhilfemaßnahme ist so und Ich glaube das wäre das falsche so Weil die Kinder können an der Stelle gar nichts dafür Und sie wollen Familie leben und ich glaube das im Alltag zu haben ist glaube ich voll richtig Und gleichzeitig aber den Grad von Profession irgendwie zu haben, hey ja!
00:40:27: Aber wir sind eine Pflegefamilie.
00:40:28: Natürlich gibt es Besonderheiten und sei es das ist halt dann noch die Eltern des Pflegekindes gibt, die mehr oder minder immer eine Rolle spielen – die eigene Biografie und die besonderen Themen im Blickfeld zu behalten.
00:40:42: Ich glaube, dass ist so dieses Ding zwischen Privatheit wir nennen das ja auch gerne öffentlicher Familie zu sein.
00:40:51: Da kommen Leute ins Haus und die reden mit einem, dann gibt es Hilfeplansgespräche und so was.
00:40:59: Das ist halt auch Teil dieses Jobs oder der Berufung, weil es an dieser Stelle kein wirklicher Beruf ist aber vielleicht ein Berufung.
00:41:11: Ich habe von eurer Beraterin gehört dass ihr für diese Beratung, dass ihr da sehr offen seid und das ihr das sehr gerne annehmend und das auch gern in Anspruch nehmt.
00:41:25: Wie ist denn das für euch?
00:41:26: Dass da einmal im Monat so eine Familienberaterin vom VSE zu euch kommt um mit euch alle möglichen Themen bespricht und all das was dazugehört zu diesem Jugendhilfe, dieser Jugendhilfemaßnahme?
00:41:41: wie ist es für euch?
00:41:43: also ich kann von mir sprechen So wie ich erkannt habe, wie wichtig es ist dass jeder in der Familie seinen Teil dazu beiträgt und das ist nur weil wir alle zusammenhalten viel miteinander kommunizieren gemeinsam neue Wege erschließen.
00:41:58: Zu diesem Ergebnis-Familie kommt die Familie, die wir sind Und genauso sehen wir den VSE und unsere Beraterin.
00:42:06: Sie kommen zu uns um gemeinsam mit uns zu arbeiten.
00:42:10: Das ist doch immer schön im Leben nicht nur als Pflegeeltern objektiven Blick nochmal auf sich selbst gewinnen kann und das ist sehr wertvoll.
00:42:19: Und das wissen wir einfach zu schätzen.
00:42:21: Ja absolut, also das ist extrem wichtig!
00:42:25: Und toll muss ich hier an dieser Stelle wirklich mal sagen so gesehen zu werden und dass man sich auch alles austauschen kann ja Feedback bekommt um vor allen Dingen Erhält man ja auch Einblicke, wie läuft es bei anderen Pflegefamilien?
00:42:45: Weil dann kommen immer irgendwelche Ideen von der Beraterin was man vielleicht nochmal machen kann.
00:42:54: Was man anwenden kann.
00:42:56: Ja und so findet man gemeinsam den richtigen Weg.
00:43:01: also ich finde das wirklich großartig.
00:43:02: Es macht doch Spaß an der Stelle.
00:43:04: Wir sind altes Motto von unserem Träger.
00:43:07: gemeinsam finden wir Lösungen und an der stelle stimmt's natürlich auch.
00:43:11: und dennoch Und das les ich auch irgendwie häufiger mal in sozialen Medien oder so, wo es irgendwie darum geht.
00:43:19: Menschen die gerade am Anfang stehen – wie häufig kommt denn das Jugendamt und dass da schon aus einer gewissen Sorge ist?
00:43:27: Die kontrollieren hier etwas!
00:43:30: Wie viel Privatheit habe ich dann
00:43:32: noch?!
00:43:37: Lässt das und denke ich weiß ja irgendwie wie meine Kolleginnen und Kollegen das machen.
00:43:40: Und sehe es nicht so, aber die Gefahr ist glaube ich schon bei oder manche Leute sehen das irgendwie schon als Gefahr.
00:43:51: Wie habt ihr das jemals irgendwie so angenommen?
00:43:57: Ich kann das komplett nachvollziehen dass diese Gedanken aufkommen.
00:44:02: wenn ich jetzt nicht besser wüsste würde ich das vielleicht auch denken.
00:44:08: Also wenn Freunde zu Besuch kommen und man sich austauscht, so völlig normal.
00:44:15: Da muss sie niemanden Sorgen machen.
00:44:17: Das ist
00:44:19: vollkommen
00:44:19: unbegründet finde ich.
00:44:21: Ich kann das nicht anders beschreiben.
00:44:23: Ich weiß auch nicht wie es anders sein könnte Und vor allen Dingen sollte man ja auch bedenken.
00:44:30: Wenn es jetzt Dinge gibt über die ich nicht reden möchte würde ich das ja auch so nicht tun, aber das ist ja auch gar nicht die Intention von diesem Besuchen.
00:44:41: Irgendwas zu hinterfragen oder irgendwo nachzuschauen in irgendwelchen Räumlichkeiten.
00:44:48: Nein.
00:44:49: Ich glaube es wird einmal irgendwie am Anfang gemacht um einmal zu schauen da wir haben eine Checkliste um einfach zu schauen was hier jetzt gerade ein Kind rein sind.
00:45:00: beispielsweise und viele Sachen würde man auch bei einem eigenen Kind machen, sind die Steckdosen gesichert.
00:45:08: Gibt es irgendwelche Sachen an Treppen?
00:45:11: Wo man denkt okay da könnte ein zwei-, drei-jähriges Kind wenn's runterfällt ist das eine richtige Gefahr?
00:45:16: und dass ist das an der Stelle was einmal wirklich gecheckt wird und wie dann das potenzielle Kinderzimmer aussehen könnte.
00:45:24: natürlich wird das einmal... Das muss einmal gechecked wird auch vom Jugendamt.
00:45:28: aber ansonsten gehts genau darum in Austausch zu kommen In guten wie in schlechten Zeiten da zu sein.
00:45:36: und das ist glaube ich so dass Das wichtige an der stelle was sich bei euch spannend von das hat eure beratern aber extra noch mal sehr Speziell gesagt, dass das bei weitem nicht Bei jeder pflegefamilie so ist.
00:45:47: ihr nehmt euch beide immer Zeit ihr seid So wenn es irgendwie geht beide immer gleich gleichzeitig in dieser beratung dabei.
00:45:54: also Es ist nicht so dass man sagen könnte eine person von euch hat jetzt die haupt verantwortung.
00:46:00: Und das ist dann der der Gesprächspartner, die Gesprächspartnerin für die Beratung.
00:46:06: Sondern das macht ihr wie es geht beides.
00:46:08: Warum ist euch das so wichtig?
00:46:09: Paul und jetzt frage ich mal explizit weg!
00:46:11: Weil es ist häufig schon so... Du wirst man sagen dass also das insbesondere vor allem dann die Pflege Mutter ist, die dabei ist.
00:46:19: aber warum ist dir das an der Stelle auch so wichtig dabei zu sein?
00:46:24: Ja, warum is mir das so richtig?
00:46:26: Also ich sag mal wir funktionieren ja auch als Ehepaar in der Ergänzung.
00:46:32: Genauso ist es jetzt an dieser Stelle, also ich kann mich doch nicht außen vorlassen.
00:46:38: Ich bin doch im Alltag ganz genauso immer dabei mit den Kindern bei jedem Ausflug und dementsprechend soll das einfach so sein.
00:46:47: Ich gehöre dahin.
00:46:48: Ich möchte ja auch nicht aus zweiter Hand dann wieder Gespräche führen müssen sondern einfach live dabei.
00:46:59: Wie ist das für dich Alexander?
00:47:01: Beratung an der Stelle und vielleicht auch dieses Gefühl, ich muss das jetzt ja auch nicht alleine machen sondern er ist auch dabei.
00:47:08: Ist ja vielleicht auch die Chance dass man leider an der Stelle ihr habt ja vielleicht noch mal irgendwie unterschiedliche Ideen, dass man die dann zusammen besprechen kann mit unter sechs Augen dann an der stelle.
00:47:18: Ist das so ein... du denkst da nutzen wir mal auch die Beratungen dafür?
00:47:23: Natürlich!
00:47:24: Und vor allen Dingen muss sich das auch wieder ganz pragmatisch sagen.
00:47:28: Wir sind verheiratet, wir sind Eltern.
00:47:30: Aber wir haben auch eine Geschäftsbeziehung.
00:47:32: Also wir haben Job!
00:47:33: Wir sind Pflegeeltern und wie im jenen Job kann ich einer nur alleine fahren sonst kommt Unmut auf dem Büro.
00:47:41: Und ich bin da auch sehr glücklich dass Paul sich die Zeiten schaffen kann das wir uns gemeinsam auf den Weg machen.
00:47:48: aber das macht uns aus so sind wir.
00:47:50: wir sind ein Team
00:47:52: Ja, wir schlagen ja auch sowieso überall immer als ganze Familie auf.
00:47:56: Meistens als sechs?
00:47:57: Nebst drei Hunden, die ja nun auch noch bei uns wohnen und so kennt man uns und so leben wir halt.
00:48:07: Schön!
00:48:09: Ein Einsatz den ich von eurer Beraterin noch gehört habe dass und das hat mir so ein bisschen das Thema auch angeschnitten ist jeder darf hier seine Themen mitbringen.
00:48:20: Und dann schauen wir gemeinsam was wir daraus machen.
00:48:23: und ich dachte, das ist so ein Bisschen alles ja wie so einen Grundmotto von eurer Familie.
00:48:30: Das fand ich erst mal sehr stark.
00:48:31: Das hatte dir auch gerade schon gesagt Wie wichtig es denn das für euch zu sehen.
00:48:41: da kommt jemand bringt seine Themen Und dann schaut ihr nach, oder ihr hinter fragt nicht direkt dieses Verhalten.
00:48:51: Warum macht er das?
00:48:52: Sondern fragt dann was ist der gute Grund hinter diesem Verhalten?
00:48:58: Wie schafft ihr das diese Ruhe dazu bewahren und zu schauen so hey dieser Ausraster da muss ich jetzt nicht einsteigen sondern das könnte dieses Veralten haben.
00:49:10: Also erstmal könnt ihr das so machen.
00:49:12: gibt es irgendwann auch Grenzen?
00:49:13: Das schaffe ich jetzt auch gerade nicht mehr, so rational und so verstehend an der Stelle zu sein.
00:49:21: Aber wie wichtig ist diese Suche nach diesem guten Grund für euch?
00:49:25: Also wir sind ja achtsam mit uns!
00:49:28: Wir passen gut auf uns auf, dass wir unsere Aushalten haben – die Meditation, Yoga hilft da ganz….
00:49:35: Ja, uns wirklich sehr dabei, die Mitte zu behalten Und wir kommunizieren einfach sehr viel miteinander, die ganze Familie und auch mein Mann und ich.
00:49:46: Morgens abends haben wir unsere kommunikative Zeit wo jeder seine Themen anbringen kann und das tragen wir dann auch wieder in die Familie.
00:49:54: Wir können da entspannter mit umgehen aber es hat nicht immer funktioniert.
00:49:58: mit der Aufnahme unseres zweiten Fliegesohnes ist auch in unserer Ehe ganz schön trubel eingekämpft
00:50:03: war kein wie möchte darüber mehr erzählen.
00:50:08: Ja, er kam auch mit seinem Päckchen.
00:50:10: Es war eine sehr schwierige Anfangszeit mit ihm.
00:50:14: Auch sehr gewalttätig mir wieder gegenüber bei schlechter Erfahrung wie der mütterlichen Bereich, wovor liegen?
00:50:23: Es war ein hohes Stresslevel.
00:50:25: wir haben dann einige Zeit aus den Augen verloren genau diese Dinge zu tun von denen ich gerade gepredigt habe Yoga Meditation Achtsamkeit.
00:50:35: Und auf einmal sind wir auf eine Ebene gegangen, die wir in all den Jahren unserer Beziehung für uns nicht kannten.
00:50:42: Wir mussten uns das selbst erschließen und wir waren dann einer Grenze wo wir wirklich auch Angst bekommen haben dass es ja unsere Beziehungen lang anhaltend gefährdet.
00:50:56: Zum Glück haben wir ein tolles soziales Umfeld.
00:50:59: Unsere besten Freunde hatten sofort den Mut und die Liebe zu uns da ganz ehrlich mit uns umzugehen und dran zu bleiben.
00:51:07: Sie einfach gemerkt haben, da passiert was auch unser großer Sohn der sich an unsere Freunde gerichtet hat mit dem Gefühl dazu Hause stimmt fast nicht mehr.
00:51:16: das ist anders.
00:51:17: so kenne ich meine Eltern nicht.
00:51:19: und ja es war jetzt auch ein Prozess für uns ins daraus zu kämpfen das zwar kennen zu reflektieren die Probleme wieder zu Chancen zu machen.
00:51:32: Und heute sitzen wir hier und ist alles ziemlich gut.
00:51:34: Wie
00:51:36: habt ihr das geschafft?
00:51:39: Mit dem ganzen Trubel, der hier dann da war und ein zweites Pflegekind.
00:51:43: Also es ist ja nicht so dass man die Zeit hat als Paar irgendwie zu sagen okay dann nehmen wir uns jetzt Zeit für ihn, denn da muss man erst mal schaffen diese Zeit.
00:51:53: Was war wichtig?
00:51:54: Da sind wir unterschiedlich miteinander umgegangen.
00:51:59: also bei mir war es, dass ich es getrennt habe.
00:52:02: Ich habe die Geschäftsbeziehung mit meinem Mann, da sind wir die Pflegeeltern Und dann gibt es die Beziehung, die wir haben.
00:52:09: Die Liebesbeziehung und die Partnerschaft.
00:52:12: Ich habe das wirklich so getrennt, dass ich... ...das einen versucht hab mir nicht mit ins andere zu bringen.
00:52:19: Das hat natürlich auch gedauert bis das richtig gegriffen hat!
00:52:25: Ja und wie war deine Art?
00:52:27: Du beschreibst das ja schon ganz gut mit der Geschäfts-Bezierung.
00:52:32: und halt in der persönlichen Beziehungen Als wir das geschafft haben, das auseinanderzuhalten hat man auch wieder die kurzen Momente also die Zeit gefunden da miteinander persönlicher umzugehen.
00:52:47: und wie wir im Prinzip alles ausgehalten und auch geschafft haben ist es hier so an dieser Stelle genauso zu sehen.
00:52:58: Auch das haben wir dann halt bewältigt.
00:53:02: Es gab jetzt nicht Das besondere Geheimrezept, sondern einfach das Miteinanderreden und vor allen Dingen das Erkennen der Situation.
00:53:13: Also das war im Prinzip das Anerwichtigste.
00:53:17: Der Zusammenhalt auch wieder in unserem System Familie... Ja da bin ich sehr dankbar für unsere Freunde, für unsere Kinder und zusammen haben wir es geschafft!
00:53:28: Und in diesem Aushalten was ja ein Begriff klingt ja nicht schön Und dennoch ist es natürlich so, dass man schwierige Zeiten aushält.
00:53:37: aber auch da in diesem Aushalten steckt ein Halt drin.
00:53:40: Auch in einem Wort und ich glaube das ist an der Stelle das Wichtige zu sehen wenn gerade in so schwierigen Zeiten haben wir eigentlich gemeinsam noch genug Halt füreinander schauen also gibt es dennoch eine gemeinsame Basis mit all den Themen die sie an der Oberfläche sind.
00:53:57: gibt es noch irgendwie eine diese gemeinsame Basis, dass auch weiter miteinander so auszuhalten.
00:54:02: Dass wir das gut halten können und Mittenung erhalten können?
00:54:06: Ja ganz genau!
00:54:07: Mittlerweile sehe ich das Aushalten tatsächlich als etwas Positives.
00:54:12: Es hat sich also komplett gedreht.
00:54:15: Das ist eine tolle Erkenntnis.
00:54:18: Also wenn man das Aushalten positiv darstellen kann... ...und das doch etwas Besonderes macht einen stark, wenn man dies kann dieses aushalten und dann wird es da etwas Gute.
00:54:31: Man darf nur die Zuversicht nicht verlieren, man muss ganz fest an sich glauben.
00:54:36: Ja das ist glaube ich mega wichtig!
00:54:38: Dass daran glauben weil nur dann kann es funktionieren wenn man... Und andererseits ist es wahrscheinlich auch wenn man denkt okay ich sehe den Glauben nicht mehr Dann ist aber auch ein Zeichen dass in eine andere Richtung gehen würde.
00:54:52: Aber ihr habt's vor euch gesehen Das ist dann natürlich super.
00:54:56: Und nach diesem ganzen Wirbeln, zweites Pflegekind ist da und dann kommt noch diese Thematik dazu wie ist denn dieses Leben für euch heute als Pflegefamilie?
00:55:08: Nach diesen ganzen Themen, nach dem Auf- und Ab viele Menschen und viele Lebewesen die hier im Haus sind.
00:55:15: ich würdet ihr euch heute auch als Familie sehen.
00:55:21: Nach wie vor.
00:55:22: natürlich sind wir verrückt laut.
00:55:27: Individuell macht Spaß.
00:55:32: Es ist spannend, ja es ist immer irgendwas los.
00:55:38: Es gibt nie Stillstand und geht immer weiter.
00:55:43: Und wir sind stolz!
00:55:45: Wir dürfen stolz sein und das tragen wir auch immer an die Kinder.
00:55:48: Ihr dürft stolz seien?
00:55:50: Wir haben so vieles jetzt geschafft, wir sind dran gewachsen.
00:55:53: Wir sind alle miteinander reifer geworden uns wurden Perspektiven eröffnet, an die wir sonst doch gar nicht rangekommen wären.
00:56:02: Und das nehmen wir wiederum so dankbar an.
00:56:05: und trotzdem frage ich mich manchmal wie haben wir es eigentlich geschafft?
00:56:12: Das glaube ich gerne!
00:56:13: Es hört sich richtig schön an und dass diese Frage stelle ich ganz gerne mal gibt ist was worauf ihr stolz seid.
00:56:19: also es ist schön, dass sie das einfach für euch selber schon längst beantwortet habt.
00:56:23: Wir sind darauf stolz und das könnt ihr auch an der Stelle sein so viel zu tragen, soviel zum Meister mit diesen ganzen Themen und dabei nicht diese Zuversicht zu verlieren.
00:56:32: Ich glaube das ist ganz wichtig.
00:56:35: Paul jetzt ich habe dir eine Frage aufgeschrieben weil mir das auch vorher gesagt worden ist dieses Thema Meditation.
00:56:43: Alexander du hast es ja schon gesagt und ich glaube dass etwas auch was Alexandra dir näher gebracht hat dieses meditieren rohe achtsamkeit.
00:56:53: war das so?
00:56:54: Und bedeutet das jetzt an der Stelle auch für dich?
00:56:58: Ja, das ist etwas ganz Wichtiges in meinem Leben.
00:57:03: Man darf sich allerdings nicht so vorstellen dass ich mir unbedingt die Zeit nehmen muss eine Stunde stramm zu meditieren.
00:57:11: also so ist es gar nicht gemeint sondern ich kann mich tatsächlich in Alltagssituationen direkt in die Meditation versetzen und dadurch runterkommen ruhig und ausgelassen sein, damit ich meiner Frau sehr dankbar, dass sie mich dazu gebracht hat.
00:57:32: Ist das dann also so eine Art Kraftquelle an dieser Stelle auch für euch?
00:57:37: So wenn ihr merkt die Akkus sind ganz schön leer bei mir weil der Tag herausfordernd ist und so wie heute dann ist es irgendwie dreißig Grad und all das und abends vollkommen zu Ende und ja wahrscheinlich auch noch einige Themen mit den Kindern gehabt und alles stressig.
00:57:58: Sind das dann auch die Momente, wo er sagt, darum kann ich wieder ein bisschen auftanken?
00:58:03: Es ist ein großer Bestand sich wieder mit Energie zu füllen, den Akku aufzufüllen.
00:58:10: Aber es ist nur einen Teil von dem ganz wichtiges Die Kommunikation Und dass wir alle so achtsam tatsächlich miteinander umgehen Dass wir immer voneinander wissen wie fühlst du dich und dass sich hier keiner zurücknimmt, nicht traut zu sagen ich bin gerade wütend.
00:58:27: Ich bin da traurig und das ist das ganze.
00:58:31: Das ist wieder das Puzzle.
00:58:32: Welches Teil ist es am Ende wirklich?
00:58:35: Es ist jedes Teil vom Puzzel ist wichtig.
00:58:37: Okay also Kommunikation auch in der... Also jeder darf hier sagen, ich bin grad traurisch, ich Bin grade wütender.
00:58:46: Ich brauche mal zehn Minuten Ruhe.
00:58:49: Oder ein Familienrad ausrufen, das darf hier jeder auch gleich berechtigt.
00:58:53: Ja eine ganz wichtige Institution bei uns.
00:58:56: Wie häufig gibt es das?
00:58:58: Auch das kommt darauf an meine Woche gar nicht.
00:59:00: dann haben wir eine Woche da sind fünf
00:59:02: und dann heißt du's keine Ahnung merkt irgendwo da oben ist gerade richtig Trubel und jemand schreibt Familienrad Und dann wird er einen berufen.
00:59:10: oder wie läuft das?
00:59:12: also jeder hat das Recht ein Familienrat auszurufen.
00:59:15: Das heißt ein Thema dass den grad bewegt eine Regel, die ihr anbringen möchte.
00:59:19: Eine Idee, die ja zur Diskussion gibt und da müssen innerhalb von zehn Minuten bis nach halbem Stunde alle am Tisch sitzen oder man verschiebt es auf den Abendbereich wenn dann auch alle zu Hause sind und dann darf derjenige sein Thema anbringen.
00:59:32: das kann natürlich auch mal sein ich fand das heute richtig kacke dass mein Bruder ständig mein Lego kaputt gemacht hat und ich möchte jetzt ne Regel wie wir das trennen und dann verja überlegt die Familie gemeinsam.
00:59:43: Oder es gibt auch Situationen, dann wurde mal Geld aus einem Pop-Manier genommen.
00:59:47: Das wird in Familienrat besprochen.
00:59:50: was ist die Konsequenz?
00:59:51: Was würdet ihr einzeln für eine Konsequent anbringen?
00:59:56: Und damit fahren wir sehr gut!
00:59:58: Die Kinder fühlen sich gleichberechtigt obwohl wie schon die Autoritären im Ganzen sind den Finger drauf halten aber sie fühlten sich gleich berechtigt und mit ihren Sorgen ärgern.
01:00:08: das ernst genommen
01:00:10: Das finde ich super.
01:00:11: Obwohl es wahrscheinlich auch manchmal schwer fällt, dass irgendwie auch da zu sagen okay Kinder können natürlich auch mal sagen was denen an den Eltern nicht gefällt.
01:00:22: Kommt vor!
01:00:22: Wo man denkt ok
01:00:24: Aber das ist ja nur fair Muss
01:00:25: sich jetzt auch mal schlucken.
01:00:26: Ja dann sind wir wieder bei dem Aushalten Was man halt an der Stelle auch ganz gute Namen kommen
01:00:32: Genau Eltern seien heißt nicht.
01:00:35: Also heißt natürlich man hat eine besondere Aufgabe.
01:00:38: aber das will ich auch dass die Kinder Das gehört hin.
01:00:41: Du bist selber die Verfechterin von den Kinderrechten selbst anhand und dementsprechend muss man das auch manchmal aushalten, das kenne ich selber gut, dass man auch mal selber hinterfragt wird.
01:00:53: Alexander jetzt sitzt du hier und blickst so wie ich dich gerade mitbekomme, doch wirklich sehr stolz auf deine Reise, eure Reise als Pflegeeltern und hast aber gesagt bei beiden Pflegesöhnen, die ankam Ja, sie dich erstmal so nicht akzeptieren konnten.
01:01:13: Dass dort Themen aufgetauscht sind, dass dann dein Mann eher die zu den Kindern gegangen ist weil das gesagt wurde es getreten und so und sitzt jetzt hier aber auch als stolze Mutter, als stolzer Pflegemutter.
01:01:32: Wie kommt's dazu?
01:01:33: Dass du das auch für dich jetzt so verarbeiten konntest was?
01:01:38: Weil?
01:01:38: das kann ja auch für dich vielleicht Narben hinterlassen.
01:01:42: Wie ist es für dich heute?
01:01:45: Also wenn ich heute reflektiere, dann vergleiche ich das mit Schwangerschaft und Geburt.
01:01:51: Ein Pflegekind kennenzulernen ist wie ... Das Ei wird befruchtet!
01:01:56: Dann gehst du durch die Schwangersschaft, die Kennlernphase.
01:01:59: Das Kind kommt zu dir nach Hause Und jeder der eine Schwangershaft miterlebt hat Ob die Mutter selber oder der Vater weiß, was das für Problematiken mit sich bringt.
01:02:08: Wie schwer es am Ende ist!
01:02:10: Und dann kommt die Geburt.
01:02:12: Die ist schmerzhaft.
01:02:13: ob Kaiserschnitt oder natürliche Geburt Es tut weh.
01:02:18: An dem Moment wo du das Kind riechst dein Baby auf dem Arm
01:02:21: hast
01:02:22: fühlt sich alles einfach richtig an.
01:02:24: und genauso reflektiere ich heute den Weg von.
01:02:27: wir haben uns entschieden Pflegeeltern zu werden?
01:02:31: Zu dem Punkt wo wir heute sitzen und sagen Wir sind eine Familie
01:02:36: Und dann auch war es mal mit Schmerzen verbunden.
01:02:38: Natürlich!
01:02:39: Auch tatsächlich auch körperlichen Schmerz.
01:02:41: Genau,
01:02:42: aber am Ende riechen sie alle ganz toll.
01:02:46: Wow super Ich könnte jetzt glaube ich noch Ewigkeit mit euch weiterreden Aber wir haben jetzt hier schon eine Stunde auf meinem Aufnahmegerät.
01:02:54: Von daher habe ich nur nach zwei Fragen an euch und zwar das stelle ich immer gerne vielen Leuten weil die Antworten immer sehr spannend finde Was würdet ihr denn Menschen sagen?
01:03:07: Die überlegen Pflegefamilie ist das was für mich, ja oder nein.
01:03:12: Was würdet ihr denen denn eigentlich sagen?
01:03:16: Ja man muss sich selber reflektieren.
01:03:18: Man muss wissen wir gehen jetzt einen Weg gemeinsam und immer schauen gehen wir den Weg auch immer noch gemeinsam.
01:03:26: Und dann muss man sich mal wieder nach rechts, nach links ruckeln.
01:03:30: Was unserer Erfahrung ist... Wir sind ja nun nicht mehr die Jüngsten!
01:03:33: Wir stehen ja so zwischen den Stühlen.
01:03:36: Wenn ich jetzt beim Elternabend bin mit meinem Mann, sind wir mit Abstand die Ältesten.
01:03:40: Da könnten die Mütter oder schon meine Tochter sein und wir passen auch nicht mehr zu unseren Freunden, die ja jetzt alle schon so groß ältern werden.
01:03:50: So an die Sechzig sind und mit denen können wir nicht mithalten weil wir haben die Kinder zu Hause.
01:03:56: also man bleibt jung und spontan Und muss den Mut haben einfach in keine Schublade zu gehören.
01:04:05: wenn man Kinder liebt dann Dann traut es euch zu, informiert euch.
01:04:09: Geht den Weg.
01:04:10: Kommuniziert und alles wird gut!
01:04:15: Also dieser Grundoptimismus muss schon verhandeln sein.
01:04:18: Das muss ich ganz ehrlich jetzt mal so erwähnen... Dass
01:04:22: alles gut wird?
01:04:24: Ganz genau.
01:04:28: Ansonsten hat meine Frau das gerade so super ausgedrückt.
01:04:31: Da kann ich mich wirklich nur anschließen dass ist...
01:04:35: Ja.. Ich könnte da auch selber irgendwie nur ergänzen, von wegen ausprobieren und abbrechen kann man den Prozess beispielsweise in der Vorbereitung immer.
01:04:45: Also das ist auch also was ich irgendwie gerne auch den Menschen sage die mich irgendwie fragen hey schaut es euch an geht in die Vorbereitung, sprecht mit den Beraterinnen und Beratern.
01:04:59: Und wenn ihr nach ein paar Monaten merkt das ist nichts oder das würde unser Familiensystem überfordern oder mich überfordert oder was auch immer dann die Gründe sind, dann ist es okay.
01:05:10: aber wenn ihr überlegt das zu machen dann schaut euch an weil das Kind wird nicht morgen bei euch sein Das wird derzeit dauern und das kommt auch nur dann wenn ihr euch absolut sicher seid so dass Der Punkt ist, man braucht keine Hemmung zu haben.
01:05:24: Man geht keinen Vertrag ein und sagt so und dann kommt in drei Monaten hier ein Kind?
01:05:30: So ist es nicht!
01:05:31: Genau die letzte Frage und habe ich mir jetzt noch mal spontan überlegt weil mit dem ansonsten wäre die Frage gewesen was euer Familienmotor ist.
01:05:39: das haben wir schon ein bisschen rausgehört und ihr habt mir vorher gesagt dass fällt euch schwer.
01:05:43: also versuche ich eine andere Frage.
01:05:44: aber
01:05:45: vielleicht hätte ich spontan was okay
01:05:46: da machen wir den auch dazu.
01:05:48: Also Familien Motto
01:05:49: Haben innen find out?
01:05:50: Kamen in den find-out klingt super.
01:05:54: Der alte Douglas-Spot, der... Genau!
01:05:56: Aber es ist so passend im Außen.
01:05:58: Ja
01:05:58: genau.
01:05:59: Kommt rein und nicht wie man felsicherweise übersetzt findet wieder heraus sondern findet es heraus.
01:06:03: Findet es heraus?
01:06:04: Genau, findet es raus.
01:06:05: ja Das wäre jetzt an sich auch fast eine Beantwortung für die eigentliche Frage, die ich jetzt habe.
01:06:13: Und zwar ist sie geklaut bei einem berühmten Podcast und viele werden den kennen.
01:06:17: Ich sage aber dann noch seinen Namen nicht.
01:06:19: Wo lernt doch?
01:06:19: Kann ich sagen.
01:06:20: Ich habe schon Douglas gesagt von Hotel Matz.
01:06:22: Er macht immer oder sehr häufig zum Schluss die Aussage dass er am Potsdamer Platz... und ich glaube nicht weiß gar nicht ob es stimmt, aber er sagt, er hat am Patsdamerplatz einen Plakatwand für sich gemietet.
01:06:35: Und was da draufsteht, können sich immer die Gäste aussuchen.
01:06:39: Was dort für ein Spruch stehen sollte, den dann die ganze Welt lesen müsste?
01:06:44: Wenn wir jetzt vom VSE in der Zweckpflegefamilien einen Spruch hätten, den wir an so eine Plakatwand machen könnten und ihr könntet ihn aussuchen zum Thema entweder Pflegekinder oder Kinder allgemein... ...was wäre das für ein spruch?
01:06:59: Es fällt mir gerade schwer, dass du formulierend aber es würde in die Richtung gehen in dem Moment wo du aufhörst, Prozesse lenken zu wollen, einwirken zu wanten.
01:07:09: Vor allen Dingen kontrollieren zu wollen.
01:07:12: Beginnt das Leben mit all seinen Facetten und kannst du freigeschalten?
01:07:18: Und das macht Pflegefamilien aus, denke ich!
01:07:21: Dass man nicht alles steuern kann... Richtig.
01:07:26: Den Mut dazu auch
01:07:27: hat.
01:07:27: Manche Dinge loszulassen.
01:07:28: In jedem Prozess wird Kontrolle einzuwirken.
01:07:32: Also mit Kontrolle war ich glaube ... irgendwie am Steuer zu sein, das muss man als Eltern schon.
01:07:37: Aber die Reise kann auch ein bisschen wie der Weg irgendwie ist.
01:07:43: Genau!
01:07:44: Das kann man nicht mit Erzwang ziehen.
01:07:46: Ja, das sind spannende Gedanke.
01:07:49: Paul hast du noch einen?
01:07:53: Nee, da ist gerade im Blockade, da habe ich gerade keinen schönen Spruch.
01:07:59: Aber wir hatten ja schon mega viele Sprüche und...
01:08:03: Ich glaube auch darin sind wir sehr flexibel, jeden Tag ein neues Motto.
01:08:07: Habt ihr Mut nicht alles zu kontrollieren?
01:08:09: Weil wir können gar nicht mehr an morgen so geplant rangehen wie wir es früher konnten.
01:08:14: Genau und zeigte mir jetzt zum Schluss noch mal dort wo wir gestartet sind mit der Frage wer ist spontaner von euch beiden.
01:08:23: Immer noch ich!
01:08:24: Aber divitiv!
01:08:26: Nichtsdestotrotz hat richtig viel Spaß gemacht mit euch zu quatschen Ein Blick gegeben hat auch von eurem Familienleben als Pflegefamilie, aber auch von euren Leben als Paar und welcher Höhen-und Tiefen man als Familie haben kann.
01:08:41: Vielen vielen Dank!
01:08:43: Das hat mir richtig viel Spaß gemacht.
01:08:45: Uns hat es auch Spaß gemacht, danke schön!
01:08:47: Gerne, war wirklich schön...
01:08:50: Das war mein Gespräch mit Alexandra und Paul.
01:08:53: Vielen dank euch beiden dass ihr so offen von eure dem Familienleben
01:08:56: erzählt
01:08:56: habt.
01:08:57: Es ist nicht immer selbstverständlich andere so nah an den eigenen Alltag heranzulassen.
01:09:02: Nur so mehr freue ich mich, dass unsere Hörerinnen und Hörern einen Einblick bekommen konnten wie ihr als Familie miteinander lebt, Herausforderungen begegnet und dabei nie den Blick für die Bedürfnisse jedes einzelnen verliert.
01:09:14: Wenn ihr mehr über das Thema Pflegefamilien erfahren möchtet oder selbst darüber nachdenkt einem Kind ein Zuhause zu geben findet ihr alle Informationen auf unserer Website www.netzwerk-pflegefamilie.de.
01:09:26: Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge von Netzwerkpflegefamilien, der Podcast.
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