Ein Kind, zwei Familien
Shownotes
🎙 Ein Kind, zwei Familien
Wie wird aus einer Familie eine Pflegefamilie? Und wie gelingt es, dabei auch die Eltern des Pflegekindes im Blick zu behalten?
In dieser Folge von Netzwerk Pflegefamilien – der Podcast spreche ich mit Marina über ihren Weg zur Pflegefamilie. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn hat sie sich entschieden, einem Pflegekind ein Zuhause zu geben.
Wir sprechen darüber,
🔸 wie aus einer ersten Idee eine Entscheidung wurde, 🔸 wie sie ihren Sohn auf dem Weg zur Pflegefamilie begleitet haben, 🔸 wie die erste Zeit als Familie war 🔸 und warum es ihr so wichtig ist, den Eltern ihrer Pflegetochter mit Wertschätzung zu begegnen.
Marina erzählt, weshalb sie den Eltern Fotos aus dem Alltag zeigt, warum sie sie als wichtigen Teil der Lebensgeschichte ihrer Pflegetochter versteht und wie diese Haltung ihrem Familienalltag guttut.
Ein Gespräch über Familie, Vertrauen und die Überzeugung, dass ein Pflegekind zwar in einer Pflegefamilie lebt, seine Eltern aber trotzdem Eltern bleiben.
🧡 Wenn du mehr über das Thema Pflegefamilien erfahren oder selbst darüber nachdenkst, einem Kind ein Zuhause zu geben, findest du weitere Informationen unter:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Was trauen wir uns als Familie überhaupt zu?
00:00:04: Welchen Grad der Behinderung zum Beispiel, welches Geschlecht.
00:00:07: Welche Vorgeschichte kann das Kind mitbringen?
00:00:10: wie groß darf dieser Rucksack sein?
00:00:12: was können wir als Familie tragen?
00:00:14: und das sind so Sachen.
00:00:16: die haben einfach Zeit gebraucht und da bin ich total froh dass wir diese Zeit hatten.
00:00:21: ja dann kam sie rein Bereitschaftsleger Mutter hatte sie in so einer Babyschale, dann wurde sie mir auf den Schoß gesetzt und das war was wo ich gar nicht mit gerechnet habe.
00:00:31: Was würdest du ihr heute gerne sagen, was Sie denn in der Zukunft mal hören sollen?
00:00:37: Dass sie eine sehr selbstbewusst temperamentvolle kleine Dame ist und super viel lacht und ganz viel Frühlichkeit mit sich bringt und wir so dankbar sind dass sie bei uns ist.
00:01:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Netzwerkpflegefamilien der Podcast.
00:01:06: Heute spreche ich mit Marina und ihren Weg zur Pflegefamilie.
00:01:10: Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn hat sie sich entschieden, einem Pflegekind ein Zuhause zu geben.
00:01:16: Wir sprechen darüber wie aus einer ersten Idee eine Entscheidung wurde Wie Sie Ihren Sohn auf diesem Weg mitgenommen haben Und wie sich Ihr Familienleben verändert hat.
00:01:25: Besonders beeindruckt hat mich in unserem Gespräch aber ihre Haltung gegenüber den Eltern der Pflegetochtern.
00:01:31: Marina erzählt, warum sie überzeugt ist dass die Eltern ihres Pflegekindes weiter wichtig bleiben.
00:01:37: Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Interview!
00:01:41: Marina erst mal schön das ich heute hier bei dir sein kann und wir über euren Weg als Pflegefamilie sprechen.
00:01:48: bevor wir damit aber genau starten.
00:01:50: möchtest du dich einmal gerne selber vorstellen?
00:01:53: Ja sehr gerne.
00:01:54: ich bin Marina.
00:01:56: Ich bin thirty-eight Jahre alt, bin verheiratet seit zehn Jahren so ziemlich genau.
00:02:01: Habe einen Sohn der ist acht und eine Pflegetochter die wird nächsten Monat zwei.
00:02:09: Okay gibt es etwas was ansonsten unsere Hörerinnen von euch wissen sollten damit sie direkt drin sind?
00:02:18: wie kann ich mir diese Familie vorstellen?
00:02:22: Ja, ich kann ja mal kurz unsere Familie erläutern.
00:02:25: Also die zwei Kinder habe ich gerade schon benannt.
00:02:28: Mein Mann ist vom Beruf Landwirt.
00:02:30: Wir haben einen kleinen Bio-Betrieb den mein Mann im Nebenerwerb noch führt und wohnen dementsprechend sehr ländlich.
00:02:39: Genau!
00:02:40: Ich bin Sozialpädagogin und arbeite als Lehrerin für Erzieherinnen.
00:02:49: Das ist so erst mal grob zu uns.
00:02:52: Und wir haben eine Hündin, die gehört natürlich auch noch zur Familie.
00:02:54: Eine Lagotto-Hündin.
00:02:56: Ich finde das immer faszinierend.
00:02:58: Ich glaube mindestens... ...fünfzig Prozent aller Familien, die ich im Padgas hatte, da ist immer ein Hund dabei!
00:03:06: Es ist total spannend.
00:03:08: Hunde gehören glaub' ich so zu Pflegefamilien dazu und Ich glaube auch irgendwie aus gutem Grund.
00:03:15: Ich habe schon häufig Geschichten gehört von Pflegekindern, wo der Hund in der Familie richtig beim Ankommen geholfen hat.
00:03:24: Gucken wir mal wie es ist.
00:03:26: Wenn wir später vielleicht mal darauf eingehen, wie das bei euch war.
00:03:30: kurz vorweg aber euer Pflegekind ist auch noch relativ... relativ klein.
00:03:33: Von daher das beste Beispiel was ich da hatte, was mir gerade einfüllt war die Pflegetochte glaube ich acht als die Familie gekommen ist und da war es so dass der Hund ein ganz ganz wichtiger Punkt war um in dieser Familie anzukommen.
00:03:50: aber okay ihr habt genau du hast grad gesagt ihr habt zusammen Sohn und ja irgendwann kam wohl die Idee auf noch ein zweites Kind zu bekommen.
00:04:00: Und da war, wie ich das aber schon gehört habe auch so in einem Vorgespräch was ich mit eurer Beraterin hatte, war jetzt nicht zwangsläufig dieser Gedanke da das muss jetzt ein eigenes Kind sein.
00:04:11: erst mal stimmt das und kannst du mir sagen, wie das damals bei euch genau war?
00:04:16: Ja genau also es war ein recht langer Prozess bei uns.
00:04:19: wir haben als für zusammengekommen sind dann macht man sich ja schon so Gedanken ah wie soll denn unsere Familie später mal ausschauen?
00:04:26: Und da haben wir schon gesagt, naja so ein bis zwei Kinder auf jeden Fall tendenziell eher zwei.
00:04:32: Dann bin ich relativ schnell auch schwanger geworden und unser Sohn war da und wir haben gesagt nie wir bleiben zu dritt.
00:04:41: Wir haben recht schnell gesagt nee also das war alles gut und wir sind ganz dankbar dafür dass es dass wir zu drit sind.
00:04:48: aber wir brauchen nicht nochmal eine Schwangerschaft und auch definitiv keine Geburt mehr war erstmal unser fester Standpunkt und der hat auch so drei, dreieinhalb Jahre angehalten.
00:05:04: Und dann kam immer mal wieder das Thema auf irgendwie wäre es schön nochmal ein anderes Gegenüber zu haben dass der Fokus nicht nur auf unseren Sohn gerichtet ist.
00:05:15: Ja, und dann haben wir uns erst mal ein Hund angeschafft.
00:05:18: Genau!
00:05:18: Dann kam bei unsere Hündin quasi was auch schon total gut war also insbesondere für die Entwicklung für unseren Sohn.
00:05:26: du hast ja gerade schon gesagt dass das bei Pflegekindern auch immer ganz hilfreich war für uns als Familie und für so die emotionale Entwicklung für unser Sohn fand ich das mega was da so passiert ist.
00:05:41: Ja und dann war das immer mal so ein Prozess, dass wir gesagt haben naja irgendwie wäre es doch auch mal gut oder schön wenn hier noch ein zweites Kind mit am Tisch sitzen würde.
00:05:52: Und dann haben wir das wieder verworfen.
00:05:55: also das kam nicht von heute auf morgen sondern das waren mehrere Gespräche und dann wars wieder weg, dann war's mal wieder da und dann haben die halt so gesagt naja und es muss ja auch kein leibliches Kind sein Es kann ja ein Kind kommen was nicht biologisch von uns ist Genau.
00:06:11: Und wer hat dieses Thema genau passiert, angesprochen?
00:06:16: Warst du das oder ist dein Mann so genau dieses Thema halt, dass es auch ein Pflegekind sein könnte?
00:06:26: Ja also das kam schon von mir.
00:06:29: jetzt muss ich dazu sagen, dass ich zwanzig selbst auch im Pflegekinderwesen tätig war und Dieses Thema, wie das halt so ist wenn man Arbeitsthemen mit nach Hause bringt ja dann schon auch hier bei uns in der Familie gewesen ist ohne dass es jetzt für uns irgendwie eine Relevanz hatte.
00:06:48: Aber da kam dieses Thema erstmalig auf und das war aber nicht so, dass wir gesagt haben achja cool wir wollen das auch sondern das war halt erst mal da das Thema weil ich das arbeitstechnisch mit nach hause gebracht habe als mein Mann und ich immer mal wieder so verlegt haben Möchten wir noch ein Kind, möchten wir ein leibliches Kind?
00:07:06: Und ich dann aber die Option reingebracht habe.
00:07:08: Naja was ist denn wenn wir einen kind aufnehmen bei uns?
00:07:12: und da war mein Mann überraschenderweise relativ offen.
00:07:16: Also er hat das für sich gar nicht blockiert, sondern hat es erstmal so für sich sacken lassen und wir haben immer mal wieder darüber gesprochen.
00:07:24: also es war jetzt nicht irgendwie Marathongespräch und dann haben wir entschieden wir machen das und denn das waren viele kleine Gespräche wo wir dann immer einmal gesagt haben ach ja das wäre ja ganz schön und das wären vielleicht aber auch mögliche Gefahren und da haben wir das wieder verworfen und so ging das irgendwie eine Weile bis wir dann den ersten Schritt gegangen sind.
00:07:44: Ich glaube, so geht es vielen.
00:07:45: Also dass man erst mal am Anfang das Idee irgendwann mit so einem Gedanken und der denkt auch, das wäre da auch schön wenn hier noch ein Kind ist und... Dass das vielleicht auch kein leibliches Kind ist Und man tut vielleicht eine gute Sache weil viele Kinder brauchen halt Ein neues Zuhause die können nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern nehmen.
00:08:06: Denkst du aber, das wär doch vielleicht was?
00:08:08: Aber dazwischen, ja... Genau, das hast du gerade schon gesagt Gibt's so einen langen Prozess von.
00:08:13: Der Gedanke ist schön.
00:08:14: Und wann gehe ich diesen ersten Schritt?
00:08:16: Gab's irgendein Punkt, wo ihr gesagt habt, jetzt probieren wir es und jetzt melden wir uns beim... Habt ihr euch direkt eigentlich bei uns gemeldet oder habt ihr euch auch die Suche begeben?
00:08:29: wie habt ihr diesen Schritt nach und nach gefunden?
00:08:33: Wir haben uns tatsächlich auf die Suchen begeben.
00:08:37: also ich hab mir Träger im Vorfeld angeschaut, insbesondere auch im Netz.
00:08:44: Und wir haben auch andere Träger kennengelernt und letztlich sind wir aber dann beim VSE gelandet und dort geblieben, also haben uns für den VSE dann auch bewusst entschieden.
00:08:55: Okay wie war denn das erste Gespräch?
00:08:58: Das war schön, spannend und aber auch total locker!
00:09:03: Also das war irgendwie so dass wir das Gefühl hatten wir können hier echt alle unsere Fragen abladen brauchen uns nicht irgendwie Verstellen oder so, sondern wir werden ernst genommen mit dem was wir uns vorstellen und ja das irgendwie auf einer Augenhöhe die uns sehr gut gefallen hat.
00:09:26: Wie war es denn für euren Sohn?
00:09:28: habt ihr euch?
00:09:29: Habt ihr den im Vorfeld schon direkt in dieses Thema mit reingezogen, habt ihr das mit ihm besprochen oder habt ihr erst zum späteren Zeitpunkt gemacht?
00:09:40: Auf jeden Fall später, was irgendwie ganz merkwürdig war.
00:09:44: War so parallel wo wir mal wieder über das Thema zweites Kind gesprochen haben, kam von unserem Sohn häufiger die Äußerung.
00:09:53: Mama wann kriegen wir denn noch ein Kind?
00:09:56: Ohne dass er das jetzt von uns bewusst mitbekommen hat.
00:09:59: aber irgendwie hatte sich bei ihm auch der Wunsch geregt also so einem kindlicher Wunsche ich hätte auch gerne noch ein Bruder oder eine Schwester, wobei bei ihm der Wunsch nach dem Bruder sehr ausgeprägt war.
00:10:12: Okay!
00:10:14: Das ist dann nicht passiert so viel können wir denn schon vorweg nehmen?
00:10:19: Ah schön genau also den Weg seid ihr erst mal zu zweit gegangen was ich auch erstmal logisch finde weil... Ich glaube gerade insbesondere bei Kindern Also ich glaub der Zeitpunkt wo man das denen sagt Dann müsst ihr euch auch erstmal safe sein ist es für uns eigentlich auch dieser richtige Weg Genau.
00:10:35: Und dann, ja, habt ihr dieses erste Gespräch gehabt und dann gesagt okay wir können uns das vorstellen?
00:10:41: Dann habt ihr euch genau in die Bewerbung rein, in die Vorbereitung rein.
00:10:49: Gibt es etwas was dir von dieser Vorbereitung noch so besonders im Gedächtnis ist?
00:10:55: So bedeutende Momente...
00:10:59: Also erstmal fand ich es total gut, dass die Vorbereitung für uns ganz überschaubar war.
00:11:04: Wir hatten wirklich jeden Monat einen Treffen mit dem Beraterin des VSEs und das war immer so was wo wir schon auch drauf hingefiebert haben weil ich diese Treffen immer super interessant fand und es war aber noch mal paar Zeit für uns, weil man beschäftigt sich ja in der Vorbereitung auch mit eigenen Themen.
00:11:31: Und da haben wir schon noch mal über Dinge gesprochen die wir vorher in unserer Beziehung gar nicht so thematisiert haben und ich fand das immer super spannend auch meinen Mann mal von einer anderen Seite noch kennenzulernen.
00:11:47: Er als Landwirt ist ja mit Biografiearbeit oder sowas nie in Berührung gekommen.
00:11:52: Ich sag mal, wenn man aus dem sozialen Bereich kommt kennt man diese Themen und hat oft ja auch schon so sein eigenes Leben ein bisschen reflektiert?
00:12:01: Ja!
00:12:01: Und das war auf jeden Fall eine sehr spannende Zeit.
00:12:04: Mhm.
00:12:06: Gab's noch was wo du denkst...so also auch so thematisch.
00:12:10: ich meine bis jetzt du bist erfahren Du hast in dem Bereich gearbeitet gab es noch etwas was dich irgendwie überrascht hat.
00:12:18: Also klar wusste ich so ungefähr, was auf uns zukommt.
00:12:21: Aber es ist komplett etwas anderes das von außen mitzuerleben und selber drinzustecken.
00:12:29: Und das ist auf jeden Fall was wo ich was sich so mitnehme wie's sich dann anfühlt.
00:12:35: also das hätte ich vorher nicht gedacht dass es einfach schon so aufregend ist und ja auch dass die Zeit so ein wichtiger Faktor ist.
00:12:44: Und es wurde gesagt, und das ist ja häufig so dieser T-Neuer.
00:12:47: Es dauert ungefähr neun Monate bis die Vorbereitung abgeschlossen ist eben wie eine Schwangerschaft.
00:12:52: Und ich habe mir gedacht, war das aber echt lange?
00:12:54: Aber gut, ist halt so!
00:12:58: Jetzt wo wir selber drin gesteckt haben merke ich wie sinnvoll das war weil wir auch im Prozess immer mal wieder Zweifel hatten und diese Zweifeln dann einfach auch dahin durften Und wir uns aber auch genau überlegen konnten, was trauen wir uns als Familie überhaupt zu?
00:13:12: Also welchen Grad der Behinderung zum Beispiel.
00:13:17: Welches Geschlecht welche Vorgeschichte kann das Kind mitbringen?
00:13:21: wie groß darf dieser Rucksack sein?
00:13:24: Was können wir als Familie tragen?
00:13:26: und das sind so Sachen.
00:13:27: die haben einfach Zeit gebraucht und da bin ich total froh dass wir diese Zeit hatten Auch wenn glaube ich vor zwei Jahren gesagt hätte, das wäre auch total schön wenn es jetzt schnell gehen würde.
00:13:38: Aber jetzt im Nachgang hat das absolut Sinn gemacht.
00:13:42: Ja und dass man genau die Sitten gut beschrieben, weil das ist uns an der Stelle auch immer wichtig, dass man diese Prozesse auch nochmal so was und treffen auch noch mal wirklich ein bisschen nachsacken lassen kann.
00:13:53: Was macht das eigentlich mit Almen?
00:13:55: Und viele Gedanken die man dazu hat, die entwickelt man nicht von heute auf morgen sondern das dauert einfach seine Zeit und dann denkt man nochmal drüber nach bekommt neue Fragen in den Kopf.
00:14:07: Die kann man als nächstes mal besprechen und ich glaube es ist wichtig genau diese Zeit zu haben.
00:14:14: Ihr genaht es gerade so schön gesagt.
00:14:15: also was trauen wir uns denn zu?
00:14:17: Was hat sich das verändert über die über die Zeit was ihr euch zutraut oder War das eigentlich schon relativ klar am Anfang, wo beispielsweise eine Grenze ist was ihr euch zumuten könnt als Familie?
00:14:34: Nee.
00:14:34: Das hat sich auch entwickelt.
00:14:36: also wir haben ich glaube auch durch diese Sicherheit der Maratarin haben wir uns dann auch wirklich getraut zu sagen und darüber nachzudenken Was trauen wir uns denn zu und so dass es einfach auch wichtig ist diese Dinge mitzudenkern eventuell das Kind, was vielleicht bei uns nicht reinpasst zu schützen.
00:14:58: Also das ist etwas, was sich auch entwickelt hat in diesem Prozess dass wir darüber uns getraut haben nachzudenken.
00:15:07: Eigentlich
00:15:09: glaube ich es ist ganz wichtig an der Stelle weil das Interessante an dem ganzen Prozess man will Viergefamilie werden und stellt sich ungefähr vor was es für ein Kind irgendwie sein soll.
00:15:23: Der Worst Case wäre, das Kind zieht ein und nach einer gewissen Zeit merkt man, nee, das funktioniert hier überhaupt nicht.
00:15:30: Und das Kind muss wieder raus.
00:15:31: Das wäre das Schlimmste was dem Kind passieren könnte.
00:15:33: Deshalb ist dieses Matching Prozess zu schauen, was trauen wir uns zu?
00:15:40: Das zu besprechen mit den Beraterinnen und Beratern damit die auch auf die Suche gehen können nach einem Kind, was ungefähr zu diesem Profil an der Stelle passt.
00:15:50: Das ist, glaube ich ganz wichtig.
00:15:51: Was habt ihr hinterher gesagt?
00:15:52: Was könnt ihr euch genau vorstellen?
00:15:55: Also wir konnten uns sehr gut vorstellen, Kind mit Entwicklungsverzögerung oder auch kognitiver Beeinträchtigung bis hin zu geistiger Behinderung aufzunehmen.
00:16:06: FAS war ein Thema was wir jetzt nicht ausgeschlossen haben.
00:16:10: Körperliche Beeinträchtigung haben wir gesagt, ist schwierig.
00:16:13: Also insbesondere wenn es halt die beiden Motorik betrifft... Wir haben halt Treppen hier überall.
00:16:19: Das war auf jeden Fall etwas was wir ausgeschlossen haben.
00:16:22: Mir war wichtig das Wennes bekannt dass das die Mutter Drogen konsumiert hat Dass das für mich ein Aufschlusskriterium ist Insbesondere dann an chemische Drogen Auch wenn man das ja häufig nicht weiß.
00:16:36: aber wenn man's halt weiß Dann hätte ich das ausgeschlossen.
00:16:40: Ja, und jung haben wir ausgeschlossen.
00:16:44: Also ihr wollt jetzt ein Mädchen haben?
00:16:48: Das war klar!
00:16:50: Und das Alter auch eher jung.
00:16:52: Genau, das stimmt.
00:16:52: Das war auch noch ein wichtiges Kriterium.
00:16:54: Wir haben gesagt so bis zwei etwa, zweieinhalb aber auf jeden Fall nicht älter.
00:17:02: Okay damit ist dann eure Beraterin... das wurde dann aufgeschrieben Und dann ist eure Beraterin auf die Suche gegangen und in der Zeit wartet man ja wahrscheinlich vor allem.
00:17:16: Ja, wobei das Warten gar nicht so lange war bei uns.
00:17:19: also wir waren im März meine ich fertig.
00:17:24: da war das letzte Seminar in Bielefeld und wir waren dann in den Osterferien im Urlaub.
00:17:31: Das war vielleicht drei oder vier Wochen später und in diesem Urlaub kamen dann der Anruf Und das war schon sehr früh.
00:17:40: Also ich habe in dem Seminar unterhält man sich auch mit anderen potenziellen Pflegeeltern, da hab' ich immer noch gesagt ja es wird dauern also das geht nicht so schnell und wir haben uns wirklich auch darauf eingestellt naja so ein halbes Jahr auf jeden Fall Und das war für mich aber auch wichtig, weil ich so gedacht habe.
00:17:58: Ich kann jetzt nicht immer warten kommt der Anruf, kommt er nichts?
00:18:01: Sondern ich brauchte das auch und so mich selber locker zu machen.
00:18:06: Aber ich hab wirklich nicht damit gerechnet dass es dann so schnell ging.
00:18:09: Ja, ist tatsächlich relativ früh.
00:18:14: Wie war's als ihr diesen Anrufe auch noch im Urlaub bekommen habt?
00:18:18: Das muss ja voll verrückt sein!
00:18:21: Was erinnerst du dich denn noch?
00:18:23: Das war mega emotional.
00:18:25: Also genau, ich hab halt den Anruf bekommen von meiner Beraterin und wir sind als erstes die Tränen gekommen weil sich konnte gar nicht viel sagen, weil ich so geflasht war Und auch von dem was sie gesagt hat.
00:18:38: also Sie hat Den Namen nicht benannt, sie hat nur gesagt das ist ein Mädchen Aber es war echt einmal fertig.
00:18:43: und dann hat sie gesagt, das ist noch ein Baby, also acht Monate war sie zu dem Zeitpunkt Ja und ich war irgendwie Ja, ich war erst mal fertig auf jeden Fall.
00:18:56: Wir wollten eigentlich gerade los zum Meer und unser Sohn war schon unten in den Startlöchern und mein Mann und ich waren oben.
00:19:02: also auch das war irgendwie so perfekt und ich habe dann mein Mann kurz drüber gesprochen der war auch... Also die Tränen in den Augen, es war irgendwie Ja, also von da an war quasi der Schwangerschaftstest positiv oder so.
00:19:17: Ich weiß nicht wie man sagen will aber das war halt so ein Moment.
00:19:21: Das war auf jeden Fall schön.
00:19:22: Es war richtig schön.
00:19:24: Wir haben uns unseren Sohn und haben wir es dann noch nicht gesagt weil wir das erste Treffen erst abwarten wollten.
00:19:34: Aber euer Sohn wusste zu dem Zeitpunkt schon dass ihr Pflegeeltern werden wollt?
00:19:41: Ja, das wusste er.
00:19:43: Also wir sind im Sommer mit der Vorbereitung angefangen.
00:19:47: Jetzt muss ich überlegen ... ... jetzt muss ich Überlegen.
00:19:51: Wir sind angefangen mit der vorbereitung und zum Herbst Winterhin haben wir es ihm gesagt weil da waren wir fest dass wir diesen Weg gehen werden und da wollten wir ihn dann auch gedanklich mitnehmen dass für ihn auch etwas ist was ein Prozess sein darf und nicht, wir sagen heute, keine Ahnung, zwei Wochen zieht den Kind ein.
00:20:11: Sondern dass er eben auch mitgenommen wird Stück weit.
00:20:15: Wer hat einen Ruch?
00:20:16: Ja, geht drauf!
00:20:18: Er hat sich mega gefreut... Schauen auch mal gefragt, warum kriegst du denn kein eigenes Kind?
00:20:26: Warum wirst du nicht schwanger?
00:20:27: und dann haben wir eben gesagt naja das wird es ja einmal warm mit ihm.
00:20:32: Und dass wir jetzt einen kinden zuhause so geben möchten was schon da ist was es schon gibt und Dann kam auch erstmal keine fragen mehr.
00:20:41: Das ist ja bei Kindern häufig so.
00:20:42: die fragen dann mal dann kriegen sie den antwort und dann ist erst wieder gut.
00:20:45: und dann war das total witzig.
00:20:48: meine schweigerin war die Zeit gleich schwanger und hat im Dezember entbunden.
00:20:55: Und das hat er mitbekommen, und er hat dann gesagt, Mama ich weiß jetzt warum du kein Kind mehr bekommen hast, dann musst du hier ins Krankenhaus ne?
00:21:06: Und da habe ich gesagt ja genau!
00:21:08: Du hast es verstanden.
00:21:10: Ach cool okay.
00:21:13: und zurück zu dem Setting, genau.
00:21:15: und dann seid ihr dann noch... zum Kind nachgekommen und seit der erst mal runter geschwommen.
00:21:21: Und musste das auch erstmal sacken lassen, was da jetzt gerade... Was das jetzt grad für die Nachricht war am Telefon?
00:21:28: Habt ihr denn wahrscheinlich noch nicht so viel mehr erfahren von dem Kindern im Telefonat?
00:21:33: also außer dass es ein Mädchen ist, acht Monate und alles weitere klären wir beim nächsten Gespräch so ungefähr.
00:21:42: Ja dann war der Urlaub vorbei.
00:21:45: Habt ihr erst wahrscheinlich noch ein bisschen mehr von dem Kind erfahren?
00:21:50: Genau, also wir hatten dann die Beraterin hier bei uns relativ zeitig nach einem Urlaub.
00:21:56: Und dann haben wir ja mehr von ihr gehört und haben auch gehört wo sie gerade lebt und ihre Geschichte so bis dato erzählt bekommen und wurden da nochmal gefragt ob wir das uns vorstellen können sie kennen zu lernen.
00:22:15: Da waren wir beide uns ganz sicher, das wollen wir.
00:22:18: Wir konnten noch mal eine Nacht drüber schlafen.
00:22:20: aber also genau das war für uns ganz klar ja genau.
00:22:25: Okay und war das Kind in der Bereitschaftswege vorher?
00:22:29: oder wo hat es vorher gelebt?
00:22:31: Ja also die sie war vorher in einer Bereitschapswege Familie aber auch noch gar nicht so lange.
00:22:37: Also Sie ist im Februar Im Moment, zwanzig-fünfzwanzig.
00:22:43: Genau, im Vierbord zwanzzig-fünzwanziger ist sie dort eingezogen.
00:22:46: Okay also dann
00:22:48: ja... Zwei Monate?
00:22:49: Nicht
00:22:50: ganz!
00:22:50: Also es ist nicht lange.
00:22:52: Okay und dann habt ihr da nochmal sicher klar gesagt wir wollen diesen Weg weitergehen.
00:23:02: und dann gab es wahrscheinlich irgendwann ein erstes Treffen.
00:23:06: Genau das berühmte oder den berühmmten Sympathiekontakt Und der hat damals im Jugendamt stattgefunden.
00:23:17: Ja, ich weiß, ich war ziemlich aufgeregt.
00:23:21: Es sind ja einfach auch viele Erwachsene dann anwesend und dann kam sie rein die breitschaftsläge.
00:23:30: Mutter hatte sie in so einer Babyschale, hat sie ausgepackt und dann wurde sie mir auf den Schoß gesetzt und das war was wo ich sogar nicht mit gerechnet habe weil ich dachte wir gucken erst mal Ja,
00:23:42: langsamer ist genau.
00:23:43: Wir pirschen
00:23:44: uns langsam an ... Nee war nicht!
00:23:47: Ich hatte sie dann auf den Schoß und das war irgendwie ein tolles Gefühl.
00:23:54: Aufregend aber auch zeitgleich ja wunderschön.
00:23:58: Und dann weiß ich auf jeden Fall noch dass wir sie dann irgendwann auf die Spieldecke gelegt haben und Dann haben wir uns so über sie kniet und haben ein bisschen Dönekist gemacht.
00:24:10: Und dann hat sie gelacht, das war so der Moment wo wir glaube ich beide uns angaguckt haben und gesagt haben ja...
00:24:19: Das erste Lächeln?
00:24:21: Ganz wichtig an dieser Stelle!
00:24:23: Ach, schön.
00:24:25: Wo wir gerade diese Situation haben mit eurem Sohn der ins Wasser wollte?
00:24:30: Da seid ihr auch ganz schön ins kalte Wasser einmal gesprungen worden an dieser Stelle oder du an der Stelle.
00:24:36: Zack!
00:24:38: Hier ist das Kind.
00:24:39: Ja krass wie ging es denn dann weiter?
00:24:41: Seid ihr wahrscheinlich die nächsten Treppenwanderer nicht mehr im Jugendamt?
00:24:45: Ne genau.
00:24:47: Die waren bei der Bereitschaftspflege-Familie zu Hause und da haben wir richtig Glück gehabt.
00:24:53: Die waren total erfahren.
00:24:55: Also die haben das nicht erst seit einem Jahr gemacht, sondern schon ich weiß nicht wie viele Jahre.
00:24:59: Die waren auch beide schon älter und waren mega offen uns gegenüber sehr freundlich und haben jetzt gar nicht so... Wir haben zwar Termine gemacht aber es war egal wenn wir dann eine Stunde länger da waren.
00:25:14: oder also die haben eingeführt auch in ihr Familienleben und wir haben uns da so mitgenommen.
00:25:19: Wir haben gemeinsam gegessen, wir haben gegrillt, wir durften mit der kleinen Spazierengehen... Also es war irgendwie eine Selbstverständlichkeit und so eine Willkommenskultur.
00:25:30: das war total schön.
00:25:32: Ja aber was glaube ich?
00:25:33: also?
00:25:34: gerade wenn da so ne Sympathie da ist zwischen bereites Pflegeeltern und den Pflegeältern glaube ich das sorgt auf jeden Fall dafür dass die Grundstimmung schon erstmal positiv ist und dann funktionieren einfach auch diese Prozesse wesentlich besser.
00:25:50: Du hast mir das gerade schon im Vorfeld erzählt, vier Wochen war die Zeit der Anbahnung also relativ kurz was bei kleinen Kindern jetzt nicht ganz ungewöhnlich ist.
00:26:02: Gab es sonst noch Momente wo du denkst an dir, ich erinnere mich besonders?
00:26:07: In der Anbahnung... Also was für mich total wichtig war zu sehen Und was wir auch immer wieder besprochen haben, war dass unsere Pflegetochter dort noch keine Bindung hatte in der Familie.
00:26:22: Also sie war bindungsoffen und somit hatten wir es auch leichter zu ihr eine Bindung aufzubauen.
00:26:29: Das hat natürlich nicht in diesen vier Wochen funktioniert, das ja nicht aber es war irgendwie so dass wir ganz viel schon auch übernehmen konnten.
00:26:38: Ich konnte sie füttern die Flasche, sie hat zu dem Zeitpunkt nur die Flraschen getrunken und ich konnte sie wickeln und sie war bei mir auf den Abend schon eingeschlafen in der Breithaftstegefamilie.
00:26:50: also das waren so Sachen wo ich wirklich recht schnell auch an diese pflegerischen körpernahen Tätigkeiten gehen durfte, weil sie es eben auch zugelassen hat und auch da jetzt... Also genau.
00:27:05: Es war keine Affinität nur zur Breiterpflegemutter da sondern konnte mich da gut annehmen.
00:27:12: Und ja gab's dann irgendwann einen ersichtlichen Punkt wo ihr denkt ich glaube so langsam passt es hier und das Kind könnte bald einziehen.
00:27:22: Also gab es so einen fixen Punkt, wo ihr dachtet da hat sich etwas gerade aufgebaut und denkt da können wir uns glaube ich langsam sicher sein dass das Kind bei uns gut ankommen kann?
00:27:35: Es war zum einen auch das Signal von der Breitschaftspflege-Mutter die dann gesagt hat auch so langsam wird sie hier bei uns unruhiger.
00:27:43: also zeigt schon auch, dass sie hier gar nicht so gerne mehr ist bei uns dass sie mehr weint und das dieser Prozess ist ja schon auch immer ein Hin- und Her für die Kinder, dass es doch besser wäre wenn Sie jetzt ankommen darf.
00:27:59: Das haben wir auf jeden Fall gesprochen und das war natürlich schön zu hören weil das eben dann auch für uns so war... Wir müssen gar nicht mehr so lange warten, dass sie zu uns kommen kann!
00:28:09: Und dann ging das so Schritt für Schritt also der erste Mal hier Mittagsschlaf gemacht.
00:28:15: Dann war sie einen ganzen Tag mal hier bei uns, wirklich von morgens bis abends.
00:28:21: So dass wir sie nur abends zurückgebracht haben.
00:28:24: und dann haben wir recht schnell auch das Datum besprochen an dem Sie hier einziehen kann.
00:28:31: Genau, wir hatten immer so gedacht, irgendwann Ende Mai.
00:28:34: Aber es war dann doch schon ein bisschen eher.
00:28:36: Wir haben am zwanzigsten Mal Hochzeitstag und hatten da eigentlich auch noch Tickets für eine Veranstaltung.
00:28:41: Und dann hatten wir aber die Optionen, dass sie schon am neunzehnten bei uns einzinkarten.
00:28:45: Da haben wir uns kurz angeguckt und gesagt naja was ist jetzt wichtiger?
00:28:49: Und dann war ganz klar, wir nehmen den neunzenten als Einzugstermin und warten da nicht noch einen Tag länger.
00:28:56: Okay das kann ich an der Stelle gut verstehen.
00:28:58: Dann müssen andere Dinge mal hinten anstehen und das kann man ja vielleicht nochmal nachholen.
00:29:03: oder ihr konntet die Ticket zu leicht noch weitergeben, oder sonst was.
00:29:07: War das für euch dann nochmal wahrscheinlich nochmal anders besonders?
00:29:11: Das Kind kam dann hier an.
00:29:14: haben sich die Bereitschaftslegeeltern auch irgendwie verabschiedelt?
00:29:17: gab es nochmal irgendwas Gemeinsames?
00:29:19: wie habt ihr das gemacht?
00:29:21: Wir haben an dem Wochenende vorher hier gemeinsam gegrillt.
00:29:29: Am Tag des Einzugs sind die Bereitschaftspflegeeltern mit ihr zu uns gekommen, sind aber nicht mit hoch.
00:29:36: Sie haben quasi uns draußen an der Tür sie übergeben und ihre letzten Sachen dabei gehabt.
00:29:43: und ja, wir sind dann abgebraust und ab dem Moment waren wir zuviert.
00:29:53: Ich stelle es mal aus der Bereitungspflegesicht vor.
00:29:56: gehört dazu und das ist natürlich wenn man Bereitschaftspflege werden will so etwas gut machen zu können, sowas abgeben zu können.
00:30:03: Das muss man dann auch wirklich können.
00:30:05: Ich glaube dass egal wie professionell man ist ich glaube an der Stelle fällt es auch schwer.
00:30:10: Und wahrscheinlich war das auch ein schlauer Schachzug von den Badgesvielge Eltern zu sagen wir kommen jetzt nicht nochmal hoch weil ansonsten macht's das für uns auch noch mal nochmal schwerer.
00:30:20: Genau ja und auf einmal wart ihr dann zu viert Und jetzt heute Abend fahren, bringen wir das Kind nicht noch mal zurück.
00:30:29: So ein Abjetzt sind wir hier zuviert und das war morgens.
00:30:33: Was habt ihr am ersten Tag gemacht?
00:30:38: Das ist genau eine gute Frage!
00:30:40: Ja, also man erlebt das ja schon erstmal noch nicht so.
00:30:45: Das ist ja alles neu und aufregend und irgendwie auch so unreal, ne?
00:30:50: Ich weiß dass wir hier bei uns in der Wohnung waren und wir erst mal gemeinsam für uns ganz viel Zeit dann auch brauchten.
00:30:59: Also wir haben jetzt da keinen Ausflug oder so unternommen sondern waren für uns einfach... ich glaube wir waren auch einmal spazieren aber ansonsten waren wir zu Hause.
00:31:09: Genau!
00:31:11: Und das war auch gut so.
00:31:15: Das ist ja erst mal ein Ankommen für die Kleine gewesen und vertraut werden miteinander.
00:31:25: Genau, ich glaube es ist ganz wichtig.
00:31:29: Da unterscheidet sich wahrscheinlich gar nicht so sehr ob man ein eigenes Kind hat oder dann über euch ein Pflegekind was ein Säugling ist.
00:31:36: Auch das muss erstmal ankommen und man braucht als Familie seine Ruhe und brauchen jetzt hier keine tausend Familienmitglieder, die hier gleichzeitig rumlaufen.
00:31:48: Was hat euch denn von Anbahnung und dieses erste Ankommen?
00:31:55: Die erste Nacht und den ersten Tag?
00:31:57: und so gibt es etwas was euch dann an uns noch geholfen hat da ja das alles gut irgendwie hinzubekommen, da vielleicht ruhig zu bleiben wo es mal emotional geworden ist.
00:32:11: Gab's da irgendetwas?
00:32:13: Ich denke das hat uns geholfen.
00:32:14: Also wir haben die Routinen aus der Breithafzlege-Familie versucht weitestgehend zu übernehmen.
00:32:20: also in Fütterungszeiten zeige ich jetzt mal.
00:32:23: Wie habt ihr da gesagt nur die Flasche immer gekriegt und das haben ja auch erstmal so versucht beizubehalten Auch die Schlafenszeit, diese festen Ankapumpte um den Tag so ein bisschen zu strukturieren.
00:32:37: Das war auf jeden Fall ganz hilfreich!
00:32:39: Wir hatten einen Laufstall im Vorfeld schon organisiert weil sie dort recht viel im Laufstand lag und hatten dann gedacht das ist dann was Vertrautes.
00:32:52: wo sich auch hier weiterhin am Laufstell liegen kann hat aber glaube ich nur die ersten zwei Tage funktioniert, dann hat sie relativ schnell auch gezeigt.
00:33:02: Naja, ich will schon auf den Arm.
00:33:04: Ja genau!
00:33:06: Okay also so ein bisschen die Routinen und den Alltag denen das Kind bisher erlebt habe ein bisschen mit rüber zu nehmen.
00:33:13: ja ich glaub dass kann wirklich sehr helfen.
00:33:16: Wie war es für euren Sohn?
00:33:18: War er auf einmal?
00:33:20: War dieses Kind nicht nur Gast sondern ist jetzt hier fester Teil Die Familie, am Anfang war er wahrscheinlich auch sehr aufgeregt.
00:33:28: Ja das Gute war dass der auch die Anbahnung so intensiv mitnehmen durfte.
00:33:34: also die Bereitschaftspflege-Familie hat gesagt auch hier seid ihr immer alle willkommen und eben auch unser Sohn, der dann da auch mit gefrühstückt hat, mitgegrillt hat, auch an den Wochenenden die Ausflüge mitgemacht hat und so... Also der wird da mitgenommen und das war für ihn Super hilfreich und er durfte sich eben auch in diese kleine Maus verlieben.
00:33:55: Das war schön, ja genau!
00:33:59: Und das war schon aus so.
00:34:00: der hat immer gesagt ich hätte am liebsten noch einen Jungen als dann klar war wir kriegen kein leibliches Kind.
00:34:05: was wünscht du dir denn so für ein Kind?
00:34:07: Nein jungen am liebsen fünf Jahre mit dem ich Fußball spielen kann.
00:34:11: und jetzt ist es ja genau das Gegenteil geworden.
00:34:14: aber als er die kleine kennengelernt hat es kam nicht einmal mehr dieser Wunsch Wo ist denn jetzt der Junge, mit dem ich Fußball spielen kann?
00:34:22: Also das war nicht einmal mehr Thema von seiner Seite aus.
00:34:25: Und das ist glaube ich einfach auf weil er wirklich von vornherein mit dabei war und ja die beiden auch irgendwie einen Draht zueinander hatten vom Beginn an.
00:34:36: Wie waren die ersten Nacht dann?
00:34:38: Sehr ruhig also sie ... Genau es ist ja häufig so dass sich die Kinder eben nicht melden, dass sie erst mal ganz pflegeleicht sind, würde ich so sagen und so war es auch.
00:34:55: Ich konnte nicht schlafen weil ich immer gedacht habe das ist jetzt mit ihr kommt sie gleich mehr, sitzt sie sich aber die erste Nacht war ruhig.
00:35:05: Okay, das ist doch schon mal gut.
00:35:07: Hast ein bisschen Schlaf bekommen, doch so halbwegs.
00:35:09: Ja,
00:35:11: genau.
00:35:12: Das Kind hat sie nicht gemeldet, sondern eher dann deine Sorge ob da jetzt gleich was kommt.
00:35:18: okay und dann der nächste Morgen danach, dass er wahrscheinlich auch nochmal aufregend... Dann sind auf einmal vier Leute hier, vier Menschen hier.
00:35:29: Wie war das dieses Gefühl?
00:35:31: Glaubst du, das war wahrscheinlich noch mal ein bisschen... müssen besonders.
00:35:36: Ja, das war dann auch schon so dass es... dass ja auch der normale Alltag war.
00:35:41: aber trotzdem war's besonders weil sie war jetzt so dabei und das dann so zusammenzukriegen.
00:35:49: Das schon.
00:35:51: Aber auch da war sie die ersten Tage sehr ruhig hat sich wenig gemeldet.
00:36:02: Also sie war dann schon mit dabei, aber es war jetzt nicht, dass das anstrengend oder so war, sondern es war einfach so ... Sie war halt dann mit dabei und es hat gut
00:36:11: funktioniert.".
00:36:13: Wann hat sich das verändert?
00:36:14: Weil irgendwann wird das Kind wahrscheinlich dann doch mal deutlicher signalisiert haben.
00:36:18: Ich bin hier und ich brauche jetzt auch etwas.
00:36:23: Das war nicht die ganze Zeit so ruhig.
00:36:27: Nein, zum Glück nicht und das kam zum Glück auch relativ schnell schneller als gedacht.
00:36:32: also sie war genau sie wäre der neuen Monat alt und von ihrer motorischen Entwicklung auf jeden Fall verzögert.
00:36:39: also sie konnte bis zum Einzug hier noch nicht krabbeln ich glaube noch nicht mal selbstständig sich hinsetzen und das waren so Punkte wo sie auf jeden Fall eine Verzögerung hatte.
00:36:54: Und dann kam die schon relativ flott, dass sie ... weiß nicht, ob es vier, fünf Tage waren?
00:37:01: Dass sie auch nicht mehr in diesen Laufsteil abgelegt werden wollte, sondern sie wollte offenarm, sie wollte beschäftigt werden und das war schön weil da begann ja dann auch so unsere intensive Zeit.
00:37:14: also ich konnte dann eher spüren und durfte erraten was braucht's ihr jetzt gerade?
00:37:20: Und sie hat sich halt gemeldet.
00:37:21: Das war eigentlich ein Erfolg, dass das relativ schnell ging.
00:37:26: Ja auf jeden Fall.
00:37:30: Gab es sonst etwas was euch so in den ersten Wochen noch überrascht hat vielleicht?
00:37:36: Wo?
00:37:36: ihr dachtet auch, das hätte ich jetzt mal gar nicht gedacht.
00:37:41: Also unsere hatten nicht wirklich Sorge, dass die da eine große Entwicklungsverzögerung hatte aber war es uns überraschbar... hat, war dass sie diese Schritte recht schnell nachgeholt hatte.
00:37:51: Es ging dann ziemlich flott, dass sie auch ins Krabbeln gekommen ist und erst mal sitzen konnte
00:37:58: selbstständig.".
00:38:00: Ja, der Laufstall, den mussten wir abbauen weil sie da gar nicht mehr rein wollte.
00:38:03: Das war halt zur Punkte...
00:38:05: Ist ja auch ein kleines Gefängnis muss man ja aussagen aus gutem Grund.
00:38:10: Man kann das halt doch recht praktisch sein.
00:38:12: Aber nee genau und dann kam auch so eine Phase, da wollte sich nur getragen werden.
00:38:18: Das ist halt auch kein ganz kleines Mäuschen gewesen über schon auch recht groß und schwer Und da hab ich mir dann noch eine Trage gekauft, damit ich so den Alltag auch noch drum herum bewältigen kann.
00:38:33: Ja also und es wurde damals gesagt noch ja sie ist recht ruhig und ganz genügsam und nach ein paar Wochen das hat echt nicht lange gedauert Wasser komplett das Gegenteil der Fallen.
00:38:48: Das ist ja auch das was man das was dann gut ist weil genau dann fängt das Kind ja so langsam an, Vertrauen zu fassen und dann auch die Dinge einzufordern.
00:38:59: Die es braucht an der Stelle.
00:39:01: Das ist denn wirklich ein gutes Zeichen.
00:39:05: Gab's halt einen Moment vor.
00:39:06: ihr dachtet... Boah, ab jetzt sind wir als erstes so ein wirklich erster Familienmoment, wo ihr dachtet, boah dieser Moment den werde ich mich richtig erinnern.
00:39:18: Ihr wart erst relativ viel hier habt Das war wahrscheinlich kein Riesenurlaub gewesen, aber es gab einen Moment, wo du dachtest, boah jetzt gerade mit zwei Kindern diesen Moment an dem werde ich mich auf jeden Fall erinnern.
00:39:35: Du hast gesagt das wird wahrscheinlich kein Urlaub gewesen sein?
00:39:37: Aber doch ja genau!
00:39:41: Es wird nicht empfohlen so schnell in den Urlaub zu fahren.
00:39:43: wir hatten... ein Urlaub gebucht.
00:39:46: Das war ja also Mai, als sie zu uns kamen und dann waren die Sommerferien standen vor der Tür und wir hatten... ich meine es war Juli, hatten wir einen Urlaub gebucht, Italien Campingplatz und hatten da so'n Chalet und haben dann auch mit unserer Braterin überlegt ist das machbar?
00:40:05: Kann das funktionieren?
00:40:07: Und haben uns aber erst mal dafür ausgesprochen eben auch unter der Prämission.
00:40:10: naja wenn Sie jetzt wirklich ganz Sensibel reagiert und das ganz schrecklich findet.
00:40:17: Und nur am Wein ist oder ganz unruhig ist, dann packen wir halt alles wieder ins Auto und fahren nach Hause.
00:40:22: Also es war schon klar... Das könnte auch passieren!
00:40:26: Ja, und das war ein sehr schöner Urlaub weil es war halt so der erste Urlaub zu viert und auch die erste lange gemeinsame Familienzeit.
00:40:38: Sie hatte total viel Freude am und im Wasser.
00:40:41: Es war schönes, dass alle drei supergerne haben und sie das für sich dann auch so entdeckt hat.
00:40:48: Und es toll fand er.
00:40:50: Ja, und wir da ganz viele schöne Momente zu viert hatten.
00:40:55: Wir haben dort auch ihren ersten Geburtstag gefeiert.
00:40:57: Ach ja genau!
00:40:58: Es war dein August Das war schon August fett mir gerade ein, ja Genau, der hat ja im August Geburtstag und da waren wir nämlich in dem Urlaub.
00:41:05: Also das war auch ein schöner Moment und der schönste Moment in dem urlaub war tatsächlich Einen Tag vor ihrem Geburtstage kam Ein Anruf von unserer Braterin, dass die Eltern den Gerichtsprozess beendet haben.
00:41:20: Also das sie sorgerecht nicht mehr dagegen angehen wollen, dass das Kind in der Pflegefamilie lebt.
00:41:30: Genau!
00:41:31: Das habe ich im Vorfeld schon ein bisschen erfahren.
00:41:32: Das war noch so an einem Knackpunkt wie es mit den Eltern des Kindes aussieht und die war mit den Pflegegraben erst... nicht einverstanden.
00:41:44: Ich glaube so müssen, glaube ich auch die Details in der Stelle nicht eingehen.
00:41:48: Aber wie war das denn für euch als Eurer Brille heraus?
00:41:54: Ist ja wahrscheinlich auch etwas was vielleicht eine kleine Nervosität auslöst.
00:41:57: War das ne Sorge von euch am Anfang?
00:42:00: Auf jeden Fall!
00:42:01: Also wir haben in der Vorbereitung als darum ging zu sagen, was schließen wir aus?
00:42:05: Haben wir ausgeschlossen einen Kind aufzunehmen wo die Perspektive unklar ist?
00:42:10: Wir wollten einen Kind, wo es klar ist dass auf Dauer bei uns leben darf.
00:42:16: Und das schien auch erst alles so, aber dann im Prozess der Anbahnung haben die Eltern sich doch nochmal gegen diesen Prozess entschieden und haben sich einen Anwalt genommen und ja, wurden das tatsächlich wieder einklagen.
00:42:38: Ja, das war was wir gesagt haben.
00:42:42: können wir, wollen wir das trotzdem dieses Risiko jetzt eingehen?
00:42:45: Wir hatten ja eigentlich vorher diese Situation ausgeschlossen.
00:42:47: Das wollten wir nicht aber jetzt waren wir ja schon soweit auch in der Anbahnung und haben sie kennengelernt und hatten uns jetzt ja nun mal verliebt.
00:42:55: und dann haben wir gesagt okay wir machen es trotzdem wir gehen das Risiko ein weil aber auch die Jugendamtsmitarbeiterin gesagt hat das Risikos sehr gering dass das Erfolg haben wird.
00:43:09: Genau,
00:43:10: weil auch da die Gerichte es nicht einfach so machen sondern dann müssen natürlich Kriterien erfüllt werden, dass dieses Kind an der Stelle ein sicheres Zuhause findet wenn es zurückgeführt wird.
00:43:23: Ja wie geht man später aufeinander eigentlich zu?
00:43:27: Wie war das bei euch als ich weiß jetzt gerade nicht genau wie das bei Euch geregelt ist mit Besuchskontakt wie häufig stattfinden, ob sie stattfinden.
00:43:40: Aber wahrscheinlich mit dieser Vorgeschichte ist man vielleicht etwas nervöser als man es ohnehin schon wäre?
00:43:47: Ja also wir haben die Eltern recht früh kennengelernt auch im Jugendamt zum ersten Termin und ja und haben da natürlich auch gespürt wie schwer das für die Eltern ist Und es war auch klar, dass die Umgänge regelmäßig stattfinden werden.
00:44:07: Also wir haben jeden Monat ... Haben die Eltern das Recht auf einen Umgangskontakt?
00:44:12: Jeden Monat gibt es tatsächlich vier an der Stelle her.
00:44:16: Genau!
00:44:16: Das ist viel und das konnte auch in der Vergangenheit nicht immer eingehalten werden.
00:44:27: Ja.
00:44:28: Mit welcher Haltung bist du dann reingegangen?
00:44:32: Der Vorteil ist, du bist Profi an der Stelle.
00:44:34: So, das ist schon mal gut bis dann quasi nicht nur in der Rolle der Pflegemutter aber natürlich auch.
00:44:42: Was hat dir geholfen bei diesen ersten Kontakten da halt auch eine Beziehung mehr oder minder zu den Eltern aufzubauen?
00:44:56: Ich glaube, dass das schon auch die Erfahrungen sind, die ich in meiner Berufstätigkeit gemacht habe im Pflegekinderwesen.
00:45:03: Einfach dieses Selbstverständnis zu haben, dass die leiblichen Eltern natürlich zum Kind dazugehören.
00:45:09: Also es ging uns nie darum zu sagen wir wollen das Kind komplett für uns und wir schließen alles andere was vorher war aus sondern die Schwierigkeiten, die wir gesehen haben ist eher... das System quasi zu integrieren.
00:45:24: Und wenn man gesagt, ohne die leiblichen Eltern gäbe es unsere Pflegetochter ja gar nicht.
00:45:31: Also dass ist ja erstmal genau etwas Total Gutes und das Wert zu schätzen.
00:45:39: Das konnte ich einfach auch weil ich das schon einmal aus einer anderen Brille wahrnehmen durfte als Beraterin und da ja auch viele Gespräche mit Leiblichen Eltern hatte.
00:45:50: Also ich glaube, dass mir das sehr geholfen hat und das konnte ich auch mit meinem Mann immer wieder besprechen.
00:45:56: Der da auch einfühlsam war und es auch mal vollziehen konnte.
00:45:59: Ja, weil die Sache ist diese andere Seite einmal kennenzulernen.
00:46:05: Es ist leicht irgendwie den Eltern des Kindes irgendwas vorzuwerfen was vielleicht in so einer Akte irgendwie steht.
00:46:15: an andererseits ich glaube so gut wie... fast alle Eltern, deren Kinder fliegen nur lieben das Kind trotzdem.
00:46:24: So oder was heißt trotzdem?
00:46:27: Lieben das kind.
00:46:27: ich glaube so ist es dann richtiger gesagt und ich glaube dass beide Sachen kann man in der stelle sehen und dann wird ein realistisches Bild draus Und die diese Haltung dahinter dass sie immer noch die Eltern bleiben uns als Eltern wichtig bleiben.
00:46:42: Ich glaube das ist ganz wichtig.
00:46:46: hat das auch geholfen da eine Beziehung so aufzubauen zu den Eltern mit dieser Haltung?
00:46:52: Ich ... ja, ich gehe davon aus, dass das hilfreich war.
00:47:00: Genau und eure Beraterin sagte mir auch, dass du recht häufig dann beispielsweise auch Fotos mitbringen oder Fotos an die Beraterinnen schickst, die dann weitergeleitet werden und erzählst viel vom Alltag, die du mit eurer Pflege tot hast.
00:47:17: Warum ist dir das wichtig?
00:47:20: Zum einen finde ich, dass die Eltern recht darauf haben zu wissen was macht mein Kind so.
00:47:26: Und zum anderen habe ich aber auch das Gefühl, dass da zumindest bei der Kindesmutter schon auch ein Interesse besteht und diese Dinge für sie auch wichtig sind zu erfahren.
00:47:39: Was
00:47:40: passiert denn dann an der Stelle wenn ihr im Besuchskontakt habt?
00:47:42: Das Kind ist noch relativ klein.
00:47:45: Wie kann man sich dann so einen Besuchskontakt vorstellen?
00:47:50: Ja, ich als vertraute Person auf jeden Fall im Raum bin.
00:47:54: Ich spiele auch mit und werfe mir dann mit der Kindsmutter ein Ball zu integriere die Kleine, gucke wann kann ich mich wieder rausziehen wenn die beiden alleine im Spiel sind?
00:48:05: und also solche Dinge machen wir und so ein Kontakt geht solange wie das Kind in der Lage ist zu spielen.
00:48:14: Das ist eben bei kleinen Kindern noch nicht so lange.
00:48:16: Das waren am Anfang so eine Dreiviertelstunde, Stunde.
00:48:21: Manchmal ist es jetzt auch etwas über eine Stunde.
00:48:25: Ja genau, der letzte Umgang war ein bisschen schwierig weil unsere Pflegetochter auf Männer teilweise recht sensibel reagiert und der Pflegevater den hatte sie als längere Zeit nicht gesehen.
00:48:39: Der war bei den Umgängen oder dem letzten Umgang auch nicht dabei.
00:48:43: So
00:48:44: soll ich unterrichtet, meinst du wahrscheinlich dann der Vater?
00:48:47: Ja, der leibliche Vater.
00:48:48: Jetzt habe ich Pflegevater gesagt.
00:48:50: Nein, nein sorry!
00:48:51: Habte den leiblichen Vater natürlich.
00:48:54: Oh Gott... Der war dann dabei und sie konnte sich nicht öffnen und war da auch nicht vor meinem Arm zu kriegen, war auch am Weinen.
00:49:03: Und das war eben für dem Vater schwer auszuhalten und er konnte das auch nicht und ist dann auch gegangen, also aus dem Umgang rausgegangen.
00:49:13: Ja, das ist halt auch so.
00:49:15: Das ist ein Umgangskontakt der heute gut gelaufen ist heißt noch nicht dass er beim nächsten Mal genauso gut wieder weiterläuft, dass man da anknüpfen kann.
00:49:23: Es ist halt immer ein Annehmen der Situation.
00:49:28: Genau und zu schauen wie reagiert das Kind?
00:49:31: Was passiert hier gerade mit allen Beteiligten?
00:49:34: Und an dieser Stelle klar auch der Vater wird sich auch anderes gehofft und gewünscht haben vor dem, vor dem Treffen.
00:49:42: Und dann reagiert das Kind so vollkommen verständlich was das Kind auch so reagieren kann.
00:49:47: ja und dann ist das wahrscheinlich die beste Möglichkeit gewesen dann zu sagen okay dann gehe ich an dieser Stelle aus dieser Situation raus.
00:49:57: und so eure Pflegetochter hat sie schon einen Namen für die Mutter.
00:50:06: also Wahrscheinlich bist du, würde ich jetzt mal sagen.
00:50:10: Bist du erstmal Mama für sie?
00:50:13: Was ist denn dann ihre leibliche Mutter für sie her?
00:50:18: Da sagen wir Mama und den Vornamen der Mutter Und beim Vater genau das gleiche Papa und der Vorname.
00:50:25: Also geht
00:50:26: ihr sehr aktiv damit um und sagt Das ist dann Mama so und so und Du bist Einfach nur Mama oder ist gut halt auch?
00:50:33: Ich bin nur Mama, genau.
00:50:34: Wir hatten am Anfang ... Er hat es überlegt aber das macht im Alltag gar keinen Sinn.
00:50:38: Das funktioniert nicht und ...
00:50:40: Nein.
00:50:42: Weil ihr auch noch euren Sohn habt und David das bestimmt dich an der Stelle Mama Marina noch dazu sagen.
00:50:48: Okay, genau!
00:50:49: Ja, das finde ich jedenfalls mal gut und wichtig dass ihr da direkt so offen in der Stelle auch ringt weil das sind ja die Grundwurzeln wir mit dem Kind auch nach und nach über die Biografie.
00:51:03: Und die Gründe, warum es denn halt zwei Familien gibt, die dieses Kind hat nun mal hart?
00:51:09: Dass man das so direkt von Anfang an bespricht und da nichts verheimlicht oder sonst was... Ich glaube, dass ist immer das Schlimmste an der Stelle wenn man etwas verheimligt.
00:51:20: Okay!
00:51:22: Jetzt seid ihr schon ja jetzt übern Pflegeeltern?
00:51:27: Jetzt habe ich gerade die Zahlen nicht mehr so im Kopf.
00:51:28: Genau, übernieren!
00:51:30: Seit ... genau, seit dann sind jetzt vierzehn Monate Pflege Eltern und euer Sohn ist seit dann vierzehnt Monaten ein großer Bruder.
00:51:41: Jetzt haben wir viel über die Anfangszeit gesprochen.
00:51:43: und Sohn wie ist es denn heute eigentlich?
00:51:47: Ja, ich würde schon sagen Wir sind als Familie angekommen.
00:51:50: Die beiden haben eine normale Geschwisterbeziehung, so wie das ist mit sechs Jahren altes Unterschied.
00:51:59: Das gibt viele Momente wo die beiden auch total gut miteinander schon in kleine Spielphasen gehen also wenn es um Fußball geht.
00:52:09: Das finden beide super schön und machen das total gerne.
00:52:13: Es kickt dann so ein zweimal hin und her und er freut sich und dann ach die wird mal richtige Profispielerin.
00:52:20: Solche Sachen sind es ne?
00:52:21: Genau!
00:52:22: Und ansonsten ist es so, dass jeder seinen Alltag hat und das passt.
00:52:32: Also ich wollte genau die Zeit nicht zurückdrehen.
00:52:35: Ich bin froh und dankbar, dass wir diesen Weg so gegangen sind, dass jetzt hier so stehen wie wir stehen.
00:52:41: Ja,
00:52:42: ihr habt das eigentlich mit den Betreuungszeiten gemacht bis du in Elternzeit gegangen in der Zeit oder ... Bis heute noch oder wie?
00:52:52: Wie habt ihr das geregelt?
00:52:54: Tatsächlich ja.
00:52:56: Also ich hatte das vorher mit meinem Arbeitgeber schon angesprochen, dass wir das vorhaben und dass das dann irgendwann passieren kann.
00:53:04: Mein Arbeitgebert war da super kooperativ und fand es auch so super, dass für diesen Weg gehend hat mich da unterstützt.
00:53:11: Na ja kein Problem!
00:53:12: Und wenn's dann soweit ist, geht das auch ganz spontan – und das war auch so.
00:53:18: Ich bin dann zum neunzehnten Mai... letzten Jahres in Elternzeit gegangen und habe mir zwei Jahre Elternzeit auch genommen.
00:53:25: Das heißt, ich habe noch bis nächstes Jahr noch Zeit Michio komplett um einen Familienalltag zu kümmern.
00:53:34: Und die Kleine wird jetzt ab September vormittags an den Kindergarten gehen.
00:53:39: Auch das ist was wir relativ bewusst... auch zusammen entschieden haben mit der Vormünderin, wo die Eltern auch mit im Boot waren und unsere Beraterin natürlich.
00:53:52: Genau weil wir einfach gesagt haben sie ist jetzt zwei und es ist für sie auch gut, mit anderen Kindern zusammenzukommen.
00:53:58: Wir waren vor so ein bisschen mal in einer Krabbelgruppe oder jetzt auch beim Kindertouren aber das ersetzt ja nicht die alltäglichen Erfahrungen Und ich glaube dass das etwas ist was für sie in ihrer Entwicklung total hilfreich ist.
00:54:14: Und was sie aber auch als total schön erleben darf, weil sie ja diesen Kindergarten nur Frau mittags hat.
00:54:19: also es sind dann vielleicht drei oder vier Stunden die sie hat und da darf sie dann spielen und dann kommt sie nach Hause.
00:54:26: das ist so wo ich jetzt erstmal meine Vorstellung in meiner Hoffnung denke dass es gut wird.
00:54:31: Ja
00:54:32: genau
00:54:33: und doch genau.
00:54:34: Also auch das vielleicht für Apö.
00:54:37: Man guckt erst mal Wie verkraftet sie das, was?
00:54:43: es könnte auch mal zu viel sein und so?
00:54:45: Und du dann immer noch die Möglichkeit hast zu sagen.
00:54:49: Es geht deshalb mittags bei mir.
00:54:51: Technitiv!
00:54:51: Das ist auf jeden Fall super entspannt.
00:54:54: Dadurch dass ich noch nicht arbeiten muss oder keinen Druck habe kann sie in aller Ruhe ankommen und die Eingewöhnung machen und darüber hinaus... Ich meine zwei ist ja auch... noch recht jung.
00:55:07: Also, dass sie eben so ihre normalen Sachen wie eben Schlafen essen.
00:55:14: So diese versorgerischen Sachen das sie die schon zu Hause erlebt und auch weiterhin so erleben kann.
00:55:20: Ja
00:55:24: ich kenne jetzt eure Tochter gar nicht.
00:55:25: Die ist jetzt bei deiner Mutter hast du gesagt.
00:55:27: Dementsprechend habe ich es jetzt gar nicht kennengelernt.
00:55:30: Du hast gesagt als ihr eingezogen ist Gab es schon eine Entwicklungsverzögerung, gerade auf motorischer Ebene.
00:55:37: Und da ist aber auch gesagt, dass sie einiges davon aufgeholt hat.
00:55:41: Wie ist das denn so heute?
00:55:42: Merkt ihr an einigen Stellen, dass es noch bestimmte Sachen gibt diesen noch etwas, wo sich ein bisschen hinterher hängt vielleicht noch etwas aufholen muss oder es vielleicht schon in wie auch immer geartet Auffälligkeiten gedrückt, denkt ja das hat mit den Erfahrungen zu tun die dieses Kind nun mal in diesen ersten Lebensmonaten halt hatte.
00:56:11: Also erstmal die Entwicklungsverzögerung ist passé also sie hat alles aufholen können und es auf einem Stand eines normalen zweijährigen Mädchens.
00:56:24: Auch die letzte Ur- und Versuchung hat das noch mal gezeigt bei einer Sprachentwicklung.
00:56:28: Hat sie auch ein bisschen gebraucht, aber auch diskont so langsam... Und im Moment, also zum Zeitpunkt jetzt gehen wir nicht davon aus dass sie da Einschränkungen hat.
00:56:40: Genau!
00:56:40: Also es ist schonmal etwas wo wir super rot rüber sind, dass sie dann so ja die Dinge so aufholen konnten.
00:56:49: Ja schön, das höre ich echt häufig So wie Kinder, wenn sie dann sicher ankommen, dass die dann auf einmal richtig Schübe machen und da wirklich einiges passiert.
00:57:00: Und ja diese Dinge viele Dinge auffohren können das nicht mal bewundernswert wird wie so kleine kleine Menschen das schaffen könnt.
00:57:10: Ja vor allem.
00:57:11: Da
00:57:11: auf einmal so richtig quasi als ob die Gremse auf einmal ist dann weg und auf einmal geht es dann im Volltempo nach vorne.
00:57:22: Jetzt habe ich so viel Harmonisches gehört.
00:57:25: Gibt es denn auch mal Dinge, wo ihr denkt, boah!
00:57:29: Das war jetzt heute aber echt viel und manchmal kann ich auch nicht mehr.
00:57:35: also gibt es diese Momente auch bei euch oder ist das hier sehr einfach nur sehr harmonisch immer?
00:57:43: Also ich glaube die Momente... hat jede Familie, egal ob Notpflegefamilie oder nicht.
00:57:50: Und die gibt's auch bei uns.
00:57:51: aber die würde ich jetzt nicht daran festmachen dass wir einen Pflegekind haben sondern so ist es halt im Zusammenleben mit Kindern das wunderschön
00:58:02: und
00:58:03: uns vielleicht auch natürlich sehr herausfordernd.
00:58:07: genau und du hattest eben auch nochmal gefragt ob es etwas gibt wo wir dran fest machen vielleicht in ihren ersten Lebensmonaten schwierige Situationen erlebt hat.
00:58:19: Das ist ja bei so einem kleinen Kind alles so spekulativ und das ist auch nichts bekannt, also aus ihrer Akte der Anführungsstrichen geht sowas erstmal nicht hervor.
00:58:31: Also dass sie da Vernachlässigung oder Missbrauchserfahrung irgendwie sowas solche schlimmen Dinge erlebt hat Und das ist natürlich dann immer sehr viel Spekulation und man kann in jedes Verhalten bestimmt auch immer irgendwas reininterpretieren.
00:58:49: Die Frage ist, tun wir damit irgendwie einen Gefallen?
00:58:54: Natürlich sind wir da sensibel und reagieren auch sensibel wenn uns was auffällt und besprechen das mit unserer Braterin.
00:59:01: aber Wir sind da jetzt nicht und versuchen da in schwierigen Verhaltensweisen auch immer direkt etwas rein zu interpretieren.
00:59:10: Also was sie zum Beispiel gezeigt hat und manchmal auch noch zeigt, ist dass die Nacht sehr lange am Stück wach geblieben ist.
00:59:21: Also teilweise drei vier Stunden.
00:59:23: da war sie dann nicht am Schrein oder Wein sondern wollte einfach ein bisschen erzählen und plaudern ja womöglich auch spielen.
00:59:32: das waren halt solche schwierigen Momente weil man da selber einfach auch an die Grenzen kommt.
00:59:39: Wenn Kinder dann nachts wach sind, ist das schon schwierig.
00:59:42: Meistens schlafen sie aber ja dann wieder ein und kommen vielleicht nach zwei Stunden wieder, aber so am Stück diese Zeit eben nicht schlaven zu können.
00:59:50: Das ist schon insbesondere mir etwas was mir super schwer gefallen ist, das so auszuhalten.
00:59:56: Mein Mann hat da glücklicherweise viel übernommen die meisten Nächte noch, weil der kann das irgendwie besser wegstecken als ich.
01:00:05: Aber ja auch das ist etwas... Das ist jetzt ja nicht pflegekind typisch.
01:00:10: also auch da wissen wir nicht wo kommt es her?
01:00:12: Das schien ich
01:00:13: auch noch wie man dort nachts einfach mal zwei drei Stunden wach ist und dass Kind tragen muss oder quatschen muss oder sonst was.
01:00:22: Also genau!
01:00:23: Es ist nicht ppflegekind spezifisch aber auch Aber auch vor allem der nächste Morgen und der nächsten Tag kann dann sehr, sehr anstrengend sein.
01:00:31: Genau!
01:00:32: Okay... Ich schaue gerade.
01:00:34: wir haben auch schon über eine Stunde gesprochen.
01:00:37: von daher schau ich doch mal dass sich die letzten Fragen hier stelle.
01:00:41: Wir haben jetzt grad schon von dem Urlaub erzählt und da werdet ihr auch viele Fotos gemacht haben und generell wahrscheinlich habt ihr viele Fotostes irgendwie aus der Zeit zu viert gemacht.
01:00:51: wenn es einen Lieblingsfoto gibt von wo ihr vier drauf seid und das aussuchen müsstest.
01:00:57: Was wäre das?
01:00:58: Und warum?
01:01:00: Also wir haben total viele Fotos, auf der meisten sind aber nur die Kinder drauf.
01:01:04: Das
01:01:04: kenne ich auch.
01:01:05: Wir
01:01:05: vier oder fünf zusammen!
01:01:07: Deswegen gibt es auf jeden Fall ein Lieblingsfoto, das haben wir letztes Jahr zusammen beim Fotografen schießen lassen.
01:01:17: Das haben wir für die Danksagung genommen... Und das gefällt mir total gut, weil wir da eben alle drauf sind.
01:01:22: Da ist sogar unsere Hündin drauf und wir sehen alle... Wir sind alle gescheit angezogen und irgendwie
01:01:29: gucken
01:01:29: auch alle in die Kamera genau.
01:01:31: Auch das können ja manchmal brenzlige Momente sein solche Family-Shooting Sachen gerade wenn insbesondere die Kinder dann überhaupt nicht so wollen wie man es eigentlich will.
01:01:41: aber das hat geklappt super!
01:01:43: Okay dann habe ich jetzt noch drei oder vier kurze Fragen Wenn du mir einmal versuchst, diesen Satz zu vervollständigen.
01:01:54: Pflegefamilien seien bedeutet für mich.
01:01:59: In erster Linie Familie zu sein und einem Kind ein liebevolles Zuhause zu geben und gemeinsam Familie werden.
01:02:08: Auch schön!
01:02:12: Und jetzt ... euer Kind ist jetzt noch recht klein.
01:02:16: Und wenn man es überlegt gerade bei so'n Podcast das bleibt ja auch Rüsselin Lange online, das könnte sein, dass eure Pflegetochter diesen Podcast irgendwann mal hört.
01:02:24: Sagen wir jetzt mal so in fünfzehn Jahren kurz vor Volljährigkeit und was würdest du ihr heute gerne sagen?
01:02:33: Was sie denn in der Zukunft mal hören sollen?
01:02:37: Ja also, dass sie eine sehr selbstbewusst temperamentvolle kleine Dame ist super viel lacht und ganz wie Fröhlichkeit mit sich bringt.
01:02:50: Und wir so dankbar sind, dass sie bei uns ist.
01:02:53: Ja das würde ich ihr sagen wollen!
01:03:14: Ist das was für mich Ja oder Nein?
01:03:16: Haben vielleicht noch Zweifel.
01:03:18: Was würdest du denen gerne mitgeben?
01:03:22: Zweife sind total gut und total wichtig für den Prozess, und es ist Schritt-für-Schritt genau richtig – dann würde ich sagen traut euch!
01:03:31: Genau wenn der Wunsch da ist.
01:03:33: Und es ist ja überhaupt nicht so dass man am Anfang einen Vertrag ausfüllt und dann geht man hundertprozentig diesen Weg sondern kann man so flexibel halten auch mal eine Pause machen oder auch halt aufmerken nach ein paar Monaten.
01:03:49: Nee, das können wir doch nicht.
01:03:50: und noch das ist an der Stelle ganz wichtig dabei sich zu sein.
01:03:52: Das hatten wir am Anfang besprochen.
01:03:55: Okay
01:03:56: die letzte Frage wenn du Pflegefamilie seinen Einsatz beschreiben müsstest?
01:04:01: Welcher wäre das?
01:04:05: Also in erster Linie würde ich wirklich sagen es Ich würde das Pflege wegnehmen.
01:04:10: Also, Pflegefamilien sind Familie und jede Familie ist auf ihrer Art und Weise einzigartig und besonders – und das würde ich auch für Pflegefamilie so unterstreichen.
01:04:22: Hast du auf jeden Fall recht damit?
01:04:25: Marina, vielen Dank dass ich heute bei dir sein durfte!
01:04:28: Sehr gerne, ne?
01:04:28: Schön, dass du da
01:04:29: warst!
01:04:30: Genau und ja….
01:04:33: Ja, sehr gespannt was ich von euch in Zukunft vielleicht noch mal irgendwann hören und sehen werde.
01:04:39: Vielleicht sehen wir uns hier nochmal wieder vor dem Mikrofon oder wir sehen uns bei irgendeiner Veranstaltung.
01:04:45: ihr seid vom Standort Warburg.
01:04:48: da bin ich jetzt nicht so häufig weil das einfach weit weg ist vom Münster wo ich arbeite aber ab und zu schon und vielleicht sehen wir es dann dort.
01:04:57: Vielen vielen Dank dass sich heute bei dir sein durfte!
01:04:59: Sehr gerne hat mir Spaß gemacht.
01:05:04: Das war mein Gespräch mit Marina.
01:05:06: Vielen Dank, dass du so offen für eurem Weg als Pflegefamilie erzählt hast.
01:05:10: Ein besonderes Beeindruck hat mich die wertschätzten Erhaltung gegenüber den Eltern deiner Pflegetochter und die Selbstverständlichkeit, mit der ihr sie als wichtigen Teil ihrer Lebensgeschichte betrachtet.
01:05:20: Ich bin dankbar das zu uns einen persönlichen Einblick in euer Familienleben gegeben hast.
01:05:24: Gerade solche Gespräche zeigen wie unterschiedlich Pflege-Familien in Weg gestalten und wie wichtig Haltung, Offenheit und gegenseitiger Respekt dabei sein können.
01:05:34: Wenn du mehr über das Thema Pflegefamilien erfahren möchtest oder selbst darüber nachdenkst, einem Kind an zu Hause zu geben findest du weitere Informationen auf unserer Website www.netzwerk-pflegefamilie.de.
01:05:45: Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge von Netzwerkpflegefamiliens der Podcast.
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